Beiträge von sohn

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    Hallo Hanne63,


    wenn das schon eine Weile läuft, dürfte bald eh nichts Wertvolles mehr da sein :-(.


    Ich sehe auf die Schnelle nur zwei Möglichkeiten:


    1.) Sie haben oder finden UNVERZÜGLICH jemand, der/die/das dem Treiben vor Ort wirksam einen Riegel vorschiebt oder
    2.) Sie sehen zu, daß Sie SCHNELLstmöglich mit genügend Helfern und geeignetem Transportfahrzeug vor Ort sind und alles holen, was finanziell und/oder ideell für Sie von Bedeutung ist.


    An Plunder soll der alte Herr ruhig alles weggeben was er will; das erleichtert Ihnen hinterher das Ausmisten.


    Versuchen Sie auch, den unerfreulichen Nachbarn den Zugang zu verwehren oder den Kontakt zu untersagen; solche Leute braucht niemand. Leider sind sie zahlreich und die Frage ist, ob noch irgendwer Anständiges übrigbleibt, der sich verantwortungsvoll kümmert.


    Meine Mutter hat(te) diese Tendenzen des Verschenkens beim Geld anstatt bei Gegenständen. Da mußte ich sehr massiv eingreifen, um sie vor dem selbstverschuldeten Bankrott zu bewahren, was mir wiederum viel Ärger und Probleme eingebracht hat. Auch unser Verhältnis hat letztlich darunter gelitten, aber wenn man nur die Wahl hat zwischen Pest oder Cholera ....


    Z. B. hat sie gerne gespendet; häufiger mal Beträge im zwei- und dreistelligen Eurobereich, aber dann auf einen Schlag zwei JAHRESeinkommen ihrer Rente! Die Steuerberaterin hat sich gar nicht mehr eingekriegt; so hat Mutter mit Spenden aus einem Jahr steuerlich wirksame Spendenvorträge für bestimmt fünf oder sechs Jahre produziert.


    Also sehen Sie zu, daß Ihr alter Herr nicht auch so etwas anfängt, sofern überhaupt Geld vorhanden ist.

    Hallo Medina,


    es ist mir ein Rätsel, was Sie eigentlich wollen! Sie schreiben sowohl, daß Sie selbst am Ende Ihrer Kräfte sind als auch daß Ihre Schwiegermutter nur noch sterben will.


    Also ist doch wohl das Naheliegendste, daß sie ihr helfen, diesen Weg zu gehen, und zwar bald. Sanft und ohne zu leiden.


    Sie behaupten, ich sei herzlos. Aber finden Sie, daß das "Liebe" ist, wenn das Leiden Ihrer Schwiegermutter immer weiter verlängert wird und Ihr Mann sie nach Hause holen will, wo eine angemessene Versorgung fraglich ist? Ich halte das für hochgradig EGOISTISCH; Sie bzw. Ihr Mann tun/t das nicht für Ihre Schwiegermutter, sondern für sich selber. Weil SIE bzw. er nicht loslassen wollen/will. DAS finde ich herzlos!


    Wer wirklich liebt, tut das, was für die geliebte Person am besten ist, und nicht das, was einem selbst am wichtigsten ist.


    Denken Sie mal an die unzähligen Leute mit unheilbar kranken Tieren. Lassen die die Tiere langwierig jämmerlich und qualvoll verrecken oder suchen sie sobald wie nötig einen Tierarzt auf, um das Tier zu erlösen?? Meinen Sie wirklich, wer einem Lebewesen absolut unnötige Qualen erspart, ist HERZLOS ? ?


    Sie schreiben, daß Ihre Schwiegermutter schon 88 Jahre alt ist und Sie schon viele schöne Jahre miteinander hatten, aber Sie sie noch nicht loslassen wollen. Ja wann denn? Wenn sie 89 oder 90 ist oder muß sie noch bis 100 durchhalten, damit SIE bereit sind, von ihr Abschied zu nehmen?

    Hallo Elisabetha,


    Sie haben zwar eine Menge geschrieben, jedoch absolut nichts, was die Fragen von Medina beantwortet.


    Nachdem MEINE Antworten ganz offensichtlich total unerwünscht sind von der Fragestellerin, wäre es gut, wenn Sie und/oder andere hier welche liefern würden, die hoffentlich willkommener sind!

    Guten Tag Sonnenblümchen,


    um hier mal zu einem Abschluß zu kommen habe ich mir alles erneut durchgelesen und bin dabei zu dem Ergebnis gekommen, daß Sie sich viel zu sehr auf das WORT "anspucken" fokussieren als auf den damit zum Ausdruck gebrachten Akt der Handlung.


    Ich fände es auch ekelhaft, wenn jemand im wahrsten Sinne des Wortes angespuckt würde mit allem, was der Körper dazu an Säften und Sekreten hergibt! Aber DARUM geht es hier nicht, sondern um wie beispielsweise bei einem Luftgewehr die Munition ans Ziel zu schießen.


    Also mit Hilfe von Luftüberdruck im Mund die Erbsen auf eine Flugbahn zum Ziel, dem dementen "Spucker", zu bringen. OHNE Spucke, Rotze, Sekret, .... !!!
    Außerdem wohl dosiert, da kann schon eine oder vielleicht noch eine zweite Erbse genügen. Das sollte eigentlich jeder/m verständigen Leser(in) klar sein!

    Guten Tag medina,


    Ihre Schwiegermutter äußert also, daß sie sterben will, hat schon ansatzweise einen Versuch dazu unternommen (Sprung aus dem Fenster) und würde krankheitsbedingt von sich aus keine Nahrung mehr aufnehmen, was in kurzer Zeit zum Tode führen würde.
    In der Klinik bekommt sie gegen ihren geäußerten Willen Nahrung und Flüssigkeit und wird also weiterhin gequält, indem sie daran gehindert wird, relativ schnell und friedlich aus dem Leben zu scheiden, so wie es die Natur eingerichtet hat.


    So wie sich das liest ist wohl das einzig "Sinnvolle", was Sie tun können, dafür zu sorgen, daß ihr Wunsch respektiert wird. Und zwar möglichst bald.


