Beiträge von Rose60

    Hallo Sohn83,

    Die Sache mit dem Schuldgefühl kenne ich nur zu gut. Für mich war die Aussage der Heim Mitarbeiter hilfreich, dass ich Verantwortung übernommen habe, als ich meine Mutter zunächst zur kurzzeitpflege in ein Heim brachte nach Sturz mit Armbruch etc. Da sich dies wiederholte , haben wir meine Mutter nicht mehr zurück nachhause gebracht und allein machte sie sich nicht auf den Weg. Ich habe lange mit Schuldgefühlen gekämpft, und meine Mutter hat lange gegen mich gekämpft (verbal), doch im Heim war sie besser gelaunt und profitiert von Kontakten dort, mittlerweile gibt es auch wieder mehr Programm.

    Vielleicht ergibt sich ja etwas nach der OP Ihres Vaters, über kurzzeitpflege evtl. Ich würde ihn schon mal in Heimen anmelden für die Warteliste.

    Oder kommt eine ausl. Pflegekraft infrage?

    Allein kann man das auf Dauer nicht stemmen. Es ist wahrlich nicht verwerflich an die eigene Gesundheit zu denken, wenn es der Demente nicht mehr tun kann. Wir haben alle nur dieses eine Leben und niemand ist grenzenlos belastbar. Die Demenz kann sich noch über Jahre ziehen.

    Meine Mutter ist fast 91 und redet seit Jahren über ihr baldiges Sterben und ich werde auch nicht jünger.

    Also meine heimerfahrung ist sehr gut.

    Alles Liebe

    Rose60

    Hallo DaLe,

    Ich kann Ihre Verzweiflung gut verstehen, wir hatten mit meinem Vater vor ein paar Jahren auch eine furchtbare Zeit. Nun gibt es ja lt.Ihrem Bericht eine richterliche Verfügung mit der Einweisung ins Pflegeheim. Ist jemand aus der Familie rechtlicher Betreuer? Mit betreuungsvollmacht? Ansonsten wäre angesagt, eine rechtliche Betreuung, evtl.durch einen berufsbetreuer beim Betreuungsgericht zu beantragen. Derjenige kümmert sich dann um eine angemessene Unterbringung. Dafür müsste eine bisherige Vollmacht offiziell zurückgegeben werden, so haben wir es gemacht, weil keiner aus der Familie gegen meinen Vater ankam und er meiner Mutter nicht mehr zuzumuten war. Daran kann eine ganze Familie zugrunde gehen....

    Ich würde mich zunächst an den sozialpsychiatrischen Dienst Ihrer Stadt mit Fragen wenden. So habe ich es gemacht und habe auch beim betreuungsgericht angerufen, wurde sehr nett behandelt.

    Den Antrag auf Betreuung konnte ich online downloaden. Das ist vorübergehend ein Kampf, doch es ist zu regeln.

    Mein Vater wurde etwas heimatfern in einem geschlossenen Pflegeheim (sehr nett) aufgenommen, wo ein Einzelzimmer verfügbar war.

    Es gibt leider schlimme Situationen manchmal durch Demenz, aber auch Lösungen.

    Nun dürfen perspektivisch alle aus Ihrer Familie an sich denken, einige Jahre haben Sie alles gegeben, so wie Sie es schildern.

    Hier in meiner Umgebung in NRW gibt es kaum noch Altenheime mit Doppelzimmern, da staune ich immer, dass es das noch sooft gibt ...

    Bis ein Zimmer gefunden ist, evtl.wieder in die Gerontopsychiatrie und neu medikamentös einstellen.

    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

    Rose60

    Und Hanne: stimmt, sicheres auftreten habe ich auch als hilfreich empfunden. Wenn ich z.B.positiv über ihr schönes Zimmer spreche oder wie sauber gerade das Bad immer ist, wiederholt meine Mutter genau das drei Sätze später , als komme es von ihr.

