Beiträge von Alfskjoni

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    Liebe TanjaS ,

    Also heute war es WIRKLICH und eher unerwartet unterirdisch.


    Kam nach 3 Tagen wieder: die Pflegerin erzählte mir schon, dass meine Mutter sehr unruhig sei und dass sie die Ärztin um Beruhigungsmittel gebeten hat.

    Sie klingele ständig und sei wirklich übellaunig.

    So wie vor 3 Jahren als sie ins Heim kam eigentlich.

    Dann kam mir noch die Betreuungsfrau (soziale Betreuung oder so) entgegen: auch mit dem Latein am Ende: sie schmettere jedes Wort ins Negative.

    Sie wolle versuchen, meine Mutter am Wochenende draußen im Rollstuhl spazierenzuführen und sagte mir auch ungefragt, dass sie so gut verstehen können, dass ich immer nur kurz bleibe.


    Nungut ich bin dann trotzdem guter Dinge und Zimmer gegangen:

    Oha meine Mutter saß auf einem Sessel mit einem extrem übellaunigen Gesichtsausdruck.


    Schon ihr zweiter Satz war gegen - neue Version und ultraverletzend - gegen meinen Mann. Er wäre das letzte und er wäre an allem Schuld: ich wäre vorher nicht so gewesen.

    Nun. Ich hab ihr laut gesagt, dass ich seit fast 25 Jahren glücklich verheiratet bin dass sie da gerade sehr boshaftes sagt und bin gegangen.

    Egal in welcher Situation sie sich befindet und ohne Hoffnung auf: ich gehe mal kurz um den Block und komme dann wieder.


    Betreuerin kam mir noch entgegen, hab es ihr kurz geschildert und wir haben uns lieb verabschiedet und Pflegerin auch informiert (sie hatte es schon befürchtet 🥹).


    Wie fühle ich mich?

    🐽bin sauer auf sie

    🐽trauere um meinen Vater, der immer als Puffer diente (und das irgendwie brauchte?🥹)

    🐽ohne Hoffnung


    Was mich wundert, und nicht nur mich:

    Dass sie sich ohne Medikamente so wacker hält


    Worst case:

    Situation x passiert und ich ging im Groll


    Kann ich das ändern?

    Nein Punkt


    Alles Gute Alfi

    ach liebe SunnyBee ,


    Hast Du das geschrieben oder ich?

    Sogar das Alter stimmt 🥳.


    Obwohl es meiner Mutter täglich wirklich schlechter geht war mein Samstagsbesuch auch wieder unterirdisch.

    Meine Mutter schien klar, war aber grottig boshaft drauf.

    Einiges mag einer hartnäckigen noch nicht ganz behobenen Verstopfung zuzuschreiben zu sein, aber sie ist ja immer so und das auch ohne.


    Nun man (frau) soll ja mit dementen Menschen, schon gar wenn es so schlecht um sie steht, nich diskutieren und alles gelassen hinnehmen.

    Nun 2.: die Hausärztin in eine ganz gefühlvolle liebe Person: sie wäre ja sowas von böse und kalt „Mutti Frau Dr K weint doch eher mit den Patienten mit“ - nein also das könnte ich nicht beurteilen, ich hielte ja eh immer zu den anderen


    Das Heim befände sich im „Ostblock“ :

    „Mutti Du wir sind hier in Niedersachsen“


    Ich wäre ja schon immer frech gewesen, schon als 2-Jährige wäre ich zu meinem angeheirateten Cousin (mein Opa hatte neu geheiratet, der Cousin war mein ein und alles, bis wir an die Schweizer Grenze zogen, da war ich 3) so frech gewesen.

    Das hat mich wirklich getroffen. Mal wieder.


    Nun ich hatte ja unsere Gebrauchsanleitungen im Kopf „how to behave with dementia patient“ aber ich hab ihr gesagt dass es ja nun schon immer so gelaufen ist dass sie meinen Vater und mich nur kritisiert und schlecht gemacht hat und sie sich selbst engelsgleich in die Höhe hebt.


    Nun dann machte sie dieses verbockte Gesicht und gab langsam immer noch boshaft Ruhe.


    Hab dann noch ein bischen gesmalltakt und bin dann unglücklich gegangen.


    Glanzleistung.


    Aber ich wollte es echt sagen.


