Beiträge von TanjaS

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    Liebe Aldi -


    das EdT teste ich morgen - da habe ich mal Zeit, Window Shopping zu machen.

    Ich habe den Kommentar Deiner Mutter zu Deinen Drillingen gelesen. Meine Mutter war das Gegenteil. Ihr Kommentar war "Alle schaffen es, Kinder zu bekommen. Aber Du bist selbst dazu zu dämlich." Wie man's macht. Drillinge zu erziehen ist eine Meisterleistung. Also lass Dir nichts anderes einreden. Und da Deine Mutter - nehme ich an - keine Drillinge geboren hat, kann sie da überhaupt nicht mitreden. :)

    Meine Mutter hat auch immer Fremde vorgezogen - vor allem ihren Großcousin "was hat der alles erreicht" - ja, einen Job, den er zugeschustert bekommen hat. Aber da er bei / in der Kirche arbeitet und 1x im Jahr ihre Kirchengemeinde besucht har, war sie dann natürlich super-wichtig, weil sie ihn kannte. Ich mache ja nur irgendwas mit Kommunikation in der freien Wirtschaft, das zählt weniger.

    Liebe Sabine -

    nur zum Thema Nagelpflege ein kleiner Tipp - auch wenn nicht weiß, ob das im Heim Deines Vaters ebenfalls so ist. Im Heim meiner Mutter ist jede Woche jemand im Haus für "Maniküre & Pediküre" (sprich: alles vom Nägel schneiden bis hin zu richtiger Maniküre). Wenn Du im Heim Bescheid gibst oder Du weißt, wer da kommt, kannst Du Deinen Vater dort anmelden. Abgerechnet wird das über das Taschengeld, was man für den Heimbewohner überweist. Dann müsstest Du Dir darüber keine Sorgen mehr machen. Und Dein Vater sieht weiterhin gepflegt aus.

    Liebe Alfi -


    ich bin ja zusammengezuckt, als ich Deine Schilderung gelesen habe. Hast Du aber super gemeistert.


    Ich habe am Freitag und Montag Resturlaubstage abgebummelt. Am Freitag war ich dann erst einmal bei der Bank meiner Mutter, musste ein paar Dokumente unterschreiben. Dann bin ich die 40 Min mit dem Bus wieder zum Bahnhof und zu meiner Mutter. Sie macht seit Januar immer einen Mittagsschlaf, habe ich erfahren, also wollte ich so lange warten, bis sie wieder geweckt wird. Wurde sie dann auch, die Pflegerin kündigt mich freudestrahlend an - und meine Mutter schaut mich an, zieht die Bettdecke hoch und schläft weiter. Ich habe dann noch etwas gewartet, aber sie hat weitergeschlafen. Ich bin dann irgendwann gegangen. Wenn sie schlafen möchte. Ich werde von ihr nicht mehr gebraucht, sie ist in ihrer eigenen Welt. Ostern schaue ich wieder vorbei, wenn sie wieder schläft (war ja Weihnachten am 2. Feiertag auch so), dann werde ich nur noch alle 2 Monate oder so hinfahren. Sie braucht mich jetzt anscheinend auf eine andere Art, um die Rechnungen zu zahlen beispielsweise. Auch das ist okay.

    ich wünsche euch allen eine schöne Woche

    Liebe Taybeere -


    ich kann mich Rose und never nur anschließen. Ich habe mit meiner Mutter sehr ähnliche Erfahrungen gemacht. Da fehlte dann Geld oder Kleidung war nicht mehr am angestammten Platz im Kleiderschrank oder Schmuck war weg - immer mit der Aussage, den hat Tanja mitgenommen (oder geklaut, je nach Gemütslage). Wenn ich ihr dann am Telefon sagte, das ich die Dinge nicht verlegt oder mitgenommen hätte, kam "Nicht Du, die andere Tanja". Irgendwann habe ich das dann nicht mehr kommentiert. Auch mein Vater (der damals schon verstorben war), war da oder ihr "anderer" Mann - der allerdings regelmäßig mit der Nachbarin weggelaufen ist. Wir können das nicht nachvollziehen, aber nach einer dieser Episoden habe ich erkannt, dass meine Mutter fest daran glaubt und habe nicht mehr dagegen argumentiert. Das scheint eines der Zeichen der Demenz zu sein.

