Beiträge von TanjaS

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    Liebe Alfi -


    da bin ich mal ein paar Tage offline (hatte eine Augen-OP und durfte nicht viel an den Bildschirm). Ich kann Deine Schilderungen sooooo gut nachvollziehen, weil ich sie auch erlebt habe. Meine Mutter hatte ja schon länger einen Palliativausweis usw., auch ich dachte, wow! das ist schon ein ziemlicher Hammer und dachte, das ist jetzt der letzte Abschnitt. Aber sie hat sich dann wieder richtig gut gemacht. Das ist also kein Indikator.

    Bei mir konnte sie sich nicht an meinem / einem Mann abarbeiten, ich habe ja keinen. Da hieß es dann "selbst dafür bist Du zu blöd". Und dann bekam es mein Vater verbal ab, der da bereits gestorben war. Was hat sie über ihn hergezogen. Ich bin dann auch immer gegangen. Lieber habe ich 1 Stunde irgendwo gesessen und auf den Bus gewartet.

    Daher weiß ich ganz genau, wie Du Dich fühlst. Und schicke Dir ganz liebe Vibes.

    Liebe Alfi -


    ich habe gerade Deine Zeilen gelesen und dachte zum wiederholten Male, dass unsere Mütter Schwestern im Geiste waren. Meine hat auch immer behauptet, ich sei als Kind schon "frech" und "ungezogen" gewesen (mein Dad war schuld). Eigentlich meinte sie damit eher, dass ich nicht ihrer Meinung war, sondern eine eigene hatte. Und die habe ich heute noch und bin stolz darauf. Ich weiß, es ist alles einfacher, wenn man es nicht mehr durchmachen muss, aber: Hoch erhobenen Hauptes gehen und dann fix ab zu McDonald's oder Eisdiele und sich selbst was Gutes tun. Ganz liebe Wünsche!!

    Bei meiner Mutter wurden die Bewohner gesiezt. Das war auch vom Heim her vorgegeben und wurde damit begründet, dass die Bewohner respektvoll zu behandeln und anzusprechend sein. Man war aber auch gleichzeitig sehr herzlich - zum Beispiel haben die Pflegerinnen die Bewohner auch mal in den Arm genommen.

    Liebe Alfi -


    ein paar Tage war ich offline, weil geschäftlich unterwegs. Lieben Dank für Deine netten Worte. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Du in dieser Situation müde bist. Bei mir was es so, als ich die Wohnung meiner Eltern so ziemlich genau vor einem Jahr ausgeräumt habe. Dort bin ich ja auch aufgewachsen, das was nicht nur körperlich anstrengend - Schränke von 350 x 220 cm Größe muss ich nicht nochmal alleine abbauen - sondern auch psychisch. Ich war selten so froh wie nach der Schlüsselübergabe.

    Ich bin mir aber sicher: Du wirst das schaffen. Du bist ein ganz starker, lieber Mensch. Dich kann nichts unterkriegen - da bin ich mir soooo sicher. Alles Liebe!!

    Liebe Stern -


    Ich kann mich Alfskjoni und Rose60 nur anschließen. Eine Möglichkeit wäre noch (wenn sie von ihrem Telefon anruft), ihre Nummer zu blockieren. Und die Nachrichten dann ungehört zu löschen. Das habe ich lange Zeit gemacht, es hat wenigstens etwas Ruhe gebracht. Ich wünsche Dir alles Gute!

    Liebe alle -


    das mit dem Alter ist anscheinend so eine Sache. Meine Mutter meinte immer "wenn ich die alten Damen sehe, die so nicht mehr können" - und war selbst knappe 80. Sie war auch immer unterschiedlich alt, je nach Tagesform. Vielleicht ist das auch Teil der Demenz. ich habe das auch bei vielen Bewohnern im Heim so mitbekommen.