    Eure Alfi❤️

    Liebe Alfi -


    ein paar Tage war ich offline, weil geschäftlich unterwegs. Lieben Dank für Deine netten Worte. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Du in dieser Situation müde bist. Bei mir was es so, als ich die Wohnung meiner Eltern so ziemlich genau vor einem Jahr ausgeräumt habe. Dort bin ich ja auch aufgewachsen, das was nicht nur körperlich anstrengend - Schränke von 350 x 220 cm Größe muss ich nicht nochmal alleine abbauen - sondern auch psychisch. Ich war selten so froh wie nach der Schlüsselübergabe.

    Ich bin mir aber sicher: Du wirst das schaffen. Du bist ein ganz starker, lieber Mensch. Dich kann nichts unterkriegen - da bin ich mir soooo sicher. Alles Liebe!!

    Liebe TanjaS vielen Dank für Deine mal wieder sehr stärkenden Worten.

    Wir haben ja alle in den letzten 2-3 Jahren extrem dazugelernt, über uns und unsere Grenzen 🐝

    hallo Herr Hamborg,

    1000 Dank für Ihre wertvollen Infos und Tipps, hab meine Bemerkungen daruntergeschrieben lg Alfi

    Hallo Alle,

    Kurzes Update:


    Heute war ich in Heim, 17 Uhr.


    Die Pflegerin hatte mir schon erzählt dass meine Mutter recht wirr sei und dass sie angefangen haben, ihr Schmerzmittel zu geben.

    Nun heute war sie ruhig und traurig und dieses „warum ich“. Diese Frage hat sie sich schon immer gestellt wenn etwas ist. Früher hab ich dann mal geantwortet mit @was sollen die Kinder mit schweren Krebserkrankungen sagen“ aber so etwas ist noch nie zu ihr durchgedrungen und nun bestimmt nicht mehr.

    Und dann wieder die Anklage warum sie nicht bei uns wohnen könnte.

    Nunja.


    Es blieb alles friedlich & Resume:


    In der jetzigen Situation sind alle 3 Tage Besuch die neuen alle-2-Wochen.


    Alles Gute Alfi

    Haltet durch

    Ach liebe Alfi, es tut mir wirklich leid für dich, dass du von deiner Mutter auch noch auf ihrem letzten Weg bis zum Ende so behandelt wirst. Ich verstehe dich nur zu gut, auch wenn ich keine narzisstische Mutter habe. Das traurige, unglückliche Kind kenne ich auch.

    Jedes Mal, wenn meine Mutter wieder ihre aggressiven Ausbrüche hat, meldet es sich in mir. Schon so oft hab ich mich gefragt, wo sie ihre Mutterliebe versteckt hat.

    Ich hoffe trotzdem für dich, dass es für euch noch ein paar friedliche gemeinsame Momente gibt, die euch nur Zufriedenheit empfinden lassen.

    Verwöhne das unglückliche Kind, vielleicht mit Schokolade…

    Ich wünsche dir alles Liebe und Gute in dieser schwierigen Zeit ❤️❤️

    Liebe Stern0709 ,

    am meisten trauere ich eigentlich um meinem armen Papa.

    Ich verstehe ihn jetzt wenn er immer sagte: „du kannst mit Deiner Mutter nicht diskutieren. Du musst bei ihren Gemeinheiten einfach (einfach????? Wie denn???) weghören. Sonst hätte sie mich schon zerstört“

    Aber nie verstanden habe ich, warum er in dieser Beziehung geblieben ist und mich dann dazu erzogen hat, so richtig krank auf meine Mutter zu reagieren: wenn sie richtig richtig boshaft wurde, hat sie sich nicht entschuldigt, sondern hat sich in ihr Bett verkrochen. Und meine Vater hielt mich dazu an , dass wir ihr in den …. kriechen. Das ging Jahrzehnte so .

    Ich hab meinen Vater als Teenager dafür richtig verachtet.


    Dabei hab ich mich mit ihm richtig gut verstanden.


    Also : trotz allem ich die Situation, wie ihr ja auch merkt, richtig heilend.


    Schönen Samstag von Alfi, der es gut geht❤️

    Diese Nadelstiche sind der letzte Versuch, Dich zu vereinsamen, um Dich "wieder" in eine Abängigkeit zu ihr zu bekommen.

    Liebe Valentina61 ,


    Du ja genau so scheint es zu sein: so wie sie meinen Vater 55 Jahre separat für sich hatte.

