Beiträge von Barbara66

    Liebe Rosina,
    Ich denke oft an Dich und bin nach Deinem Bericht auch der Meinung, daß so etwas nicht mehr bewältigt werden kann.
    Mein Mann und ich waren 10 Tage in Ägypten und sind dort beide krank geworden. (Husten&Schnupfen ).
    Corona? ?
    Wollte mich beim Gesundheitsamt testen lassen-wurde aber abgelehnt,da Ägypten nicht zu den Krisengebieten zählt? ????
    Und schon wieder wird man alleingelassen und niemand hilft Dir.
    In dieser Zeit habe ich keinen Kontakt zu meinen Eltern gehabt -sie haben das wohl beide ganz gut alleine hinbekommen.
    Ich bin sehr verzweifelt und depressiv in Urlaub gefahren und habe mich oft mit dem Thema Suizid beschäftigt.
    Ich weiß nicht was passiert ist,aber ich finde mich langsam mit den "Wahngeschichten "meiner Mutter ab und versuche nicht mehr dagegen zu reden-denn das macht mich kaputt.
    Ich lasse Sie in Ihrer Welt und finde es manchmal ganz schön spannend, was Sie so alles erlebt und erzählt.
    Das Leben meiner Mutter war ein Leben voller Arbeit mit wenig Unterstützung meines Vaters.
    Eigentlich ein biederes langweiliges Leben ohne sich großartig etwas zu gönnen -Urlaub wäre reine Geldverschwendung.
    Endlich hat sie jetzt was zu "erzählen "und im Moment bringt mich vieles zum Schmunzeln.
    Natürlich ist der Schmerz über den fehlenden und nicht mehr vorhandenen Austausch immer da und ich muß damit klarkommen.
    Hoffentlich eskaliert die Situation bei uns nicht so wie bei Dir.
    Ich würde vielleicht alle Elektrogeräte ,wie Wasserkocher,aus der Wohnung entfernen.
    Zur Not auch die Waschmaschine aus dem Haus entfernen und zu Dir holen,bevor das Haus evtl.noch unter Wasser gesetzt wird.
    Alles Gute Barbara

    Hallo Eva4,
    auch meine Mutter ist an LBD erkrankt -leidet allerdings an massiven Schlafstörungen.
    Sie bekommt abends ein Neuroleptikum und Zopiclon zum schlafen.
    Trotzdem gibt es Nächte, in denen sie angeblich fast nicht schläft.
    Ob das immer alles so stimmt,weiß man bei Demenzkranken ja nicht wirklich!!??
    Eigentlich wird bei LBD Patienten von einem umgekehrten Tag-Nacht Rhythmus berichtet.
    Sie sollen sehr nachtaktiv sein und tagsüber schläfrig.
    Allerdings hat meine Mutter am Tag auch sehr oft das Bedürfnis, sich aufs Sofa zu legen.
    Im Liegen geht es ihr ein bisschen besser.
    Ich bin derselben Meinung wie Andydreas -wenn sie schlafen will,lass sie schlafen.
    Natürlich kann Müdigkeit auch auf einen Eisenmangel zurückzuführen sein.
    Zur Not kann der Hausarzt ja mal ein Blutbild machen.
    Alles Gute
    Barbara

    Was würde ich nur ohne Euch machen!!!!
    Wir sind gestern erst in Ägypten angekommen und das mit dem Abschalten klappt noch nicht so richtig.
    Aber das Meer und die Sonne tun schon verdammt gut.
    Ich werde auch so gut wie gar nicht mit meiner Mutter telefonieren.
    Als ich ihr gestern morgen vom Frankfurter Flughafen Guten Morgen sagen wollte,glaubte sie ,ich sei zu Hause.
    Sie hätte gehört, daß das mit unserer Reise nur ein Spaß gewesen sei????
    Ich werde mir wohl therapeutische Hilfe holen müssen.
    Nochmal vielen lieben Dank an Euch und sonnige Grüsse aus Hurghada
    Barbara

