Beiträge von Nautilus

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    Hallo Chio 24,


    Meine Mutter hat Alzheimer, mittlerweile im fortgeschrittenem Stadium. Seit Ende Januar wohnt sie in einem Pflegeheim. Ich habe mich sehr schwer getan, da ich sie auch lieber gerne zu Hause hätte. Aber wenn ich ehrlich bin, war es nicht mehr ihr Zuhause. Sie wollte immer nach Hause.
    Mittlerweile hat sie sich im Heim gut eingewöhnt und sie hat jetzt eine Pflegekraft, die sie für ihre Tochter hält. Schwer für mich, aber für sie ist es doch ideal. Sie ist nicht allein.
    Die Pflegekräfte sind sehr bemüht und sie schaffen es sogar sie abends zum Schlafen zu bringen ( mit Singen, Geschichten erzählen oder Handmassage). Und wenn ich zu Besuch komme, freut sie sich riesig und wir können eine entspannte Zeit miteinander verbringen.
    Allerdings muss ich dazu sagen, dass wir einen ersten Heimplatz abgelehnt haben, da es nicht gepasst hätte. Als wir den Platz abgelehnt haben, sind wir auf Unverständnis gestoßen. Selbst vom Sozialdienst der Gerontopsychiatrie. Wir wurden auch fast unter Druck gesetzt.
    Als Fazit würde ich Ihnen raten sich auf jeden Fall schon Heime anzuschauen . Besonders auch solche die mit Demenzkranken umgehen können. Dann bei denen die ihnen gefallen unbedingt anmelden, damit landet man schonmal auf der Warteliste.
    Liebe Grüße,
    Ulli

    Hallo Andydreas,
    Den Polizeieinsatz und die Zwangsanweisung meiner Mutter in die Gerontopsychiatrie haben wir im Dezember erlebt. Ich wünsche euch, dass es ohne klappt, es war der schlimmste Tag meines Lebens.
    Ich würde an deiner Stelle intensiv nach geschützten Heimen suchen und sie anschauen ( auch den geschützten Bereich) und deine Mutter auf die Warteliste setzen.
    Wahrscheinlich würde deine Mutter sich nicht freiwillig in einer gerontopsychiatrischen Abteilung behandeln lassen. Wenn doch wäre das die beste Lösung. Die können die Medikamente einstellen und ein Gutachten erstellen. Damit könnte dann ein Antrag beim Amtsgericht gestellt werden.
    Ansonsten falls sie wieder aggressiv wird, erst den Arzt bzw. Rettungsdienst anfordern. Dies fordern dann bei Bedarf die Polizei an. Die Polizei glaubt halt eher dem Arzt als den Angehörigen. Das mag auch oftmals berechtigt sein, allerdings habe ich das Gefühl, dass unsere Gesellschaft ( ich auch) mit dem Thema fortgeschrittene Demenz überfordert ist.
    Ich wünsche Euch alles Gute und viel Kraft ,
    Ulli

    Hallo Herr Hamborg,
    Vielen Dank für ihre Antwort. Mittlerweile ist meine Mutter in einer geschützten Einrichtung mittels Gerichtsbeschluss untergebracht. Das Amtsdeutsch und die Bürokratie machen die Sache für mich als Angehörigen nicht leichter. Das Problem ist auch, dass sowohl Ärzte als auch Verfahrenspfleger am längeren Hebel sitzen, wie befürchtet. Mittlerweile haben wir einen schönen Platz gefunden. Das erste Heim haben wir abgelehnt und sind auf Unverständnis gestoßen. Wie wir es wagen könnten einen Platz abzulehnen.
    Ich bin gespannt, was uns noch alles erwartet. Der Pflegeheimplatz liegt nämlich in einem anderen Amtsgerichtsbezirk.
    Des Weiteren sind wir gespannt auf den erneuten Besuch des MDK. Wir haben Widerspruch gegen die Einstufung des Pflegegrades eingelegt .
    Allerdings kämpfen mein Vater und ich gerade mit dem unguten Gefühl meine Mutter ins Pflegeheim „abgeschoben“ zu haben.
    Viele Grüße Ulli

    Liebe Elisabeth,
    ich habe die Wut auch schon erlebt, dabei war/ist meine Mutter sehr wichtig. Ich fühle mich dann richtig schlecht. Bei mir kommt aber der Aspekt hinzu, dass ich wütend bin, dass es diese Krankheit gibt.
    Ich wünsche Dir viel Kraft und Ausdauer.
    Lg Ulli

    Hallo,
    meine Mutter ist in die gerontopsychiatrische Abteilung eingewiesen worden (Beschluss vom Amtsgericht). Sie hat Alzheimer Demenz und keine Krankheitseinsicht. Ihre Aggressivität ist mit Medikamenten nicht mehr vorhanden. Sie baut aber extrem ab und leidet unter extremen Schlafstörungen. Sie ist quasi nur noch ein Häufchen Elend.
    Jetzt soll sie entlassen werden, aber da sie nur 1Stunde schläft, weiß ich nicht wie mein Vater und ich das schaffen sollen. Ich bin Vollzeit berufstätig. Wir stehen auf der Warteliste von diversen Heimen.
    Die Ärztin möchte, dass sie per Amtsgericht in eine geschlossene Abteilung kommt. Da ich mittlerweile in der Psychiatrie wirklich aggressive Patienten gesehen habe, sehe ich meine Mutter da nicht. Sie hat extrem Angst vor lauten Personen.
    Weiß jemand wie lange und wie oft das Amtsgericht über den Aufenthaltsort verfügen kann?
    Mein Vater und ich haben eine Vollmacht.
    Ulli

    Hallo,
    meine Mutter ist in die gerontopsychiatrische Abteilung eingewiesen worden (Beschluss vom Amtsgericht). Sie hat Alzheimer Demenz und keine Krankheitseinsicht. Ihre Aggressivität ist mit Medikamenten nicht mehr vorhanden. Sie baut aber extrem ab und leidet unter extremen Schlafstörungen. Sie ist quasi nur noch ein Häufchen Elend.
    Jetzt soll sie entlassen werden, aber da sie nur 1Stunde schläft, weiß ich nicht wie mein Vater und ich das schaffen sollen. Ich bin Vollzeit berufstätig. Wir stehen auf der Warteliste von diversen Heimen.
    Die Ärztin möchte, dass sie per Amtsgericht in eine geschlossene Abteilung kommt. Da ich mittlerweile in der Psychiatrie wirklich aggressive Patienten gesehen habe, sehe ich meine Mutter da nicht. Sie hat extrem Angst vor lauten Personen.
    Weiß jemand wie lange und wie oft das Amtsgericht über den Aufenthaltsort verfügen kann?
    Mein Vater und ich haben eine Vollmacht.
    Ulli