    Liebe Grüße nochmal :)

    ihr Lieben,

    Danke schon mal für eure verständnisvollen Antworten, das erleichtert mich schon mal und auch zu lesen, dass ich es aushalten und damit umgehen muss, hilft tatsächlich etwas... habe ich nicht selbst schon anderer Stelle etwas von aushalten müssen geschrieben? Nun wo ich wieder mehr betroffen bin, brauche ich es tatsächlich von außen noch schriftlich;)) schon verrückt...

    Ich denke, es ist wieder mein Muster, das mich einholt, mein lebenslanges Gefühl, Mama helfen zu müssen, ihre Situation verbessern - das macht das Aushalten schwer.


    sonnenblümchen: das Weinen kann durchaus noch kommen. Nach dem krebstod meines Mannes war ich im ersten halben Jahr vor allem erleichtert, dass er nicht mehr leiden musste und ich teils entlastet war. Als die schlimmen Bilder verblichen und die Erinnerungen schöner wurden, kam die Trauer erst richtig, auch wenn ichvorher dachte, schon etwas "weggetrauert" zu haben. Doch der Verlust des Partners in jüngeren Jahren ist auch sicher anders und heftiger als ein Elternteil, das sein Leben gelebt hat. Nimm es einfach, wie es kommt, falsch ist es in keinem Fall und du hast viel durchgemacht.


    Immerhin war ich vor kurzem positiv überrascht, als meine Mutter bei meiner Verabschiedung sagte "es ist immer so entspannt und gemütlich, wenn du kommst" - vorher hatte ich immer das Gefühl, nicht genug zu tun und zu sein.

    Mir kommt sie nun zunehmend wie ein Kleinkind vor, das sich in Konkurrenz zu anderen sieht, will mich ganz für sich haben, will auch so ein Handy oder die gleiche Trinkflasche wie ich haben....

    Wahrscheinlich kennt ihr das alles schon.

    Ich hoffe nur inständig, dass es sich nicht noch jahre zieht. In den letzten Monaten scheint meine Mutter jedenfalls viel Schlaf auch am Tag zu brauchen, nachdem sie im Herbst noch sehr unruhig und reizbar war, kaum schlief. Nun bekommt sie weder Nachrichten noch ihre jahrelang geliebte TV-Serie mit.

    Wie schön, dass ihr noch alle hier dabei seid :love:

    Liebe Grüße

    Rose

    Hallo zusammen,

    ich melde mich mal wieder. Ein paar wenige Wochen hatte ich um meine Mutter etwas weniger Sorge und das GEfühl, sie ist im Heim angekommen. Nun, wo ihr befreundeter Bewohner vor kurzem verstorben ist, ging es schnell wieder los, dass sie "nachhause" drängelte, was wir uns denn überhaupt denken, sie einfach dort zu lassen, was das alles solle etc... Mit Ablenkung geht es dann oft recht gut, doch momentan nimmt mich die Entwicklung wieder ziemlich mit. Nach und nach erzählt meine Mutter immer häufiger von irrealen Begebenheiten (sie sei neulich mit einer anderen Bewohnerin in der Schule gewesen, die habe ihr die guten Noten weggeschnappt und ähnliches). Sie weiß momentan noch, wer zu wem in der Familie gehört u.ä., doch die Realität scheint zunehmend zu verschwimmen. Sie hört öfter bedrohliche Geräusche, nachts bedrohen sie irgendwelche Männer, rütteln sie wach und sonstige Ängste sind wieder sehr aktiv.

    Mich hat es beim letzten Besuch ehrlich gesagt schockiert, was sie alles im Brustton der Überzeugung berichtete und ich reagiere so, als nehme ich es so an, merke aber, wie anstrengend es ist , immer empatisch zu sein. Es tut mir so leid, die Ängste und das Misstrauen zu erleben. Wenn ich da bin, habe ich noch das Gefühl, dass sie wenigstens mir noch traut, doch meiner Schwester am Telefon erzählt sie, dass ich ihr ganzes Geld bei mir horte, sie könne sich daher nirgendwo etwas kaufen u.v.m.

