Beiträge von ecia25

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    Liebe ecia25,

    vielleicht hätte ich noch sagen sollen, so wie die anderen hier: Hoffentlich irrt Ihr Euch und Deine Schwester ist einfach erschöpft. Oder etwas anderes behebbares.

    Hauptsache nicht ernstlich an was auch immer erkrankt.

    Liebe Grüße

    Albatross

    Danke, dass Du es noch extra erwähnst, aber ich gehe davon aus, dass alle, die durch Krankheit mit-betroffen sind, das schon fast voraussetzen. Natürlich wäre das die beste Lösung.

    Zumindest könnte Deine Schwester @eica25 das tun, was allen immer und dringend empfohlen wird. Den Weg solange wie möglich selbst oder zumindest weitestgehend selbst zu bestimmen.


    Vor allem die fehlende Krankheitseinsicht erschwert die Situation oft. Hoffentlich bleibt die gezeigte Einsicht bei deiner Schwester bestehen und die Behandlung kann früh genug beginnen.

    Danke Euch.

    Ja, ich denke, sie steht, genauso wie ich, doch noch unter dem Eindruck der Demenz unserer Mutter, die zwar noch lange keinen schweren Verlauf genommen hatte (der Tod mit 98 hat es wohl verhindert), aber dennoch für uns beide weit weg lebend eine hohe Belastung war. Für sie, die auch häufiger als ich bei Muttern war, noch mehr, als für mich.

    Und sicher will sie frühzeitig aktiv werden, falls nötig, damit sie die Angehörigen, v.a. meine Kinder, dann nicht genauso belastet.

    Ich bin unendlich dankbar, dass sie diesen mutigen Weg auf sich nimmt und evtl. sehenden Auges in die Demenz geht.

    Ebenso bin ich dankbar, dass ich es hier teilen kann. Ohne das vorangegangene Erleben mit meiner Mutter hätte ich sicherlich noch nicht hierher gefunden.

    Und jetzt möchte ich - anderes Thema - einen Lichtblick in meiner Familie zum Besten geben: ich hatte ja schon erwähnt, dass wir bei meiner Schwester Anzeichen einer beginnenden Demenz wahrnahmen, aber nicht sicher sein konnten, ob nicht die Belastungen durch ihre vorangegangenen schweren Erkrankungen + durch den Tod unserer Mutter da etwas vortäuschten.

    Tatsächlich ist meine Schwester inzwischen wieder klarer geworden, da ein Abschluss aller Formalitäten (Hausverkauf) sehr nahe steht.

    Da informierte mich die letzten Tage meine ältere Tochter, dass meine Schwester sie sehr intensiv befragte, wie man denn feststellen lassen kann, ob man eine Demenz hat - sie will das nun bei sich angehen. Auslöser war, dass sowohl meine Tochter als auch eine sehr gute Freundin Gelegenheiten nutzen konnten, mit meiner Schwester Klartext zu reden, dass und welche Gedanken wir uns um sie machen (mir waren diese Gelegenheiten leider nicht vergönnt, da ein geplanter Versuch ihren Erkrankungen zum Opfer fiel). Sie nahm es zwar nicht gleich an, aber offenbar arbeitete es in ihr. Je nach Ergebnis kann sie dann ihre weitere Lebensplanung noch entsprechend einrichten und meine Tochter, die als eine Art Ersatztochter (räumliche Nähe) für sie ist und vertraglich zuständig ist, wäre so wohl etwas entlastet.

    Natürlich schmerzt es trotzdem, die eigene Schwester wahrscheinlich am Beginn des Demenzweges zu sehen, aber die Aussicht, manche Entwicklungen im Voraus leichter bewältigbar zu machen, ist dennoch eine Erleichterung.

    ein wenig fehlgeleitet in dem Sinne, was sie hier von den Anderen im Forum erwarten können

    Danke, diesen Eindruck hatte ich auch, so in Richtung Gebrauchsanweisung gedacht.

    Aber ich sehe das grundsätzlich, dass es für keinen Menschen, egal wie gesund, wie krank oder sonstwas er ist, eine Gebrauchsanweisung geben kann, stattdessen halte ich es für am sinnvollsten, auf ihn einzugehen, ihn zu verstehen versuchen und dann das für einen selbst bestmögliche damit anzufangen.

