Beiträge von ecia25

    Mir geht es auch so, ich bin immer soo ehrlich, aber hier muss man es einfach ablegen.

    Eigenschutz ist auch hier sehr wichtig, sonst kann auch unseren Kranken niemand mehr helfen. Auch wenn sie nicht körperliche Schäden verursachen können, die seelischen sind genauso schlimm und schädigen oft noch viel mehr heimlich und unbemerkt. Darauf müssen wir stark achten.


    Weiterhin viel Kraft!

    Hallo Tanja, ich kann mich meinen Vorschreiberinnen nur anschließen, da muss ich gar nichts mehr dazu fügen.

    Achte auf Dich, Deine Grenzen, Deine Mutter kann das alles nicht mehr einschätzen, aber es ist niemandem gedient, wenn Du Dir das weiterhin in diesem Maß antust.

    Alles Gute, alles Liebe und hilfreiche Menschen wünsch ich Dir.

    Ich denke, man muss immer genau abwägen, wann man den Dingen ihren Lauf lassen kann/sollte und wann man eingreifen muss.

    Danke schwarzer Kater für Deine Antwort. Ja, den zitierten Satz halte ich für einen Schlüsselsatz, denn natürlich ist kein dementer Mensch wie der andere, so wie auch die Umstände eines jeden anders sind.

    Deshalb sollte meine vorherige Reaktion auch nur einen möglichen Denkanstoß in eine Richtung bedeuten, die ich des Öfteren (fast mehr im realen Leben als hier) vermisse.

    Sie wirft mir Böswilligkeit vor und begreift nicht, daß wir doch nur wollen, daß sie bestens versorgt ist.

    Mir stellt sich (nicht nur in Deinem Fall) die Frage, ob wir nicht auch akzeptieren müssen, dass das was wir für "beste Versorgung" unserer Angehörigen halten, nicht die beste Versorgung ist, wenn sie es selbst nicht wollen.

    Müssen wir sie zu allen möglichen Dingen, die natürlich bei Gesunden im Alltag selbstverständlich sind, nötigen, weil wir denken, es ist zu ihrem Besten - und sie fühlen sich davon eingeengt, bedrängt, belastet?

    Ich weiß, dass das ein schwieriger Grenzbereich ist, der nicht einfach aufzulösen ist, aber bin mit meiner Mutter inzwischen in vielen Dingen großzügig. Wenn sie den ganzen Tag im Nachthemd bleiben will, dann soll sie - wenn sie nicht sinnvoll essen will, dann soll sie es lassen - wenn sie nicht (ausreichend) trinken will, dann soll sie auch das lassen - usw. Aber sie wirkt zufriedener und ich sehe auch nicht die Notwendigkeit, durch äußere und medizinische Optimalversorgung ihr Leben zu verlängern - lieber soll sie die Zeit, die ihr noch zugedacht ist, zufrieden sein können, weil sie es so leben darf, wie es ihr passt.

    Ja, sie wird nächste Woche 97 Jahre alt, da denkt sich das schon recht locker, aber ich hab ihr sowas auch schon vor 10 Jahren zugestanden.

    Ich möchte doch auch nicht, dass meine Kinder mein Leben organisieren wollen, weil sie etwas anderes für mein Bestes halten, als ich selbst es fühle.


    Liebe Zimt, das ist ausdrücklich KEINE Kritik an Deinem Vorgehen, sondern nur eine vielleicht neue Betrachtungsweise, die u.U. Druck von Dir nehmen könnte.

    Hallo clawood! Wahrscheinlich wird Dir nichts anderes übrigbleiben, als jetzt erst Mal zuzusehen, denn Eingriffsmöglichkeiten gibt es (noch) nicht. Zumindest die Demenz-Diagnose ist ja, auch wenn nicht überraschend, doch noch sehr frisch. Die Eltern werden Zeit brauchen, damit klar zu kommen.


    Außerdem ist es ja wirklich für die Eltern sehr schwer, diese Diagnosen zu akzeptieren, gerade das viele Selbstmachen-Wollen zeigt sehr deutlich, dass sie sich möglicherweise selbst beweisen wollen, was sie alles noch können.