    Wie macht diese Demenz doch einsam... Vielleicht mache ich mir auch zuviel Gedanken, ein bisschen ist es ja wie bei Kleinkindern nun, die sich auch schnell wieder ablenken lassen, denn neuerdings macht sie sogar mal Würfelspiele mit den anderen Bewohnern mit oder bastelt Marienkäfer, die sie dann allerdings als Schwein bezeichnet ;(

    Dann hatte sie kürzlich mitbekommen, wie eine Bewohnerin, mit der sie sich als erstes angefreundet hatte, gesagt habe, meine Mutter lüge, man könne ihr nichts glauben.. Nehme ich es nun zu schwer? Vergisst sie es eh wieder alles? Ich kann es jedenfalls nicht wirklich auffangen, fühle mich hilflos daneben.

    Zum Glück finden nun wieder mehr Aktivitäten im Heim statt, doch meine Mutter vergisst es dann schnell wieder alles.

    Wie geht diese Entwicklung nun weiter? Wird sie mich als nächstes nicht mehr erkennen? Gibt es da Muster?

    Traurige Grüße an euch alle,

    Rose

    Hallo zusammen,

    Danke für euer Verständnis und die Ideen. Meine Mutter ist ja bereits im Pflegeheim und dort werden die 125 Euro einbehalten zur Finanzierung des sozialen Dienstes.

    Ich hatte mich hier mal bei einer Stelle für Seniorenbegleiter erkundigt, da liegt der Stundensatz bei 20-25 Euro, was mir zuviel ist. Es gab vor corona eine ehrenamtliche Besucherin, die lt.meiner Mutter sie immerhin noch mehrmals angerufen hat, angeblich auch wieder kommen wollte. Ich wurde nicht so recht schlau draus, ob sie da war. Mittlerweile erlebt meine Mutter ja surreale Dinge und erinnert sich teils nicht mal mehr an besuch meiner Schwester vor 2 Wochen oder auch ihres Enkels vor kurzem. Das ist nun neu und traurig.

    Bei Ehrenamtlichen mag ich nicht gerne so direkt nachhaken. Man kann ja auch nirgendwo ins cafe gehen oder so und meine Mutter kann kaum noch 100m laufen, in einen Rollstuhl will sie auch nicht, im Geiste würde sie gerne per Zug Besuche machen, also alles verzwickt momentan.

    Doch ihr habt Recht, ich muss im Heim nochmal nachhaken wegen Besucherin, die Pfleger wussten von nichts....

    Liebe Grüße an Euch alle <3

    Rose

    Hallo zusammen,


    @Hr.Hamborg: danke für Ihre tröstenden und ermutigenden Worte, ebenso an Teuteburger ;)

    Meine Mutter trauert, verständlicherweise und mir tut es auch total leid, endlich ein Mann, der lieb und respektvoll zu ihr war nach jahrelangen, schlimmen Erfahrungen in ihrer Ehe. Ich hatte so sehr gehofft, dass er noch ein bisschen durchhält...

    Zuvor hatte sich meine Mutter mit einer viel jüngeren , mental fitten,aber pflegebedürftigen Frau angefreundet, die nun wieder mehr den Kontakt sucht, aber bei meiner Mutter hat sich durch die ,wenn auch eher langsam ,fortschreitende Demenz einiges verändert. Ich glaube, meine Mutter kann nun ihr zuvor mütterliches Verhalten nicht mehr zeigen, sondern schimpft, dass die bisherige Freundin dauernd Hilfe von ihr will, fühlt sich belästigt, kann sich gar nicht mehr beschäftigen etc. Anfangs schaute sie noch Fernsehen, nun macht sie sogar teils Bastelangebote mit, ist dann stolz wie ein Kleinkind, erzählt sie habe gefragt, ob sie "mitspielen" darf.... dann kann es aber auch sein, dass sie ganz präsent im Gespräch wirkt, als ich sie zu uns zum Kaffee geholt habe, da meine Tochter mit dem Urenkel hier war. Puh, da muss man wirklich flexibel sein in der Reaktion...


