Beiträge von Barbara66

    Hallo Andydreas,
    Wir haben uns ja auch schon öfter ausgetauscht.
    Nicht mehr erkannt werden von der eigenen Mutter - das ist wohl das Schlimmste,was passieren kann.
    Was für eine schreckliche Krankheit! !!!
    So weit ist es bei uns noch nicht,dafür habe ich viele andere Probleme mit meiner Mutter.
    Seit 30.10.gibt der Pflegedienst jetzt die Medikamente.
    Sie hat durch Ihren Vergiftungswahn selbständig verschiedene Tabletten aus meinen vorsortierten Dosett s herausgenommen.
    Konnte so nicht mehr weitergehen.
    Dann fragt sie mich,ob sie irgendwas verbrochen hätte, weil ich die Medizin nicht mehr für sie mache.
    Sie versteht es nicht mehr.
    Jetzt ist sie abhängig von Ihren Schlaftabletten, die ich Ihr noch vertrauensvoll selbst überlassen habe.
    Die schluckt sie aber jetzt auch am Tag??!!!!
    Das War heute ein Akt,ihr die Tabletten abzunehmen.
    Ich konnte das nicht mehr verantworten! !
    Versteht sie auch nicht - jetzt bin ich die böse, böse Tochter und sie versteht gar nichts.
    Ich fühle mich auch total ausgelaugt und kraftlos.
    Jeden Tag irgendwas anderes Unerfreuliches -
    Wolltest Du Deine Mutter nicht in ein Heim geben oder hast Du Dich doch dagegen entschieden?
    Ganz viel Kraft wünscht Dir
    Barbara

    Hallo Angehoeriger,
    Ich habe schon viel in diesem Forum von Ihnen gelesen.
    Vieles finde ich brauchbar und sinnvoll - das meiste allerdings ist reichlich unverschämt und unpassend.
    Sie haben kein Recht ,hier über Menschen zu urteilen, die Sie überhaupt nicht kennen.
    Jeder hat seine Lebensgeschichte und bestimmt hat auch jeder Baustellen- für meinen Geschmack haben Sie die meisten.
    Die Wörter und Bedeutungen Empathie und Liebe scheinen Ihnen völlig fremd zu sein.
    Aus diesem Grund möchte ich Sie bitten,Ihre beleidigenden Kommentare gegen mich und auch gegen viele andere hier zu unterlassen.
    Von ihnen brauche ich ganz sicher keine Hilfe.
    Barbara

    Hallo sarahf
    Mir selbst geht es seit Jahren nicht besonders gut (Wechseljahre, Hitzewallungen, Schlafstörungen und Depressionen ).
    Aber die Krankheit meiner Mutter loest so viele Ängste in mir aus.
    Sie war für mich der tägliche Ansprechpartner in allen Lebenslagen (wir wohnen nur 2 km auseinander ).
    Wenn ich in unserem Haus was umdekoriert habe,war es mir eine Freude,ihr das zu zeigen.
    Daran hat sie jegliches Interesse verloren
    Was ist das für ein Abschied aus diesem Leben(Demenz)- ein Mensch,der immer für die Familie da War und mich unterstützt hat,wo es nur ging.
    So jemand leidet nun Hoellenqualen und geht elend zugrunde.
    Am Ende hat die Krankheit die gesamte Lebensgeschichte des Menschen aufgefressen.
    Ich muß versuchen, ruhiger zu bleiben,wenn Sie wieder irgendwas behauptet, was nicht stimmt.
    Ich explodiere zu oft und nachher wird mir klar,daß das ihre Welt und Realität ist und sie gar nichts dafür kann.
    Und die allergrößte Angst ist die gleiche wie bei Dir- die geliebte Mutter zu verlieren.
    Ich weiß nicht, ob ich das noch ein paar Jahre durchhalte - ich glaube nicht.
    Habe mehrfach mit starken Kopfschmerzen zu tun und hatte heute einen Viel zu hohen Blutdruck.
    Jetzt gehen die körperlichen Beschwerden los.
    Wünsche Dir viel Kraft
    LG
    Barbara

