Beiträge von Rose60

    Hallo Anna,

    Mein verst. Mann hatte während Krebserkrankung monatelang fentanylpflaster und hat die ersten Tage sehr heftig darauf reagiert, besonders mit erbrechen und übelkeit, totaler Erschöpfung. Das hat sich nach ein paar Tagen gegeben und es wirkte dafür gut gegen starke Schmerzen, wie es gedacht war.

    Von daher würde ich es auch mit dem jeweiligen Arzt absprechen, ob/wie einschleichen und weiter verfahren. Wichtig ist auch , dass es nicht mit krasser Wärme wie z.b. Wärmflasche in Berührung kommt wegen Wirkverstärkung .

    Alles Gute für Sie und Ihren Mann

    Rose

    Danke, Herr Hamborg, für Ihre Zusammenstellung "unserer" Erkenntnisse und Fortschritte. Manchmal vergisst man es doch, wieviel belastender es - jedenfalls bei mir - vor 1-2 Jahren noch war. Über lange Zeit war ich getrieben und völlig erdrückt von den permanenten Gedanken um meine Mutter, habe viel öfter als jetzt bei den Pflegern angerufen etc., war sehr angespannt - ohne dass es irgend jemandem weiter geholfen hätte.. auch der Austausch hier hat mir immer wieder geholfen, mich/die Situation von außen zu betrachten, zu relativieren, zu akzeptieren.

    Vieles ist mir im Laufe der Zeit noch klar geworden und hat mir etwas Abstand zu eigentlich alten, aber eben unverarbeitetem gebracht. Es ist doch eigentlich unglaublich, dass man mit ü60 noch in solchen Dingen/Gefühlen verstrickt sein kann.

    Ich würde von meinen nun erwachsenen Kindern niemals wollen, dass sie sich so wegen mir grämen und dieser Gedanke macht mir deutlich, dass viele Ansprüche meiner Mutter/Eltern von jeher jedenfalls nach heutigem Maßstab falsch sind, z.B. als Kind/besonders Tochter hat man immer alles für die Sorge/Pflege um die Eltern zurückzustellen, sollte sie auf jeden Fall selbst pflegen, aufopfern ist "normal" und muss man aushalten...


    So wurde es jedenfalls mir "eingepflanzt " , doch spätestens nach eigenen Schicksalsschlägen und gesundheitlichen Problemen ist das, was ich nun tue das mir persönlich bestmögliche und aushaltbare.. Mir wurde mal von einer psychol. Beraterin empfohlen, meine Energie für die Menschen einzusetzen, die mir guttun und das ist für mich ein guter Weg weiter zu Kräften zu kommen, die lange sehr verschüttet und verbraucht waren. Ich freue mich z.b. bald Oma von Zwillingen zu werden und dort mich etwas einbringen zu können soweit möglich.


    ❤ liche Grüße an alle

    :)) stimmt, gut dass du mich an den Spruch erinnerst!!

    Da sind wir dann nun schon einige mit nahezu "kollektivem schlechten Gewissen". Und helfen tut es letztlich niemandem. Und dass deine Mutter, never 20, sich vorher ihre Wohnung auch schon nicht als Zuhause erkannte, finde ich interessant. Vielleicht ginge es meiner Mutter mittlerweile auch so, denn oft spricht sie von dem Ort ihrer Kindheit als Zuhause und driftet in eine Art Phantasiewelt ab.ich erkenne das aber oft erst mit Abstand, z.B. wenn ich hier schreibe und es dann mehr von außen betrachten kann. Wenn ich vor ihr sitze, ist es dann eher die gewohnte "Mama"..

    Danke auch dir für den Austausch!!

    Liebe Grüße

    Rose60

    Danke, Sohn 83, in der Richtung kann ich tatsächlich versuchen zu üben, das habe ich in letzter Zeit schleifen lassen.. zum Thema "Autobahn" fällt mir ein mega interessantes Buch ein: Gerald Hüther- Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn.

    Dort ist das mit den "Autobahnen" im Gehirn auch gut erklärt, warum man immer wieder auf die gleichen Muster reinfällt etc. Auch zum Thema Angst sehr interessant

    Liebe Grüße

    Danke für die unterschiedlichen Ideen!!

    Ich fühle mich hier tatsächlich etwas aufgefangen und heute ärgere ich mich schon wieder über mich selbst, dass ich mich von meiner Mutter immer noch so manipulieren lassen kann.