    Für mich ist es weiterhin nicht leistbar , mehr als 1mal pro Woche den Kontakt zu halten(wegen der früheren Belastungen), manche gehen ja fast täglich hin. Doch immerhin bedankt sich meine Mutter neuerdings sogar für meine ca.1std.Besuche, das sei immer so schön und gemütlich.

    Es macht mich traurig, dass sie nun das Gefühl hat, kaum Besuch zu bekommen, da es bis zum nächsten Tag nun meist vergessen ist.

    Also ich finde es emotional wirklich belastend, diese Veränderung der Persönlichkeit zu begleiten, das soll keine Beschwerde sein, sondern ganz große Wertschätzung der Menschen, die ihre alten Eltern so lange zuhause begleiten, Tag für Tag. Dann dieses Misstrauen, es würde einem ständig etwas geklaut etc.

    Meine Mutter ist nicht davon abzubringen, dass ich ihre Rente in meinem Haus staple...:(

    Und so wird es ja vielen gehen, die hier lesen.


    Liebe Grüße an Euch alle

    Rose

    Hallo in die Runde,

    Teuteburger: ich wünsche dir wirklich, dass du nichtbald die nächste Baustelle mit deiner Mutter hast. ;)


    Ich war so erleichtert, dass meine in den letzten Wochen viel zufriedener war und nicht mehr so zeterte, dass sie nachhause will, was das eigentlich solle mit dem heim etc.. Sie hatte sich mit einem Bewohner nach längerer vorlaufzeit angefreundet und er tat ihr wohl sehr gut. Nun ist er leider relativ plötzlich verstorben :/ Das tut mir so leid. Sie hat mir mehrere Versionen erzählt, wie und wann es passiert ist, sie überlegt dauernd, was sie falsch gemacht hat, wirklich traurig... gestern war sie noch erstaunlich gut drauf, ich fürchte nun , dass sie bald wieder mit dem Thema "nachhause" anfängt...

    Liebe Grüße an alle,

    Rose

    Hallo Sunshine,

    da haben wir einiges gemeinsam ;) Als erstes tut es mir sehr leid, dass du - wie ich - bereits deinen Mann verloren hast und dass es dir nach 8 Monaten noch diesbzgl. schlecht geht, ist völlig normal. Kennst du das Forum "verwitwet.de"? Ursprünglich für jüngere Verwitwete (mit anderen Problemen als Ältere) begründet kann man sich dort mit Gleichbetroffenen sehr gut und seriös austauschen, ggf. Kontakte knüpfen etc., also etwas für DICH tun.


    Meine Mutter hatte drei Wochen nach dem Tod meines Mannes einen Herzinfarkt und im gleichen Jahr fing die Demenz meines Vaters nach einem schweren Sturz und nachfolgender Pflegebedürftigkeit an, aggressive Ausbrüche u.v.m. Also vieles zusammen an Belastungen, auch eine chron. Schmerzerkrankung liegt bei mir... Nun bin ich allerdings einige Jahre weiter als du, das Ganze begann 2010.

    Ich kann dir nur empfehlen, wirklich alles Erdenkliche an Unterstützung anzunehmen, wie Hanne schon empfohlen hat z.B. den sozial-psychiatr.Dienst der Stadt zu kontaktieren. Ich selbst habe dann mehrmals einige gute Tipps bei einer HOtline der Dt. Alzheimergesellschaft bekommen.


    So wie du deine Mutter beschreibst, kann es sich durchaus um Depression plus Demenz handeln, wofür die unterschiedlichen Phasen sprechen, WAhnvorstellungen, gleichzeitig kann sie noch für sich sorgen... Auch der Hausarzt meiner Eltern hat mich nicht unterstützt, besonders als die Demenz auch noch bei meiner Mutter begann, ist er mir eher in den Rücken gefallen.