    Daß Ihnen unsere Gesetzgebung dabei kontraproduktiv im Wege steht und Sie sich unter Umständen strafbar machen würden (nicht ethisch-moralisch, sondern nach Auslegung unserer kriminellen Justiz), ist Ihnen hoffentlich bewußt. Sie sollten also dringend dafür sorgen, daß Ihnen strafrechtlich nichts angehängt werden kann.


    Unser Justiz(un)wesen setzt sich schließlich nicht zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger ein! Also muß man für sich und seine Angehörigen selber Verantwortung übernehmen und die Dinge regeln. Ohne sich aber selber zu schaden, wohlgemerkt!


    Es würde mich nicht wundern, wenn diese Zeilen massive Gegenreaktionen auslösen, aber das ändert nun mal nichts an der zugrundeliegenden Tatsache, daß eine kriminelle Justiz ihre Bürger(innen) kriminalisiert, die den von der Natur vorgegebenen Weg gehen und dabei den Betroffenen helfen wollen.


    Was Ihren uneinsichtigen Mann betrifft, kann ich Ihnen nur empfehlen, mit Hilfe weiterer Personen (z. B. dem erwähnten Sohn) zu versuchen, ihn "zur Vernunft" zu bringen.


    Wenn das alles nicht funktioniert und er die Mutter zu sich nach Hause holt, was Sie fürchten, dann ziehen Sie eben aus! Wenigstens temporär; kriechen Sie bei Verwandten/Bekannten unter oder meinetwegen in eine Gartenlaube oder einen Wohnwagen oder ins Zelt (der Sommer steht vor der Tür), wenn Ihre finanzielle Lage nicht mehr erlaubt. Lassen Sie sich nicht von ihm Ihr Leben zerstören; wenn er diesen Schritt gegen jede Vernunft und gegen Ihren deutlich geäußerten Willen geht, muß er eben zusehen, wie er damit zurechtkommt.
    Vermutlich schafft er es ALLEINE nämlich nicht, und dann muß er sehen, wie es weitergeht.

    Ist ja kaum zu glauben, was Sie da schrieben! Lassen Sie sich bloß nicht unterbuttern; fahren Sie aber auch keinen Egotrip, sondern versuchen Sie ein gesundes Mittelmaß zwischen Sich-Einbringen und das eigene Leben weiterleben.


    Leider gibt es eine Menge Leute (lieber würde ich ja "Idioten" schreiben :) ), die ungefragt ihre unqualifizierten Meinungen durchsetzen wollen, aber wehren Sie sich vehement dagegen!!


    Zwar bin ich keine Frau, aber die Forderung, daß Sie bzw. andere weibliche Familienangehörige ihre Berufe aufgeben sollen, während männliche Nichtsnutze aus dem familiären Umfeld weiterhin Arbeitslosengeld kassieren und auf der faulen Haut liegen, geht gar nicht!!!!!!

    Der vermutlich richtige Weg ist, Ihre Mutter als Vermieterin der (Eigentums-?)Wohnung in den Mietvertrag zu schreiben und Sie als Bevollmächtigte und Ansprechpartnerin zu benennen. Wichtig ist, daß sämtliche Kontobewegungen in diesem Zusammenhang auf dem Konto Ihrer MUTTER erfolgen (also Mietzahlungseingänge, Wohngeldzahlungen, Reparaturen/Instandsetzungen etc.). Vielleicht kommt Ihre Mutter ja durch Rente UND Mieteinnahmen in den steuerpflichtigen Einkommensbereich und dann ist es gut, wenn Sie "Werbungs"kosten gegenzurechnen haben.

    Guten Abend Elisabetha,


    mit Ihrer Äußerung, einer Justizbehörde zu unterstehen sei Ihnen sehr unangenehm, zeigen Sie, daß Sie auf dem richtigen Weg sind! Jedenfalls was Ihre Einstellung betrifft.


    Ihre geäußerte Vorstellung, die Konten der Mutter schließen zu lassen, deutet noch auf viel Naivität hin. Was wäre denn, wenn das Konto/die Konten der Mutter dicht wären? Wohin flössen deren Einnahmen (Rente, ...) , von wo würden die Ausgaben bestritten? Wie kriegen Sie die Geldbewegungen steuerlich so zugeordnet, daß das Finanzamt nicht meckert? Wie trennen Sie Mutters Geld/Vermögen von demjenigen der Person, über deren Konto dann Mutters Finanztransaktionen laufen sollen? Wer weiß dann konkret im Erbfall, wieviel Geld auf dem benutzten Konto der Mutter gehört und wieviel der Kontoinhaberin? Das ist alles nicht praktikabel! Sage ICH, aber Sie können und SOLLTEN dazu natürlich auch selber Informationen einholen. Kaum jemand wird sich darüber im klaren sein, aber wir alle dürften bei der Kontoeröffnung unterschrieben haben, AUSSCHLIESSLICH EIGENE Gelder über die Konten laufen zu lassen. Wenn Sie etwas anderes probieren, wird das hochriskant, und im Zeitalter der zunehmenden Enteignung der Bevölkerung durch Väterchen Staat wird das penibel (strafrechtlich) verfolgt. Sie werden schneller kriminalisiert als Sie es träumen können.


    Zweckmäßiger ist es vermutlich, daß Sie mit Ihrer Generalvollmacht bei der kontoführenden Bank der Mutter eine Bankvollmacht erlangen und am besten gleich noch die EC-Karte Ihrer Mutter einbehalten. Je nachdem ist auch die Einrichtung einer Summenbegrenzung für die Verfügung durch Ihre Mutter sinnvoll. Da ich Ihre besonderen Umstände nicht kenne, kann ich nicht detaillierter darauf eingehen. Ich weiß nur aus eigener Erfahrung, daß das zu einem Riesendrama ausarten kann und so, wie Sie hier die Situation schildern, glaube ich, daß dringend jemand die finanzielle Verantwortung für Ihre Mutter übernehmen muß. Habe ich auch gemacht und mir dadurch eine Menge Ärger eingehandelt, war aber "alternativlos", wie Zwangsmaßnahmen auf staatlicher Ebene heutzutage begrifflich rechtfertigt werden. Dadurch, daß ich mich schon frühzeitig durchgesetzt habe (vor bald zwei Jahrzehnten) und die Finanzen - Gott sei Dank - sich kontinuierlich positiv entwickelt haben, konnte ich alle diese Kosten aus dem laufenden Einkommen bestreiten. Das ist ungemein komfortabel und bei all dem Ärger, den man mit alten/dementen/kranken Angehörigen zwangsläufig bekommt, möchte ich nicht auch noch finanzielle Sorgen haben.


