Beiträge von Rose60

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    Vielen lieben Dank trinity ,

    Ich habe zum Glück wieder einen lieben Partner als Begleiter, er hat diese Phase mit seiner Mutter zum Glück schon absolviert.


    Ich kann gerade noch sehr positiv anmerken, dass es ab nächste Woche eine wöchentliche Begleitung/Besuch meiner Mutter durch den ambulanten Hospizverein gibt und der von mir per Mail informierte Neurologe heute schon außer der Reihe meine Mutter im Heim aufgesucht hat und Rückmeldung gegeben hat. Bin gerade fasziniert, dass sowas nach so vielen negativen Meldungen hier im Forum funktioniert 😊

    Für mich ist das eine echte Entlastung von Verantwortung, auch wenn jemand außer mir zu Besuch kommt und die letzte Lebensphase mit begleitet.

    Danke martinhamborg , für Ihre Nachricht und Einschätzung der ethischen Fragestellungen.

    Nun kann ich vermelden, dass die Atemnot aktuell deutlich gemindert ist nach regelmäßigem inhalieren im Krankenhaus plus Cortison. Meine Mutter wurde gestern in deutlich gebessertem Zustand ins Heim entlassen, läuft wieder, also zum Glück nochmal mobilisiert.

    Heute habe ich erst erfahren, dass sie als Diagnose Influenza hatte, mir hat man nichts gesagt, habe mich richtig geärgert, was selten vorkommt und mich bei einer Stationsärztin beschwert,da ich ja zigmal nachgefragt hatte nach dem Stand der Dinge..

    Nunja, die Impfung hatte nicht gegriffen und trotzdem überstanden.

    Der Palliativ Pfleger ist trotzdem eingeschaltet, wir haben uns leider knapp verpasst, weil meine Mutter - oh Wunder - beim Friseur unter der Trockenhaube saß, mit allem anderen habe ich gerechnet..

    Trotzdem wurde nun alles telefonisch schon geklärt bzgl. Verhalten bei Notfällen etc und das beruhigt mich zunächst.

    Diese "Aufs und Abs im Abwärts" kosten viel Kraft..

    Herzliche Grüße

    Rose 60

    Ja, dieser Spruch "ich kannte es nicht anders", sagt mir auch was. Ich habe mich in den letzten Jahren oft geärgert über mich und mich gefragt, warum ich nicht den Kontakt abgebrochen habe zu meiner Familie u.v.m.

    Man stellt lange nicht infrage was man nicht anders kennt.

    Lieber Sohn83 ,

    da kommen mir tatsächlich etwas Tränchen. Wie schön, dass du von einer neuen Beziehung nun schreibst und dich freust, auf das was kommt!! Ich kann mich noch so gut dran erinnern, dass du dich zum Ende der Pflege deines Vaters wohl oft verloren, überfordert und ausgeliefert empfunden hast - so habe ich es in Erinnerung. Toll, dass du deinen Mut zusammen genommen hast, auch bzgl. Outing!! Chapeau!

    Dass es im 21. Jahrhundert immer noch solch ein Thema ist. Mir ist doch auch egal, ob jemand Rechts- oder Linkshänder ist..

    Ganz liebe Grüße

    Die Idee von Chris finde ich sehr gut!! Nach der Erfahrung mit meinen Eltern und der dortigen Eskalation mit meinem damals aggressiven Vater, der nach den Ausbrüchen (angeblich?) nichts mehr davon wusste, würde ich bei dementen, gewaltbereiten Menschen definitiv kein Risiko eingehen.

    Was sagt dein Bauchgefühl, Magdalena?

    Liebe Nicole2024 ,

    zum Glück hast du es richtig erkannt, dass die Aussage zum Pflegegeld nicht böse gemeint war, sondern meine sachliche Einschätzung.

    Ich kann mir deine krasse Belastung auch sehr gut vorstellen. Ich habe selbst meinen Mann gepflegt, genau heute jährt sich übrigens wieder sein Todestag. Ich habe mich ebenfalls in seinem letzten Jahr sehr verausgabt, alles erdenkliche an pflegerischen Leistungen und habe deshalb meinen Beruf aufgegeben - wir hatten noch drei Kinder (Jugendliche) dabei. Nur die letzten beiden Monate war er im Hospiz, wo ich an Pflege nicht mehr soviel gemacht habe, aber eben mit in den Abgrund geschaut, es war eine andere Situation als die Mutter, mit Mitte 50 kann man das nahende Ende schlechter akzeptieren, muss es aber...