    Dass sie keine Einmischung wollen, zeigt ja deutlich, dass sie die Situation im Moment noch selbst händeln wollen - und es vielleicht für sich gefühlt einigermaßen hinbringen, auch wenn es für Dich, für Außenstehende schon nach Katastrophe aussieht.


    Was für Dich im Moment hilfreich sein könnte, wären evtl. Beratungsgespräche in Einrichtungen für Angehörige z.B. bei Diakonie, Caritas etc. Schau doch mal, ob es da was bei Euch in der Gegend gibt.


    Ansonsten war es sicherlich auch eine gute Idee, Dich hier anzumelden, da wirst Du mit Sicherheit noch mehr - vielleicht sogar hilfreichere - Antworten bekommen, als nur von mir.

    Leider habe ich keine Idee, wie man das anstellen könnte, mir kommt eher vor, das ist wie bei Kindern, die sich woanders von ihrer glänzenden Seite zeigen und da gar nichts spielen, sondern es in dem Moment sind.

    So merken auch unsere dementen Angehörigen nicht, dass sie da schauspielen, sondern reißen sich unbewusst ganz toll zusammen - aber sie können gar nicht anders.

    Ich kenne das haaklein genauso auch von meiner Mutter. Da sagen dann auch die im Notfall gerufenen Sanitäter: "Sie ist wahrscheinlich ein bisschen dehydriert, aber sonst noch recht fit im Kopf!"

    Niemand, der/die nicht häufig mit dieser dementen Person zu tun hat, wird bei nur seltenen, vielleicht gar noch kurzen Begegnungen merken können, wie heftig es wirklich ist. Das geschieht dann erst bei schwereren Graden.

    Was Dir leider nicht weiterhilft, sondern höchstens das Gefühl vermitteln kann, dass Du tust, was Du kannst - aber das hat eben Grenzen.

    Die Demenz unserer Angehörigen lehrt uns so oft einfach nur unsere Ohnmacht deutlich wahrnehmen. :|

    Hallo Nelly, die Tipps von Rose kann ich nur bekräftigen, wenn Du Dich nicht selbst zerstören lassen willst.


    Hilfe von außen durch psychologische Beratung kann auch tatsächlich eine unglaubliche Erleichterung im Umgang mit derartigem "Wahnsinn" sein und manchen Blickwinkel so verändern, dass die Situation dann ganz anders verarbeitet werden kann.


    Trau Dich!

    Zu Niere und Demenz kann ich vielleicht ein bisschen beitragen: Mein zweiter Sohn lebt seit nunmehr gut 25 Jahren mit der Dialyse aufgrund totalem Nierenversagen (7 Jahre funktionierte dazwischen seine Spenderniere).

    Allein die Dialyse bewirkt Veränderungen im Gehirn, weil durch die künstliche Blutwäsche niemals alle Schadstoffe aus dem Blut geholt werden können und sich deshalb immer Minispuren im Gehirn ablagern, die mit der Zeit eben auch Schäden auslösen.

    So ist z.B. bei meinem Sohn auch nicht klar, ob die eine oder andere seiner eigenartigen Reaktionen oder auch manchmal geistige Verwirrung, Aggressivität etc. von einer möglicherweise schon vorher vorhandenen psychischen Erkrankung ist oder von der Dialyse kommt. Da sind schon auch regelmäßig Zustände dabei, die an Demenz erinnern.


    Bei meinem Vater, der mit 55 Jahren starb mit einigen Diagnosen, waren auch die Nieren kaputt, wir ersparten ihm aber eine Verlängerung seines Lebens per Dialyse, weil es für ihn eigentlich nur eine Verlängerung der Qualen im Zustand ziemlicher Verwirrtheit bedeutet hätte.


    Einen wirklichen Rat kann ich Dir nicht geben, aber vielleicht mit Hilfe dieser beiden Geschichten eine Einschätzung ermöglichen - oder auch noch konkretere Fragestellungen.

    Falls Du an mich noch Fragen hast, stelle sie gerne - sobald ich Zeit habe, werde ich antworten so gut ich kann.

