Beiträge von Sohn83

    Hallo Teuteburger,


    vielen Dank der Nachfrage. Es war / ist ein Kampf. Ich bin seit Sonntag (Tag 10) freigetestet, mein Vater war an Tag im Schnelltest noch positiv und hat eine Verlängerung auf 14 Tage erhalten. An Tag 12 haben wir erneut einen PCR Test gemacht, auch dieser war noch positiv, aber der CT Wert lag mit 27,6 bereits im Grenzbereich (ab 30 gilt man wohl als negativ). Das Gesundheitsamt hat meinen Papa darauf hin heute (Tag 14) aus der Isolation entlassen, weil er laut RKI Leitlinien nach 14 Tagen und einem CT Wert von 27 nicht mehr ansteckend ist. Er ist soweit feststellbar bereits seit 7 Tagen Symptomfrei.


    Wir hatten beide einen milden Verlauf trotzdem war es für mich extrem anstregend. Ich hatte gar keine Zeit selbst krank zu sein weil ich rund um die Uhr für ihn da sein musste pausenlos von früh bis spät. Den ganzen Tag beschäftigen, beruhigen, pflegen. Da ich ihn ja nie allein lassen konnte war die tägliche Beschäftigung von früh bis spät eine erschöpfende Aufgabe. Die Rettung war ein größeres Projekt, wir haben im Wohnzimmer und Esszimmer alle Schränke und Schubladen ausgemistet und durchgesehen. Inkl. Fotoalben, unsortierter Fotos etc. damit waren wir mehrere Tage stundenweise beschäftigt und ich konnte viel Erinnerungsarbeit einbauen.



    Ich hatte es ja bereits geschrieben das es ihm trotz milden Verlauf nicht sehr gut ging. Es ging praktisch gar nichts mehr selbst. Er hatte die gänzlich die Orientierung verloren, wollte ständig nach Hause, erkannte die Wohnung nicht mehr. Ein wechsel zwischen absoluter Verwirrung, Depression, Wachen Momenten und wieder von vorne. An manchen Tagen musste ich ihn mehrfach eingenässt umziehen usw.


    Dazu nur Mini Portionen beim Essen, weil er keinen Hunger hatte. In 14 Tagen sind wieder 6 kg weg. Er hat auch heute noch keinen richtigen Appetit, ich habe da ein wenig die Nieren im Verdacht die durch die Corona infektion bestimmt nicht besser geworden sind. Leider mussten wir unseren Nephrologie Termin ja wegen Quarantäne absagen, wir sind jetzt auf der Warteliste aber es kann wieder Wochen dauern ...

    Nächste Woche haben wir einen Termin für ein Blutbild damit der eGfr bestimmt werden kann (zuletzt 25, vor einem Jahr noch 34) ich bin gespannt.


    Trotzdem hat sich wieder einiges verbessert. Da alle meine Mitarbeiter noch in Quarantäne sind und der Betrieb auf unserem Grundstück konnte ich ihn etwas mit leichten arbeiten beschäftigen. Das hat ihm sichtbar gut getan. Die mentale Verfassung hat sich auch wieder etwas stabilisiert, wir sind aber noch ein gutes Stück vom Stand vor der Infektion entfernt. Nächste Woche ab Dienstag kann er wieder in die Tagespflege ich hoffe das es dann wieder aufwärts geht.

    Danke für euren Zuspruch.


    Die Variante wurde beim PCR nicht festgestellt auch die Viruslast nicht. Die Variante wird wohl nur bei einem sehr kleinen Teil der Proben bestimmt.


    Der Ablauf hier in Bayern ist, PCR Test beim Arzt oder PCR Teststelle. Bei positivem Resultat kommt eine Kontakaufnahme durchs Gesundheitsamt. Wir haben beide Quarantäne bis 23.01. dann endet diese automatisch auch ohne weiteren PCR Test. Ab 20.01 können wir uns mit einem negativen PCR aus der Quarantäne freitesten. (24 Stunden bis zum Ergebnis wäre dann am Freitag 21.01)


    Wie bereits gesagt das Fieber ist bei ihm mittlerweile weg, so wie ich es sehe geht es körperlich langsam wieder aufwärts. Ich hoffe einfach das beste.