    Wie Sie sicherlich wissen, ist Heimunterbringung lausig teuer und es ist ja durchaus möglich, daß Ihre Mutter noch in so einer Einrichtung landet. Dann werden Sie froh sein um alles Geld, was jetzt nicht zum Fenster rausgeworfen wurde.


    Mein Vater hat die letzten drei Lebensjahre im Heim verbracht, danach waren rund 150.000 € weg (ca.3.700 bis 3.800 € Heimkosten pro Monat zzgl. Taschengeld wie Frisör, Fuß- und Fingernägel schneiden, Hygieneartikel, Apotheken-Zuzahlungen etc. macht wenigstens 4.000 €. Bei 12 Monaten im Jahr kommen Sie auf 48.000 €, leicht aufgerundet für diverse "Extras" sind wir bei 50.000 € pro Jahr!).


    Meine Mutter mit ihren "erst" 83 Jahren und körperlich top-fitter Konstitution kann noch mindestens ein Jahrzehnt durchhalten (wie ihre eigene Mutter und Tante), demnach wären das dann (wenn sie ins Heim käme) wenigstens eine halbe MILLION Euro an Kosten, die uns noch erwarten!!


    Zwar gibt es NOCH Unterstützung aus der Solidargemeinschaft (Pflegegeld, Rente etc.), aber bei einem überschuldeten Staat wie dem unseren würde ich da nicht allzu viel Hoffnung drauf setzen.


    Sie tun also gut daran, die Finanzen der Mutter JETZT in den Griff zu kriegen und jegliche Verschwendung zu vermeiden.

    Guten Abend Elisabetha,


    wir haben jüngst einen Nachsendeantrag für meine Mutter bei der Post aufgrund "Betreuung" eingereicht und siehe da, ohne Probleme wurde dies umgesetzt.


    Damit würden Sie zumindest den Zugriff Ihrer Eltern auf die Kataloge etc. unterbinden und vielleicht das ganze Thema aus der Welt schaffen.


    Falls Sie daraufhin Klagen und Beanstandungen seitens Ihrer Eltern zu hören bekommen, bedauern Sie sie, schimpfen Sie mit Ihnen zusammen auf die unzuverlässigen Versandhäuser oder was auch immer! Seien Sie auf Seiten Ihrer Eltern (beim Reden und Recht geben, natürlich nicht in Ihrem Denken/Empfinden) und versuchen Sie, sie sanft und unauffällig auf andere Themen zu bringen.


    Fangen Sie NIE WIEDER Diskussionen auf RATIONALER Ebene mit Ihren Eltern an!!! Tricksen Sie, seien Sie kreativ und vergessen Sie Ihre gewohnten Denkweisen; die funktionieren bei Dementen nicht mehr!


    Sie müssen erreichen, daß Ihre Eltern sich emotional gut bei Ihnen aufgehoben fühlen. Das geht nur, wenn Sie deren kranke Welt so hinnehmen, wie die Eltern sie empfinden, und sich darin einrichten. Natürlich müssen Sie in "unserer" Realität dafür sorgen, daß alles dem gesunden Menschenverstand entsprechend läuft, während Sie Ihren Eltern gegenüber deren "Blödsinn" unterstützen (jedenfalls als Lippenbekenntnisse).

    Guten Abend Haida,


    die Antwort auf Ihre Frage ist ganz einfach: zeigen Sie sich einsichtig und reuevoll, denn in der Welt, in der Ihr Vater jetzt ist, sind SIE der Dieb des Geldes! Vergessen Sie IHRE Sicht der Dinge; geben Sie ihm auf glaubwürdige Art Recht, bleiben Sie sachlich, ggfs. entschuldigen Sie sich und wechslen Sie bald das Gesprächsthema hin auf neutralen Boden.


    In Zweifelsfalle hat er Ihre Antwort schon bald vergessen und beginnt von vorne. Das nervt ungemein, muß aber irgendwie von Ihnen bewältigt werden.



    Was bei meiner MUTTER geholfen hat (und bei einem MANN eher unpassend sein dürfte): ich habe ihr einen Strauß Blumen mitgebracht, der tagelang bei ihr auf dem Tisch stand und sie jedes mal beim Anblick POSITIV an mich erinnerte. Scheinbar habe ich dadurch (im Moment jedenfalls) die negative Schiene bei ihr durchbrochen. Aber auch das kann sich jederzeit wieder ändern, zum Schlechteren natürlich.


    Nach meiner Erfahrung ist die oberste Zielsetzung ein HARMONISCHES Miteinander und dementsprechend flexibel (nicht ehrlich, nicht vernünftig, nicht rational, sondern ZWECKDIENLICH) müssen Sie agieren.


    Ich staune immer wieder über die Reaktionen meiner Mutter; das trainiert den eigenen Geist, weil man so völlig anders als gewohnt denken und (re)agieren muß.

    Guten Abend bibo123,


    das ist eine interessante Fragestellung, die Sie aufwerfen!


    Da nach meinem bisherigen Wissensstand niemand gegen ihren/seinen Willen irgendwo einquartiert werden darf (außer bei Selbst- oder Fremdgefährdung), müßte doch (zumindest in der Theorie) auch gelten, daß niemand irgendwo weggeholt werden darf, wo es ihr oder ihm nach eigener Aussage gefällt und wo er/sie bleiben möchte!
    Das ist jedenfalls der Ansatz, den ich probieren würde! Wichtig ist, daß die Oma das noch deutlich und glaubwürdig kommuniziert bekommt. Wenn auch das nicht helfen sollte, wäre es mal wieder ein Beweis für die Schädlichkeit (statt Nützlichkeit) unseres "Recht"ssystems.