    Danke Schwarzerkater, das hast Du wunderbar und treffend zusammengefasst.

    Ich musste meinen Widerstand aufgeben und das Schicksal annehmen.

    Mir kommt vor, das ist bei allen Erkrankungen ein Schlüssel, besser damit umzugehen und gerade bei der Demenz, bei der es ja keine Heilung gibt und der frühere Zustand nie mehr wiederhergestellt werden kann, ganz besonders wichtig für die eigene Heilung der seelischen Verletzung.

    Denn das ist es, wenn einem ein sehr nahestehender, vielleicht geliebter Mensch seelisch genommen wird, v.a. in einer Phase, in der dieser Mensch körperlich noch fit wirkt.

    Danke!

    Hallo, willkommen hier.

    Nun stell Dir mal vor: Du hättest ihren Wunsch respektiert, sie doch im bisherigen Zuhause zu lassen und Deine Mutter hätte deshalb nach einem Sturz einen extrem komplizierten Bruch erlitten, dessen Folgen zum Tod führen könnten. Dein Vater bliebe zurück, würde durch die Belastung noch aggressiver, so dass er als Folge zwangseingewiesen werden müsste ...


    Würdest Du Dir dann nicht die größten Vorwürfe machen, weil Du diese Gelegenheit, das zu tun, was Du selbst als dringend nötig beschreibst, NICHT ERGRIFFEN hättest?


    Es zeugt von großem Verwantworungsbewusstsein, dass Du Deinen Eltern so eines oder ein ähnliches Schicksal erspart hast.

    Aus meiner Erfahrung und Sicht wäre es das Beste, Du würdest jetzt einige Zeit höchstens einmal pro Woche Deine Eltern besuchen, damit sie sich an ihr neues Zuhause gewöhnen können, damit hilfst Du ihnen, sich leichter einzugewöhnen. Das ist die größere Hilfe, als die häufigen Besuche, die die Eltern immer wieder daran erinnern, dass sie etwas aufgegeben haben (was es so, wie sie es erinnern vermutlich gar nicht mehr gab) und dass sie dafür jemandem, nämlich Dir, die Schuld geben können.

    Füttere Dein Helfersyndrom damit, dass Du ihm erklärst, wie groß die Hilfe für die Eltern ist, die neue Situation anzunehmen, wenn Du ihnen dafür Zeit und Ruhe lässt und so nicht die Wunden immer wieder aufreißt, indem Du sie besuchst.


    Vielleicht kann Dir die Betrachtung der Situation so herum helfen!


    Und wenn Du auf Dich selbst Rücksicht nimmst, kannst Du vielleicht für Deine Eltern auch länger noch in besserer Weise hilfreich sein, als wenn sie Dich durch ihre Vorwürfe aufarbeiten, um den Schlaf und die Gesundheit bringen.


    Du bist ein guter Mensch, wenn Du das tust, was nötig ist, weil es letztlich eben doch zum Besten der Eltern ist, auch wenn sie es (noch) nicht einsehen wollen.


    Eine Mutter ist ja auch nicht immer nur eine gute Mutter, wenn sie alles ermöglicht, was ihr Kind will - nein, sie muss es auch aushalten können, dass ihr Kind auf sie wütend ist, sie schimpft, weil sie zu seinem Wohl etwas verweigern musste, einfach weil sie den besseren Überblick hat. Leider ist es so, dass die dementen Eltern oft dem trotzigen Kind ähneln.

    Viel geschrieben, ich hoffe, es kann Dir helfen und andere hier haben auch noch Erfahrungen und Ideen.

    Gibt es gesundheitliche Gründe, die die Schwankungen der Hirnleistung erklären lassen? Die Klassiker sind zu wenig oder zu dickes Blut im Gehirn - als Folge einer Austrocknung oder anderer prädeliranter Faktoren, depressive Verstimmung und Schmerzen

    Da sie meist, wenn niemand gezielt drauf hinweist, zu wenig trinkt, kann das ein sehr guter Faktor sein, der gewisse Abs erklärt.



    Kann der Augeninnendruck manchmal stärker sein, und damit die Sehfähigkeit schwanken, was könnte neben dem Blutdruck dabei eine Rolle spielen?

    - Ist es schlimm, wenn Ihre Mutter Ihre Fürsorge genießt?

    Beim Sehen sind es wohl durchaus "normale" Schwankungen, bzw. kennen wir alle es ja von schwerhörigen oder schlecht sehenden, dass sie das, "was sie nicht mitbekommen sollen", dann doch wahrnehmen und ich vermute, bei ihr ist es auch sehr abhängig davon, wie groß ihr Interesse an etwas ist. Dann ist sie auch bereit mehr Mühe und Konzentration einzubringen.


    Fürsorge genießen ist so eine Sache: sie will, dass sich alles um sie dreht, sie im Mittelpunkt steht (sie stand von Kindesbeinen an immer irgendwo im Abseits, seit ihr Vater, dessen Engel sie war, gestorben war). Aber sie will vordergründig und ausgedrückt keine Fürsorge, denn das würde ja in ihrer Sicht bedeuten, dass sie hilfebedürftig ist und das will sie auf keinen Fall sein.


    Jedenfalls sind mir hier meine Fragen schon gut beantwortet worden, bzw. haben sinnvolle Überlegungen angeregt.

    Ich habe jetzt den Weg gefunden, mit meiner Schwester und unserer schwesterlichen Freundin zu reden und auch ihre Sichtweise wieder in positivere Bahnen zu lenken.

    Danke für die Denkanstöße, Herr Hamborg.


    Danke auch an schwarzerkater und TanjaS, Eure Antworten haben mir auch sehr geholfen, mir letztlich Sicherheit gegeben in meiner Betrachtung und somit eben auch im Umgang mit anderen Betrachtungsweisen.

    Es ist einfach immer wieder gut, sich hier mit den Demenz-Erfahrenen austauschen zu können.

    Wenn ich hier im Forum lese, habe ich immer wieder den Eindruck, dass die Demenz meiner Mutter (Pflegegrad 2) noch nicht sehr dramatisch ausgeprägt ist.


    Aber was bei meiner Schwester und mir und weiteren betreuenden Freundinnen in letzter Zeit öfter Thema ist, ist die Frage: wie heftig ist es eigentlich wirklich? Wann spielt sie uns was vor, was ist echt?


    Bei unserer Mutter kommt dazu, dass sie durch Makuladegeneration seit Jahren schon fast blind ist - aber auch da stellen sich ähnliche Fragen.

    Manchmal stellt sie dar, dass sie so gut wie nichts mehr sieht, braucht Hilfe beim kleinsten Schritt und dann wieder, wenn ihr etwas wichtig ist, kann sie dieselbe fremde Strecke, die sie kurz zuvor nur mit stützender Begleitung mühsam und sichtbar für alle unter Aufbietung aller Energie bewältigt hat, plötzlich flott nocheinmal so schnell zum begehrten Ziel gehen, dass die stützende Begleitung von zuvor kaum mehr mitkommt. Das nur ein Beispiel aus vielen Möglichkeiten.


    Und so ist es auch mit ihren alltäglichen Fertigkeiten: was sie zuerst gar nicht mehr zu schaffen scheint, vorgibt, geht plötzlich ohne Hilfe und sie ist fast beleidigt, dass ihr jemand helfen wollte.

    Sie fragt hundertmal dasselbe (kennen ja alle hier) und plötzlich ist sie beleidigt, wenn sie den Eindruck hat, das Gegenüber will ihr was erzählen, was sie doch sowieso weiß.


    Es ist für uns so undurchsichtig, wann sie etwas wirklich nicht mehr kann, weiß, sieht etc. und wann sie wohl doch mehr nach Aufmerksamkeit heischt, indem sie Nichtvermögen vorspielt. Wir wissen letztlich nicht, woran wir bei ihr sind und mir stellt sich auch immer mehr die Frage: weiß sie es vielleicht auch nicht?

    In mir sträubt sich alles, mit den andren anzunehmen, dass es bei ihr mehr Hinterlist ist, ich glaube eher an ein echtes Auf und Ab der Funktionen in ihrem Hirn.