    Hallo Sonnenbluemchen,
    Danke für Deine Worte.
    Beide zu trennen, wäre für meinen Vater aber auch für meine Mutter unerträglich.
    Mein Vater baut auch immer mehr ab.
    Er ist im Januar 80 geworden und ich merke den Abbau ganz deutlich.
    Das Problem ist,daß mein Vater die Krankheit nicht begreift oder versteht,zu was dieser Abbau führt und auslöst, ganz besonders bei der Lewykoerperchendemenz mit Wahnvorstellungen und Halluzinationen.
    Er erkennt seine Frau nicht wieder,genau so wie mir meine Mutter immer fremder wird.
    UND wie weh das tut,wissen alle Betroffenen hier im Forum.
    Im Moment bin ich an einem Punkt,wo ich spüre, daß ich langsam daran zerbreche und tatsächlich Suizid Gedanken habe.
    Oft denke ich:Lieber beende ich mein Leben,als meiner Mutter beim Sterben zuzuschauen.
    Ich schaffe das nicht und kämpfe mit schweren Depressionen.
    Ob mich der Coronavirus befällt oder die Maschine morgen abstürzt -es käme mir ganz gelegen-davor habe ich keine Angst mehr.
    Deshalb auch jetzt eine Auszeit in die Sonne über meinen Geburtstag -es ist natürlich eine FLUCHT!!!!
    Wie geht es denn bei Dir und Deiner Mutter?
    Du klingst immer so stark und oft schmunzele ich bei Deinen Beiträgen, die mich auch manchmal zum Lachen bringen.
    Man sagt ja,daß eine wenig Humor bei Demenz nötig ist,um das ganze besser zu ertragen.
    Bei jedem anderen Demenzkranken könnte ich das-bei meiner Mutter nicht.
    Es zerreißt mich innerlich nicht mehr den gewohnten Austausch mit ihr haben zu können.
    Morgen geht's erst mal los .
    Alles Gute für Dich
    Barbara

    Hallo,
    Ich habe hier ja auch schon des öfteren geschrieben.
    Wir haben bei meiner Mutter alles:Vergiftungswahn, Bestehlungswahn und Eifersuchtswahn.
    Am Sonntag ist die Situation zu Hause eskaliert.
    Sie hat meinem Vater vorgeworfen,daß er im Wohnzimmer abends andere Frauen hätte, wenn sie um 19 Uhr ins Bett geht.
    Des weiteren hat sie behauptet, man hätte ihr Geld gestohlen.
    Da ist mein Vater explodiert und hat ihr gesagt, daß sie aufhören soll,solchen Unsinn zu reden.
    Daraufhin ist sie auf meinen Vater los und wollte ihn schlagen.
    Der hat sich ins Auto gesetzt und ist zu mir gekommen.
    Er hatte Angst und meinte,daß er unter diesen Umständen nicht mehr dort leben könne.
    Für ihn bricht eine Welt zusammen und irgendwie begreift er die Krankheit und die Auswirkungen dieser immer noch nicht.
    Mein Mann und ich werden am 28.2. für 10 Tage in Urlaub fliegen.
    Ich habe heute mit dem Pflegedienst telefoniert und die haben mir versichert, im Falle einer Eskalation zu kommen und zu helfen.
    Sollte das nicht funktionieren,wird der Weg sicherlich in Kürze in die Gerontopsychiatrie gehen.
    Welche Vorkehrungen treffe ich während meiner Abwesenheit?
    Mein Vater ist total überfordert und mein Bruder wohnt 300 km weit weg und ist als Diplom Psychologe in einem Internat für Koerperbehinderte an die Ferien gebunden und kann nicht eben mal kommen.
    Das ganz große Problem ist,daß sie sich weigert in die Psychiatrie zu gehen,da sie auch dort angeblich beim letzten Aufenthalt vergiftet worden ist.
    Vielleicht können mir Jutta,Hanne oder Sonnenbluemchen hier weiterhelfen.
    Vielen lieben Dank im voraus
    Barbara