    Hallo sarahf,
    Wenn die Verdachts-Diagnose Lewykörper Demenz bei Deiner Mutter besteht,darf sie niemals mit Risperdal behandelt werden- dieses Mittel ist bei dieser Demenzform kontraindiziert.
    Die Parkinsonsymptome verstärken sich bei diesem Medikament, entstehen aber ursprünglich durch die LBD,bei der die Dopaminproduktion gestört ist.
    Dopaminmangel - Parkinson /Symptome
    Wie hoch war die Dosierung des Levodopas bei Deiner Mutter?
    Nimmt sie jetzt gar kein Levodopa?
    Freue mich immer von Dir zu hören.
    LG
    Barbara

    Hallo Sarahf,
    Wir haben uns ja auch schon öfter ausgetauscht.
    Wenn Du genauestens über die Medikation Deiner Mutter Bescheid weißt, würdest Du mir diese mitteilen.
    Bei meiner Mutter steht das Wahnhafte ja auch im Vordergrund.
    Sie war ja im Februar in der Psychiatrie und will dort nie mehr hin- dort hat man sie vergiftet und davon ist sie so krank geworden??????!!!! (Glaubt sie))
    Ich überlege, sie 2mal wöchentlich in die Tagespflege zu geben.
    Hat jemand Erfahrung damit oder verschlimmert das die Demenz?
    Vielleicht fühlt sie sich dort auch bedroht und die Wahnvorstellungen verstärken sich noch!?
    Andererseits habe ich oftmals das Gefühl, daß ihr ein bißchen Abwechslung gut tut.
    Alles Gute
    Barbara

    Hallo Uschi,
    Sonnenbluemchen hat recht.
    Die Leute in den Heimen werden überwiegend mit Risperidon zugedroehnt .
    Dieses Mittel gibt man hauptsächlich bei aggressivem Verhalten der Alzheimer Demenz.
    Meine Mutter hat dieses Mittel letztes Jahr im März bekommen und danach starken Tremor (Zittern)gehabt,so daß wir das Mittel absetzen mussten.
    Weiterhin besteht bei fast allen Neuroleptika die Gefahr von EPMS (extrapyramidale Störungen ).
    Hierzu zählen Muskelsteifheit, Tremor, Gangstoerung uvm.
    Man macht den Patienten eigentlich kaputt mit diesen Mitteln,aber die Pflegekraefte wissen sich oftmals keinen anderen Rat.
    LG
    Barbara

    Hallo Eva4,
    Darf ich fragen,wer die Diagnose Lewykörper-Erkrankung gestellt hat?
    Hat sie sich einer PET Untersuchung unterzogen?
    Welche Medikamente in welcher Dosierung bekommt sie?
    Bin auch betroffene Tochter einer an vermutlich Lewy Body Demenz Erkrankten (Wahnvorstellungen, Parkinsonsymptome, Gangstoerung )
    Wie lange lebt sie schon mit dieser Krankheit?
    Freue mich auf Deine Antwort
    LG
    Barbara

    Hallo Ziska,
    Mich würde brennend interessieren, wer die Diagnose paranoide Schizophrenie gestellt hat??
    Meine Mutter fühlt sich ja auch immer verfolgt und bekommt Spritzen (Verfolgungswahn )
    Und Vergiftungswahn.
    Ist die Diagnose in der Psychiatrie gestellt worden?
    Wer hat die Diagnose Demenz gestellt?
    Alles Gute
    Barbara