    Mein Gefühl ist, dass es nun mit den kürzeren Tagen für sie wieder schlechter aushaltbar ist im Heim, zumal sie ja nichts mit sich anzufangen weiß - dachte ich jedenfalls. Soeben habe ich mit einem leitenden Pfleger ihrer Station gesprochen, der mir wieder überzeugend versicherte, dass meine Mutter im Haus fast ständig unterwegs ist - sie spricht mit anderen Bewohnern, besucht täglich eine jüngere Bewohnerin, mit der sie definitiv noch "normal" sprechen kann, was ihr ja angeblich fehlt.

    Ich habe für mich entschieden, dass ich vor allem abends - wenn bei ihr offensichtlich die emotional "dunkleren" Momente kommen, in denen sie möglichst sofort nachhause will - nicht mehr zurückrufe. Denn das TElefonat hat sie vermutlich heute schon wieder vergessen, während ich den ganzen Abend deprimiert vor Mitleid war....

    Meiner Schwester hat meine Mutter telefonisch nun erzählt, dass ich offensichtlich gar nicht mehr zu Besuch komme, ich sei schon lange nicht mehr dagewesen, dabei war ich letzten Samstag da. Bislang gehe ich 1mal/Woche und öfter schaffe ich aus verschiedenen Gründen nicht, auch um mich selbst zu schützen, was ja meine Mutter früher schon nicht geschafft hat... Doch auch dieser Besuch war schnell vergessen, von daher muss ich mich tatsächlich nicht unter Druck setzen.

    Ich komme mir selbst schon blöd vor, weil ich das Gleiche bestimmt schon öfter hier geschrieben habe, doch manches braucht dann wohl die Wiederholung.

    Die Pfleger bestätigen mir, dass meine Mutter einen fröhlichen Eindruck macht, einer hat ihr letztes Wochenende täglich die Haare toupiert - was ich mega nett finde - damit sie sich nach dem Friseur noch länger schön findet. Das scheint dann immerhin für den Moment zu reichen und ich hoffe immer, dass die Stimmung im Herzen etwas gespeichert bleibt.

    Und viele von diesen Möglichkeiten wären "zuhause" definitiv nicht gegeben, ich weiß es ganz sicher, meine Mutter vergisst es leider immer.

    Das Aushalten ist MEINE Challenge....


    Zwischenzeitlich überlegte ich schon, ob ich meine Mutter gelegentlich mal zum Mittagessen zu mir hole, weil sie sich oft nun über das Essen beschwert, doch sie hatte auch im September sofort nach ihrem Geburtstag vergessen, dass sie zusammen mit meiner Schwester hier bei mir war. Also muss ich mir auch da wohl keinen Stress machen, denn gerne würde ich es mittlerweile nicht mehr machen.


    Herzliche Grüße an alle,

    Rose60 <3

    Hallo zusammen,

    Ich habe aktuell das Problem, dass meine Mutter immer mehr Druck macht mit dem Thema "nach Hause ". Heute hat sie schon wieder angerufen, wie wir es dann nun machen, dass sie nachhause kommt. Hier im Heim habe sie ja keinen zum Unterhalten, sie wisse nicht, welcher Tag sei u.v.m. Ich habe ihr etwas Lustiges von ihrem Urenkel erzählt zur Ablenkung und gesagt,dass ich in den nächsten Tagen komme und wir uns dann wieder unterhalten.. mich macht das wirklich sehr traurig. Ich merke ja, egal was ich an Zeitschriften hinbringe oder anrege, den Fernseher einzuschalten, sie macht nichts davon.

    Die Zeit, die sie noch Zuhause war, kam meine Schwester täglich, teils mehrere Stunden, so stellt meine Mutter sich das nun wieder vor, doch daran ist meine Schwester und auch ihre Ehe fast zerbrochen.. dass meine Mutter dies auch noch selbstverständlich ansah, hat mich damals schon wütend gemacht.

    Nun fällt es mir selbst schwer mich da abzugrenzen. Wenn ich sie besuche, fühle ich mich anschließend auch ziemlich ausgelutscht, denn irgendwo spazieren gehen, schafft meine Mutter nicht mehr, irgendwo hin, wo man eine Maske bräuchte, da streikt sie auch komplett.

    Also ich weiß gerade nicht, wie ich damit umgehen soll...

    Traurige Grüße

    Danke nochmal an alle, die mir geantwortet haben!!