    Hallo Steinplatte,
    Juckreiz kann verschiedene Ursachen haben.
    Es kann an einer Ueberempfindlichkeit gegen Medikamente liegen,an Störungen oder Erkrankungen der Leber (LEBERZIRRHOSE )liegen oder psychosomatische Ursachen haben.
    Ich würde es auf jeden Fall mit einem Antihistaminikum,wie Cetirizin (Zyrtec,aber günstiger )oder Fenistil Tbl.probieren,die gegen Juckreiz eingesetzt werden.
    Oder ist sowas schon ausprobiert worden?
    Wenn Du Fragen hast,kannst Du mich jederzeit kontaktieren.
    LG
    Barbara

    Hallo Zimt,
    Wenn die Wahnvorstellungen nicht wären, könnte man das ganze viel besser ertragen.
    Auch meine Mutter kann noch sehr viel und tatsächlich kommen uns manchmal wirklich Zweifel an einer bestehenden Demenz.
    Demenz Test im Oktober 2019 - 30 Punkte von 30 !???
    Aber Wahnerkrankungen im Alter sind eben demenziell bedingt,was soll es sonst sein!?
    Sie kocht noch jeden Tag UND lebt mit meinem Vater zu Hause.
    Ich bade sie ,mache ihr die Haare und die Wäsche.
    Sie bekommt seit ein paar Wochen das angstloesende und beruhigende Mittel Tavor.
    Zu Beginn war sie wirklich sortierter und stärker, aber in der letzten Zeit häufen sich halt die "Wahngeschichten ".
    Ich denke,sie hört tatsächlich nicht vorhandene Stimmen.
    Das liest man ja ueber diese Demenzform.
    Ich jogge jeden morgen bei ihr vorbei und vor 2 Wochen rief sie mich, als ich wieder zu Hause war an und meinte:Wie kommst Du dazu,mir zu sagen,ich sei ein Arschloch? ???
    Ich sagte:Mutti, so was habe ich noch nie in den Mund genommen und würde ich auch niemals zu Dir sagen.
    Sie:Aber ich habe das doch gehört! !
    Und von dieser Aussage bringt sie niemand ab-das ist WAHN.
    Für mich bricht nach so einem Gespräch erstmal wieder die Welt zusammen.
    Dann heißt es-da spricht die Demenz aus ihr und nicht Deine Mutter.
    Ich kann das aber nicht trennen und komme damit im Moment wieder gar nicht zurecht.
    Ich schlafe keine Nacht mehr,habe seit 1 Woche Bauchschmerzen, die nicht mehr weggehen.
    Morgens im Bett ueberfällt mich schon eine Unruhe und ich denke,was kommt jetzt gleich wieder,wenn Du bei ihr vorbei läufst.
    Alles Gute auch für Dich
    Barbara

    Hallo Zimt,
    die Ärztin in der Psychiatrie, auf der meine Mutter lag,hat abgewunken, als ich sie auf Antidementiva ansprach.
    Sie koenne von keinen positiven Behandlungserfolgen berichten.
    Bei dem einen wirkt das Mittel vielleicht 2 Jahre,bei anderen nur 6 Monate.
    Was sind denn die groessten Probleme bei Deiner Mutter?
    Gedaechtnisstoerungen?
    Unruhe?
    Nachdem mir klar war,daß es sich bei der Krankheit meiner Mutter um eine Demenz handelt,wollte ich ihr auch alles "einwerfen",um sie noch möglichst lange bei mir zu haben.
    Nun sehe ich das ganze mit anderen Augen.
    Ich möchte diese grausame Erkrankung auf keinen Fall hinauszögern,zumal es sich bei meiner Mutter um die schreckliche Lewy Body Demenz handelt,bei der Wahnvorstellungen und Halluzinationen und Parkinsonsymptome im Vordergrund stehen.
    Diese Wahnvorstellungen und Wahnideen sind unerträglich (für meine Mutter(weil sie angeblich vergiftet wird) und für uns).
    Sie bekommt Neuroleptika niedrigdosiert (hochdosiert geht nicht,da die Parkinsonsymptome sich dadurch verstärken ), die aber nicht anschlagen.
    Hoffentlich gibt es bald die aktive Sterbehilfe in Deutschland! !!
    Denn das Leid dieser schrecklichen Krankheit hat für den Betroffenen keine Lebensqualität mehr und die Angehörigen zerbrechen daran.
    Alles Gute
    Barbara