    Hallo Jutta,
    Wir beide haben uns ja schon öfter ausgetauscht ☺
    Ich habe heute entschieden,die Medikamentengabe an den Pflegedienst abzugeben.
    Es gibt nur noch Streit.
    Da ja bei ihr der Vergiftungswahn im Vordergrund steht,hat sie sich eingeredet,daß eine Sorte der Blutdrucktabletten vergiftet sei und sie eigenmächtig aus den Dosett s herausgenommen.
    Die Medikation der Neuroleptika gestaltet sich gleichermaßen schwierig.
    Das Quetiapin, welches sie immer schon genommen hat,wurde vor 14 Tagen in der Gedaechtnisambulanz in Bonn umgestellt auf retard (der Wirkstoff wird hier nach und nach abgegeben ).
    Davon hat sie 1 Tbl.genommen und bereits am nächsten Tag entschieden, diese nie mehr zu nehmen,da sie vergiftet seien.
    Die gewünschte Dosis des Neurologen nimmt sie auch nicht,da die Augen davon ganz rot werden (meint sie).
    Somit haben wir überhaupt keinen Erfolg bei der Bekämpfung der Wahnvorstellungen.
    Ich bin allerdings der Meinung, daß sowieso nichts hilft und ich ihr mehr damit schade.
    Sie war letztes Jahr 2mal in der Psychiatrie und dieses Jahr im Februar wieder.
    Dort geht sie ganz sicher nie wieder hin,denn angeblich hat man sie dort auch vergiftet und davon ist sie so krank geworden.
    Und wenn sie in ein Krankenhaus soll,dann sagt mein Vater zu ihr:wenn Du mich alleine lässt, dann bringe ich mich um!!!!
    Hilfe bekommen wir vom Pflegedienst alle 14 Tage zum putzen.
    Baden,Haare machen und Wäsche waschen und bügeln übernehme ich.
    Das Kochen versucht sie alleine,aber ich koche ihr auch mal was mit für 2 Tage.
    LG
    Barbara

    Ich habe 2 anstrengende Jahre mit Halluzinationen und Wahnvorstellungen meiner Mutter hinter mir.
    Die vermutete Psychose ist ganz klar die Lewykörper Demenz.
    Sie ist noch mit meinem Vater zu Hause,aber die verwirrten Zustände sind nun tagtäglich da.
    Ich finde es so schwierig, daß man alles ,was sie sagt,in Frage stellen muss.
    Nichts entspricht mehr der Wahrheit und Realität - unserer Realität! !!!!
    Mir macht diese Krankheit unglaubliche Angst und diese beginnt schon morgens beim Aufstehen.
    Ich jogge jeden morgen bei ihr vorbei und habe schon Magenschmerzen auf dem Weg dorthin- Angst,was jetzt wieder für unwahre Geschichten auf den Tisch kommen.
    Obwohl ich weiß, daß dies an ihrer Krankheit liegt,erschreckt mich jedesmal diese Wesensveraenderung und zieht mir den Boden unter den Füßen weg.
    Ich bin wohl immer noch nicht an dem Punkt angekommen,die schreckliche Krankheit zu akzeptieren Und zu verstehen, daß unsere gemeinsame Zeit begrenzt ist.
    Ganz große Angst habe ich davor,daß sie qualvoll sterben wird.
    Wir haben seit 2 Jahren diese Halluzinationen und ihr ganzer Zustand ist erschreckend schlecht.
    Sie hat in diesem Jahr bestimmt 20 kg verloren- hat kaum Appetit.
    Da mein Vater ja noch bei ihr ist,solle man glauben,daß er mir eine große Hilfe ist.
    Leider ist dem nicht so- er glaubt ihr alles,was sie sagt und begreift (oder will nicht begreifen)das Ausmaß dieser schrecklichen Krankheit nicht.
    Somit habe ich praktisch 2 " Pflegefaelle " zu Hause.
    Ich bin langsam am Ende meiner Kräfte und habe jegliche Lebensfreude für mein Leben verloren.
    Ich schaffe es nicht, mich in Ihre Welt einzulassen und sie in vielem,was nicht der Realität entspricht,zu bestärken.
    Sie hört ständig Stimmen,die nicht da sind.
    Sie ruft mich an und fragt: Hast Du gesagt,wir sollen zu Euch hochkommen??
    Ich sage dann nein- habe ich nicht gesagt
    Vorgestern ruft sie an und ich denke,sie fragt jetzt wie mein Tag war??
    Falschgedacht -sie will mir gratulieren, für das,was ich gesagt habe
    Ich: ich verstehe Dich nicht, ich habe nichts gesagt!!
    So geht das tagtäglich.
    Gruß Barbara

