Beiträge von CaroK

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    Ein herzliches Hallo an alle,

    kurz und knackig: Wie sind eure Erfahrungen mit dem Antrag für die Bezuschussung des Kaufs eines Pflegebettes? Was gibt es da zu beachten? Wie waren die Abläufe? Und für welches Pflegebett habt ihr euch entschieden? Gehen auch gebrauchte Modelle? Fragen über Fragen! Über eine oder mehrere Antworten freue ich mich sehr.

    Alles Gute

    Wir mussten vor Kurzem auch Widerspruch einlegen. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass alle Anträge erstmal kategorisch abgelehnt werden, sodass man wirklich auf sein 'Recht' pochen muss, um die Hilfe zu erhalten, wie man benötigt. Die Situation mit deinem Vater ist (leider) so ein gutes Symbol dafür, wie gut sich Demenz (je nach Stadion) maskieren lässt. Das ist für mich auch immer wieder ganz schwer auszuhalten.
    Als unser Antrag abgelehnt wurde, habe ich Widerspruch eingelegt und eine Woche Buch geführt über die Aufwände und unseren Alltag. Ich hab mich ganz nackt gefühlt, aber man hat ja irgendwie auch keine Wahl. Leider..

    Diese Hilfestellung hat mir auch geholfen (daher hatte ich auch die Idee mit dem Pflege-Tagebuch):

    Tipps für die Vorbereitung auf die Begutachtung

    Um die Begutachtung zu ermöglichen, wird der Gutachter mit Ihnen in Kontakt treten und einen Termin vereinbaren – unangekündigte Besuche gibt es nicht!

    Mit etwas Vorbereitung können Sie dazu beitragen, dass der Gutachter alle erforderlichen Informationen erhält, keine Fehleinschätzung erfolgt und nichts übersehen oder vergessen wird:

    • Gesprächsvorbereitung – Der Gutachter wird verschiedene Fragen stellen, um den Pflegegrad korrekt einzuschätzen. Gehen Sie vorbereitend die oben genannten Lebensbereiche durch und notieren Sie sich, was Sie dazu sagen möchten – in der Aufregung des Begutachtungstermins fällt einem oftmals nicht alles Wichtige sofort ein!
    • Gesprächsbegleitung – Angehörige und/oder Betreuungspersonal dürfen und sollten bei dem Termin zugegen sein. Deren Ergänzungen zu den Angaben der pflegebedürftigen Person sind besonders wichtig, wenn bspw. aus Scham verfälschte Angaben gemacht werden oder Demenz zu einer falschen Selbsteinschätzung führt.
    • Pflegetagebuch – Dokumentieren Sie den täglichen Pflege- und Betreuungsaufwand im Verlauf einer Woche. Wenn bereits ein ambulanter Pflegedienst engagiert ist, sollte die Pflegedokumentation vorgelegt werden.
    • medizinische Dokumente – Halten Sie weitere Informationen bereit, die den Pflegebedarf begründen, insb. Medikamentenplan, Liste genutzter Hilfsmittel, aktuelle Berichte von Ärzten bzw. Entlassungsberichte von Klinik bzw. Reha-Einrichtung, ggf. Schwerbehindertenausweis.

    Hallo liebe Community,


    Ich weiß, dieser Thread liegt nun schon über ein Jahr in der Vergangenheit, aber ich möchte mich dennoch gerne daran beteiligen. Ich finde es ehrlich großartig, wie ihr euch hier gegenseitig unterstützt und eure Erfahrungen teilt.


    Vor kurzem habe ich mich intensiv mit dem Thema Pflegegrade auseinandergesetzt, als ein enger Freund von mir in eine ähnliche Situation geriet. Er wurde aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen mit Pflegegrad 1 eingestuft, was aber offensichtlich nicht seiner tatsächlichen Situation entsprach. Nachdem sein Widerspruch abgelehnt wurde, beschlossen wir, einen neuen Antrag zu stellen und dabei die persönliche Inaugenscheinnahme zu betonen.


    Wie ihr in diesem Thread bereits diskutiert habt, kann die persönliche Inaugenscheinnahme einen großen Unterschied machen. In meinem Fall wurde meinem Freund bei der neuen Begutachtung endlich die Pflegestufe zugeordnet, die seiner tatsächlichen Situation gerecht wurde. Dabei half es, einen Bericht anzufertigen, in dem seine Beobachtungen und Einschränkungen über zwei Wochen dokumentiert wurden. Dieser Bericht wurde dem MDK zugesendet und bildete die Grundlage für das Gespräch mit der Gutachterin.