    Außerdem leben wir hier (in Deutschland) zumindest relativ zivilisiert und Ihre Oma ist nicht, wie in anderen Kulturkreisen üblich, das Eigentum Ihres Opas, so daß er über die Oma nach Belieben verfügen könnte/dürfte! Die Zeiten, als ein Ehemann seiner Ehefrau z. B. eine Berufstätigkeit verbieten durfte, sind hierzulande definitiv vorbei (Gott sei Dank!!).


    Was die Autofahrerei Ihres Großvaters betrifft, weiß ich aus dem Bekanntenkreis, daß dort ein uneinsichtiger Opa NICHTS auf die Äußerungen seiner Angehörigen gab, sehr wohl aber reagierte, als ein anonymer Brief "aus der Nachbarschaft" ihn erreichte. Vielleicht probieren Sie DAS mal?


    Und wenn Sie relativ zuverlässig wissen, daß und wann und wo er betrunken fährt, kann ein Anruf bei der Polizei Ihre diesbezüglichen Sorgen ganz schnell beenden.


    Was die Anzeige bei der Polizei betrifft, habe ich auch so etwas jüngst durch meine Mutter erlebt. War für mich allerdings relativ leicht zu entkräften durch ärztliches Attest und Vollmacht. Bei Ihnen sieht's anders aus; da müßte wohl der Polizei klar gemacht werden, daß Ihre Mutter die Oma NICHT weggebracht hat, sondern daß die Oma aus freien Stücken mit dem Taxi oder dem Bus oder ..... wie auch immer dort hin gelangt ist. Das muß weder stimmen noch logisch oder glaubwürdig oder sonstwas sein; Hauptsache, JURISTISCH ist Ihre Mutter nicht zu belangen! Holen Sie sich notfalls juristischen Rat und sorgen Sie dafür, daß eben strafrechtlich nichts gegen Ihre Mutter unternommen werden kann. Fertig.


    Wäre schön, wenn Sie hier mal mitteilen, was sich seit Ihrer Fragestellung vor sechs Wochen bei Ihnen ergeben hat!

    Guten Abend Helga2017,


    soweit meine eigenen Erfahrungen reichen, ist die (Heim-)Unterbringung GEGEN den deutlich und verständlich geäußerten Willen des Betroffenen NICHT möglich (was ja in der THEORIE auch wünschenswert und richtig ist, denn wohl niemand will irgendwohin abgeschoben oder entsorgt werden). Auch ich habe eine notarielle Vorsorgevollmacht und da meine Mutter immer weniger alleine zurechtkommt, bräuchte sie eigentlich dringend Gesellschaft und jemand, der ihre Defizite kompensiert. ABER sie wehrt sich gegen alles und jeden (24h-Kraft bei ihr oder Heimunterbringung), nichts kann man ihr Recht machen und so sitzt sie mutterseelenalleine, einsam und gelangweilt in ihrem Haus. Selbst auf die eindringlichen Bitten ihrer Ärztin und Pflegedienstmitarbeiterin u. a. ist sie nicht eingegangen, sondern hat stattdessen ihren sturen Kopf durchgesetzt (wie schon ihr ganzes Leben), woraufhin mir die Ärztin sagte, gegen den Willen meiner Mutter sei nichts zu machen. Erst, wenn sie sich oder andere GEFÄHRDET (und dazu genügt wohl ein Anbrennen des Essens auf dem Herd NICHT ), ließe sich etwas machen. Wie bei der Polizei: die wird erst aktiv, wenn das Opfer ermordet wurde, nicht präventiv.


    Ich habe inzwischen (in den letzten Jahren) alle Register gezogen, die sich mir boten, u. a. auch mit einer Rechtspflegerin vom Amtsgericht gesprochen. Aber wie überall in der Justiz bekommt man nur wischi-waschi-Aussagen, also niemals etwas Gescheites, keinen Klartext. Irgendwas von "PsychKG" habe ich schon öfter gehört, besitze aber kein verwertbares Wissen dazu. Damit wäre wohl eine Einweisung gegen den Willen des Betroffenen möglich.


    Sie schreiben, der Betroffene könne noch gut zu Hause bleiben, wenn er eine 24h-Betreuung hätte. Warum dies nicht erfolgt, ist für mich aus Ihrem Text nicht so richtig nachzuvollziehen. Das wäre, so würde ich behaupten, IHRE Aufgabe, dafür zu sorgen, wenn sich das mit der Vollmacht ausgestattete Kind nicht zu diesem Zwecke einbringt. Wenn aber dieses "Kind" seine Aufgabe nicht so erfüllt wie es das sollte und es sich auch nicht in die richtige Richtung steuern läßt (denn so interpretiere ich Ihre etwas diffusen Angaben), haben Sie wohl ein Problem.


    Übrigens würde ich Ihnen dringend ABRATEN von dem, was Herr Pawletko bzgl. "Klärung" durch das Amtsgericht geschrieben hat. Zwar habe ich noch keine Erfahrung mit Gerichten in Betreuungsangelegenheiten, aber dafür zahlreiche andere schlechte Erfahrungen aus Gerichtsverfahren (und generell sehr schlechte und zahlreiche Erfahrungen mit Behörden). Mein Resumée daraus lautet: Gerichte behindern und schädigen und verursachen mitunter gigantische Kosten, aber KLÄREN tun sie NIEMALS etwas.


    Ich rate DRINGEND davon ab, mit "Hilfe" der Behörden zu brauchbaren Ergebnissen kommen zu wollen. Entweder Sie knien sich richtig rein und versuchen es "privat" untereinander zu klären oder Sie haben, wie ich oben schon schrieb, ein ernstes Problem.


    Grundsätzlich gilt, wie überall und jederzeit: ist das Kind erst in den Brunnen gefallen und ertrunken, ist es zu spät. Will heißen: wenn Ihr alter Herr wie unzählige andere auch versäumt hat, rechtzeitig alles mit den Angehörigen zu besprechen, zu klären und vorzubereiten sowie die "geeigneten" Personen für seine Vertretung auszuwählen, läßt sich das im Nachhinein nicht mehr kompensieren. Dann murkst man herum und die Ergebnisse sind und bleiben Murks.