    Hallo Andydreas,
    Es gibt ja die Möglichkeit, die Mutter in die Kurzzeitpflege zu geben.
    Eine Möglichkeit, damit Sie mal zur Ruhe kommen.
    Des weiteren denke ich,daß bei Ihrer Mutter der Zeitpunkt gekommen ist,mit Benzodiazepinen (Valium-Diazepam, Tavor,Oxazepam) zu arbeiten .
    Diese Mittel gibt man zwar mit Vorsicht, aber ich denke,daß sie zur Ruhigstellung Ihrer Mutter beitragen und sich die Lage zu Hause dadurch ein wenig entspannt.
    Ich gebe meiner Mutter auch jeden Morgen 0,5mg Tavor.
    Sie ist dann angstfreier und belastbarer und bekommt den Tag besser rum.
    Ich hatte auch Sorge und Befürchtungen ihr dieses Mittel zu verabreichen.
    Inzwischen sehe ich das ganze entspannter.
    Mein Mann und ich waren sogar 1 Woche in Ägypten um uns ein bißchen zu erholen.
    Mein Bruder war 2 Tage zu Besuch und die Medikamente gibt der Pflegedienst ja schon seit Oktober 2019.
    Meine Eltern haben die Woche gut überstanden -auch ohne mich ☺
    Alles Gute
    Barbara

    Hallo Rosina,
    Habe erst heute Deinen Artikel gelesen.
    War 1 Woche im Urlaub und zu Hause hat es auch ohne mich gut geklappt.!!!
    Risperidon ist ja ein Neuroleptikum gegen Halluzinationen und aggressives Verhalten bei Demenz.
    Venlafaxin ist ein gutes Antidepressivum und Rivastigmin ein Antidementivum.
    Dieses Pflaster habe ich bei meiner Mutter auch versucht und nach kurzer Zeit abgesetzt.
    Auch sie hatte Nebenwirkungen wie Übelkeit und Unwohlsein im Bauch und Durchfall.
    Ich würde so wenig wie möglich an Medikamenten geben.
    Risperidon soll ja auch nur kurzzeitig gegeben werden.
    Meine Mutter bekommt als Neuroleptikum Quetiapin am Abend,welches auch schlaffoerdernd ist.
    Spreche doch mal den behandelnden Arzt auf dieses Mittel an-würde ich auf jeden Fall dem Risperidon vorziehen.
    Ich würde kein Antidementivum wie Rivastigmin mehr geben.
    Angeblich sollen diese Mittel den dementiellen Verlauf verzögern und auch gegen psychotische Symptome helfen.
    Das Unwohlsein Deiner Mutter kann sehr gut vom Rivastigmin Pflaster sein.
    Natürlich muss man auch bei den Blutdrucksenkern schauen, ob diese sich miteinander vertragen.
    Eigentlich sollte der Arzt darauf achten,aber noch besser kann Dir der Apotheker Auskunft darüber geben.
    LG
    Barbara