    Hallo Babs,
    Ich kann Deine Verzweiflung gut verstehen.
    Es muss unglaublich schmerzhaft sein,die Mutter unglücklich und ängstlich zu sehen und zurücklassen zu müssen.
    Meine Mutter ist noch zu Hause- beim letzten Aufenthalt im Februar in der Psychiatrie hat mir die behandelnde Ärztin gesagt,daß alle Demenzkranken das gleiche bekommen- Neuroleptika!!
    Es kommt aber schon darauf an,um welche Demenzform es sich handelt.
    Bei aggressivem Verhalten der Alzheimer Krankheit gibt man z.B. Risperdal.
    Bei meiner Mutter,die an einer der schlimmsten Demenzformen, der Lewykörper Demenz, leidet,darf man fast gar keine Neuroleptika geben,da diese ganz schlecht vertragen werden.
    Das lässt uns verzweifeln, zumal meine Mutter mit starken Halluzinationen und Wahnvorstellungen zu tun hat (sie wird angeblich vergiftet ).
    Somit müssen wir als Familie das ganze so aushalten und können ihr noch nicht mal mit Medikamenten helfen.
    Sei jedoch vorsichtig bei der Gabe von Neuroleptika für Deine Mutter.
    Diese Medikamente führen ganz schnell zu extrapyramidalen Symptomen (Muskelsteifheit, Gangunsicherheit usw.),welche dann leicht zu Stuerzen führen können.
    Alle Heimbewohner werden mit diesen Mitteln ruhiggestellt und zugedroehnt.
    Sicher oftmals zu sehr um Ruhe zu haben.
    Wenn Du Fragen bzgl.Medikamenten hast,kannst Du mich gerne kontaktieren.
    Habe 25 Jahre in der Apotheke gearbeitet und kenne mich bestens aus.
    Alles Gute und ganz viel Kraft
    Barbara

    Hallo sunflower 82_,
    Wenn Ihre Mutter sehr sensibel ist und Sie Angst haben,es ihr zu sagen- dann lassen Sie es doch einfach.
    Bei meiner Mutter fing alles mit Halluzinationen an (Einbrecher vor der Tür, ein schreiendes Kind im Ohr......)
    Daraufhin wurde Sie in die Psychiatrie eingewiesen und dort auf eine Psychose Behandelt.
    Das War im März 2018 - als es ihr im Oktober 2018 immer schlechter ging,haben meine Recherchen die schlimmste aller Demenzformen ( Lewy Body Demenz ) ergeben und ich musste feststellen, daß die Ärzte sie mit Neuroleptika behandelt haben,die sie bei dieser Erkrankung niemals hätte haben dürfen.
    Bisher habe ich keinen kompetenten Arzt gefunden,der in der Lage ist,eine Demenz zu diagnostizieren.
    "ICH" bin die einzige,die aufgrund der Symptome fest von einer Lewykoerperchendemenz überzeugt ist.
    Trotzdem kann ich dank Diagnose nicht besser damit umgehen.
    Diese Wahnvorstellungen sind so gravierend, daß unsere Familie bald daran zerbricht.
    Die Hoffnung, daß es wieder bessere Tage gibt,ist dahin.
    Was das für einen unglaublichen Schmerz auslöst, kann ich kaum in Worte fassen.
    Ich selbst zerbreche daran, zusehen zu müssen und nicht helfen zu können.
    Ich habe viel gelesen- versuchen Sie Ihrer Mutter beizustehen und Sie nicht auf Defizite hinzuweisen.
    Wenn Sie glauben,daß die Diagnose Demenz ihrer Mutter so weh tun würde, dann verschonen Sie sie damit.
    Es wird nicht leichter- auch nicht mit Diagnose.
    Man kann vielleicht mit Diagnose bestimmte Verhaltensweisen und Veränderungen des geliebten Menschen besser verstehen.
    Aber der Umgang damit ist unglaublich schwer.
    Alles Gute
    Barbara