    Ihre Äußerung, man solle "den Leuten lieber von so einer Vollmacht abraten", ist GRUNDFALSCH !!!!! Ohne diese Vollmacht wäre ich bei meiner Mutter schon lange in Teufels Küche; selbst mit der Vollmacht ist es noch ein dauernder Kampf, ABER die Vollmacht ist überall der "Türöffner" für mich, ohne den ich NICHTS, aber auch rein gar nichts machen würde.


    Das RICHTIGE, was die Leute tun sollen, ist, sich RECHTZEITIG mit dem Thema auseinanderzusetzen. Alles gründlich zu durchdenken, zu besprechen, sich fehlende Informationen zu beschaffen und stabile soziale Kontakte (vor allem zu den Bevollmächtigten) aufzubauen. Damit dann, wenn seitens der Betroffenen nichts mehr geht, die Bevollmächtigten im Sinne der Betroffenen handeln können und werden.


    Das richtige Alter, sich mit dem ganzen auseinanderzusetzen (und dazu zählen natürlich auch Patientenverfügung etc.), ist im Grunde ab Volljährigkeit. Aber spätestens mit vierzig oder fünfzig Jahren ist es "höchste Eisenbahn". Macht zwar fast niemand, aber genau deswegen gibt es ja auch so viel Elend am Lebensende.

    Guten Morgen allerseits,


    zu Finchen: die Fragen, die SIE sich wahrscheinlich stellen sollten, lauten: warum bin ICH für alles zuständig und nicht z. B. auch meine Brüder? Wer hat das so entschieden? Warum tue ich mir das alles an, bin ich masochistisch veranlagt oder fühle ich mich einfach zu wenig wert, um mich im notwendigen Maße abzugrenzen? Habe ich selber kein Recht auf eine gesundes Seelenleben?
    Das mag vielleicht arrogant oder hochtrabend von mir wirken, ist es aber nicht. Nur habe ICH für mich entschieden, mich nicht kaputt machen zu lassen und deshalb fange ich Dinge wie Alltagsbetreuung (Kochen, putzen, einkaufen, Chauffeurdienste etc., die man leicht und für wenig Geld delegieren kann) erst gar nicht selber an. So habe ich schon mehr Distanz und dadurch mehr Reserven für die wichtigen Dinge. Wenn man sein eigenes Aufgabenspektrum auf die Tätigkeit des "Gehirns" reduziert und dafür sorgt, daß die "Gliedmaßen" den Rest ordentlich und zuverlässig erledigen, hat man noch genug zu tun und hält erheblich länger durch.
    Allerdings habe ich z. B. auch die Anrufmöglichkeit meiner Mutter bei mir blockiert, um dem Telefonterror ein Ende zu setzen. Möglicherweise erfolgreich, denn das Elend im Alltag hat meine Mutter so oder so, ob sie mich nun telefonisch terrorisiert oder nicht; nur geht es mir nun viel besser: mehr mentaler Abstand, kein ununterbrochenes Denken mehr an sie, keine ständigen Herzstiche und Herzschmerzen mehr mit der Sorge, jeden Moment einen Infarkt zu bekommen usw.. Können Sie ja für sich auch ausprobieren.



    Zu Zimt: für Sie gilt meiner Meinung nach dasselbe: warum tun SIE sich das an ("Schläge in die Magengrube")?
    Warum ziehen Sie sich nicht so weit zurück, daß diese Schläge Sie gar nicht erst treffen können? Vielleicht liegt das Problem eher bei Ihnen als bei Ihrer Mutter und Sie müssen für SICH ein alternatives Verhalten IHRERSEITS umsetzen?? Denn Ihre Mutter bekommen Sie nicht geändert!



    Zu hanne63: Was Sie schreiben, könnten meine Worte sein, das sehe ich alles ganz genau so. Auch ich fühle mich in der Pflicht; meine Eltern sind zwar nicht "bösartig" (gewesen), aber zeitlebens schwierig bis anstrengend und dadurch habe ich ohnehin mehr emotionale Distanz zu ihnen als andere Betroffene zu deren Eltern. Die von Ihnen eingeschalteten Profis sind zum einen versierter in der Materie, zum anderen emotional distanzierter, da es nicht ihre eigenen Angehörigen sind, und drittens nach ihrer Schicht im Feierabend. Unsereins nicht. Wir bekommen die Anrufe auch am Wochenende, an Feiertagen, im Urlaub und mitten in der Nacht. Das ist entschieden zu viel! So etwas ist Psychoterror, und der macht einen bekanntlich kaputt.

    Guten Tag Herr Hamborg,


    dann denken Sie sich statt des Wortes "Gewalt" eben "Nachdruck". Es soll sich also "mit Nachdruck" gegen solche Zeitgenossen gewehrt werden, nicht mit Gewalt.


    Was Sie mit dem "Schritt vorher" empfehlen, entspricht hundertprozentig meiner Sichtweise. ABER, und das können Sie nicht wissen, haben die NACHBARN genau dies unmöglich gemacht: sie haben ohne mein Wissen ein Schriftstück für meine Mutter aufgesetzt und sind mit ihr zum Notar gefahren und haben dort darauf hingewirkt, mir meine notarielle Vollmacht entziehen zu lassen. Ohne jedes Hintergrundwissen ihrerseits, ohne auch nur ein Wort mit mir gesprochen zu haben oder sich anderweitig (zum Beispiel bei anderen Nachbarn oder dem Pflegedienst) sachkundig zu machen.
    Als ich von der Aktion gewahr wurde, man mir aber im Notariat partout keine Auskunft erteilen wollte (noch nicht einmal im Beisein meiner Mutter, der KLIENTIN !!!), bin ich mit Mutter zu besagten Nachbarn gefahren und habe dort um Aufklärung des Sachverhaltes gebeten. Doch statt einer Antwort habe ich nur den Verweis aus deren Haus erhalten.