    Hallo Herr Hamborg,
    Ich habe Ihren Bericht gelesen,den Sie an frankenfischkopp gesendet haben.
    In diesem schreiben Sie,daß die Schilderungen über den Krankheitsverlauf des Vaters Ihrer Meinung nach nicht in Richtung Demenz gehen,sondern eher nach einem Delir oder einer organischen Wahnerkrankung klingen.
    Wo bitte ist hier der Unterschied?
    Ist nicht beider Ursache eine Degeneration der Nerven?
    Es gibt doch die Lewykoerperchendemenz mit Wahnvorstellungen und Halluzinationen! !!
    Ich möchte Ihnen kurz ein paar Anekdoten meiner Mutter erzählen und hätte gerne eine Antwort von Ihnen☺.
    Letzten Montag bin ich beim joggen bei ihr vorbeigelaufen und habe mich kurz mit ihr unterhalten.
    Zu Hause angekommen klingelt das Telefon.
    Am Apparat meine Mutter ,die mich fragt,warum ich eben zu ihr gesagt hätte, sie sei ein Arschloch (ein Wort, welches meine Mutter noch nie in den Mund genommen hat).
    Ich sage zu ihr,daß ich so etwas noch nie gesagt habe und auch nie zu ihr sagen würde.
    Darauf sie:aber ich habe das doch gehört. !!??
    Vor Weihnachten wollte ich ihr die Haare färben-hat sonst immer problemlos geklappt.
    Es War nicht möglich -die Haare wären beim letzten färben viel zu dunkel geworden (stimmt natürlich nicht!!),und jeder hätte das zu ihr gesagt,ihre Haare seien viel zu dunkel??
    Wer ist jeder?
    Meine Mutter geht so gut wie gar nicht mehr vor die Tür und hat überhaupt keinen Kontakt mehr zu Nachbarn.
    Wenn ich sie frage,was ihr Zittern (LBD?!)macht,dann sagt sie:wenn "DIE"mich in Ruhe lassen und mir nichts tun,dann zittere ich gar nicht!!??
    Was ist das für eine Krankheit! ??
    Für mich ganz klar Demenz -sehen Sie das anders?
    Bin Ihnen für eine Rückmeldung sehr dankbar.
    LG
    Barbara

    Hallo Andydreas,
    Pipamperon oder auch Dipiperon Saft ist ein leicht wirkendes Antipsychotikum, welches man bei z.B. Halluzinationen gibt.
    Es wirkt beruhigend und soll Deiner Mutter sicher beim Schlafen helfen.
    Wie bei allen Neuroleptika wirken diese auf den Dopamin Haushalt.
    Bei Psychosen und Halluzinationen ist der Dopaminspiegel erhöht.
    Dafür gibt man Neuroleptika.
    Gibt man davon aber zu viel,kann der Dopaminspiegel gerade bei alten Menschen schnell absinken und dies führt zu extrapyramidalen Störungen, wie Muskelsteifheit, Zittern,Gangstoerungen,Schluckstoerungen und vermehrten Stuerzen.
    Ich würde die Dosierung des Arztes mal ausprobieren und schauen, ob die Nächte ruhiger verlaufen.
    Schau bitte in den Beipackzettel wegen der Lactoseintoleranz -müsste dann laktosefrei dabeistehen.
    LG Barbara

    Hallo Michaela,
    Es gibt ein ähnliches Schlafmittel mit dem Namen Zolpidem.
    Meine Mutter nimmt auch seit 1 Jahr abends 7,5mg Zopiclon -dazu aber auch noch das Neuroleptikum Quetiapin mit 50mg,welches auch eine ausgezeichnete Schlaffoerderung besitzt.
    Allerdings jammert meine Mutter trotzdem,sie würde gerne besser schlafen.
    Ich denke,daß das mit zunehmendem Abbau auch immer schwieriger wird.
    Ist sie denn schon mal mit einem Neuroleptikum behandelt worden?
    Wir geben meiner Mutter das Medikament gegen die Wahnvorstellungen -vergebens -aber zum schlafen hilft es wohl etwas.
    Als letzte Möglichkeit gibt es noch die Benzodiazepine,wie Tavor,Valium,Adumbran usw.
    Diese Wundermittelchen sind angstloesend und sedierend (beruhigend ).
    Das könnte man kurzzeitig-nicht unbedingt länger als 14 Tage wegen der Abhaengigkeitsgefahr -probieren.
    Ich hoffe,ich konnte Dir weiterhelfen
    Alles Gute
    Barbara