    Dein Beitrag hat mir die Augen geöffnet, warum es bei mir bei den unschönen Beiträgen den Atem verschlug und ich fassungslos war, es aber noch nicht greifen konnte. Nochmal Danke.

    Ach Ihr Lieben, ja, mir gefällt diese "bessere Stimmung" hier auch wieder besser. Herzlichen Glückwunsch auch zum Enkelkind an Stern und ebenso zum Kennenlernen des jüngsten an Sabine.

    Mein jüngstes Enkelkind wird heute mit 7 Monaten in einer freien Taufe in die Gemeinschaft seiner Lieben aufgenommen. Leider werde ich nicht direkt teilnehmen können, sondern nur über Medien. Aber es geht überhaupt.

    Bei diesen freudigen Themen möchte ich jetzt zu schreiben aufhören, denn wir alle brauchen diese Lichtblicke und Momente, in denen das junge Leben weitergeht. Einen schönen Tag Euch.

    Darüber schüttel ich den Kopf.


    Chili

    Danke für die Antwort, damit kann ich Deine Aussage besser verstehen.

    Und ich sehe es durchaus auch so, dass viele hier (mich eingeschlossen) durch ihre ganzen Belastungen ein dünnes Nervenkostüm haben, deshalb auch was in den falschen Hals bekommen.

    Gleichzeitig denke ich, dass dadurch auch Formulierungen entstehen können, vielleicht zur eigenen Entlastung des dünnen Nervenkostüms, die bei anderen wieder genau da eine Verletzung verursachen können.

    Deswegen versuche ich inzwischen immer wieder, drüber wegzulesen und mich auf den Gesamtinhalt eines Austausches zu konzentrieren. Hoffend, dass Toleranzschwellen trotz eigener Angegriffenheit möglichst hoch gehalten werden können. Manchmal fehlen ja auch einfach die passenden Worte, um zu umschreiben, was mensch meint, geht mir auch hin und wieder so, dann ist der Text holperig und kann eher missverstanden werden.

    Aus Deinen Aussagen schließe ich aber, dass Du trotz der Kopfschüttelpassagen dabei bleiben willst und weiter mitlesen und -schreiben, das fände ich schön.

    Doch Rose60, tun sie. Ich lese noch nicht lang mit und habe über so manche Äußerung hier den Kopf geschüttelt. Bei dünnem Nervenkostüm echt schädlich.


    Chili

    Darf ich fragen, warum Du den Kopf geschüttelt hast?

    Waren Dir Äußerungen zu hart oder kamen Dir die Schreibenden zu empfindlich vor ...oder, oder, oder versteh ich Dich falsch?

    Schwiegertochter, das ist hart, eine Zumutung. Du, Deine Familie, Ihr habt mein Verständnis für Euer Schlucken.

    Euch anderen drück ich die Daumen für Urlaub und Erholung, Ihr braucht´s alle. Tankt Kraft und habt Freude.

    Auch ich werde auf Dich nicht mehr antworten, Linchen, denn Deine Antworten werden zunehmend recht schnippisch.

    Niemand hier kennt Dich und will Dir irgendwas Böses, sondern alle haben sich hingesetzt und versucht, Dir eine hilfreiche Antwort zu geben, die Du offenbar zum Teil in den falschen Hals bekommen hast. Schade.

    Ich wünsch Dir trotzdem einen guten Weg mit der Situation klar zu kommen.

    Aber wer von euch würde seinen dementen Angehörigen in ein Heim geben, wenn es eigentlich zu Hause noch ganz gut gehen würde?

    Ich, wenn ich dafür mein Leben mehr oder weniger aufgeben müsste und alles, was Du geschrieben hast, deutet drauf hin, dass das in gewissem Rahmen nötig würde - zudem kann die Entwicklung dann dahin gehen, dass Dich die Betreuung allmählich oder auch sehr plötzlich komplett auffrisst.

    Hallo Raffaela,


    ein bisschen ähnelt Deine Geschichte der mit meiner Mutter, die auch so weit weg von mir wohnte und allein in ihrem Haus lebte - bis zu ihrem Tod mit 98. Meine Mutter war dazu in den letzten ca. 10 Lebensjahren nahezu blind, so erkannte man lange gar nicht ihre Demenz.

    Aber es hatte den Vorteil, dass sie schon jemanden hatte, der zunächst mehrmals in der Woche kam, um ihr im Haushalt beizustehen + Putzfrau.