    Erst DANACH habe ich den Anwalt eingeschaltet und die Nachbarn anschreiben lassen sowie selber an sie geschrieben: über die Demenz meiner Mutter aufgeklärt, über ihren Pflegegrad 2, das ärtzliche Attest beigefügt, welches besagt, Mutter sei nicht mehr testierfähig, etc.


    HEUTE bekam ich daraufhin Post von diesen Nachbarn mit folgendem Inhalt:


    "... wir möchten Sie hiermit bitten, uns in Zukunft mit Ihren lächerlichen Schreiben und Mails zu verschonen. Ihre beleidigenden Aussagen sind üble Nachreden, übder deren Folgen Sie sich hoffentlich im klaren sind."


    So, Herr Hamborg, was soll ich mit solchen Nachbarn anfangen, die DAS als Antwort auf meine Informationen zum Zustand meiner Mutter antworten? Ich hatte gehofft, sie würden verstehen, welchen Schaden sie angerichtet haben und sich bei mir entschuldigen. Aber ganz offensichtlich fühlen sie sich noch immer im Recht, trotz aller objektiven Gegen"beweise".


    Während ich das hier schreibe, ruft mich eine andere Nachbarin meiner Mutter an: ihre Haustür sei zugefallen und wie sie ihr helfen könne, wieder ins Haus zu gelangen. SO sollte gute Nachbarschaftshilfe funktionieren!!



    Noch eine Anmerkung fällt mir gerade ein: als ich gestern bei meiner Mutter war, sprach diese mich darauf an, ob ich irgendetwas über sie (meine Mutter) in der Nachbarschaft herumerzählt hätte, man würde so etwas munkeln. Sie sehen also, völlig egal ob ich mit irgendwem gesprochen habe oder nicht, grundsätzlich wird immer ALLES was ich tue oder lasse als FALSCH von irgendwem aufgefaßt und diese Leute meinen dann, mit ihren Heimlichmethoden ohne jedes Hintergundwissen meiner Mutter helfen zu müssen. Ich vermute sehr stark, daß diese Leute meine Mutter dazu angestachelt haben, anwaltlich gegen mich vorgehen zu lassen und bei der Polizei eine Anzeige gegen mich erstatten zu lassen.


    Eigenartigerweise spricht mich praktisch niemand direkt an und fragt gezielt nach, was Sache ist. Alles immer nur hintenrum und am liebsten von meiner Mutter erzählt, die leider nur noch Nonsens von sich gibt, was man ihr - demenzbedingt - noch nicht einmal verübeln kann.


    Vor nicht allzu langer Zeit behauptete Mutter noch, 9.000 € Rente im Monat zu bekommen. Nicht lange darauf waren es nur noch 123 € monatlich. Wenig später immerhin schon 223 €. Und Witwenrente bekommt sie angeblich auch nicht, weswegen sie eine Zeit lang permanent bei der Behörde vorstellig wurde, um dies zu reklamieren.


    Auch das habe ich den Nachbarn geschrieben, aber wie Sie sehen können, tun die das als "beleidigende Aussagen" und "üble Nachreden" ab.


    Als ich (vorletztes Jahr?) das Auto meiner Mutter verkauft habe, weil sie aufgrund zunehmender Desorientierung ihre Ziele nicht mehr fand (und natürlich auch um sie und andere Verkehrsteilnehmer zu schützen) war es auch wieder diese eine Nachbar, der sich einen blöden Kommentar meiner Mutter gegenüber nicht verkneifen konnte, sie solle sich so etwas nicht von mir gefallen lassen bzw. ich habe ihr Auto gefälligst nicht zu verkaufen!

    Guten Abend Sonnenblümchen,


    ich kann durchaus andere Meinungen akzeptieren! Allerdings haben Sie für mein Empfinden keine andere Meinung vertreten, sondern in vollkommen unangemessener und unpassender Weise
    auf eine nicht zu beanstandende Äußerung im Forum geantwortet.
    Auf so etwas reagiere ich mittlerweile höchst allergisch, weil ich ständig im Alltag (z. B. beim Autofahren oder Autoparken) erlebe, wie rücksichtlos und falsch sich Leute verhalten und sich dabei auch noch IM RECHT wähnen! "Ich darf das", hat mir mal einer gesagt (und mich anschließend lautstark von seinem Grundstück vertrieben), den ich fragte, warum er die Fahrbahn zuparkt (und damit den Verkehr aufhält sowie Kollisionen provoziert) anstatt einen Parkplatz am Straßenrand zu nutzen, wo sein Auto niemanden stören würde. Mittlerweile nimmt das dermaßen überhand, daß ein Großteil der Handlungen verkehrt ist, die Leute es aber nicht begreifen und leider in ihrem Umfeld massenhaft negative Vorbilder finden, denen sie nachahmen. Ein anderer, den ich angesprochen habe, weil er den knappen Parkraum mit seinem Fahrzeug sehr zum Nachteil anderer Personen ausgefüllt hat, weigerte sich, sein Fzg. umzuparken und sagte, die anderen würden ja auch so (dämlich) parken und deshalb würde er es ganz bewußt so machen. Auf ihn würde ja auch keiner Rücksicht nehmen. Herzlichen Glückwunsch!


    Ihre Äußerung geht für mich genau in die gleiche Richtung wie das hier Geschilderte. Was Sie mit "harter" Formulierung bei mir meinen, weiß ich nicht. Fakt ist, daß das ganze Geschwafel nichts bringt, sondern die Leute mit wirklich "harten" Methoden zur Vernunft gebracht werden müßten.


    Ich möchte wetten, daß Sie sich bei Ihrem Beitrag ebenfalls "keiner Schuld bewußt" waren. Stimmt's?

    Hallo hanne63,


    ich habe zwei Nachbarn meiner Mutter anwaltlich anschreiben und zur Räson bringen lassen, nachdem der erste mit ihr bei der Bank war, um dort in Zukunft an meiner Stelle als notariell bevollmächtigtem Sohn ihre Finanztransaktionen zu regeln und der zweite (auch um die 80 Jahre, wie bei Ihnen) sie zum Notar begleitet hat, um mir ihre notarielle Vollmacht zu entziehen. Erster Nachbar hat im Vorfeld, auch im Gespräch mit mir, versucht, zu vergünstigten Konditionen das Haus meiner Mutter zu erwerben.