    Hallo zusammen -


    ich habe auch ein Entrümpelungsunternehmen beauftragt, aber auch alles erst einmal auf links gedreht. Und wie auch schon gesagt wurde: ich habe Geld an den (aus unserer Sicht) unmöglichsten Stellen gefunden, ebenso Schmuck, den meine Mutter gesucht hat (und der aus Ihrer Sicht gestohlen wurde) - u.a. in Handtüchern, die im Schrank säuberlich gestapelt waren. Oder in Stiefeln, Jackentaschen usw. Da war dann auch klar, warum sie nie Geld hatte.

    Insgesamt war die Wohnungsauflösung schon anstrengend, ich müsste ja alles alleine machen. Einen großen Teil der Möbel habe ich auch selbst abgebaut. Manche Dinge habe ich an Nachbarn verschenkt, aber ich war froh, als alles rum war.

    Liebe Rose -


    eine Idee für den verspäteten Ehemann, den ich von den Pflegerinnen im Heim meiner Mutter aufgeschnappt habe: "Er kommt später, so gegen 19.30 Uhr" habe sie immer zu einer Bewohnerin gesagt, die fragte, wann ihr Mann käme. Sie hat das regelmäßig auch wieder vergessen und nochmals gefragt. Aber die Antwort hat sie beruhigt, dass sie nicht vergessen wurde.

    Als meine Mutter immer nach ihrer Mutter gefragt hat, bin ich dazu übergegangen zu sagen, dass sie gerade nicht da ist, meistens hat das geholfen. Oder sie fragte, ob ich sie gesehen hätte (weil sie gerade noch da gewesen wäre), da war die Antwort "leider nicht, ich bin ja sofort zu Dir gekommen".

    Liebe Taybeere -


    vielen Dank für Deine Anteilnahme. Am Freitag ist meine Mutter beerdigt worden, der Pfarrer hat eine wirklich schöne Rede gehalten und es waren mehr Bekannte aus ihrer Kirche da, als ich erwartet hätte. Ihre Bekannten meinten, die Urne spiegelt ihr Wesen wieder. Danach war ich allerdings erst einmal ziemlich platt - so ganz erholt habe ich mich immer noch nicht. Aber das kommt mit der Zeit.


    Du hast aber mein vollstes Mitgefühl. Was ich Dir aus eigener Erfahrung sagen kann: Es ist tatsächlich eine Phase, aber ich kann Dir leider nicht sagen, wie lange sie anhalten wird - das ist sehr individuell. Aber: Es liegt nicht an Dir, wenn Du Deiner Mutter nichts recht machen kannst. Du könntest ihr die Sterne vom Himmel holen und sie würde meckern, dass es die falschen sind. Freunde, die zuhören, sind da wichtig. Und sich mit anderen Dingen beschäftigen, die einem Spaß machen. Und vor allem: Nicht springen, wenn Deine Mutter das will. Ich sende Dir gute Vibes!

    Liebe Stern, Rose und SchwarzerKater -


    Ihr wisst ja aus meinen früheren Berichten, wie bösartig und aggressiv meine Mutter mir gegenüber war. Je weiter die Demenz fortschritt, desto mehr reduzierte sich das, zum Schluss sprach sie überhaupt nicht mehr. Es ist jetzt knapp 9 Monate her, dass die Aggressivität mir gegenüber aufhörte. Aber: Ich bin immer noch nicht drüber hinweg. Mit fallen immer noch die bösartigen Worte und Unterstellungen (Diebstahl ihres Geldes, ich würde sie verhungern lassen wollen, usw. usw.) eiin. Auch wenn wir nach außen hin stark wirken, es gibt diese Momente, in denen alles wieder hochkommt. Und manchmal sitze ich da und die Tränen kommen. Es dauert, bis man so viel Gift verarbeitet hat - lasst euch Zeit, sprecht mit Freunden, professionelle Hilfe hat mir gut getan. Ich wünsche euch das aller-aller Beste. Ihr seid stark!

    Lieber Buchenberg & Frau -


    mein herzliches Beileid und meine Anteilnahme. Ihr habt so viel für eure (Schwieger-.)Eltern getan. Ich hoffe, ihr findet ein wenig Ruhe und könnt die Zeit genießen.