    Natürlich kann man die alten Leute nicht zwingen sich psychiatrisch untersuchen zu lassen, solange nichts passiert und es gerichtlich angeordnet wird.. Das ist schwierig und belastend. Allein wirst du da vermutlich nicht durchkommen. ES ist immer gut, wenn von außen jemand mit eingeschaltet werden kann.

    Wichtig finde ich, Auffälligkeiten bzw. skurille Situationen genau zu dokumentieren, damit man im Laufe der Zeit etwas für einen Arzt in der Hand hat, schriftlich ist immer wichtig. Ich habe dem Hausarzt meiner Eltern auch einiges schriftlich mitgeteilt, damit er nachher nicht sagen konnte, er hat von nichts gewusst.


    Aus meiner ERfahrung kann ich sagen, dass es für mich leichter im Umgang wurde, seitdem die Demenz meiner Mutter auch für einen Arzt - mittlerweile (seit 2019) im Pflegeheim nach diversen Stürzen - deutlich wurde und ich nach einer phasenweise für mich tränenreichen Zeit der Auseinandersetzungen innerlich akzeptiert habe, dass meine Mutter sich nun auch peu a peu aus dieser Welt verabschiedet. Sie erzählt auch alles mögliche Falsche über mich, ich habe ihr gesamtes Geld in meinem Haus, habe sie unter Vortäuschung falscher Tatsachen ins Pflegeheim gelockt etc. Doch solange alles noch so schwammig ist wie nun von dir beschrieben, ist es sehr belastend.


    Zwischendurch muss man sich immer wieder ganz fett das Wort "LOSLASSEN" mantraartig vorsagen, auf rheinisch "et kütt wie et kütt" - es ist eh nicht alles planbar.

    Daher wie gesagt, Pflegeberatung, vllt SEniorenbegleiter , psychol. Begleitung auch für deine Belange bzgl. Trauer, Beratung der Dt.Alzh.gesellschaft vllt... Das fällt mir dazu ein, denn hier schriftlich kann man sich natürlich nie so eingehend austauschen, was individuell vorliegt und zu tun ist.

    Für meinen Vater habe ich 2014 rechtl. Betreuung beantragt wegen aggressiver Auswüchse, er starb 2018 in einem geschlossenen Pflegeheim, meine Mutter ist nach einigen MOnaten großer Reizbarkeit und Unzufriedenheit nun in einer gelösteren Phase der Demenz, in den letzten Monaten ließ das Gedächtnis immer mehr nach, reicht nur noch für den Augenblick, aber sie fühlt sich im Heim wohl.

    Das war nun viel persönliches, vielleicht kannst du etwas Hilfreiches für dich herausziehen. Allein kann man das alles nicht schaffen ohne vor die Hunde zu gehen.


    Alles Liebe für dich,

    Rose60

    Hallo Makaca,

    Mein mittlerweile verstorbener Vater hatte einen rechtlichen Betreuer, da wir Schwestern aufgrund entsprechender Vorfälle selbst die Betreuung nicht mehr übernehmen konnten und wollten. Die Betreuung wurde vom Gericht an eine sehr nette, seriöse Betreuerin übergeben, die ein liebevoll geführtes Heim für ihn fand. In schwierigen Phasen der Demenz ist manchmal einiges auf den Weg zu bringen, womit man als Laie überfordert sein kann.

    Nach einer Zeit, als einiges auf den Weg gebacht war, hat meine Schwester wieder ein paar Bereiche übernommen.

    Die Betreuerin musste ja bei Gericht über alles und jedes Belege einreichen. Also nur gute Erfahrung in unserem Fall. Ohne meinen Antrag damals wäre es für meine Mutter regelrecht gefährlich geworden.