    Leider gibt es eine Menge Leute auf dieser Welt, die es besser nicht geben würde, und dagegen hilft nur, sich mit Gewalt zu wehren (in diesem Fall mittels Rechtsanwalt). Im ersten Fall hat der Anwalt recht drastisch Haus- und Kontaktverbot etc. erteilt und drakonische Sanktionen angedroht für Wiederholungsfälle. Seitdem ist Ruhe. Im zweiten Fall genügte ein Hinweis auf den geistigen Verfall meiner Mutter mit Pflegegrad 2 etc., was diese Nachbarn anscheinend noch nicht bemerkt hatten, obwohl ständig der Pflegedienst zu meiner Mutter kommt. Da sieht man, was es für "tolle" Nachbarn gibt.

    Hallo Sonnenblümchen,


    woher haben Sie denn die Idee, sich rechtfertigen zu müssen und wer hat hat Sie wo als "weltfremd" bezeichnet?


    Soweit ich Ihre zahlreichen Schriften gelesen habe, lassen Sie sich extrem von Ihrer Mutter einspannen und niedermachen. Auf der anderen Seite schreiben Sie aber, daß Sie dies explizit wollen. Dann verstehe ich nicht, warum Sie sich trotzdem hierüber "beklagen". Daß Sie sich emotional mit Ihrer Mutter verbunden fühlen und sich für Sie einsetzen wollen, ehrt Sie. Aber wer seinen Verstand einschaltet, weiß, daß das auf Dauer nicht zu bewältigen ist, weil es über kurz oder lang in einen 24h-Job ausartet. Der einem die Nerven ruiniert, das steht fest.


    Mir ist das sowieso ein Rätsel, wie so viele Leute sich Tag für Tag (und darüber hinaus auch noch in der Nacht) unzählige Stunden mit ihren Angehörigen beschäftigen (und ggfs. noch ihre Berufstätigkeit dafür drangeben); haben die alle nichts zu tun?? Sind das alles Millionäre oder Milliardäre, die kein Einkommen zu generieren brauchen, weil sie im Überfluß leben? Haben die alle keine Interessen, Aufgaben, Bücher, Verpflichtungen, Familien, Freunde, Hobbies?? Wenn ich mich auch noch mit Einkaufen und Kochen und Haus putzen und Wäsche waschen und Kinder- oder Seniorenbetreuung etc. beschäftigen müßte, würde bei mir alles kollabieren, weil ich zu nichts von "meinen" Dingen mehr käme. Oben genannte Dinge kann ich delegieren und für relativ "kleines Geld" einkaufen, aber es gibt niemanden, an den ich Geld verdienen und den ganzen täglichen Bürokratiewahnsinn bekämpfen, mit dem ich konfrontiert werde (heute: Kontopfändung des Finanzamtes bei meiner Mutter), delegiert bekomme.


    Da hier wiederholt die eigene (spätere) Rente der heute Pflegenden thematisiert wurde, frage ich auch dazu: was für eine Rente ist da eigentlich gemeint?? Wer heutzutage noch im Erwerbstätigenalter ist hat doch eh keine Rente mehr zu erwarten, die ein Über"leben" ermöglicht. Und ob bis dahin die Pensionen noch reichen, wage ich bei unserem kaputten Finanzwesen und einem Blick in andere (z. B. die Ostblock-)Länder zu bezweifeln. Dort sind die Zahlungen des "Staates" schon an seine aktuell diensttuenden "Diener" so niedrig, daß diese sich mit Korruption/Bestechlichkeit etwas dazu verdienen müssen, um über die Runden zu kommen.


    Vor allem frage ich mich: haben all die Leute, die sich restlos von ihren Angehörigen einspannen lassen und dafür auf jegliches eigene Leben verzichten, eigentlich gar keine eigenen Wünsche, Ideen, Vorstellungen etc. zur Gestaltung ihres Lebens und zur sinnvollen Ausnützung ihrer knappen Lebenszeit?


    Für mich ist jedenfalls klar, daß mir im besten Fall noch ein paar gesunde Jahre bleiben, die ich nur dann nutzen kann, wenn ich mich aus dem Würgegriff meiner Mutter befreie. Denn sie hat noch locker ein Jahrzehnt Lebenserwartung vor sich und danach kann ich mich (mit über Sechzig) schon selber allmählich in Richtung Altersheim verabschieden.


    So, ich bin nun erst mal raus hier, ein bißchen "Psychohygiene" betreiben. Viel Erfolg an alle!

    Guten Tag Frau "Sachweh",


    wofür rechtfertigen Sie sich hier eigentlich?? Nicht SIE haben 'was falsch gemacht, sondern die Person, die Sie so vollkommen unangemessen überempfindlich und unpassend angegangen hat. Das dürfte jedem/r klar sein, der/die über genügend "Bauchverstand" verfügt :-).


    Ihre Ausführungen waren sachlich, einfühlsam, vorsichtig in der Wortwahl, nicht zu beanstanden. Punkt.

    Super Idee, den Übeltäter mit seinen eigenen Waffen zu schlagen (sprich, ihn mit Erbsen anzuspucken).


    Wer so etwas Harmloses kategorisch ablehnt, ist selber schuld an seinen Problemen und braucht andere nicht um Rat zu fragen.