    Die Solidarität hier ist schon sehr hilfreich :)

    Immerhin schaffe ich mittlerweile mich nicht auf eine Diskussion so emotional einzulassen, mit den übrigen Familienmitgliedern vorher war meine Mutter viele Auseinandersetzungen gewohnt, von daher habe ich mich lieber dort fern gehalten.. nun versucht sie es bei mir. Nervig und wie Rosina richtig feststellt, unvorstellbar (für mich) das täglich zu haben..

    Liebe Grüße

    Danke, Hanne, für dein Verständnis!

    Ich tue mich schwer, noch seltener als jede Woche hinzugehen.. ist ja in meinem Nachbarort.

    Irgendwie hofft man ja jedesmal, dass es leichter wird.

    Schönes Wochenende <3

    Heute muss ich nochmal etwas Frust hier ablassen. Habe meine Mutter besucht und diesmal wieder einiges abbekommen, welch ein Unsinn, sie dort unterzubringen, dass sie spätestens Weihnachten zuhause sein will etc. Jedesmal bin ich schon vorher angespannt, in jedem Besuch werde ich besonders an unsere schwierige Familie erinnert.. Ich besuche sie ja trotzdem, weil sie mir leid tut und eine Zeit lang geht es, wenn ich z.B.eine Zeitschrift der Regenbogenpresse mitbringe und wir etwas über die vermeintliche Schwangerschaft von Prinzessin Viktoria lesen o.ä.

    Ich merke, wie meine Abneigung zunimmt, immer mehr, die liebenswerteren Seiten meiner Mutter gehen für mich mehr und mehr verloren, es kommen viele anzügliche Bemerkungen, so wie ich es sonst nur von meinem Vater gewohnt war. Ich schäme mich für meine Herkunftsfamilie, die Jahre vor dem Altenheim Aufenthalt hatte ich weniger Kontakt, nun bin ich die einzige Besucherin meist. Mit der ehrenamtlichen Besucherin scheint es nicht mehr zu funktionieren oder meine Mutter vergisst es ja auch von einem Tag zum anderen.

    Weiß nicht, ob das jemand verstehen kann...:((

    Liebe Grüße an Euch alle

    Rose60

    Ich habe auch an keiner Stelle hier empfunden, dass jemand wegen fehlender Impfung beschuldigt wurde. Ich hätte persönlich viel zuviel Angst ohne diesen Impfschutz, sowohl um mich als auch um andere etwas weiterzugeben. Wie andere es für sich handeln, möchte ich nicht öffentlich bewerten, Meinungen austauschen zu einem so wichtigen, momentan allumfassenden Thema finde ich in jedem Fall gut.

    Allgemein finde ich allerdings eine gesellschaftliche Entwicklung bedenklich, wo viele so auf ihr eigenes Recht pochen, zu allen möglichen Themen.

    Solange man damit nicht die Freiheit und Gesundheit der Mitmenschen beschneidet, soll jede/r machen , was er/sie für richtig hält.

    Wenn ich aber z.B.beruflich täglich mit Ungeschützten (z.b.Kleinkindern oder Immungeschwächte) zu tun habe, sehe ich es als meine Pflicht an, diese nicht zu gefährden indem ich sie infiziere, womit auch immer..

    Liebe Grüße an alle

    Meine Mutter hatte im Heim nach Anfrage über mich schon Mitte September die Boosterimpfung, das war kein Problem, ohne Nachwirkungen. Ich selbst habe gestern schon bei Ärztin auf Anfrage meine Auffrischimpfung bekommen,nach zweimal AstraZ. (mit Ü60) gestern Biontech. Vorübergehend etwas Gliederschmerzen, aber harmlos und nun schon weg .

    Ich halte das für sehr sinnvoll,bei uns sind zwar durchgehend sehr niedrige Inzidenzen (fast 89% der impfberechtigten geimpft, las ich heute) , aber ich habe öfter Kontakt zu Kleinkindern und bald noch mehr zum Helfen bei neuen Enkelkindern, da will ich geschützt sein und auch nichts ins Altenheim schleppen..


    Liebe Grüße an euch alle

    Rose

    Hallo Sunflower,

    Ich weiß nicht genau, welche Medikamente du dann meinst aufzuschieben. Spezielle Medikamente gegen Demenz, also nicht Neuroleptika, machen ja nur frühzeitig Sinn um den Verlauf aufzuhalten. Ab einem gewissen Stadium bringt es lt einem Arzt nichts mehr..