    Ansonsten erinnert mich die Beschreibung Deiner Mutter durchaus auch an meine. Klagte oft auch übers Alleinsein (früher war sie aktiv und gesellig), aber wenn jemand bei ihr war, wollte sie ihn schnell wieder loswerden.

    Auch bei ihr kam mit der Zeit Wahn dazu, sodass ihr Helfer auch ausgetauscht werden musste gegen eine Freundin aus der Nachbarschaft, zu der die Zuneigung meiner Mutter auch immer mehr nachließ.

    In unserem Fall war auch nicht der Hausarzt sehr aktiv, der meine Mutter auch kaum kannte, weil sie die üblichen Alterswehwehchen lange nicht hatte, sondern letztlich meine Schwester (die noch weiter weg von Mutter lebt), die sich direkt an die Kasse wandte.

    So bekam unsere Mutter dann doch auch Pflegestufen und Betreuung durch die örtliche Sozialstation und es war täglich jemand bei ihr. "Dauernd wuseln da irgendwelche Leute um mich herum, das ist mir lästig" "Ich brauche keine Hilfe, ich führe meinen Haushalt alleine" waren ihre Kommentare. Überwiegend schlief sie dann tagsüber im Sitzen am Tisch oder am Telefon...

    Das jetzt nur ganz angedeutet als Zustandsbeschreibung.

    Vor Dein Vorgehen könnte ich mir vorstellen, dass Du auch über Pflegekasse, Krankenkasse etc.Tipps bekommen kannst, wohin Du Dich wenden kannst. Hier las ich auch immer wieder von Pflegestützpunkten, kann mir aber denken, dass Du da von den Erfahrenen hier auch noch genauere Hinweise bekommst.

    Leider kann ich auch nichts mehr neu hinzufügen, aber möchte doch die Gedanken meiner Vorschreiberinnen nochmal bekräftigen.

    Auch ich halte nichts davon, Deinen Vater ins "zu Hause" zurück zu bringen. Zumal es mit den erforderlichen Umbau- und Räumaktionen dann auch nicht mehr das zu Hause wäre, das er gewöhnt ist.

    Der Gedanke, dass Du dann wieder dort wohnen würdest, kommt mir auch befremdlich vor, denn dann müsstest Du ja wohl Deine Arbeit auch wieder aufgeben/ändern, die Du doch sehr gerne machst.

    Und das dafür, dass der Ausgang extrem ungewiss ist, eher hohe Risiken für noch mehr Erschwernis birgt!

    Ich bin ein Mensch, der schon mehrfach mutig "in riskante Gewässer gesprungen" ist, aber diesen Sprung würde ich nicht wagen, sondern tatsächlich in meiner Nähe nach einer guten Unterbringung für den Vater schauen.

    Hallo Sabine67

    Ich bin da ganz bei Dir.

    In unserer Gesellschaft wird Care-Arbeit nicht gleichwertig mit Erwerbsarbeit gesehen und wird nicht als wichtiger Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander anerkannt. Die Pflege und Betreuung (und Erziehung) der ganz Jungen und der ganz Alten haben nicht den Stellenwert und die Wertschätzung, die sie verdienen.

    Hoffentlich ändert sich das!

    LG, SunnyBee

    Dem kann ich nur absolut zustimmen. Um die Anerkennung als ARBEIT der Care-Arbeit rang ich schon, als vor fast 50 Jahren meine ältesten Kinder noch Kleinkinder waren und ich meine schwerbehinderte Schwiegermutter betreuen musste - neben selbstständiger Erwerbsarbeit in kleinem Rahmen. Aber auch damals wurde nur die Erwerbstätigkeit als Arbeit bezeichnet.

    Wie lange hat sich denn die Krankheitsphase ungefähr hingezogen, seit du die ersten Anzeichen bemerkt hast?

    Das ist unglaublich schwer zu sagen, weil rückblickend einiges zu Krankheitszeichen wurde, was zunächst nur etwas sonderbare Verhaltensweisen zu sein schienen. Aber gut 10 Jahre dürfte es gedauert haben, sie wurde 98.

    Da sie als Narzisstin auch so einiges an nicht ganz angepasstem Verhalten hatte, war es unglaublich schwer, zu erkennen, wo die Krankheit begann und was noch "sie selbst" war. Letztlich werden wir das niemals sicher sagen können, zumal meine Schwester und ich da unterschiedliche Einschätzungen haben.