    Guten Abend allerseits, nun der Reihe nach zu jedem einzelnen Beitrag:


    Sonnenblümchen: Was Sie schreiben bzgl. Recht auf Zuwendung und Liebe und einer Gesellschaft, in der auch alte und demente Menschen erwünscht sind, ist natürlich die Idealvorstellung. Fakt ist aber, jedenfalls bei den Personen, die sich hier austauschen, daß die dementen Angehörigen "eine nicht zu bewältigende Last" (Ihre Worte) SIND !!!! Leider. Meine Oma (Mutter meiner Mutter) war auch dement, aber ERTRÄGLICH alles in allem und recht gut zu händeln. Meine Mutter hingegen, die ihre eigene Mutter zu deren Lebensende bei sich aufgenommen und versorgt hat bis zum Tod, zieht ohne Rücksicht auf Verluste ihren Starrsinn durch, mittlerweile ohne jeden Funken Verstand, aber genauso uneinsichtig und kooperationsunfähig wie sie schon ihr ganzes Leben war. Erst heute hat sie mich bei der Polizei angezeigt und in der Nachbarschaft rumtelefoniert, um einen geeigneten Rechtsanwalt benannt zu bekommen, um gegen mich vorzugehen. Da gibt es keine Lösung; wenn Sie sich auf einen solchen Menschen einlassen wollen, haben Sie von Anfang an verloren. Sie werden permanent terrorisiert und müssen rund um die Uhr vor Ort und einsatzbereit sein; das ist erstens nicht zu bewältigen, wenn man sich nicht gänzlich aufgeben will und zweitens macht man sich so hundertprozentig selber kaputt. Wenn SIE und alle anderen, die sich hier zum Wohle ihrer Angehörigen einbringen wollen, ERNSTHAFT Gutes für diese Personen erreichen wollen, dann ORGANISIEREN Sie eine gute Versorgung für die Angehörigen, aber versuchen Sie NIE, alles Anfallende (und das wird immer mehr, je mehr die demente Person abbaut) SELBER zu machen. Das kann niemals funktionieren!!! Stellen Sie sich mal vor, ein Firmeninhaber mit einigen Angestellten und Firmenwagen und Kantine etc. würde selber die Firmenklos putzen wollen und den Angestellten das Essen kochen und deren Autos warten/putzen, dann müßte dessen Tag mindestens 240 Stunden haben statt 24. So etwas ist Unsinn; Sie müssen delegieren und dafür sorgen, daß Sie als Angehörige Ihre Kräfte schonen und den Überblick behalten, was wie von wem für Ihre Angehörigen getan wird. Sie müssen managen, nichts anderes. Und wenn Ihre Angehörigen gut versorgt etc. sind, können Sie, so wie es für SIE paßt und nicht wie die demente Person es verlangt, zu Besuch kommen und Ihren Ressourcen entsprechend eine gute Gesellschaft für die demente Person sein. Man kann hier im Forum oft genug von Geschwisterkindern lesen, die sich total aufreiben und zum Dank von den Eltern wie Fußabtreter behandelt werden, während ihre Geschwister, die jede Verantwortung von sich weisen, bei ihren seltenen Besuchen von den Eltern hofiert und liebevoll behandelt werden. Sie machen also nichts "richtig" oder "gut", wenn Sie sich restlos entmündigen, fremdbestimmen und niedermachen lassen. Soviel Selbstwertgefühl und Selbstschutz sollte jeder haben, daß man sich abwendet bzw. (im übertragenen Sinn) zurückschlägt, wenn jemand anders einem "in die Fresse haut".


    Zu Zimt: das Obige gilt ganz besonders auch für Sie. Je mehr Sie sich einzubringen versuchen, um so mehr nutzt Ihre Mutter das aus. Sie schreiben, außer Ihnen hätte Ihre Mutter niemanden. Ja, was glauben Sie denn, warum? Weil sie so eine einfühlsame, rücksichtsvolle Person ist, der es immer um das Wohlergehen der anderen geht und die sich selbst zurückgenommen hat? Wohl kaum, eher wird das Gegenteil zutreffen. Meine Mutter hat auch nie gelernt, sich auf andere Menschen einzulassen, daher steht sie jetzt auch völlig alleine da. Ist das meine Schuld? Nein. Ist das mein Problem? Ja, weil sie sich hundertprozentig auf mich fokussiert. Und bin ich nicht da, macht sie Unsinn wie an anderer Stelle schon erwähnt (zum Notar fahren, um mir die Vollmacht zu entziehen; zur Bank fahren mit dem selben Ziel; mich bei der Polizei anzeigen; einen Rechtsanwalt gegen mich einschalten wollen etc.).
    Ob Sie es wollen oder nicht, haben Sie nur EINE (legale) Chance (wenn Sie Ihre Mutter nicht umbringen wollen), damit klarzukommen: indem Sie sich zurückziehen. Zumindest so weit, daß Sie sich emotional erholen können und das, was Sie für Sie tun, möglichst einvernehmlich mit Ihrem seelischen Gleichgewicht.


    Nun noch zu Teuteburger: wenn sich Demenzkranke "rund um die Uhr versorgen lassen", machen die ja schon mal etwas sehr richtig, was sich positiv auf deren Gemütszustand auswirkt. Insofern ist der von Ihnen vorgeschlagene Mittelweg das anzustrebende Ziel. Geht aber nur mit kranken Angehörigen, die kooperativ sind. Wer sich allem und jedem gegenüber verweigert, hat nichts Besseres als sein oder ihr Elend verdient. Und da dürfen sich die pflegenden Angehörigen NICHT für verantwortlich machen; man kann auch nicht für einen Kettenraucher das Rauchen aufgeben oder für einen Alkoholiker das Saufen oder für einen Drogensüchtigen den Konsum. Das kann immer nur die Person selber. Wir können beraten, empfehlen, unterstützen, stärken. Wer das nicht annimmt, macht selber etwas falsch und nicht wir. Das haben alle, die hier an ihren Angehörigen verzweifeln, wohl noch nicht begriffen.


    Eine Einschränkung bzgl. "Delegieren" muß ich allerdings einräumen: wenn sowohl die Angehörigen wie auch die Dementen finanziell am Existenzminimum rumkrebsen, weiß ich auch nicht, wie man das hinbekommen soll. Bei uns ist es umgekehrt; ich regele die Finanzen meiner Eltern siet fast zwei Jahrzehnten und und für beide Elternteile ist üppig gesorgt (finanziell). Wenn aber jemand wie meine Mutter einfach alles ablehnt, hilft auch das nicht; man ist also kein Stück besser dran als die Mittellosen. Und das regt mich zusätzlich maßlos auf, weil den Luxus eines finanziell sorgenfreien Alters weder die früheren noch die künftigen Generationen hatten/haben. Es könnte alles so schön und so einfach sein, wenn, ja wenn die charakterliche Disposition der Betroffenen es erlauben würde.