    Egal , mir geht es nicht um Vergleichen, nur eben dass ich aufopfernde Pflege kenne. Andere sagten damals auch "naja , der Pflegedienst kommt ja", - ja, täglich ein paar Minuten zum Infusion anlegen.

    Ich bin noch nicht mal auf die Idee gekommen, Pflegegeld zu beantragen, konnte oft nicht klar denken.

    Was ich sagen will: von irgendwelchen Ämtern dankt es einem niemand, es geht um klare Vorschriften - nur solche Stellen wie Pflegeberatung, psychol. Beratungsstellen können dafür stärkend wirken.

    In meinen Beruf konnte ich dann nicht mehr zurück trotz aller Bemühungen, denn sofort nach dem Tod meines Mannes ging der Stress mit meinen Eltern los, meine Schwester, die das Haus erbt übrigens (ein gewisser Stachel bleibt..), war überfordert, obwohl quasi nie berufstätig, aber genug davon..

    Wir machen alle so unsere Lebenserfahrung und für jeden von uns ist es sicher die Schlimmste, man würde immer Äpfel mit Birnen vergleichen.

    Du kannst es momentan wohl noch stemmen, weil ja nach deiner Aussage erst seit dem Jahreswechsel die krassere Situation bei deiner Mutter vorliegt.

    Wichtig: lass dich von den richtigen Stellen beraten, wie oben genannt!! Bei Behörden sein Innerstes darlegen hilft nach meiner Erfahrung nicht , denen geht es um Vorschriften und ihren Job zu machen.

    Und abschließend: man kann auch nach solchen schweren Lebensphasen sich wieder ein gutes Leben aufbauen/zusammen basteln.. mir selbst wurde vor 14 Jahren auch von außen empfohlen, meinen sterbenskranken Mann (mein Fels in der Brandung eigentlich) in professionelle Hände (Hospiz) zu geben - und im Nachhinein bin ich immer noch unfassbar dankbar für "unsere" letzten Monate dort und dass ich die letzten Bilder des Sterbens nicht mit unserem Wohnzimmer verbinde, wo sein Krankenbett stand..

    Soll heißen: ich weiß was Pflege bedeutet, wie es einen auslaugt und dass die Erholung davon umso länger dauert, je mehr man sich verausgabt hat!!

    Zum Glück hatte ich eine eigene Rente, denn von der Witwenrente hätte ich nicht drei Kinder durch Ausbildung und Studium bringen können.

    (Das war nun sehr persönlich, aber kann vllt auch zeigen, warum ich meine Mutter schneller für ein Pflegeheim angemeldet habe als andere es vllt machen würden.

    Meine Eltern und Schwester meinte übrigens schnell nach dem Tod meines Mannes, jetzt könne ich mich ja wohl mal wieder mehr einbringen bei meinen Eltern, es reichte für die formalen Dinge (Anträge etc ).


    Liebe Grüße und alles Gute

    Hallo Magdalena,

    so gibt es dann oft einen Vorfall wie Sturz o.ä

    , der eine Veränderung bringt..es ist traurig, aber nun kam etwas ins Rollen. Wenn dein Mann schon Pfleger im Krankenhaus angeht, wie soll das Zuhause werden? Traust du dir das mit ihm allein zu?

    Alles Gute für euch!

    Hallo Sohn83 , wie schön, dass du dich hier immer nochmal einklinkst!

    Ich musste schmunzeln, wenn ich meine Haare länger trage, sehe ich meiner Mutter ähnlich, wenn sie zu kurz sind(wie aktuell), sehe ich meinem Vater ähnlich - und letzteres ist noch schlimmer..

    Du bist noch auf dem Weg, wo dir sicher einige Schuppen von den Augen fallen und wie ich sicher weiß, kann das mitunter traurig sein - aber: es lohnt sich. Auch wenn man zwischendurch trauriger wird, manche Dinge sind sinnvoll zu betrachten, damit man das Paket zumachen kann irgendwann, i.S.v. war so, ist Sch..., aber nicht mehr zu ändern - und dann positive Ziele nach vorn setzen.

    Wenn man es immer verschlossen hält, kommt es irgendwann an falscher Stelle hoch, wo andere dann sagen "was ist denn mit dem los?"

    Also weiter so auf dem Weg der Befreiung!!

    Man kann Strategien entwickeln (mit professioneller Hilfe), wie man manchmal schneller aus dem Loch herauskommt oder nicht immer wieder alten Bildern ausgeliefert ist .