    Liebe Grüße!

    Lieber Buchenberg & Frau -


    ich wünsche euch viel Kraft und sende alle guten Wünsche für diese schwierige Zeit. Ich hoffe, eure (Schwieger-) Mutter findet ihren Frieden.

    Alles Gute! Tanja

    Lieber Herr Hamborg -


    vielen Dank für Ihre Anteilnahme und die lieben Worte. Dieses Forum hat mir sehr geholfen - zum einen habe ich erfahren, dass es viele ähnlich Schicksale gibt, zum anderen habe ich meine Mutter besser einschätzen gelernt. Ich bin froh, dass sie ihren Frieden nun gefunden hat Allein das Bild, dass sie friedlich eingeschlafen ist und keine Schmerzen hatte, hilft mir. Ich erfahre gerade sehr viel Unterstützung von ihrer Kirche bei der Gestaltung ihrer Beerdigung. Diese wird so sein, wie sie sie sich gewünscht hat.

    Liebe Grüße

    Tanja

    Liebe alle -


    eure Unterstützung hilft mir sehr - wie auch immer in der Vergangenheit. Ich habe gestern Abend mit dem Pfarrer ihre Kirche gesprochen, der am Grab ein paar Worte sagen wird - das hätte ihr gefallen. Die Beerdigung wird wohl nächste Woche Freitag stattfinden - ich warte gerade noch auf Rückmeldung von der Stadt dazu. Einige Bekannte aus ihrer Kirche werden teilnehmen, es freut mich, dass sie an sie denken. Ich werde die Ostertage dazu nutzen, um Kraft zu tanken. Und dann sehen wir weiter. Ich wünsche euch allen wunderbare Ostertage!

    Liebe Rose -


    ich schließe mich Trinity an und sende eine liebe virtuelle Umarmung. Du tust so viel für Deine Mutter. Solche Kommentare tun weh, auch wenn man weiß, dass man sie nicht ernst nehmen sollte. Aber bitte pass auf Dich selbst auf. Wenn Du krank bist, lass eine Besuchswoche aus und erhol Dich. Ich sende Dir liebe Grüße.

    Liebe alle -


    einen ganz, ganz lieben Dank von mir für eure Anteilnahme. Ihr habt mir alle so sehr geholfen. Ich werde auch weiterhin hier mitlesen und Erfahrungen teilen. Dieses Forum ist so wichtig und es hat mir sehr viel Halt gegeben.

    Alles Liebe

    Tanja

    Liebe alle -


    ein kurzes Update von mir. Meine Mutter kam von knapp 10 Tagen mit Bronchitis und Fieber ins Krankenhaus. Ein sehr netter Arzt rief mich an und sagt, dass es nicht gut aussieht. Zwei Tage später der nächste Anruf: Die Antibiotika schlagen nicht an - ich solle mich darauf einstellen, dass sie sterben könnte. Muss nicht sein, kann aber. In der darauf folgenden Nacht verstarb sie dann - ohne Schmerzen, sie ist einfach eingeschlafen. So hätte sie sich das gewünscht. Jetzt ist sie bei Gott und ihrer Mutter. Ich drücke euch alle.

    Liebe Schneeflocke -


    das Thema Telefonterror kenne ich nur zu gut. Meine Mutter hat mich teilweise bis zu 60x am Tag angerufen. Ich habe sie nachher auf meinem Handy blockiert. Sie hat dann auf den Handy-AB gesprochen, die Nachrichten habe ich aber nicht abgehört. Warum auch? Sie hat mich ebenfalls wüste beschimpft, auch ich habe ihr Geld geklaut usw. Sie hat auch die Polizei angerufen. Ähnliche Geschichten gibt es leider oft - hier im Forum gibt es eine Reihe von Teilnehmerinnen, die mit ihrer Mutter ähnliches durchmachen. Leider. Bitte schütze Dich - wie MiCAL schon schreibt. Blockier Deine Mutter auf dem Handy. Bei manchen Festnetztelefonen geht das auch (meine ich). Ich drücke Dir die Daumen.