    Hallo ankerstin,
    Auf die Hilfe von Ärzten brauchen Sie nicht zu hoffen.
    Die Initiative sollten Sie selbst ergreifen.Machen Sie sich schlau,bedenken aber bitte,daß es keine Heilung gibt.
    Mit Medikamenten würde ich nur arbeiten,wenn psychische Auffälligkeiten auftreten (Aggressivität, Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Ängste und Unruhe ),da diese starke Nebenwirkungen haben.
    Selbstverständlich gibt es Antidementiva, die den geistigen Verfall verzögern sollen.
    Aufzuhalten ist er nicht!
    Bis heute faselt der Neurologe von Psychose!!? ?
    Psychosen entstehen durch Dopaminueberschuss im Gehirn-meine Mutter hat aber Parkinsonsymptome und diese entstehen durch einen Dopaminmangel.!!!!
    Somit verstehen Sie meine Beurteilung über Ärzte -unfähig und inkompetent.
    Die Diagnose Demenz habe ich gestellt und zu Beginn habe ich völlig am Rad gedreht und meinte meiner Mutter alles einwerfen zu müssen, um sie noch möglichst lange bei mir zu haben.
    Aber wenn Sie meine Mutter sehen würden, die durch die anhaltenden Wahnvorstellungen oft Todesaengste hat,bei denen wir aufgrund der ganz empfindlichen Lewy Body Demenz medikamentös fast nichts machen können, würden Sie mich verstehen und diese schreckliche Krankheit nicht noch hinauszögern wollen.
    Aktive Sterbehilfe in Deutschland -das ist mein allergrößter Wunsch.!!!!!
    Die Betroffenen von dem unaufhaltsamen Verfall zu erlösen und auch den Angehörigen,die sich so aufopfern müssen, mitleiden und keine Hilfe bekommen,wieder ein normales Leben zu ermöglichen.
    Werden Sie selber tätig!!
    Sie können mich gerne jederzeit kontaktieren -gerade im Bezug auf Medikamente kann ich Ihnen gut weiterhelfen.
    LG und viel Kraft
    Barbara

    Hallo
    Das kenne ich auch.
    Ich habe meine Mutter oft angeschrien,wenn wieder mal ihr Wahn unerträglich war.
    Eigentlich auch meinen Vater,der die Krankheit nicht begreift und geistig auch immer mehr abbaut(wird am 28.1. 80 Jahre).
    Das alles hat mich so viel Kraft gekostet,daß ich Weihnachten nur geheult habe.
    Plötzlich hat es eine Wende bei mir gegeben und ich versuchte Frieden zu schließen mit Demenz und zu akzeptieren, daß dies eine Krankheit wie alle anderen Krankheiten ist (für mich allerdings die Schrecklichste ).
    Ich habe mir vorgenommen, nicht mehr mit meiner Mutter zu streiten.
    Nun stecke ich aber wieder in einer Zwickmühle und der nächste Ärger ist vorprogrammiert.
    Ich habe ihr die letzten 14 Tage alle 2 Tage ein Benzodiazepin(Tavor)gegeben, welches sie ruhig und angstfrei macht.
    Sie ist dann ein ganz anderer Mensch und es ist eine Freude,sie so zu sehen.
    Seit heute stelle ich ein Abhaengigkeitsverhalten bei ihr fest (passiert leider bei diesem Medikament)und sie behauptet, sie müsse jetzt täglich 1 Tavor nehmen.
    Stimmt natürlich nicht-nur wie bringe ich ihr das bei.
    Ich muss jetzt dringend schauen,daß ich das Medikament ausschleiche.
    Für mich ist das auf jeden Fall etwas für die Klinik-auch um dort mal vernünftig eingestellt zu werden.
    Aber in die Psychiatrie will sie nicht mehr.
    Da sind Streitigkeiten und Konflikte wieder mal vorprogrammiert.
    Barbara

    Hallo Gewi,
    Ein gesundes neues Jahr mit viel Kraft für Dich!!
    Ich habe viele Bücher gelesen über Demenz und Pflegeheime.
    Wenn die Patienten zu kompliziert und unruhig werden,betäubt man sie mit Neuroleptika.
    Und ich kann mir nicht vorstellen,daß das alles ordnungsgemäß dokumentiert wird.
    Ich habe gelesen,daß einfach Restbestände von Medikamenten,von verstorbenen Patienten, für andere Patienten genommen werden.
    Das ist auch meine große Sorge.
    Noch ist meine Mutter zu Hause -aber wenn der Weg in ein Heim ansteht,befürchte ich auch große Konfrontationen mit dem Pflegepersonal.
    Aufgrund ihrer Demenzform (LBD)darf sie nur mit 2 Neuroleptika behandelt werden.
    Alle anderen Neuroleptika sind kontraindiziert.
    Aber wie soll man das überwachen und dem Personal vertrauen? ?
    Alles Gute
    Barbara