    Ich wünsche dir viel Erfolg bei der weiteren Bearbeitung und dass du dann einiges "verschließen" kannst!

    Liebe Grüße

    @ecia: ich kann es total nachvollziehen, dass bei dir nun nochmal vieles hochkommt. Das ging mir nach dem Tod meines Vaters und letztes Jahr nach dem Tod meines Bruders so, ca. ein halbes Jahr wirklich depressiv mit vielen flashbacks etc. Hast du psychologische Betreuung? Da kann ich nur zu raten.

    Mir hat die psychosomatische Akutklinik letzten Herbst auch sehr weitergeholfen. Die gibt es sowohl für gesetzlich als auch privat Versicherte und ist intensiver als eine Reha, die man im Rentenalter auch nicht mehr so ohne weiteres bekommt, ich glaube nur nach Gelenkersatz-OP. Aber die psychosom. steht dir zu, du hast ja offensichtlich auch ne Menge Mist erlebt!

    Es ist schön, wenn du dich ansonsten zwischendurch meldest, nun scheint es ja für den Fall deiner Schwester auch hier vielleicht mal wichtig zu sein.

    Alles Liebe für dich

    Rose60

    Wenn deine Mutter mal sich selbst oder andere gefährdet, kannst du einen Antrag auf rechtliche Betreuung stellen, dann muss sie offiziell begutachtet werden. Oft muss es dafür erst zu einem Zwischenfall kommen.. es heißt jedenfalls nicht, dass du nun alles übernehmen musst, wozu sie die Haushaltshilfe weggeschickt hat!

    Die Zwischenphase kann ne schlimme Zeit werden 😕

    Hast du schon mit einer örtlichen Pflegeberatung oder dem sozialpsychiatrischen Dienst gesprochen?

    Alles Liebe für dich

    sondern wir von einem Sog in den Abgrund gezogen werden.

    Hallo Valentina, so sollte es tatsächlich nicht sein. Aus meiner persönlichen Sicht habe ich "das Boot" gesteuert zu einem passenden Zeitpunkt (mit Gipsarm und nach mehreren KKH Aufenthalten den Heimplatz für Kurzzeitpflege organisiert) und mit einiger psychol. Unterstützung und Beratung fühle ich keinen Sog mehr in den Abgrund. Das näher werdende Lebensende meiner Mutter, wann auch immer, ist ja naturgegeben und ich habe Strategien erarbeitet, wie ich davon nicht mehr so geschädigt werde und (halbwegs) oben bleibe. Sowas sind längere Prozesse, aber die Arbeit lohnt sich.

    Es gab einen Punkt, nachdem sie mich die ersten beiden Jahre hier immer verbal angegriffen hat, dass ich mir fest vorgenommen hatte die Verantwortung an eine rechtliche Betreuung abzugeben. Als sie mich nämlich wieder mal anfuhr, während wir sie zum Kaffee bei mir abgeholt hatten, hab ich sie (für mich ungewöhnlich) angefahren "dann pack doch deine Sachen und lass dich nachhause fahren!" - ab dem Zeitpunkt war es anders, in mir und auch bei ihr. Meine Grenze war noch angekommen..

    Also nochmal fürs Protokoll: nicht sich dem Sog überlassen!!

    Unser Leben läuft wohl eher selten nach Plan, aber das muss nicht das Ende sein, sondern vllt "nur" ein anderer Anfang, eine andere Weiche oder aufs Boot bezogen ein anderer Nebenfluss..

    Das reicht wohl mit Küchenphilosophie 😀

    Liebe Grüße an alle

    Hallo Trinity,

    Die Aufforderung an deine Mutter bzgl. Untersuchung würde ich aber definitiv anders formulieren, also nicht mit Verdacht auf Demenz begründen. Meine Mutter hat den Neurologen bei seinem ersten Besuch bei ihr im Heim rausgeschmissen, ihr Spruch war immer "ich lass mich doch nicht für verrückt erklären"..

    Ich denke "schwarzer Kater " meinte da eher Ausschlussdiagnose von anderen Prozessen im Hirn, die man anders behandeln könnte/müsste.

    Und ja, diese Situation ist auch für Powerfrauen eine ernsthafte Herausforderung, es reicht ja vermutlich schon, wenn dein Mann für dich da ist, etwas Schönes als Ausgleich mit dir unternimmt, du deinen Frust mal rauslassen kannst. Dafür muss er deine Mutter nicht mal sehen😉

    Liebe Grüße und gut, dass du hergefunden hast!

