Beiträge von ClemensB

    Guten Tag,


    ein 81jähriges Familienmitglied mit kürzlich diagnostizierter Demenz wohnt nach einer Kurzzeitpflege, der eine Operation vorausging, momentan in einem Heim. Wegen einer erheblichen Verbesserung des gesundheitlichen Zustands soll jetzt festgestellt werden, ob das Familienmitglied doch noch allein in der eigenen Mietwohnung leben kann und gleichzeitig soll geprüft werden, ob ein gerichtlich bestellter Betreuer eingesetzt werden sollte.


    Nun ist es wegen der familiären Umstände äußerst wichtig, dass der Vermieter nicht auf Schäden sitzen bleiben kann, die das gegebenenfalls deliktunfähige Familienmitglied verursacht. Es existiert zwar eine Privathaftpflichtversicherung bei der Allianz mit einer Deliktunfähigkeitsklausel, aber die Deckungssumme ist für diesen Fall auf maximal 10.000 € begrenzt. Angesichts der möglichen Schäden in einem Mehrfamilienhaus ist das leider nicht ausreichend, weshalb ich die folgenden Fragen stellen möchte:


    1. Gibt es erfahrungsgemäß besonders empfehlenswerte Versicherer mit höheren Deckungssummen?
    2. Ist damit zu rechnen, dass ein gerichtlich bestellter Betreuer eine bessere (und damit teurere) Versicherung ablehnt?


    Zu 2.: Meine Befürchtung ist, dass der Betreuer eine teurere Versicherung zu Lasten des betreuten Familienmitglieds ablehnen könnte, da hier streng genommen ja gar kein Risiko des betreuten Familienmitglieds abgesichert werden soll - bei Deliktunfähigkeit müsste es ja ohnehin keinen Schadensersatz leisten.


    Vielen Dank im Voraus! :)