    Hallo Andydreas,
    Auch dir viel Kraft im neuen Jahr.
    Ich würde morgen den Hausarzt kontaktieren und ihn zu einem Hausbesuch bitten.
    Er soll sich ein Bild von Deiner Muter machen und sie ggf.ins Krankenhaus einweisen.
    Dort bekommt sie sicherlich Infusionen.
    LG
    Barbara

    Hallo Marion 65,
    Meine Mutter hat die gleiche Verdachts-Diagnose LBD, die ich aufgrund der Symptome gestellt habe-ich vertraue keinem Arzt mehr-der Neurologe faselt seit Januar diesen Jahres von Psychose.
    Wir haben es im April auch mit Rivastigmin Pflaster probiert.
    Nach ein paar Tagen sprach sie von Unwohlsein und ich habe es wieder abgesetzt.
    Was mich allerdings durch die Gabe des Pflasters erstaunte, war,daß sie plötzlich wieder riechen konnte.
    Der Geruchssinn ist seit vielen Jahren weg,was ja auch demenziell bedingt sein kann.
    LBD ist ja bekannt durch die Schwankungen im Tagesverlauf.
    Zeitweise machen die Leute einen fast gesunden Eindruck und von einem auf den anderen Moment können sie völlig verwirrt sein.
    Das Gedaechtnis meiner Mutter funktioniert noch recht gut und der Mini Mental Status Test im Oktober hat 30 von 30 Punkten ergeben! !????
    Bei uns steht der Wahn im Vordergrund.
    Gestern morgen War der Termin der Hausfriseuse bei meinen Eltern.
    Ich jogge jeden morgen vorbei und ein Demenzkranker hätte wahrscheinlich den Termin vergessen, nicht so meine Mutter.
    Was bei ihr dann wieder war:ich habe irgendwie gehört, daß die Tanja heute nicht kommt?????
    Sie legt in Alles ,was geplant ist,wie Besuche,ihre eigene Geschichte.
    Und das täglich -wie oft bin ich da mit ihr aneinander geraten-obwohl ich weiß, daß sie nichts dafür kann.
    Sie fühlt sich vergiftet und bedroht -und helfen kann ich ihr nur mit dem Beruhigungsmittel Tavor (besteht Abhängigkeit ).
    Wenn Sie das alle 2-3 Tage nimmt,ist sie am Tag der Einnahme ruhig, sortiert, konzentriert und angstfrei -dann ist auch keine Rede von Leuten,die sie bedrohen.
    Hat Dein Vater auch Parkinsonsymptome?
    Ich würde mich freuen,wenn wir uns hin und wieder austauschen können, da wir beide ein Elternteil mit LBD haben.
    LG und alles Gute für 2020
    Barbara
    P.S.eine Nebenwirkung des Rivastigmin Pflasters sind Halluzinationen !
    Kann mir auch nicht vorstellen, daß man eine Demenz mit Homöopathie behandeln kann.
    Sicher ist weniger manchmal mehr,aber bei Neurodegenerativen Erkrankungen mit koerperlichem und geistigem Verfall kann ich mir keine erwünschte Wirkung dieser Mittelchen vorstellen.
    Und Du hast vollkommen Recht,daß die Medikation bei LBD extrem schwierig ist.
    Durch die falschen Neuroleptika letztes Jahr im Oktober ist meine Mutter in eine Parkinson Krise geraten, die ein normales Gehen unmöglich machte.
    Es folgte ein 3woechiger Aufenthalt im Krankenhaus mit Levodopa Behandlung.
    Langsam lernte sie mit Rollator wieder gehen!!!

    Hallo,
    Ich würde mit ihr sofort in die Psychiatrie fahren,damit sie dort mit Neuroleptika behandelt wird.
    Die werden dann ein MRT veranlassen.
    Kann sich natürlich durch Silvester und Neujahr alles ein wenig verzögern.
    Alles Gute
    Barbara