    Alles Gute

    Rose60

    Hallo Teuteburger nochmal,

    Habe im anderen Forum von den Träumen deiner Schwester gelesen, für mich klingt das normal, in meiner Familie haben mehrere solche vorausschauenden Träume, meine Oma, meine Mutter,meine Schwester u.a. Ich selbst nicht, aber von daher denke ich auch, dass vieles vorherbestimmt ist und nun deine Schwiegermutter frei von Angst und Schmerz ist. Wie schön, dass du es berichtet hast :love:

    Liebe Grüße

    Liebe Teuteburger und alle anderen interessierten,

    Ich bin sehr erstaunt über erlaubte 50 Personen in dieser aktuellen Situation.... da wären mir die Regeln gleich und der Anlass. Wir müssen uns alle schützen, so gut es geht und wir lassen kaum mal eines unserer erw. Kinder übernachten, und wenn nur nach Schnelltest negativ. Ich habe nun mehrmals von kompletten Familien gehört, wo sich alt und jungbei besuchen angesteckt haben, das geht bei der aktuellen corona Variante flott. Von daher großes Kaffeetrinken nach Beerdigung indoor - never!!

    Wir sind in einer noch recht niedrigen Inzidenz in NRW, aber hier liest man seit Monaten in allen Traueranzeigen "im Familienkreis, im kleinen Kreis, in aller Stille " o.ä. gesungen wird eh nicht. Klar muss man sich den engsten anverwandten anpassen, doch eine klare Position ist auch schon mal was. Und in Trauer ist man lt. Studien definitiv immungeschwächt, von daher bitte aufs Bauchgefühl achten!

    Alles Liebe

    Rose :)

    Liebe Teuteburger,

    herzliche Anteilnahme <3 Gelitten hat deine Schwiegermutter ja nun genug, nun hat das Leiden, Angst und Schmerzen ein Ende. Daran glaube ich ganz fest.

    Ich wünsche euch viel Energie für die nun anstehenden Ereignisse und Erledigungen.

    Liebe Grüße

    Rose

    Liebe Teuteburger,

    Auch aus meiner Erfahrung mit meinem verst. Mann die Bestärkung, um regelmäßige morphinspritzen zu bitten. Er hat sich so lange mit Pflastern gequält, die geben unterschiedlich lange den Wirkstoff ab, jenachdem ob Wärme dran kommt (dann schneller) oder nicht, dann kann die Wirkung eher nachlassen. Mit den Spritzen dreimal täglich gleichmäßig wurde es soviel angenehmer. Man kann dafür auch einen Dauerzugang legen, um nicht jedesmal pieksen zu müssen, je nach Wunsch des Patienten.

    Ich wünsche euch allen die nötige Energie und deiner Schwiegermutter, dass ihr Leiden bald auf der anderen Seite ein Ende hat.

    Vielleicht machst du mit ihr noch ein Zeichen aus, das sie dir dann von ihrem Stern bald schicken kann?

    Alles Liebe

    Rose <3


    Liebe Grüße auch an euch andere :love: Es werden bald immer weniger in dieser Runde, fürchte ich :|

    Ich bin momentan etwas erleichtert, dass meine Mutter viel zufriedener scheint. Sie hat sich mit einem netten Mann in ihrer Gruppe angefreundet, mit dem sie täglich zusammensetzt und versucht immer zu verteidigen, dass sie kein "Verhältnis " mehr anfängt.... da muss ich immer so schmunzeln und ich freue mich so sehr über diese Wertschätzung, nachdem sie mit meinem Erzeuger so ein furchtbares Leben hatte.

    Es scheint tatsächlich nie zu spät für positive Wendungen ( wenn Auch im sehr Kleinen) zu sein.


    Liebe Grüße an alle :)

    Hallo Teuteburger,

    wenn deine Schwiegermama eh schon Morphium bekommt, kann man ihr nicht noch zusätzlich etwas angstlösendes geben? Tavor z.B.? So wenig leiden wie möglich, ist doch jetzt die Devise, da gehört die Psyche auch dazu...