    Ich habe das mit dem Gesundheitsamt gestern durchgesprochen. Auch weil ich Fragen hatte falls es meinem Vater schlechter gehen sollte. Im Fall des Falles käme er mit dem Rettungswagen wieder genau in das Krankenhaus wo er bereits das letzte mal so schreckliche Erfahrungen gemacht hat. Es gibt keine Alternativen. Das letzte mal war er noch in relativ guter Verfassung als er da eingeliefert wurde und trotzdem hätte ihn das beinahe umgebracht.

    Die Quarantäne macht mich fertig. Wir haben zwar beide einen milden Verlauf (3 Fach Impfung) aber bei meinem Papa haut es geistig so richtig rein. Ich bin nur froh das es mir einigermaßen gut geht sonst wüsste ich nicht wie ich das aktuell bewältigen sollte.


    Ich habe hier ja bereits öfter geschrieben welche enormen Fortschritte meine Vater gemacht hat, das war alles innerhalb 12 Stunden wie weggeblasen. Kommunikation ist schwierig, keine Blasenkontrolle mehr, keine Orientierung im Haus. Gehen ist wegen der wackeligen Knie ganz schlecht. Nachts steht er mehrfach auf und findet nicht ins Bett zurück.
    Einfachste Verrichtungen gehen nicht mehr selbstständig. Da wird beim Frühstück der Saft in den Kaffee geschüttet und die Tabletten aufs Toast gelegt.


    Kurzum es ist alles durcheinander was durcheinandergeraten kann. Entsprechend gerädert bin auch ich. Die letzten zwei Tage hatte er leichtes Fieber (38,5) das ist seit heute wieder weg.


    Ich hoffe inständig das sich das alles wieder einrenkt.

    Tja erst noch alles gut, heute dann positiver Corona Test. Mein Gedankenkarrusell geht im Moment wie verrückt vorallem weil der Booster von meinen Papa schon wieder 4 Monate her ist.

    Wir warten noch auf die PCR Ergebnisse.

    Gangstörungen können durchaus mit der Demenz zusammenhängen.

    Hier ist ein kleiner Artikel dazu:

    https://www.neurologen-und-psy…uerzen-besonders-haeufig/

    Das ist ein kleiner Teufelskreis, Gangstörungen, weniger Bewegung, Muskeln bauen ab.


    Nutzt ihr schon Hilfsmittel?

    Vielleicht kann ein Gehstock oder Rollator hier schon helfen. Vielleicht auch mal den Blutdruck checken lassen ob dieser richtig eingestellt ist.

    Viele Ärzte möchten den recht niedrig haben.
    Mein Papa wirkt mit niedrigem Blutdruck auch sehr wackelig daraufhin wollte der Neurologe einen höheren Blutdruckwert eingestellt haben. Damit hat sich viel verbessert.

    So, gestern hatten wir unsere erste Akupunktur Sitzung und ich bin nur noch baff.

    8 Nadeln wurden gesetzt für knapp 40 Minuten.


    Direkt danach beim anziehen der Socken legte mein Papa das schlechte rechte Bein über das linke Knie als wäre es das normalste der Welt.

    Das kann er wegen der kaputten Hüfte eigentlich seit 9 Monaten nicht mehr.


    Vor ein paar Monaten wären wir zu so einem Termin noch mit dem Rollstuhl gefahren! Auch am Abend war er total fit und auch geistig klar.


    Heute morgen genau das gleiche. Ich bin total begeistert und werde berichten wie es weiter läuft.

    Danke für eure Bestärkung das ich hier den richtigen Rat gegeben habe. Das es sich um ein Delir handelt könnte war auch mein erster Gedanke und das hatte ich auch meiner Mitarbeiterin so gesagt.


    Auch das sie bezgl. der Aussagen aus diesem Krankenhaus bzlg. Demenz und Delir vorsichtig sein sollte. In der nächst größeren Stadt mit Uniklinikum wäre ihr Schwiegervater sicherlich besser ausgehoben.

    (Zur Erinnerung vom Neurologen der zu diesem Krankenhaus gehört erhielt ich beim Delir meines Vaters die Aussage das es ein Delir nur bei Drogensüchtigen gibt)

    Hallo sunflower82_,


    mein Mitgefühl für deine Situation.

    Könnt ihr vielleicht versuchen die Pflegehilfe als Hilfe für deinen Vater auszugeben? Vielleicht nach dem Argument "Papa kannst du allein nicht stützen, der ist für dich zu schwer?" ist die HIlfe dann da hat sie halt nichts zu tun weil dein Papa alles allein geschafft hat ;-). Aber es wäre ja schade das "Geld" ungenützt zu lassen also könnte die auch deiner Mama helfen? Das Geld Thema funktioniert wohl bei vielen Dementen als Trigger (bei meinem Papa z.B.) So könnte man vielleicht versuchen wenigstens eine kleine Hilfe zu installieren.


    Bei Bekannten (hier sind die Eltern aber nicht dement sondern "nur" gebrechlich) hat es über diesen Weg funktioniert.

    Ich möchte mich auch für die versöhnlichen Worte bedanken.


    Wenn ich mich in meinem Umfeld umschaue wissen nur sehr wenige Leute was Demenz eigentlich wirklich bedeutet. Wahrscheinlich muss man das in der Pflege erst an forderster Front (Pflegeberuf oder pflegender Angehöriger) einmal durchgemacht haben um das Ausmaß dessen was der Gesellschaft da blüht überhaupt zu begreifen.


    Ich bin die letzten Tage recht nachdenklich. Ich habe hier im Forum ja die "Krankengeschichte" meines Vaters und der schrecklichen Erfahrung in unserem örtlichen Krankenhaus ja recht ausführlich beschrieben. Etwas das mich noch heute noch sehr traurig und auch wütend macht.
    Mittlerweile habe ich erfahren das eine Tante von mir (schwer krank, Pflegefall aber nicht Dement) leider eine recht ähnliche Erfahrung in diesem Krankenhaus machen musste.


    Gestern dann fragt mich eine Mitarbeiterin um Rat weil gerade mit ihrem Schwiegervater im gleichen Krankenhaus, das selbe passiert. Dieser ist 86 und lebt nach einer Verletzung im Sommer auf eigenen Wunsch in einem Pflegeheim (Wollte nach der Kurzzeitpflege nicht mehr zurück) . Vorher lebte er allein. Er ist wohl Zeit seines Lebens ein schwieriger Zeitgenosse aber geistig noch fit, es wurde auch nie eine Demenz oder ähnliches diagnostiziert. Im Pflegeheim hatte er wieder mehr soziale Kontake und ist förmlich aufgeblüht.

    Nach einem Sturz nach Weihnachten musste er ins Krankenhaus, besuchen dürfen ihn die Angehörigen wegen Corona Besuchsverboten nicht.

    Mittlerweile ist der Mann orientierungslos und agressiv und das Krankenhaus diagostiziert Demenz im Endstatium. Mit dieser Diagnose nimmt ihn sein altes Pflegeheim jetzt nicht mehr auf.


    Ich habe meiner Mitarbeiterin geraten sich direkt an den gerontopsychiatrischer Dienst zu wenden um sich über das weitere Vorgehen beraten zu lassen. Ich hoffe das war richtig so.


    Mich macht so etwas sehr traurig und natürlich sind da so manche Erinnerungen wieder hoch gekommen.

    Unser Krankenhaus hat wirklich einen schrecklichen Ruf, bereits vor Corona. Die Google Bewertungen (2,2 Sterne bei über 120 Bewertungen) spiegeln das auch wieder. Horrorgeschichten schaffen es regelmäßig in die Lokalzeitung. Was aber hinter den verschlossenen Türen während der Corona Besuchssperren passiert macht mich nur noch fassungslos.


    Ich gebe da aber hauptsächlich den politischen Entscheidern Schuld. Die Krankenhäuser wurden privatisiert und sollen Gewinn erziehlen. Die Personaldecke ist mehr als dünn und so ein Krankenhauskonzern (zu dem auch unser Krankenhaus gehört) entlässt dann auch noch mitten in der Pandemie hunderte Pflegehelfer weil deren Arbeit die Krankenpfleger ja auch noch machen können. Das ist einfach nur traurig.

    Auch ich möchte euch allen einen herzlichen Gruß zwischen den Jahren bringen.

    Weihnachten ist rum, darüber freue ich mich. Für mich war es das erste Weihnachten mit der, ich nenne es jetzt einfach mal belastenden Demenz, meines Vaters. Es ging eigentlich in vielen Bereichen besser als erwartet auch wenn es natürlich für mich kein Stück erholsam war. Ich habe aber versucht alles so „normal“ wie möglich zu gestalten.

    Von der Familie kommt leider nicht allzu viel Entlastung, jedenfalls habe ich 2,5 Stunden am ersten Weihnachtsfeiertag (inkl. Essen) und ein Kaffeetrinken am zweiten nicht so empfunden. Ich habe mich mittlerweile damit abgefunden auch weil ich weiß wie gestresst meine Schwester ist und wie wenig Unterstützung auch sie zuhause erfährt.

    Trotzdem gibt es mir einen Stich wenn mein Schwager, Nichte und Neffe nach 2,5 Stunden mit den Hufen scharren weil sie wieder fahren wollen und mein erster Gedanke ist das ich jetzt wieder alles allein bewältigen darf.


    Trotzdem haben wir es einigermaßen gut herumgekriegt. Wobei ich auch wieder sehen konnte wie bereits 4 Tage ohne Tagespflege und „normalen“ Rhythmus wieder ganz viel bei meinem Papa durcheinanderbringen.


    Aktuell tritt recht deutlich viel emotionaler Ballast aus seiner Kindheit zu Tage. Auch dieses Bedürfnis ständig jemanden um sich rum haben zu müssen verorte ich ja in seiner Kindheit (Vater gestorben als er 2 war, Mutter als er 14 war, Stiefvater der schlimmen Sorte, musste vorzeitig von der Schule um schnellstmöglich zu Hause keinen Platz mehr wegzunehmen, mit 12,5 Jahren in die Lehre (etwa 60 km entfernt) und war ab diesem Zeitpunkt praktisch ein Waise und heimatlos.

    Wenn da wieder was „durchbricht“ verfällt er in eine Tiefe Traurigkeit und wird schnell verwirrt.


    Es gibt aber auch positive Entwicklungen. Vor zwei Wochen hatten wir einen ersten Termin bei einem Akupunkteur/Arzt für TCM (tradionell chinesische Medizin). Wir haben im Landkreis eine TCM Klinik und so auch ein paar Ärzte in diesem Bereich. „Unser“ Doctor war lange Zeit in der Klinik in leitender Position und ist auch noch ein „normaler“ Arzt. Behandelt wird neben der Athrose in der Hüfte auch die Demenz.


    Das Erstgespräch ging fast 90 Minuten und war sehr interessant. Die Akupunktur starten wir Mitte Januar weil der Arzt nicht zwei Sitzungen machen wollte nur um gleich wieder drei Wochen Pause wegen Weihnachten machen zu müssen (da hat der Arzt zu). Er meinte das wäre nicht gut weil die Behandlung „am Stück“ erfolgen sollte, geplant sind 10-15 Sitzungen zu je 45 Minuten 1x wöchentlich.

    Allerdings haben wir bereits mit chinesischen Kräutern / Medizin gestartet. Diese bestellt der Arzt jeweils für 14 Tage in einer Apotheke (Kostenpunkt 65 EUR) und werden zwei mal täglich als „Tee“ genommen. Nach den 14 Tagen gibt es ein Telefonat/Email mit dem Arzt und die Kräutermischung wird angepasst.


    Die Kräuter schmecken scheußlich aber irgendwas tut sich. Die erste Änderung war das der rechte Fuß, der trotz Entwässerungstabletten jeden Abend geschwollen war, jetzt tatsächlich abends nicht mehr anschwillt. Auch war mein Papa recht mitteilsam und erzählte plötzlich wieder von allen möglichen früheren Ereignissen. Zwar oft recht durcheinander und verschiedene Ereignisse vermischt aber immerhin. Es ist schwierig zu sagen was sich genau verändert aber man merkt das irgendwie Bewegung reingekommen ist.


    Das freut mich für ihn, macht meinen Alltag leider trotzdem nicht leichter:-)


    Heute ist er wieder in der Tagespflege und ich habe meinen ersten „freien“ Tag seit Monaten (Betriebsurlaub). Jedenfalls bis 15:45 Uhr wenn die Tagespflege wieder schließt. Etwas was ich heute genossen habe auch wenn sich keine wirkliche Ruhe und Erholung einstellen will.

    Ich möchte mich kurz mal an das Thema anhängen. Hat von Euch bereits jemand etwas bezgl. der 4. Impfung gehört? In Israel fängt man jetzt ja bereits mit der 4. Impfung ab 60 an, also gehe ich mal davon aus das die Boosterwirkung bei älteren ähnlich schnell nachlässt wie die der 2. Impfung.


    Bei meinem Papa ist der Booster jetzt 3 Monate her, im Bezug auf die Omicron Welle und die allgemein geringe Impfquote in meinem Landkreis mache ich mir da aktuell schon etwas Sorgen. Wir sind ein Grenzlandkreis (Tschechien) im bayerischen Wald und waren mit sehr hohen Inzidenzen bei jeder Welle mit dabei und haben es tragischerweise regelmäßig unter die 20 höchsten Inzidenzen in Deutschland geschafft. Ich gehe nicht davon aus das dies jetzt wieder anders wird.

    Hallo OiOcha,


    du machst das alles sehr gut. Dafür kann man dir nur ein Kompliment aussprechen, leider gehört es zur Pflege auch dazu einzusehen das man weder an alles denken noch alles absichern kann.

    Bzgl. der Vollmachten hast du vollkommen recht, ohne die kommt man nicht weiter. Ich kann mich noch eine eine Situation erinnern als meine Schwester (damals noch ohne Vollmacht) nicht mal den Aufnahmebogen beim einem neuen Facharzt ausfüllen durfte. Zum Glück darf ich selbst Untervollmachten ausstellen weil sobald die Demenz festgestellt ist eine neue Vollmacht praktisch immer anfechtbar ist. Gerade bei zeitkritischen Entscheidungen darfst du nämlich im zweifelsfalls gar nichts.

    Als Tipp dazu.

    Ich habe mir angewöhnt eine Kopie der Vollmacht immer im Auto mitzuführen. Außerdem habe ich die eingescannt mit weiteren Daten (Medikamentenplan, letzte Blutwerte etc) auf dem Handy. Meine Schwester hält es genau so. Beides hat sich bereits bewährt.

    Da brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Es ist hier Usus das immer mal wieder Beiträge von den Autoren selbst gelöscht werden. Das mag anfänglich irritierend wirken weil man das in anderen Foren/Chats so nicht gewohnt ist. Tatsächlich habe ich diese Funktion selbst schon öfter genutzt weil man bei so einem emotionalen Thema sicht vielleicht doch mal mitreißen lässt und zu persönliches preisgibt.

    Hallo OiOcha,


    bei Vitamin D und B12 könntest du es z.b. in Orangensaft am Morgen versuchen. Also als Pulver anstatt Tabletten. Einfach mal in deiner Apotheke fragen, die kennen sich da aus, wenn nicht mal eine andere Apotheke versuchen. Bei den ganzen Vitasprint (u.ä.) Sachen ist es ja auch nur ein Pulver das in eine Lösung gedrückt wird.


    Es gibt auch spezielle Säfte z.b. von Rotbäckchen und noch eine Marke die mir gerade nicht einfällft, die speziell angereichert sind. Da ist die Dosierung zwar niedriger aber besser als nichts. Bei uns führen das Apotheke oder z.b. hat unser lokaler Edeka da ein recht große Auswahl in dem Bereich mit allen möglichen "Zusätzen".


    Die Säfte schmecken ganz normal. Bei meinem Papa habe ich gute Erfahrungen mit Orthomental gemacht, das sind aber morgens 3 Kapseln sowie ein Pulver und hat noch viele weitere Stoffe.


    Weiterhin viel Kraft.

    Hallo OiOcha,


    das ist sicherlich eine schwierige Situation, mein Mitgefühl.

    Die Intention keine Ärtze mit ins Boot zu holen ist sicherlich gut gemeint, ob das allerdings wirklich sinnvoll ist sollte man vielleicht überdenken.


    Vielleicht bekommst du deinen Vater über das Geschäft zum Doktor. z.b. aus versicherungstechnischen Gründen einen komplett Check up? Vielleicht würde er hierauf reagieren weil es ein Notwendigkeit für seine "Arbeit" ist.


    Bzlg. den emails. Vielleicht ist es möglich den Emailverkehr über Google (gmail) laufen zu lassen. Die dortigen Spamfilter sind sehr umfangreich und sortieren recht rigoros aus.


    Beim Telefon wäre es vielleicht eine Lösung eingehende Anrufe komplett zu sperren.

    Ich weiß nicht wie ihr technisch ausgestattet seit. Wenn alles über eine Telefonanlage (VoIP) läuft kann mann über diese meist für jedes Endgerät einstellen ob es klingeln soll oder nicht. Da könnte man z.b. einstellen das es im Büro deines Papas nicht klingelt, dafür aber z.b. im Wohnzimmer bei deiner Mutter. Will dein Papa übers Büro "raus telefonieren" würde alles normal funktionieren.

    Hallo Hanne63,

    Ich kann dir da leider nur allgemein und nicht speziell im geriatrischen Bereich helfen. Versuche es aber trotzdem.


    Evtl. könntest du mal einen Arzt auf ein Asthmaspray oder Tabletten ansprechen (z.b. Salbutamol) das erweitert die Bronchien und macht das atmen leichter. Das wird auch bei Bronchitis eingesetzt. Muss aber von einem Arzt verschrieben werden, da es evtl. Nebenwirkungen gibt.


    Die Brust mit einer entsprechenden Salbe einreiben, ich nehme bei mir Bronchoforton oder Pinimenthol. Die Ätherischen Öle schaffen eine leichte Linderung und wirken schleimlösend. Verträgt aber auch nicht jeder.


    Es gibt Meeresklima Luftwäscher/Befeuchter früher hat man auch gerne diese Salzkristalllampen benutzt. In wie fern das alles hilft ist wohl umstritten.

    Auch normale Luftreiniger/Befeuchter können evtl. etwas Linderung schaffen.
    Bei mir selbst (bei mir ist das aber allergisch, also anders ausgelöst) ist der subjektive Eindruck das ich mit einem Luftreiniger besser Luft bekomme.

    Vielen Dank für die Anregungen. Den Blutdruck werde ich bei so einer Episode das nächste mal messen, daran habe ich nicht gedacht.

    Im allgemeinen sind wir da der Empfehlung des Neurologen gefolgt und haben das Blutdruckmedikament halbiert, damit liegen wir immer im Bereich knapp um 120-130 zu 80-85. Vorher (mit voller Dosis) lagen wir oft nur um 100 zu 60 und manchmal sogar noch niedriger. Damit ging es ihm nicht gut. Da war er schwach und wackelig auf den Beinen, oft mit Schwindel. Ich hatte (da seine Bewegungsfreiheit wegen der kaputten Hüfte sowieso nicht übermäßig gut ist) ständig Angst das er stürzt. Auch weil ich weiß das er sich von einem schweren Sturz mit längerem Krankenhausaufenthalt (=Delir) etc. wahrscheinlich nicht mehr erholen würde.


    Blutdruck ist ja auch ein schwieriges Thema, wegen den Nieren soll er runter, Neurologe möchte ihn höher. Hausarzt möchte ihn wieder niedriger.

    Hallo in die Runde,


    hat jemand von euch bereits Erfahrungen mit TPS Therapie gemacht? Dabei wird das Gehirn/Kopf mit Ultraschall behandelt, was zu einer Verbesserung führen soll.

    Eine Verwandte hat mich heute darauf angesprochen. Nach kurzen Googeln habe ich z.b. folgenden TV Beitrag gefunden.

    Wie hilft Ultraschall gegen Alzheimer?
    Bisher nutzen Ärzte Ultraschall hauptsächlich dafür, in den Körper ihrer Patienten hineinzublicken. Nun aber setzen Wiener Mediziner ihn auch ein, um damit…
    www.servustv.com


    Weitere Infos

    Behandlungsoption Alzheimer-Demenz – Transkranielle Pulsstimulation (TPS®)


    Das Verfahren stammt wohl aus Österreich. Vielleicht hat hier ja jemand bereits Erfahrungen damit und kann berichten.


    So ganz will der Funke bei mir nicht überspringen.

    Hat das Hand und Fuß oder gehört das eher in die esoterische Ecke? (die Verwandte die es mir gesagt hat ist sehr esoterisch angehaucht, Heilerin mit Hand auflegen und so, damit kann ich nun gar nichts anfangen)

    Leider sind entsprechende Einrichtungen in Deutschland bei mir jeweils minimum 3 Stunden einfach entfernt. Also nichts was ich mir so auf Verdacht einfach mit einem Dementen antun möchte.

    Hallo Hr. Hamborg,


    danke für Ihre Rückmeldung. Gerne möchte ich erzählen wie es gelaufen ist.

    Die Bilder habe ich entfernt hier wäre mir aber keine Änderung aufgefallen.


    Bzgl. Tageslichtlampen habe ich eine medizinische Tageslichtlampe probiert die man vor sich stellt. Die war nicht geeignet da für ihn zu grell.


    Im Wohnzimmer habe ich mittlerweile die Leuchten durch Tageslichtleuchten ersetzt. Es ist jetzt spürbar heller und für mich selbst noch erträglich. Bei meinem Vater habe ich durchaus eine Änderung bemerkt. Er scheint hierauf gut anzusprechen. Ich schalte bereits recht früh (an so "dunklen" Tagen wie aktuell bereit am Morgen) die komplette Beleuchtung an. Er wirkt jetzt deutlich weniger unruhig und "klarer". Ich werde das auch noch in anderen Räumen ,soweit möglich, umsetzen.


    Bzgl. meiner Beschwerden mit dem Licht kann ich leider nichts machen, das ist eine Augenerkrankung die zwar regelmäßig kontrolliert aber leider nicht wirklich behandelbar ist. Ich sehe Doppelbilder (eigentlich noch mehr ;-)..) aber das Gehirn ist da wirklich bemerkenswert diese im "normalen" sehen großflächig auszufiltern. Bei Lichtquellen funktioniert das leider nicht so toll


    Insgesamt hat sich die Situation wieder beruhigt, letzte Woche war sogar im Verhältnis ausgesprochen gut. Leider wie so oft ist alles total unvorhersehbaren Schwankungen unterlegen.


    Gestern war er sehr klar und gut gelaunt, bis 21 Uhr. Da bin ich 10 Minuten aus dem Wohnzimmer um den Geschirrspüler auszuräumen und den Tisch fürs Frühstück zu decken.

    Nach diesen 10 Minuten war plötzlich der ganze Tag bei ihm Weg. Er war zwar noch örtlich (teilweise) orientiert aber nicht mehr zeitlich. Dadurch sehr verwirrt weil es draußen dunkel war und meinte es ist kurz nach 9 am Vormittag, er war sichtlich verängstigt und sehr ruhelos und nur schwer ablenkbar/beruhigbar.

    Das ging dann so über eine Stunde und als ich ihn zu Bett brachte kamen die Erinnerungen plötzlich zurück.

    Ich dachte mir es wäre vielleicht gut sich über so kleine Alltagstipps in der Pflege und drumherum z.b. finanziell auszutauschen. Sollte das zu sehr vom Thema abweichen oder nicht erwünscht sein bitte ich die Moderatoren das Thema zu löschen.



    Werbepreise/Neukundenlockangebote bei rezeptfreien Medikamenten ausnutzen.

    Da ich mich erst neulich mit einem anderen Angehörigen am Parkplatz der Tagespflege unterhalten habe und in recht erstaunte Gesichter geblickt habe möchte ich das hier mal ebenfalls teilen. Da ich selbst im Versandhandel tätig bin (andere Branche) mache ich das schon Jahre so ohne groß drüber nachzudenken.


    Viele von euch werden (ähnlich wie auch ich) sicherlich regelmäßig online rezeptfreie Medikamente bestellen/bestellen müssen. Dieser Markt ist heiß umkämpft und es wird von den Marktführern massiv mit Lockangeboten über Google gearbeitet um Kunden zu gewinnen. Viele haben da ihre Stammapotheke/Onlineapotheke wo sie immer wieder kaufen, meist bei einem der Marktführer. Als Stammkunden bekommt man dort aber bei vielen Anbietern deutlich schlechtere Preise als Neukunden.


    Hier ein Beispiel an zwei Mittelchen (absichtlich ohne Markennamen) die ich regelmäßig für meinen Vater bestelle.


    Aktueller Preis bei meiner " Online Stammapotheke"

    Orthomolekulares Präparat -> 57,49 EUR

    Ginko Präparat -> 75,59 EUR


    Bei Arzneimitteln ist es jetzt relativ leicht, die haben eine PZN (Pharmazentralnummer) über diese kann man die zweifelsfrei identifizieren. Die PZN steht bei den Angeboten mit dabei.


    Also die jeweilige PZN einfach in Google eingeben, ganz oben über den "normalen" Suchergebnissen erscheinen jetzt die Anzeigen (mit Bild) unter dem Preis steht der jeweilige Anbieter. Bei meinem Beispiel ist "meine" Apotheke gleich bei den ersten angeboten mit dabei. Gehe ich jetzt über dieses Angebot direkt auf den Onlineshop der Apotheke. Habe ich bei den Artikeln jetzt folgende Preise (für jeden Artikel extra machen):


    Orthomolekulares Präparat -> 47,17 EUR

    Ginko Präparat -> 68,8 EUR


    Wichtig immer die PZN und Packungsgröße nochmal vergleichen (geht gut wenn man mehrere Fenster im Browser öffnet) über die Google Suche werden gerne ähnliche Artikel verlinkt.


    So kann man relativ einfach einiges an Geld sparen ohne sich ständig bei verschiedenen Apotheken anmelden zu müssen. Ich mache mir die Arbeit nur bei "teuren" Sachen, ob jetzt z.b. mein Allergie Nasenspray 3.2 EUR oder 3,11 EUR kostet ist mir egal.
    Das ist auch nicht illegal weil jeder andere der den Artikel über Google sucht auch den anderen Preis angeboten bekommt.


    Das funktioniert übrigens auch in vielen anderen Bereichen.