    Hallo sarahf,
    Wir beide haben uns auch schon mal ausgetauscht.
    Unfassbar,was sich manche Menschen herausnehmen.
    Was ist dieses Schreckgespenst "DEMENZ" für eine enorme Belastung für die Angehörigen.
    Was müssen wir Angehörigen alles aushalten.
    Zuzusehen, wie der geliebte Mensch immer mehr ein anderer wird - verwirrt,hilflos,auch aggressiv.
    Hier stößt man ganz schnell an seine Grenzen.
    Was sitze ich oft hier und heule und weiß oft nicht mehr weiter.
    Ich finde es absolut in Ordnung,wenn jemand sich für diesen Schritt,den Demenzkranken in ein Heim zu geben,entscheidet.
    Alles Gute für Dich
    Barbara
    Noch was zum Nachdenken für kopflose Nachbarn!:
    WENN DU VOR MIR STEHST UND MICH ANSIEHST, WAS WEISST DU VON DEN SCHMERZEN, DIE IN MIR SIND UND WAS WEISS ICH VON DEINEN.
    UND WENN ICH MICH VOR DIR NIEDERWERFEN WUERDE,UND WEINEN UND ERZÄHLEN, WAS WUESSTEST DU VON MIR MEHR ALS VON DER HÖLLE, WENN DIR JEMAND ERZÄHLT, SIE IST HEISS UND FUERCHTERLICH.
    Schon darum sollten wir Menschen voreinander so ehrfürchtig, so nachdenklich (....)stehen,wie vor dem Eingang zur Hölle.

    Danke für Deine Antwort.
    Dann habt ihr aber einen kompetenten Hausarzt! !!!
    Sind die bei uns hier auf dem Land nicht in der Lage zu.
    Der Hausarzt total überfordert -der Neurologe völlig inkompetent .
    Die Diagnose Demenz habe ich gestellt -sonst bisher niemand.
    Am 11.10.fährt mein Bruder mit ihr in die Gedaechtnisambulanz der Uni Klinik Bonn -dort werden wir dann wohl die grausame Gewissheit bekommen (wovon ich schon lange überzeugt bin).
    Fuer mich ganz klar die schlimmste aller Demenzformen (Lewy Body Demenz ).
    Meine Mutter kann gar nicht mehr raus-kein einkaufen mehr-keinen Besuch mehr empfangen.
    Alles viel zu anstrengend für sie.
    Ich habe vorgestern zu meinem Bruder gesagt:Was ist unsere Mutter so krank
    Das bricht uns das Herz und in mir kommt überhaupt kein Gefühl der Freude und des Erleichterns mehr auf.
    Und ich bin ja auch alleine fuer alles zuständig (mein Bruder lebt 320 km entfernt).
    Wir waren dieses Jahr noch nicht weg im Urlaub.
    Sonst freue ich mich zu verreisen-aber irgendwie fühle ich mich auch schlecht,wenn ich jetzt wegfahren würde.
    Und abschalten wird sicherlich sowieso nicht möglich sein- man weiß ja,was einen bei der Rückkehr erwartet.
    Es wird ja nicht mehr besser.
    Manchmal wünschte ich es gäbe einen Knall und alles wäre wieder wie früher.
    Vielleicht wirft mich die Diagnose so aus der Bahn,weil meine Mutter immer so fit war und mindestens 10 Jahre jünger aussah,als sie war.
    Mit so etwas hätten wir niemals gerechnet.
    Jetzt ist sie nur noch Haut und Knochen und sieht total krank aus.
    Alles Gute