    Sie würde wohl am liebsten meine Mann wegschicken und mit mir zusammen in unserem (von meinem Mann gebauten) Haus wohnen.

    So schräg kann man manchmal garnicht denken.


    Und ja, ich sehe das auch so: sie wird in ihrem imaginären Königinnenpalast auch alleine sterben.


    So ist das.


    Und wir machen weiter, ok?


    Heute schön geritten, für morgen fürs Heim fühle ich mich bereit.

    Alles Gute Alfi❤️

    Hallo Ihr,

    Gestern wieder der alle-2-Tage-Heimtag-bis-es-ganz-akut-wird.


    Meine Mutter konnte sich aufsetzen, ist noch weniger geworden, aß aber eine Scheibe Brot mit Wurst und Käse.


    Sie ist etwas wirr, wir konnten im Gespräch nach langem Hin und her aber klären, dass sie 89 und nicht 85 ist.

    Dass sie nicht nur 3 Monate sondern 3 Jahre im Heim ist hat sie mir nicht abgenommen.


    Ihre Ärztin hat lange Gespäche mit Bedenkzeit mit ihr geführt, dass auf ihren Wunsch alle Medikamente abgesetzt werden.

    Gestern beschuldigte sie mich, ich hätte veranlasst, dass sie keine Medikamente mehr bekommt.

    Und dann ging’s richtig los: mein „ach so toller Traummann, das gäbe es nicht, sie möge ihn nicht“ und dann noch „ich hätte ja alles was ich wollte“ (aber auf so eine gemeine Tour).

    Ok also das hat mich wieder dieses unglückliche Kind sein lassen. Hallt auch noch nach.

    Nun aus Ehrgefühl will ich ja in der letzten Phase alle 2 Tage kommen, aber schon komme ich oft…Ihr sehts ja.


    Die Schwester sagte es würde jetzt rapide abwärts gehen. Das ist schade, aber da ist nichts mit Güte oder so . Auch jetzt nicht.


    Werde mal ein SOS an die Pflegeleiterin absetzen🥹

    Eure Alfi

    Liebe schwarzerkater und Rose60 ,

    Hach. Dankeschön 🥹.


    Hab diese Resonanz auch früher schon ab und zu mal gehört aber immer gedacht: kann ja nicht stimmen, sonst wäre sie anders.

    Hat ja auch sein Gutes wenn man immer weiter an sich gearbeitet hat.

    Meine Familie, die Pferde, Humor und Schokolade helfen jedenfalls auch viel.


    Hatte grad ein Telefonat mit meiner Lieblingspflegeleiterin: sie hat mich (mal wieder) auf die Spur gebracht.


    schwarzerkater meine Therapie kennst Du ja: dieses Forum, die Unterstützung durch Familie und die Heimleitung, unsere Tiere, ein paar überteuerte aber gute Onlinetherapiestunden (4 Stück), Dr. Google , Handtaschen kaufen, gutes Parfum, die Natur genießen, freundlich sein, ach ja doppelte Wantansuppe vom Chinesen, hatte ich grad und gönne ich mir aktuell auch immer nach den Heimbesuch. Außer Dienstags, da hat unser Dorfchinese geschlossen, das ist hart.


    So nun kurze Siesta, dann Jungs von Dchule abholen, insgesamt 50 km und dann noch mal ins Büro.


    Just Look at the sky and be happy.


    Eure Alfiute

    Hallo Alfskjoni -


    ich sende Dir viele positive Vibes. Bei meiner Mutter waren auch immer die anderen schuld - ich natürlich an erster Stelle, aber auch ihre Bekannten in der Kirche - neidisch auf ihre Klamotten usw. War alles nur eingebildet, aber was soll ich sagen? Sie hat daran geglaubt.

    Und der Lindt Hase hat doch genau seine Aufgabe erfüllt. Die schmecken auch immer so gut. ;)

    Liebe TanjaS ,


    Ja, da sind sie wieder die narzisstischen Parallelen unserer Mütter 🤷‍♀️.


    Erstaunlich auch wie müde MICH diese Situation macht.

    Nun es ist ja auch eine echte Ausnahmesituation.


    So denke ich an meine hellbeigefarbene Stute mit ihren schwarzen großen Augen (lange weiße Wimpern) und der weißen langen wehenden Mähne, die Montag auf mich zugaloppiert kam („wo WARST Du so lange❤️“).