    Liebe Grüße

    Liebe Hanne und ecla,

    Ich habe nun dankbar eure Beiträge gelesen, da ich ebenfalls ein bisschen zu knacken hatte an dem erwähnten "vierten Gebot", wurde ja auch nicht geschützt , sondern mehr bedroht und geschädigt als alles andere. Seit vielen Jahren nutze ich professionelle Hilfe, so dass ich nun ein lebenswertes Leben führen kann. Mir wurde mehrfach gesagt,ich sei meinen Eltern absolut nichts schuldig, hätte jeden Grund, den Kontakt abzubrechen.

    Trotzdem habe ich Verantwortung übernommen, vor ein paar Jahren dafür gesorgt, dass mein Vater mit Alzheimer gut versorgt und damit meine Mutter vor ihm geschützt ist. Dann kam die Demenz bei meiner Mutter mit verschiedenen Unfällen, selbst sie umfangreich pflegen ist mir nicht möglich. Seit ich sie vor zwei Jahren in ihr bevorzugtes Seniorenheim bringen konnte, wurde und momentan wieder werde ich oft angegangen, was ich mit ihr gemacht habe, auch von den Pflegern teilweise Bemerkungen anfangs, so schlimm sei es doch eigentlich noch nicht .

    Es gab für mich viele Phasen mit schlechtem Gewissen und immer noch bin ich oft unglücklich nach meinem Besuch dort, dass meine Mutter sich abgeschoben fühlt, einsam, keiner mache was mit ihr...

    Es ist immer zu wenig...

    Also ihr merkt, es hat mich heute auch sehr beschäftigt.

    Die jetzige Unzufriedenheit meiner Mutter und mein Gefühl immer zu wenig für sie tun zu können, war und ist wohl immer so gewesen und holt mich nun verstärkt ein, wo ich jede Woche sie besuche - weil sie mir leid tut und nach diesem schweren Leben nun auch noch Demenz erleben muss . Und ich erlebe und begleite es mit, muss aber auf mich aufpassen und auch meine eigenen Bedürfnisse "achten und ehren"..

    Danke dass ich mich hier mit euch austauschen darf. Man fühlt sich dadurch nicht so exotisch.

    Herzliche Grüße :love:

    Mit schlechtem Gewissen bin ich ja nun auch fast zwei Jahre rumgelaufen, ohne dass es irgendwie weiter geführt hätte. Es ist wie es ist und meine Mutter ist nicht mehr der Mensch wie vor der Demenz, somit muss ich auch anders mit ihr umgehen, muss sie teils vertrösten und Dinge sagen, die nicht wirklich so gemeint sind - was mir völlig gegen den Strich ging, aber meine Mutter ruhiger machte. Wenn ich bzgl. Wünsch nachhause sagte "wir schauen mal", "ich spreche mal mit xy" (meiner Schwester), sie mir wütend Dinge über Pfleger berichtete, die definitiv nicht stimmten, sagte ich "da werde ich aber mal mit dem sprechen"... Es ist die einzige Chance und meiner Mutter geht es besser damit.

    Zu Selbstverletzungen kann ich nichts sagen, hatten wir noch nicht.


    Ansonsten geht nur "radikale Akzeptanz" dessen was ist, loslassen den Menschen, wie er/sie mal war, ein Abschied in Raten. Man kann sich da reinfinden, es ist ein schmerzlicher Prozess am Anfang, gehört aber zum Leben dazu. Andere Menschen erleiden schlimme Schmerzen und sterben an Krebs, bei Demenz sind es oft mehr die seelischen Schmerzen der Einsamkeit etc.

    Wichtig: es ist eine Phase, auch in unserem Leben und es wird vorbei gehen..

    Weiteratmen, mit schönen Dingen ablenken und höheren Kräften überlassen, was wann geschieht.

    Liebe Grüße an euch alle

    Zum Thema "Ansprechen der Demenz " ist es bei meiner Mutter so, dass ihr das große Angst machen würde, sie hat den Niedergang schon bei meinem Vater erlebt. Sie hat auf entsprechende Vermutung von Mitbewohnern sehr wütend reagiert, die wollten sie für verrückt erklären etc daher versuche ich sie mehr zu beruhigen, wenn sie über ihr eigenes Gedächtnis gelegentlich noch entsetzt ist und erkläre es mit dem Alter. Der Neurologe hat es auch als nicht sinnvoll zu thematisieren erachtet.


    Ansonsten versuche ich einfach die gleichen Fragen auch beim xten Mal normal zu beantworten und ggf.in ihre Welt einzusteigen. Wenn sie Situationen anders erlebt hat, als sie real waren, ist das eben so.