    Hallo Teuteburger,
    Ich bin Tochter einer an Demenz Erkrankten.
    Darf ich fragen,wie lange Sie die Diagnose Ihrer Schwiegermutter schon haben?
    Was machen die Gedaechtnisstoerungen?
    Gehört so jemand wie Ihre Schwiegermutter nicht ins Heim?
    Ich habe schon einiges von Ihnen gelesen - daß Sie auch oft an Ihre Grenzen stoßen.
    Warum tun Sie sich so was an?
    Natürlich ist ein Heim immer auch eine finanzielle Frage.
    Also das Gedaechtnis meiner Mutter funktioniert noch relativ gut.
    Aber die Familie (mein Vater,ich(besonders ich !!) und mein Mann)zerbricht an den tagtäglichen Wahnideen.
    Sie behauptet Sachen die nicht stimmen.
    z.B. sie behauptet am Na käme ihr Hausarzt - stimmt nicht
    Sie kommt total verängstigt zu mir hoch und hat angeblich gehört, daß wir wegziehen wollen - stimmt nicht
    Sie behauptet ,mein Bruder wolle sich von seiner Frau trennen - stimmt nicht
    Am gravierendsten ist der Verfolgungswahn (sie wird immer vergiftet? ???

    Hallo,
    Wer hat auch einen Angehörigen mit der Diagnose Lewykörper-Demenz und der Medikation mit Quetiapin (Seroquel )gegen Halluzinationen und Levodopa (Madopar )gegen Parkinsonsymptome dieser Erkrankung und kann mir die jeweiligen Dosierungen mitteilen.
    Ich vertraue dem inkompetenten Neurologen leider nicht .
    Der neue Verordnungsplan von letzten Do ergibt keinen Sinn.
    Er erhöht das Neuroleptikum (bedeutet mehr Zittern )und verringert die Levodopa Dosis (bedeutet auch mehr Zittern ).
    Jetzt kann man sich vorstellen,wie es meiner Mutter geht.
    Schon jetzt Danke für Eure Rückmeldungen
    Bärbel



    ---------------------------
    Beitrag verschoben: ich gehe davon aus, dass man Ihnen hier im Forum eher etwas dazu sagen kann.
    Freundl. Grüße J. Gust

    Hallo sarahf,
    Ich habe 25 Jahre in der Apotheke gearbeitet und kenne mich sehr gut aus.
    Das Problem ist,daß man bei dieser Form der Demenz (Lewykoerperchendemenz )nur 2 Neuroleptika geben darf.
    Risperidon ist kontraindiziert.
    Sie war letztes Jahr im März und im August in der Psychiatrie und dieses Jahr im Februar auch wieder.
    Letztes Jahr haben wir alle noch an eine Psychose/Delir geglaubt und da ist sie auch mit Risperidon behandelt worden (sie hörte immer ein schreiendes Kind ).
    Die Stimmen wurden weniger aber nach 14 Tagen starkes Zittern in den Händen und Absetzten des Medikamentes.
    Als sich nach ihrem Aufenthalt im August ihr Zustand immer weiter verschlechterte (Muskelsteifheit, Stuerze uvm.)haben meine Recherchen dann zu dieser leider niederschmetternden Lewykoerperchendemenz geführt und dort habe ich dann erfahren,dass Sie die Medikamente,welche sie von August bis Oktober bekommen hat,niemals hätte haben dürfen.
    Ich habe sofort alle Neuroleptika abgesetzt, sonst wäre sie mir gestorben.
    Somit ist mein Vertrauen in die Ärzte dahin.
    Zum Glück kenne ich mich in der Medizin aus und ich bedaure die Menschen,die sich nicht auskennen und Ärzten ihr Vertrauen schenken.
    Wie lautet die Diagnose bei Deiner Mutter?
    Welche Form der Demenz hat sie?
    Danke für Deine Zeit
    Bärbel

    Hallo Jutta,Andydreas und sarahf,
    Ich danke Euch für Eure Rückmeldungen.
    Zur Frage von Andydreas :
    Wir haben bereits Pflegegrad 2 und bekommen alle 14 Tage eine Putzhilfe vom Pflegedienst.
    Eigentlich war 2x wöchentlich eine Hilfe zum Kochen angedacht -bereits nach dem ersten Einsatz haben wir das beendet.
    Damit könnte meine Mutter gar nicht umgehen, daß dort jemand am Herd steht und für sie kocht.
    Also übernehme ich mehr Hilfe und bekomme das Pflegegeld.
    Zu meinem Vater:Für mich geht das in die gleiche Richtung, wie bei meiner Mutter.
    Bis auf die Anschuldigungen am Do gegen mich,glaubt er ihr alles.
    Er ist überhaupt nicht in der Lage zu begreifen,was diese Krankheit alles im Kopf anrichten kann.
    Meine Mutter hat den ganzen Haushalt geschmissen und er hat sich bedienen lassen.
    Solange er mittag sein warmes Essen bekommt,ist für ihn fast alles gut.


    Zu sarahf :
    Ich hätte gerne gewußt, wie die aktuelle Medikation bei Deiner Mutter ist.
    Die neue Medikation des Neurologen seit Do ergibt keinen Sinn.
    Lewykoerperchendemenz bedeutet keine Produktion von Dopamin, daher auch Parkinsonsymptome.
    Gabe von Neuroleptika bedeutet unterdrücken des Dopamins und somit Verschlimmerung des Zitterns.
    Jetzt hat er die Dosis von Quetiapin erhöht (bedeutet mehr EPMS )und hat die Dosis von Levodopa verringert (bedeutet mehr Zittern, da bei Lewykoerperchendemenz ja Dopamin fehlt.
    Jetzt zittert sie wieder mehr.
    Gib mir doch bitte die aktuelle Medikation durch.
    Danke
    Ganz liebe Gruesse
    Bärbel

    Meine Mutter hat die Verdachts-Diagnose Lewykoerperchendemenz.
    Jetzt ist genau das eingetreten, was ich von anderen Betroffenen immer gehört habe ,mir aber bei meiner Mutter NIE hätte vorstellen können.
    Sie war vorgestern so verwirrt und wollte meinen Mann am Telefon sprechen.
    Er ist dann nach dem Essen alleine zu meinen Eltern gefahren und kommt mit erschütternden Vorwürfen gegen mich zurück.
    Sie hat meinem Mann erzählt, ich wolle an ihr Sparbuch -ich habe sie eine dreckige Sau!!genannt und wuerde allen Leuten im Dorf erzählen, daß sie alles vergisst.
    Unfassbar! !
    Obwohl ich weiß, daß diese Unterstellungen Krankheitsbedingt sind,treffen sie mich sehr.
    Ich bin zutiefst verletzt und reagiere dann abweisend.
    Das merkt sie aber noch-heute rief sie mich an und flehte mich an,bitte wieder ein besseres Verhältnis zu mir haben zu wollen.
    Als ich ihr sagte,daß mich ihre Anschuldigungen sehr getroffen haben,fiel sie aus allen Wolken und meinte,so was würde sie doch nie ueber mich sagen.
    Sie wusste davon nichts mehr???!!!
    Diese Krankheit und ganz besonders die psychischen Veränderungen meiner Mutter gehen auch an mir nicht spurlos vorbei.
    Reizdarm,psychosomatischer Juckreiz am Körper, Depressionen.
    Heute ist sie wieder ganz klar und kein bisschen verwirrt.
    Ich habe schon unendlich viel Lektüre gelesen, bin aber im Umgang mit diesen Wahnideen völlig hilflos.
    Wie schaffe ich es,solche erfundenen Anschuldigungen nicht an mich dran zu lassen???
    Danke für Ihre Hilfestellung
    Bärbel