    Ach Mensch, es ist schwer dies mitanzusehen. Ich schicke dir ganz liebe Grüße <3

    Rose

    Liebe Barbara,

    Es tut mir von Herzen leid, was du bei deiner Mutter miterleben musst, kann mir gut vorstellen, dass es zu einem Wirrwarr von Gefühlen wie Überforderung, Mitleid, Trauer etc.führt. Und wenn du dann so hilflos daneben stehst und man den Wahn nicht behandeln kann, das stelle ich mir sehr anstrengend vor. Ähnlich wie ich meinem Mann vor einigen Jahren beim Sterben über Monate hilflos zusehen musste und ihm die Schmerzen einfach nicht nehmen konnte, egal mit welchen Medikamenten.

    Es wurde für mich deutlich leichter, als ich mich überreden ließ, die Verantwortung an ein Hospiz abzugeben, wenigstens nicht gefühlt allein zuständig zu sein.

    Von daher sehe ich evtl. Coronabedingte Einschränkungen in einem Heim wahrlich nicht als Gegenargument, wie du zum Schluss meintest. Ich könnte meine Mutter morgens und nachmittags jederzeit im Heimauf ihrem Zimmer besuchen, wenn ich wollte, der Schnelltest ist wahrlich kein Problem .

    Es ist stets sehr sauber dort, die Pfleger sehr zugewandt und freundlich, alle seit Wochen geimpft und dadurch auch wieder entspannter. Und wenn es mir selbst nicht gutgeht, ist meine Mutter trotzdem unter Aufsicht, wenn ich mal eine Woche nicht hinkann.

    Also solche Heime gibt's auch, möchte ich damit sagen.

    Meine Mutter hat lange dagegen angekämpft, bei meinem letzten Besuch am Samstag war sie sehr zufrieden, war stolz, dass sie ein Küken aus Wolle mitgebastelt hatte- das war vor wenigen Monaten noch undenkbar. Die Geschichte dazu, wo sie dies gebastelt hat, spielte in ihrem Heimatort, weit weg, aber ich habe mich einfach mit ihr gefreut, was sie tolles gemacht hat.

    Ich weiß, es ist ein anderer Hintergrund als bei dir, doch mich hat anderes bei meinen Eltern, zuletzt meiner Mutter sehr stark mitgenommen und nun scheint es leichter zu werden, auch dadurch, dass ich hier ermutigt wurde, sie im Heim zu belassen, obwohl sie eine Zeit lang mir gegenüber Trauer darüber geäußert hat bzw.auch Wut, doch irgendwann geht es eben nicht mehr nur um den alten Menschen, sonder auch wie wir selbst mit der Situation, auch gesundheitlich, zurecht kommen.

    Vielleicht erreicht dich oder andere etwas davon?

    Herzliche Grüße an alle,

    Rose :)

    Liebe sonnenblümchen,

    Zur Kleidung kann ich nichts beitragen. Es freut mich aber für deine Mutter, dass sie offensichtlich einen relativ leichten Übergang "auf die andere Seite " hatte, auch für dich, dass du dir nicht solch ein langes , oft quälenden Leiden mit anschauen musstest. Die demenzbegleitung war ja wahrlich schwer genug und ich bewundere, wie du so vieles für deine Mutter tun konntest. Das ist ja nicht selbstverständlich!

    Nun wird noch einiges an Adrenalin in dir wirken und da ist es nicht verwunderlich, dass noch wenig Tränen kommen, so vieles noch zu erledigen. Irgendwann mag da mehr kommen wenn du etwas mehr zur Ruhe kommst und später noch wirst du vermutlich- nach meiner Erfahrung- deine Mutter in ihren besseren Zeiten vor Augen haben. Es ist ein längerer Prozess.

    Ich würde mich auch freuen, noch weiter von dir zu lesen in unserer Schicksalsgemeinschaft <3

    Sei gut zu dir :!:


    ❤ liche Grüße

    Rose

    Hanne: danke für die Rückmeldung ;) Unsere Generation Frauen ist doch offensichtlich (zu) sehr zu Bescheidenheit und selbstverständliche Übernahme von Verantwortung erzogen worden. Ich meine, die heutigen jungen Frauen sind meist viel selbstbewusster... da haben wir wohl einiges gemeinsam.

    Liebe Grüße <3