    Auch ich kann und möchte Rose auf's Vollste zustimmen. Ich habe keine Kinder, aber ich sehe bei der Tochter einer Freundin, wie gut es beiden Seiten tut, wenn gegenseitige Unterstützung da ist, das jeweils eigene Leben zu leben - und leben zu lassen.

    Nach den Erfahrungen mit meiner Mutter bin ich recht glücklich, dass ich keine Kinder habe, die ich so niedermachen könnte, wie das vielen von uns geht. Ich gebe zu, dieser Gedanke erleichtert mich jedes Mal.

    Liebe Stern -


    Urlaub in der Wärme - ich beneide Dich ein wenig darum. Warum musst Du Deiner Mutter denn überhaupt davon erzählen? ich habe das nachher nicht mehr gemacht, da nur Kommentare wie "Du vergnügst Dich juppjeidi (ihr Lieblingswort) und mich lässt Du hier verrotten" kamen. Als das dann nochmal kam, habe ich beschlossen, dass es sie nichts angeht, wann, wo und wie lange ich Urlaub mache. Und es ist goldrichtig, dass Du Urlaub gebucht hast. Und jetzt bitte kein schlechtes Gewissen.

    Deine Mutter ist im Betreuten Wohnen gut aufgehoben, so wie Du schreibst. Ihr wird es gutgehen. Ich wünsche Dir gute Erholung.

    Liebe Carmen -


    ich gebe molli recht: Schalte die Pflegekasse ein. Zur Einstufung findet ein Gespräch mit Deiner Schwiegermutter statt und es kommt niemand wiederholt zu euch - außer, ihr möchtet den Pflegegrad erhöhen. Ich war damals bei der ersten Einstufung meiner Mutter nicht dabei, weil sie sonst nur geschimpft hätte. Und Du solltest schauen, dass Du (oder Dein Mann) eine Vorsorgevollmacht von ihr bekommt. Sie erleichtert vieles, wenn Deine Schwiegermutter nicht mehr entscheiden kann. Vor allem aber: Gib auf Dich acht.


    LG

    Tanja

    Liebe Alfi -


    ich gebe Dir so recht: Demenz wird verklärt. Bevor ich dieses Forum gefunden habe, bin ich meistens nur über Seiten "gestolpert", in denen es hieß "Verständnis zeigen, verhätscheln" und "ist doch alles gar nicht so schlimm". Zumal ja auch in Filmen usw, Demenzkranke häufig verklärt werden als die liebenswerten alten Herrschaften, die den Schlüssel in den Kühlschrank legen und dort vergessen. So sind viele halt nicht.

    Ich weiß nicht, wer es in diesem Forum mal gesagt hat, aber ich glaube nach meinen eigenen Erfahrung daran, dass die Demenz Gefühle verstärkt - gute wie schlechte. Die schlechten schmerzen uns am häufigsten, weil es überhaupt keine Barriere oder "Bremse" mehr gibt. Daher müssen wir uns schützen. Und uns Gutes tun, egal, wie das bei jedem von uns aussieht.

    Liebe Stern -


    ob der Entfernung bin ich dann auch immer mehrere Tage geblieben, aber sie wurde kontinuierlich bösartiger. Ich musste halt teilweise auch arbeiten - was ich ortsunabhängig kann, wenn Internet und Strom vorhanden sind. Aber auch das passte ihr nicht. Da war dann das Argument, dass ich halt einfach zu blöd war, einen Mann abzubekommen, dann müsste ich nicht arbeiten. Vor jeder Fahrt zu ihr hatte ich 2 Tage vorher schon Bauchschmerzen und wenn ich im Zug zurück saß, fing es an, mir langsam wieder besser zu gehen. Mir hat dann die Distanz geholfen.

    Meine Mutter hatte komplett vergessen, dass ich seit Jahren auf das Bankkonto hätte schauen können - ich hatte bereits seit Jahren eine Bankvollmacht, mein Vater wollte das so. "Falls mal was passiert". Ich habe nie auch nur auf das Konto geschaut, hat mich nie interessiert. Aber Geld scheint bei vielen Dementen ein heikles Thema zu sein. Da werden Kinder des Diebstahls bezichtig und viele verstecken ihr Geld.

    Ich wünsche Dir viel Geduld und (Nerven-)Stärke.

    Liebe Schneeflocke -


    ich kann Alfi und schwarzerkater nur zustimmen: Blockier die Telefonnummer Deiner Mutter. Meine hat mich an manchen Tagen bis zu 60x angerufen. Es fiel mir unglaublich schwer, ihre Nummer zu blockieren. Nachdem ich es gemacht habe und auch die Nachrichten ungehört gelöscht habe, ging es mir besser. Und da Deine Mutter im Heim ist (meine war es damals noch nicht), passt man gut auf sie auf und kümmert sich um sie. Ich würde auch Bescheid geben, dass man Dich anruft, wenn irgendetwas ist. Du schützt Dich damit selbst - und man braucht sehr lange, bis psychisch durch solche Situationen alles wieder besser wird.

    Liebe Stern0709 -


    zunächst einmal Willkommen im Forum! Ich habe Deinen Post gelesen - und möchte Dir zunächst alles Gute wünschen. Pass auf Dich bzw. euch auf. Alles, was Du schilderst, kommt vielen hier sicherlich bekannt vor. Auch meine Mutter wurde zunehmend aggressiv durch die Demenz - allerdings nur mir gegenüber. Bei Bekannten war sie zuckersüß. Die haben erst geglaubt, dass sie auch anders sein kann, als sie das direkt mitbekommen haben. Ich erkenne viel von eurem Handeln wieder - ich wohne auch mehrere Hundert Kilometer von meiner Mutter entfernt und hatte immer Bauchschmerzen, wenn sie dann alleine war. Sie war der Meinung, sie kann noch alles, aber Lebensmittel einkaufen und essen sowie Duschen und saubere Kleidung anziehen, waren Dinge, die häufig vernachlässigt wurden.

    Eine Frage: Habt ihr eine Vorsorgevollmacht? Meine Mutter wollte nie, dass ich eine bekomme, weil ich dann ja ihr Konto leerräumen würde usw. Ihr Pfarrer hat ihr dann zugesprochen, die Vollmacht zu unterschreiben und zwei Bekannte. Ich war nicht dabei, damit sie nicht aggressiv wird. Das hat dann geklappt. Als sie dann stürzte und die Ärztin attestierte, dass sie nicht mehr alleine leben kann, hat es viel erleichtert.

    Alles, alles Gute!

    Liebe schneeflocke -


    Deine Situation können hier viele im Forum nachempfinden. Ich gebe MicAL und PausE vollkommen recht: Bitte achte auf Dich. Beonsonders der psychische Druck macht einen fertig, wenn man dauernd angeschnauzt wird. Ähnlich wie bei Deiner Mutter, haben mir die Pflegerinnen im Heim meiner Mutter immer gesagt, wie reizend sie ist, immer nett, kommt gut mit den anderen Bewohnern klar. Es war, als hätte sie zwei Gesichter. Seit sie im Heim ist, habe ich aber eine Wahl: Wenn es zu schlimm wird, gehe ich. Als sie noch in ihren eigenen vier Wänden lebte, war dies so nicht möglich. Ich habe festgestellt, dass diese Freiheit, einfach den Raum bzw. das Heim zu verlassen, wenn es zu schlimm wird. Ich drücke Dir die Daumen, dass es besser wird. Achte bitte auf Dich,

    Liebe alle -


    nachdem sich meine Mutter ein eher "traditionelles" Leben für mich vorgestellt hat, kann ich den Satz von Herrn Hamborg nur mit "Nein" beantworten. Wenn ich über eine Reihe von Situationen nachdenke, wird mir bewusst, dass meine Mutter nicht viel Sinn in meinem Studium sah (Kommentare wie "Was hast Du davon, wenn Du heiratest") und über viele Jahre - also vor ihrer Demenz - häufiger sagte, dass sie von mir erwartet habe, dass sie mal Enkelkinder hat. Aber ich hätte ja nicht einmal einen Ehemann. Wollte ich auch nicht, was sie noch weniger verstand. Aus ihrer Sicht habe ich nicht gut für mich gesorgt. Aus meiner eigenen schon. Mit einem guten Job, der mir Spaß macht, mit wenigen, aber sehr guten Freunden, mit Reisen, mit einer schönen Wohnung, mit vielfältigen Interessen.

    Liebe Alfi -


    das hört sich toll an - Duft für die gute Laune und Urlaub hört sich klasse an. Weiter so! Und die grauen Haare sind hart erarbeitet. Die sehen bei blonden Haaren sicherlich auch gut aus. Ich habe mich nach Weihnachten auch belohnt, mit Restaurant-Hopping. Steakhouse mit Freunden, dann noch indisch und italienisch. Und dann Gulasch (selbst gekocht). Das war auch was für die Seele. Dazu Lieblingsbücher und heißen Kakao.

    Aber der Tipp mit dem Parfum ist ein guter. Ich denke, den kupfere ich mir ab.

    Ich wünsche Dir ein ganz wunderbares Jahr - wie euch allen.

    Liebe Rose60, liebe schwarzerkater -


    ähnlich wie euch ging es mir, als ich meine Mutter zu Weihnachten besucht habe. Sie ist mittlerweile in ihrer eigenen Welt. Teilweise hat sich mich Doris genannt (ich kannte nie eine Doris in ihrem Bekanntenkreis). Am 1. Weihnachtstag war sie noch recht gut drauf, auch wenn sie nicht viel gesprochen hat, am 2. Feiertag war sie wohl müde und hat nur geschlafen, als ich da war. Ich habe auch mit den Pflegerinnen gesprochen, die meinten, sie wisse nicht, dass Weihnachten wäre - oder wann ihr Geburtstag ist etc. Das nimmt mir ein wenig das schlechte Gewissen, weil ich sie an ihrem Geburtstag nicht besuchen kann. Aber mittlerweile scheint sie zu vergessen, dass es Mittagessen oder Kaffee & Kuchen gab, sobald der Teller abgeräumt ist. Das ist halt so und daran müssen wir uns gewöhnen. Aber ihr fehlt es an nichts, die Pflegerinnen sind sehr nett und man kümmert sich wunderbar um sie. Was will man mehr?

    Liebe OiOcha -


    schön, dass Du Dich mit Deiner Mutter aussprechen konntest. Ich hoffe, Sie akzeptiert Deine neue Freundin jetzt wie sie ist - und ist happy, dass Du glücklich bist. Das Wichtigste ist aber, dass Du glücklich bist. Alles Gute für's neue Jahr.

    Ich wünsche euch allen schöne und erholsame Weihnachten. Ich besuche meine Mutter am 1.+2. Feiertag, dann ist ein Essen mit Freunden geplant und kurz vor Silvester "Die Zauberflöte" - darauf freue ich mich schon sehr.

    Ich hoffe, ihr könnt euch entspannen und habt eine schöne Zeit.

    Lieber Buchenberg, liebe schwarzerkater -


    ich kann schwarzerkater nur zustimmen: Ich denke auch, es liegt daran, dass die Pflegerinnen keine Familienmitglieder sind. Als meine Mutter ins Heim kam, haben mir alle gesagt, wie lieb, nett und umgänglich meine Mutter wäre - eine zuckersüße Person. Sie konnten nicht glauben, wie bösartig sie mir gegenüber sein konnte, bis sie selbst erlebt haben, wie sich mich beschimpft hat. Ihr habt also wirklich nicht "falsch gemacht". Freut euch, dass sie sich so gut eingelebt habt und alle gut mit ihr klarkommen. Das ist ein großes Glück. Und ihr konnt euer Leben genießen (und heilen).