    Daher schließlich auf die einfache Frage gebracht: Was ist wahrscheinlicher - das Auf und Ab oder listige Absicht ihrerseits?

    Hier haben doch viele Erfahrung und auch Fachwissen, ich hoffe auf Eure Ideen. Danke.

    könnte sie nochmal richtig aus ihrem Loch rausholen - das denke ich ja auch. Nur wie????

    Ein erster Schritt ist getan, war entgegen einiger Befürchtungen möglich, das lässt doch ein wenig Hoffnung keimen, dass auch weitere Schritte möglich werden.

    Es war gut, dass die Dame vom Heim auch so verstehend reagiert hat und Dir signalisieren konnte, dass Du mit den Problemen keinesfalls ein Sonderfall bist, sondern sie das kennen. Vielleicht können Dir weitere Kontakte mit ihr bei weiteren Schritten helfen.

    Auch ein schönes Wochenende! :) 34

    Liebe schwarzerkater (während mein rot-weißer neben mir schläft)


    Deinen letzten Beitrag finde ich unglaublich einfühlsam und hilfreich, obwohl ja bei meiner Mutter alles etwas anders ist. Aber ich möchte Dir dennoch meinen Dank direkt mitteilen, da es ja per Smiley leider nicht mehr möglich ist.

    Zuerst mal will ich Dir mein Verständnis für Deinen Schmerz und Kummer mitteilen.

    Wir alle müssen uns hineinfinden in die Veränderungen, die die Demenz unserer Angehörigen mit sich bringt. Das ist schwer.

    Waren früher die Eltern diejenigen, die uns (im guten Fall) den Weg ins Leben zeigten, uns führten und anleiteten, uns auf Irrwegen Halt und Orientierung gaben, so sind sie durch die dementiellen Veränderungen zunehmend selbst ohne Orientierung und bräuchten Halt.

    Aber den Halt wollen einige nicht ausgerechnet bei ihren Kindern finden, das trifft sie immer noch in ihrer elterlichen Würde.

    Gerade bei Deiner Mutter könnte ich mir vorstellen, dass es gar nicht so sehr psychische Not ist, die sie um sich schlagen lässt, sondern Wut darauf, dass sie selbst vieles von ihrem Alltag nicht mehr versteht. Sie möchte noch eigenständig sein (wie meine Mutter auch) und nimmt aber immer wieder ihre Grenzen wahr, ohne zu wissen, wie sie damit umgehen könnte.

    Da empfindet sie dann vermutlich Hilfe tatsächlich als Belästigung, weil ihr Deine Hilfeversuche nur noch deutlicher machen, dass sie einiges alleine nicht mehr bewältigen kann.

    Ich weiß nicht, wie andere das hier sehen, aber ich würde tatsächlich vermutlich in diesem Fall auch mal nichts für sie einkaufen und die Reaktion abwarten - natürlich schon unter "heimlicher" Beobachtung, damit sie nicht länger ohne Nahrungsmittel bleibt.

    Ich würde einfach versuchen, meine Hilfe im für sie wahrnehmbaren Bereich zurückzunehmen, ohne sie einzustellen. Und ihr signalisieren: natürlich respektiere ich Deinen Willen. Es macht auf mich wirklich den Eindruck, sie glaubt, ihre Selbstständigkeit gegen Dich verteidigen zu müssen.

    Die Besichtigung des Heimes würde ich vermutlich schlimmstenfalls alleine machen und dann immer wieder mal Ausschnitte in Erzählungen einfließen lassen.

    Vielleicht bekommst Du sogar bei der Besichtigung von den dortigen Fachleuten auch einige Tipps, wie Du mit der schwierigen Situation so umgehen kannst, dass Du sie leichter ertragen kannst.

    Auf jeden Fall: Du darfst wütend sein, weil Dich diese Situation auch massiv fordert und hilflos macht - aber vielleicht kannst Du auch versuchen, zu sehen, dass Deine Mutter sich u.U. manchmal von Deinen hilfsbereiten Einsätzen überrumpelt fühlt und vorher gerne gefragt würde, was ihr denn Hilfe wäre. Evtl. nähme ihr das wenigstens ein bisschen das Gefühl, bevormundet zu werden?