    Wir sitzen zwar irgendwie alle in "verschiedenen Booten", aber in 1 Rennen um es mal sportlich auszudrücken 😊


    Und "Vorsicht Falle": die Töchter von dementen narzisstischen Mütter neigen besonders dazu, sich wer weiß wie ins Zeug zu legen um von ihren Müttern doch noch irgendwann Anerkennung zu bekommen, die es früher nie gab... Wirklich retten können wir sie nicht

    Ach Sabine, das ist wirklich belastend. Ich habe es phasenweise bedauert, dass ich meine Mutter in meine Nähe geholt habe (allerdings war auch sonst nichts frei damals), aber ich bin nun auch froh, dass ich hier alle wichtigen Arztgespräche und Erledigungen vor Ort machen kann.

    Ich wünsche dir wirklich baldige Entspannung !

    Gestern war ich bei meiner Mutter im Krankenhaus, während ich letzte Woche schon im Geiste eine Formulierung für die Todesanzeige überlegt hatte, saß meine Mutter gestern wieder am Tisch in einem Rollstuhl und freute sich des Lebens, hat ihrer Bettnachbarin vorher erzählt, sie sei 28 Jahre alt und wartete auf den Besuch ihrer Brüder und Mama..

    Das Zittern war nun deutlich weniger, nur noch ein bisschen in den Händen. Die Luftnot bzw. Atmung war deutlich besser und ich denke nun, dass die mangelnde Sauerstoffzufuhr vllt das schlimme Zittern gemacht hat.

    Laufen geht (noch?) nicht, aber erstmal wieder Entwarnung und Entspannung.

    Liebe Grüße an alle

    Hallo trinity ,

    erstmal "willkommen im Club". Nach deiner Schilderung bist du hier wohl genau richtig.

    Wenn du andere Themen hier mal länger lesen magst wie "wie geht es euch" o.a., wirst du viele sehr ähnliche Geschichten und Gedanken lesen. Die Wechselhaftigkeit, die sprachlichen Auffälligkeiten u.a.ist quasi normal. Kommt in das Altenheim deiner Mutter kein Neurologe, der eine Diagnose stellen kann? In "unserem" Heim alle zwei Wochen und man kann dann - in meinem Fall - meine Mutter auf die Besuchsliste setzen lassen mit einer Fragestellung.

    Allerdings ändert die Diagnose nicht viel, meine Mutter bekommt wegen der Demenz keine anderen Medikamente.. ich kann auch mit der Heimleiterin oder anderen Mitarbeitern über die Auswirkungen der Demenz sprechen, wie ich mit Situationen anders umgehen kann etc

    Meine Mutter vergisst schon einige Jahre meinen Geburtstag, das macht mir aber nichts, außer dass es mir ungewöhnlich auffiel, es liegt nun mal am nachlassenden Gedächtnis und ändert nichts an meiner Wertigkeit.

    Meine Mutter erkennt mich bislang meist noch, die letzten Wochen war ich mir nicht immer sicher. Wenn sie dich für ihre Mutter manchmal hält, bist du eben ein ihr vertrauter Mensch und natürlich sind die Veränderungen traurig, doch ich mache dann anschließend irgendwas nettes für mich oder kaufe mir ne gute Schokolade o.ä. - irgendwas , das einem gut tut als Belohnung oder Ausgleich.

    Zwischenzeitlich habe ich die Besuche reduziert zum Auftanken, manche hier profitieren auch von psychologischer Beratung, ich auch zuvor.

    Also wie gesagt, lies mal einiges hier, dann wirst du die Ähnlichkeiten feststellen, auch dass Narzissmus plus Demenz ne besondere Kombi sind.

    Alles Liebe für dich

    Rose60

    Um mit dem Hausarzt zu sprechen für mir wichtige Mitteilungen über den Zustand meiner Mutter, habe ich übrigens keine Vollmacht gebraucht.. Teilweise habe ich die Situation auch schriftlich geschildert, so konnte er wenigstens nicht behaupten, er weiß von nichts. Die Betreuung war vom Hausarzt nicht so gut.

    Hallo Sash0806 ,

    ich kann mir von der Beschreibung her gut vorstellen, dass bei deiner Mutter eine Depression vorliegt, die kann man behandeln - im Alter deiner Mutter sowieso.. kannst du erstmal den Hausarzt dazu fragen und ggf. Neurologe/Psychiater? Schwindel ist natürlich total blöd. Wie wäre es mit betreutem Wohnen? Also seniorengerechte Wohnung mit Notfallknopf und ggf.dazu buchbarem Pflegedienst..

    Liebe Grüße