    Schönen Mittwoch von Alfi🐝

    Hallo Herr martinhamborg ,

    ja ich bin selbst erstaunt, wie ich das auf die Reihe bekommen habe: und nun ist einfach nur noch Zeit da. Ich fahre jetzt jeden 2. Abend hin, ausser noch Gefühl auch noch öfter.

    Heute kam ich zu Abendbrotzeit, meine Mutter isst immer noch so einen Bissen, wenn überhaupt. Sie lag im Bett und...war so schlecht drauf wie in ihren besten Zeiten. Die Pfleger sind böse, keine kümmert sich, keiner gibt ihr Tabletten (? wollte sie doch nie und damit wurde ja aufgehört nach Gespräch zwischen ihr und ihrer Ärztin).

    Ich war sehr überrascht und etwas überfordert.

    Die Pflegerin erzählte mir meine Mutter schläft den ganzen Tag und ist nur 10 Minuten zu den Mahlzeiten wach. Und sonst auch fast nicht ansprechbar ist.

    Ok also das war krass. Ich hab natürlich die Agro-Phase erwischt.


    Vorhin hab ich noch ein bisschen gearbeitet und mir dann...1/2 Lindt-Osterhasen (mittelgross, also NICHT so ein kleiner) ...man kann nur sagen "reingepfiffen". Na toll.


    Was für eine Situation!


    Mir ist auch noch einmal ein immer wiederkehrendes Muster bei meiner Mutter - egal ob nun jetzt oder...immer..., aufgefallen:


    es sind immer andere alles Schuld. Und wenn nicht Personen dann das Wetter usw.. So hatte sie nie Zugang zu sich selbst. Und jetzt natürlich erst recht nicht mehr.


    Vielleicht hätte sie sich früher mal psychologisch helfen lassen sollen.


    Ach ja ich wurde übrigens nicht ausgeschimpft. Immerhin!


    Alles Gute Alfi

    Liebe Stern0709 ,

    Hört sich vielversprechend an❤️.


    Jajaaaaa…also das war bei meiner Mutter auch: einvernehmlich habe ich für sie einen sehr schönen Heimplatz ausgesucht, 430 km von ihrem alten Zuhause bei mir 17 km (Gut, dieser Abstand!), 32 qm, Terrasse. Aber sie hat mich dann echt madig gemacht und wirklich überall kundgetan was ich für ein schlechter Mensch sei und sie das Opfer.

    Das war schlimm.

    Kaum auszuhalten.

    Dann hat mir dieses Papier vom Arzt, das Gutachten aus dem KH etc. sehr geholfen.


    In ihrer ganzen Boshaftigkeit hat sie dann noch angefangen überall zu sagen, dass sie bei uns einziehen will.

    Undsoweiter.


    Wir sind die erste Generation, in der die Eltern richtig alt werden und die sich fast alle mit diesem immer gleichen Heim-Thema auseinandersetzen müssen.


    Machst Du alles super, Lg Alfi 🐞


    Heute Besuch bei meiner Mutter, die nun täglich weniger wird.

    Einen hab ich noch: vom Arzt noch mal attestieren lassen, dass Heimunterbringung vonnöten.

    Durch ihr stets so bestimmtes Auftreten konnte meine narzistische und dann auch noch Demente Mutter mich immer an den Rand des Zweifels treiben. Obwohl alles ganz offensichtlich war. Aber das Papier hab ich mir dann ab und zu angeschaut. Lg Alfi🐝


    Mir taten die Pfleger auch immer Leid. Was sagte dann die Leitung : „das ist unser Job“. ❤️

    Liebe Stern0709 ,

    Oh ich fühle so mit Dir.

    Meine Mutter war genauso. Genau.so.!!!

    Da hilft es nur rationell vorzugehen:

    Arzt sprechen: Ursache=?

    Pflegeleitung sprechen: Anrufe verbitten und um Hilfe bitten

    Bei Anrufen sofort auflegen

    Besuche reduzieren


    Meine Mutter hat dann noch immer mit Selbstmord gedroht und sonst: siehe bei Dir.


    Nun gleitet sie wie ein welkes liebes Blümchen langsam hinfort.


    Ich wünsche Dir viel Kraft und keine dummen Sprüche von anderen „mei mir ist sie so lieb“ etc.


    Halte durch, lg Alfi