    Was ich aus diesen Erfahrungen gelernt habe und was auch hier im Thread angesprochen wurde, ist die Wichtigkeit von klaren Beobachtungen und Dokumentationen im Alltag. Ärzte können oft nur begrenzt zur genauen Einschätzung der Pflegestufe beitragen. Es geht vielmehr darum, den Hilfebedarf in der täglichen Lebensführung genau zu beschreiben.


    Mir hat es sehr geholfen, eine Übersicht über die verschiedenen Pflegegraden zu haben. Zugang zu ausführlichen Informationen zu den verschiedenen Kriterien zu haben, und den Leistungen, die mit den jeweiligen Pflegegraden verbunden sind, war für mich elementar.


    Ich finde es bewundernswert, wie ihr euch für eure Angehörigen einsetzt und füreinander da seid. Pflegegrade können einen großen Unterschied im Alltag machen, und eure Erfahrungen und Tipps sind von unschätzbarem Wert. Falls jemand von euch weitere Fragen hat oder Erfahrungen teilen möchte, stehe ich gerne zur Verfügung.


    Beste Grüße und alles Gute,

    Stella

    Hallo zusammen,

    ich möchte mich erstmal ganz herzlich für Ihre Beiträge, Tipps und Links bedanken. Das war alles sehr hilfreich und ermutigend.

    Ich habe beim Sanitätshaus vor Ort angerufen und gefragt ob wir mal vorbeikommen können zum ausprobieren. Leider ist das wegen Corona momentan nicht möglich, auch "Hausbesuche" werden momentan nicht gemacht. Es bleibt uns wohl nichts anderes übrig als zu warten. Meine Bekannte meinte, ich könnte ja auch online einen Rollator bestellen aber das ist mir irgendwie nicht so lieb. Ich fände es schon besser, wenn meine Mutter den vorher ausprobieren könnte. Ich versuche es morgen bei den anderen Sanitätshäusern bei uns und hoffe auf mehr Erfolg.

    Herzliche Grüße,

    Caro

    Hallo zusammen,ich bin ganz neu im Forum aber schon seit einer Weile stille Mitleserin. Ich wollte mich bei Ihnen allen für die sehr guten und hilfreichen Tipps bedanken.
    Das Thema ist ja schon etwas älter, aber momentan in meiner Familie sehr aktuell. Vielleicht hat der eine oder andere ja noch einen Tipp, wie man behutsam an das Thema Rollator heranführen kann? Meine Mutter hat Arthritis und vor acht Monanten wurde bei ihr Demenz diagnostiziert. Seitdem ging es leider rapide bergab und sie geht kaum noch vor die Tür und hat auch ihren Nachmittagsspaziergang, der ihr sonst hoch und heilig war aufgegeben. Ich mache mir große Sorgen um sie. Ich habe schon mit dem Arzt meiner Mutter gesprochen und er hat gesagt, dass das normal ist und hat den Kauf eines Rollators empfohlen, damit sie ihre Mobilität etwas zurückgewinnen kann. Als ich das meiner Mutter erzählt habe, hat sie direkt zugemacht und weigert sich seither strikt gegen den Kauf eines Rollators. Mein Mann und ihr Arzt haben schon mit ihr gesprochen und versucht ihr zu erklären, wie vorteilhaft ein Rollator für sie sein könnte. Aber sie ist dagegen, meint ein Rollator wäre im Alltag unpraktisch aber ohne geht es nun mal auch nicht.

    Ich bin etwas ratlos und weiß nicht mehr weiter. Der Arzt hat ihr einen Rollator verschrieben, deswegen bin ich versucht den Weg von Teuteburger auszuprobieren und ihr einfach einen Rollator vor die Nase zu setzen. Habe aber vor einer Bekannten erfahren, dass die Kassenmodelle sehr unpraktisch und schwer sind. Vielleicht kann ich ihr das Thema Rollator mit einem etwas hochwertigerem Modell schmackhaft machen?

    Bin für jeden Tipp dankbar!

    Herzliche Grüße

    Caro