    Da ich nicht mit ihr täglich zusammen bin, geht das.

    Liebe Grüße

    Hallo schwarzer Kater,

    Am ehesten kann das vermutlich der Pflegedienst vor Ort beantworten, doch ich kann mir nicht vorstellen, dass beim Konzept "betreutes Wohnen" Personal für Begleitung zum Arzt zur Verfügung steht. Wenn dann sicher mit entsprechender Bezahlung. Hier in NRW kann man solche Dienste ggf.buchen bei Seniorenbegleitdiensten. Das kostet nach meiner Erfahrung 25 euro/Std. Vermutlich privat günstiger. Wenn Sie weiter weg wohnen, lohnt sich sicher dies zu organisieren.

    Wenn jemand im Pflegeheim ist, kann es mal sein, dass von dort jemand mit zu einem kurzfristigen Termin geht, das hatten wir schon mal bei meiner Mutter zum Ultraschall beim Hausarzt mit Termin frühmorgens fest.

    Zum Zahnarzt mit Wartezeit ist an da als Angehöriger gefragt oder eben wie oben beschrieben mit Seniorenbegleiter.

    Liebe Grüße

    Hallo sunflower,

    Welche Medikamente meinst du wegzulassen? Wenn es um Medikamente zum Aufhalten der Demenz geht, muss man die sicher so bald wie möglich geben, damit es noch etwas rauszögert. Bei Neuroleptika gegen Unruhe, Ängste, Halluzinationen o.ä.ist das sicher anders. Da würde ich mich kompetent beraten lassen vom Neurologen. Medikamente sind nicht grundsätzlich schlecht.

    Liebe Grüße

    Hallo sunflower,

    Vllt ist es auch ein Unterschied in der Behandlung, wie alt jemand bei den ersten Symptomen ist. Bei jungen Menschen(60-70), die körperlich noch fit sind, würde ich Untersuchungen eher als sinnvoll erachten als mit um die 90, wie meine Mutter, wo meine Mutter vom Neurologen im Heim nun auch als dement aufgrund des Verhaltens, Gedächtnis etc betrachtet wird. Medikamente bekommt sie deswegen keine, das würde nach seiner Einschätzung nichts bringen. Vor ein paar Jahren empfand sie selbst ein Ginkgo Präparat positiv für einen klaren Kopf.

    Ist Ihre Mutter privat versichert, so dass alle Untersuchungen abgerechnet werden können?

    Ein CT geht ja noch von der Belastung, ein MRT ist dagegen einmega Geratter:( hatte selbst schon mehrfach das "Vergnügen ".

    Da würde ich also wirklich abwägen, ob es irgendwie weiterführt, eine wissenschaftlich belegbare Diagnose zu haben.

    Bei einer anderen alten Bekannten wurde mit ca. 85 schon eine Atrophie des Gehirns im CT gesehen, sie ist nun 93 J. Und mental fitter als meine Mutter mit 90.

    Ich wünsche ein gutes Bauchgefühl .

    Liebe Grüße

    Hallo zusammen,

    Ich freue mich immer von euch zu lesen.


    Rosina: du schaffst das und deine Mutter muss nicht mehr einverstanden sein, sie versteht es nicht mehr..

    Ich verstehe es so gut. Bei uns steht es auch seit zwei Jahren leer, eine Schande und je mehr die Demenz meiner Mutter nun fortschreitet, desto mehr will sie aktuell nachhause. Man kriegt sie schwer auf andere Themen. Sie vergisst immer schneller und braucht den Schutz und die Betreuung mehr denn je. Ich finde es so traurig, wenn sie sich nicht merken kann, wenn jemand zu Besuch war. Das macht immer einsamer. Andererseits sagen die Pfleger, sie quatscht mit den anderen Bewohnern gelegentlich, Zuhause würde sie nur die Wand anstarren. Verkaufen würde sie niemals das Haus, überschreiben wollten sie aber auch nicht. Nun gehen die Ersparnisse drauf und vllt müssen wir irgendwann ne Hypothek aufnehmen?


    Hallo Sohn, du schilderst auch ein auf und ab. Ich habe es mehrfach beobachtet, wenn irgendwas körperlich bei den alten Menschen ist, sind sie auch gleich verwirrter. Schön, dass es nun wieder besser ist.


    Und die Idee mit Kur/Reha für Sonnenblümchen finde ich total gut, auch aus Erfahrung.


    Liebe Grüße an euch alle :love: