Beiträge von PausE

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    Ihr Lieben, vielen Dank!


    Ja, das mit dem zu verteidigenden Territorium las ich hier auch mal, Buchenberg. Mein Vater meinte, man brächte sie nur mit der Zwangsjacke aus ihrem Zuhause.

    Ihrer Enkelin erklärte sie mal, sie habe das Haus ja selbst geplant, mit gebaut, es sei ihr ein und alles. Sehr verständlich auch und dazu noch die Fluchterfahrung als Kind nach dem Krieg, wo sie ihr Heim schon mal verloren hat.


    Ich war so froh, als mein Vater Anfang des Jahres beschlossen hatte in eine Seniorenresidenz zu ziehen. Ich kann es mir mit der "Polin" absolut nicht vorstellen.

    Dazu müsste erst einmal im Haus umgebaut werden. Wieder Aufregung, Lärm, viele fremde Leute.

    Meine Mutter ist so ängstlich. Immer wenn jemand kommt und wieder gegangen ist, will sie direkt hinter ihm die Tür abschließen. Fragt ständig, wer noch im Haus ist. Die Rolläden sollten am besten bei Tag und Nacht geschlossen sein.

    Ich kann mir das nur mit den Kriegserfahrungen erklären, die jetzt hochkommen.


    Heute morgen war übrigens eine resolute Pflegekraft da, die Spritze konnte verabreicht werden. Aber bei Diabetes geht natürlich nicht: einmal ja, zweimal nein...


    Teuteburger, nein eine Seniorenbetreuerin haben sie nicht. Meine Tante, ihre Schwester, besucht sie einmal die Woche, macht die Wäsche. Auf sie schimpft sie dann auch. Sie komme viel zu oft, mache nichts richtig, Muttern fühlt sich nicht mehr als Herrin im Haus.


    schwarzerkater, wie bei Dir würde ich es mir wünschen, aber wie in ein Heim kriegen? Also bevor etwas passiert.

    Bei uns geht es weiter bergab.


    Ich schrieb ja, dass mein Vater aufgrund seines Blasentumors die Notwendigkeit eines Umzugs in ein Heim sieht.

    Ihm geht es soweit (jetzt nach der 2. Nachresektion) sehr gut, aber meine Mutter baut immer mehr ab.


    Ich bin vorige Woche -als mein Vater wieder ins Krankenhaus musste- zu meinen Eltern gefahren um mich um die Mutter zu kümmern.

    Mein Vater begrüßte mich schon an der Tür völlig fertig, dass meine Mutter keine Tochter habe. Ja, und dabei bleibt es. Ich bin eine Cousine.

    Mein Vater ist auch nicht ihr Mann, er ist ihr Vater.


    Es ist gruselig, da steht meine Mutter vor einem, wacklig, aber mit fester Stimme und erklärt einem die Welt.


    Ich habe dann auch die Gelegenheit genutzt und bin mit ihr zum Hausarzt. Die Blutwerte wurden schon länger nicht überprüft. Der Arzt rief an, die Zuckerwerte seien viel zu hoch, jetzt ginge das wirklich nicht mehr mit Tabletten, es müsse Insulin gespritzt werden.


    Dagegen hatte sie sich schon immer gewehrt, auch als sie noch klar war. Sie bekommt aber Augentropfen morgens und abends vom Pflegedienst verabreicht, da dachte ich, ist ja ein Aufwasch, vielleicht klappt es.


    Ich habe es ihr erklärt, wir waren vorgestern beim Hausarzt, der es ihr gesagt hat, vor meiner Abfahrt haben mein Vater und ich mit ihr noch einmal darüber gesprochen. Resultat gestern abend: nein, sie lässt sich nicht spritzen, das müsse man ihr ja schließlich vorher mal sagen. Sie will heute zu ihrem Hausarzt.


    Ich hatte gestern einen verzweifelten Vater, eine aufgebrachte Mutter und eine genervte Pflegekraft mit aufgezogener Spritze am Telefon. Boah, und ich sitze hier 150 km entfernt und kann nix machen. Aber vor Ort fühle ich mich ebenso hilflos.


    Dazu will mein Vater jetzt nicht mehr mit Muttern ins Heim umziehen sondern eine 24 Stunden-Pflegekraft kommen lassen. Meine Mutter will keinesfalls aus ihrem Haus.

    Das mit der Pflegekraft sehe ich aber auch kritisch. Meine Mutter, die keine fremden Menschen mehr erträgt, soll mit einer fremden Frau den ganzen Tag klarkommen? Im Leben nicht.


    Gibt es keine Möglichkeit die Mutter ins Krankenhaus/Geriatrie einweisen zu lassen, damit sie wenigstens vom Zucker her eingestellt wird, gerne auch noch weitere Untersuchungen gemacht werden, damit es ihr irgendwie besser geht?

    Mit der Beschäftigung haben wir auch Probleme.

    Mein Vater würde meine Mutter am liebsten gar nichts mehr machen lassen.

    Seine heilige Ordnung könnte ja gestört werden, wenn sie die Spülmaschine falsch ausräumt.


    Ich lasse sie Kartoffeln schälen und schick sie mit dem Spülmaschinen Zeug halt durch die Küche.

    Dann "darf" sie die Wäsche zusammen legen. Sie landet nur nicht im vorhergesehenen Schrank. Sie behält nur, dass sie nichts zu tun hat. Klar, sie vergisst ja alles direkt.


    Heute mussten wir zur Podologie. Sie fragte immer, was der denn macht. Ich erklärte es kurz, dann kam, ach, dann muss ich mir ja die Füße waschen.

    Ratet, wie wir zum Termin gefahren sind? Richtig, ungewaschen.


    Kennt jemand ein System wie Rabattmarken kleben? Sie berichtet immer ganz begeistert, wie sie letztens Lebensmittelmarken aufgeklebt hat.

    Ich muss wohl selbst was kreieren.


    Jetzt sage ich: das muss so, ist vom Arzt angeordnet und gut ist.

    Ich muss mich direkt selbst zitieren. So einfach wird es jetzt nicht werden.


    Gestern Mittag rief mich ihr Hausarzt an, wir waren am Freitag zur Blutentnahme bei ihm. Die Zuckerwerte sind viel zu hoch und sie soll jetzt Insulinspritzen bekommen.

    Da bin ich mal gespannt, was sie dazu sagen wird. Das wird ein Kampf werden, aber wenn sie ganz dicht macht, lass ich sie gewähren. Ich muss nur wissen, bis zu welchem Punkt ich das machen kann.


    Schwarzerkater, Stern0709 und Rose60, irgendwann kommt ja bei allen der Zeitpunkt, da sie uns nicht mehr erkennen. Bei einem früher, beim anderen später.

    Es war ein harter Brocken das zu schlucken, aber wenn ich mich an eins gewöhnt habe, dann dass es immer wieder "Überraschungen" gibt.


    Eure Mütter, die im Heim leben, Ihr habt ja für sie gesorgt. Ist es dann nicht nur noch für uns, die Besuche bei der Mutter? Ich glaube, ich würde ich bei den Pflegekräften nachfragen.


    Ich denke, ich hab gut reden, meine ist ja nicht im Heim. Ich weiß nicht, wie es dereinst mal sein wird. Rose war so offen, ich getrau mich das jetzt auch mal.

    Ich hoffe, sie stirbt, bevor das die letzte Alternative sein wird.

    Hallo,


    hier ist es neuerdings ähnlich, schwarzerkater.

    Ich bin seit Donnerstag in meinem Elternhaus um meine Mutter zu betreuen, da mein Vater ins Krankenhaus musste.


    Mein Vater erklärte mir am Donnerstag schon, dass sie keine Tochter hat. Er war fix und fertig. Zuerst hatte ich sie gefragt, ob sie denn wisse, wer ich sei.

    Ja klar, sie kenne mich. Namen käme sie gerade nicht drauf. Ich bohrte weiter. Ob sie eine Tochter habe. Nein, war die entrüstete Antwort.

    Kurz danach: ich bin ihre Cousine, die Tochter ihrer Tante, hat sie erklärt.

    Ich nehme an, sie ist in ihren Jugendjahren.


    Zuerst dachte ich, Cousine ist einfach nur ein anderes Wort für Tochter. Aber seit Donnerstag bleibt es dabei, sie hat kein Kind.


    Ich bin am überlegen, ob ich das nicht einfach bleiben soll und sie jetzt mit Vornamen anrede. Und meinen Vater auch. Es kommt nämlich immer öfter zu Irritationen, wenn ich vom Papa rede. Sie meint ihren, ich meine meinen und wenn wie jetzt meine Tochter dabei ist und wir vom Opa reden, ist die Verwirrung perfekt.


    Sie fragt mich auch mindestens zweimal am Tag, wo denn der Papa sei. Da ist mal mein Vater, mal ihr Vater gemeint. Das dann aufdröseln zu wollen, ist zu schwierig. Sie meint das männliche Wesen, das hier wohnt. Fertig.


    Auch fragt sie jedes Mal, wo denn die anderen seien, ob sie schon nach Hause gefahren sind. Meine Tochter und ich sind die einzigen Personen im Haus. Mal meint sie meinen Mann und meine anderen Kinder, mal den Pflegedienst.



    Sie sitzt meist da mit unbeteiligter Miene und nickt nach kurzer Zeit ein. Manchmal macht sie aber auch ein Gesicht, das ihren Widerwillen ausdrückt. Wogegen ist mir nicht klar, auf jeden Fall aber ist es anders als sonst.


    Unterhalten ist schwierig. Wenn ich sie nach Freunden oder ihrer Schwester frage, wird meist nichts gutes erzählt. Wenn die Rede auf den Pflegedienst kommt, der ihr lediglich morgens und abends Augentropfen verabreicht, fängt das Lamento an, dass keiner in der Straße so was hätte.

    Anfangs habe ich versucht gut zuzureden, dass ja sonst auch niemand in der Straße so alt sei wie sie und keiner so eine schlimme Augenkrankheit habe und es doch toll sei, dass es diese Möglichkeit heutzutage gebe.

    Sie schaut mich nur an als sei ich völlig plemplem.


    Jetzt sage ich: das muss so, ist vom Arzt angeordnet und gut ist.


    Da ich es mit Körperlichkeit auch nicht so habe, ist es wirklich schwierig. Was ja sonst immer empfohlen wird.

    Fotoalben anschauen bringt auch nichts. Mein Mann und mein Sohn sind meine "Brüder".


    Am besten geht Singen. Letzten Samstag haben wir mit Roland Kaiser zusammen doe ollen Kamellen geschmettert.


    Im März hat sie ihren Neurologen-Termin, mal schauen, was der sagt.

    SunnyBee, das habe ich hier auch so erfahren.

    Meine Mutter lebt noch zu Hause und klagt auch immer über Langeweile.


    Mittlerweile sind Telefonate immer schwieriger, bzw. Ich kann nicht immer richtig "übersetzen".

    Sie könnte mehr Action im Leben haben, will das aber gar nicht mehr. Ihr macht ja immer mehr Angst. In einem Moment Feuer und Flamme, "was machen wir denn heute?", im nächsten Augenblick Nervenzusammenbruch und sie will nur noch nach Hause.


    Deine Interpretation mit Aufmerksamkeit finde ich sehr treffend. Sie können sich teilweise halt nicht mehr richtig artikulieren. Im unserer Demenzgruppe wird immer wieder betont, wie wichtig eine Umarmung, ein Streicheln der Hände ist. Viel wichtiger als Worte.


    Aber bei mir ist das Schlimme, ich kann das nicht.

    Dabei kann ich mich nicht mal auf eine schlechte Kindheit beziehen. Und ich bin auch nicht 24 Stunden mit der Pflege betraut (das macht mein Vater), aber nicht mal die 7 Tage alle paar Wochen halte ich aus.

    Das macht mich zusätzlich fertig.

    Herzlichen Dank, Frau Spengemann, für Ihre detaillierte Auskunft.


    Sehr gut, dann können wir meine Tante noch fürs Jahr 2023 abrechnen.


    Dieses Jahr möchte es etwas anders handhaben, die Tante wird weiterhin einmal in der Woche kommen, sowie ich demnächst ca. alle 10 Tage (aber ich komme immer unregelmäßig, wenn meine Mutter Arzttermine oder Podologie zu erledigen hat).

    Damit für meinen Vater ein planbarer Rahmen geschaffen werden kann, will ich die Putzhilfe ins Boot holen. Ich hatte sie schon angefragt, ob sie einmal in der Woche für ein paar Stunden ins Haus kommen kann.


    Sie hat so eine Agentur aufgemacht für haushaltsnahe Dienstleistungen. Der Entlastungsbetrag wird für sie eingesetzt. Dann kann mein Vater die Tante wieder privat bezahlen und das volle Kontingent für Verhinderungspflege und ggfs. halbe Kurzzeitpflege kann darüber eingesetzt werden.

    Vielen Dank, Buchenberg, ja, jeder kann diese Verhinderungspflege ausüben. Es ist nur zum Haareraufen, wie unterschiedlich die Bestimmungen sind.


    Ich finde die Einteilung der nahen Angehörigen ja sehr weit gefasst. Ehepartner und Kinder, da bin ich völlig einverstanden.


    Aber Geschwister und Enkel sollten nicht mehr unter diese Regelung fallen. Bei verschwägerten Verwandten 2. Grades finde ich es absurd.

    Ich muss auch mal was zur Verhinderungspflege fragen.


    Mein Vater pflegt meine Mutter. Das ist zunehmend eine Belastung für ihn, aber wem sage ich das, Ihr kennt das selbst.


    Tagespflege will sie nicht. Ich habe zwar beim zuständigen Pflegestützpunkt erfahren, dass es auch Pflegedienste gäbe, die stundenweise ins Haus kommen, aber da müsste ich mich durchtelefonieren und da andere Aussagen dieses Stützpunktes zweifelsfrei falsch waren, frage ich lieber hier mal nach.


    Also, einmal meine Frage, ob Pflegedienste wirklich die Tagespflege im Haus des Pflegebedürftigen ausüben könnten?


    Zum anderen bliebe dann die Verhinderungspflege.

    Sofern ich das richtig verstanden habe, besteht ein Anspruch rückwirkend für 4 Jahre. Dies bedeutet aber nicht wie beim Entlastungsbetrag, dass dieser quasi angespart wird und bis zum 30.6. des Folgejahres ausgegeben werden kann. Sondern wenn beispielsweise im Vorjahr jemand Verhinderungspflege geleistet hat und von dem zu Pflegenden bezahlt worden ist, diese im Nachhinein angefordert werden kann.


    In unserem Fall hat tatsächlich die Schwester meiner Mutter praktisch Verhinderungspflege geleistet. Sie kommt einmal in der Woche für 2-4 Stunden und mein Vater kann dann beruhigt das Haus verlassen. Für diese Zeit wird sie auch bezahlt.

    Wir haben voriges Jahr noch keinen Antrag auf Verhinderungspflege gestellt, aber das ist wohl nicht schädlich für den Anspruch?

    Im Gegensatz zum Pflegestützpunkt weiß ich auch, dass für nahe Angehörige nur das 1,5fache des Pflegesatzes zur Verfügung steht. Meine Mutter hat im Februar des vergangenen Jahres den Pflegegrad 3 erhalten (zuvor PG1).


    Jetzt steht diese 6-Monatsregel im Raum, die ich noch nicht richtig verstanden habe. Die Pflegeperson muss 6 Monate gepflegt haben, bevor Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden kann, aber der zu Pflegende muss noch keinen Pflegegrad gehabt haben. Das finde ich ein bisschen widersprüchlich. Ich würde jetzt sicherheitshalber rechnen: Februar + 6 Monate, ab August kann ich meine Tante abrechnen?


    Gibt es einen Höchst-Stundensatz? Ich habe 15 € in Erinnerung. Die 817,50 € für letztes Jahr würden dann ganz abgedeckt werden. Wenn es nur ein paar Stunden in der Woche sind, wird auch das Pflegegeld meiner Mutter nicht gekürzt.


    Wie sieht es mit Fahrtkostenersatz aus, gibt es den obendrauf oder vergesse ich den ganz schnell, weil das Budget durch die geleisteten Stunden schon abgedeckt ist?


    Bei anderen Personen als nahen Angehörigen ist es ja so, dass ca. 1.800 + hälftiger Kurzzeitpflegebetrag zur Verfügung stehen. Ich nehme an, in unserem Beispiel bleibt es bei dem 1,5fachen des Pflegegeldes und wir haben keinen Anspruch aus der Kurzzeitpflege?


    Irritiert haben mich zwei gelb markierte Sätze aus dem Barmer-Flyer, den ich gleich verlinke.

    Was soll das mit dem Maximalbetrag bedeuten "wenn die Vertretungsperson Verdienstausfall oder Fahrtkosten nachweist"?


    Auch die Aussage in vorigen Beiträgen zum Versteuern auf Seiten der Vertretungsperson kann ich nicht nachvollziehen. Ich hatte an anderer Stelle gelesen, dass eine Versteuerung nur zu vollziehen ist, wenn das Verhinderungspflegegeld höher als das jährliche Pflegegeld ist. Wie soll das passieren?


    Dabei belasse ich es erst einmal, vielen Dank schon mal im Voraus.

    Liebe Grüße

    PausE


    PS. Ich kann das PDF nicht verlinken, daher Kopie daraus:

    In diesen Fällen steht ein Betrag in Höhe des Pflegegeldes für sechs Wochen – also der 1,5fache Monatsbetrag – zur Verfügung. Die Erstattung der Verhinderungspflege beträgt damit jährlich bis zu:
    Der Maximalbetrag der Verhinderungspflege steht in diesen Fällen nur dann zur Verfügung, wenn die Vertretungsperson Verdienstausfall oder Fahrtkosten nachweist.

    Ja, das ist eine ganz schöne Diskrepanz zwischen reinem Pflegegeld und dem, was die Pflegedienste bekommen.

    Aber das sind ja auch Fremde, die es GsD gibt, wenn Angehörige die Pflege nicht stemmen können/wollen.

    Examinierte Kräfte, die es eben auch braucht.


    Ich hadere immer noch mit den verschiedenen Bestimmungen in Bezug auf Verhinderungspflege und der neuen Unterstützung für pflegende Angehörige (10 Tage zahlt die Pflegekasse das Gehalt, plötzlich Not am Mann ist.)


    Letzteres gibt es aber nur für Angestellte, nicht für Selbständige.


    Und in der Verhinderungspflege ist der Verwandschaftsgrad wichtig. Für Ehepartner und Kinder ist das Kontingent geringer als für Nachbarn oder Freund, der sich kümmert.

    Finde ich bei den beiden Gruppen ja noch in Ordnung, aber Enkel und Geschwister des Pflegebedürftigen sind auch noch zu nah verwandt.

    Wobei ich letztens mit einem Pflegestützpunkt diesbezüglich telefoniert habe, der sagte, die nahen Verwandten hätten gar keinen Anspruch.


    Ich muss die Frage hier noch mal stellen.


    Vielen Dank für Deine guten Wünsche. Erst einmal ist heute Nachmittag noch fie Beerdigung meiner Schwiegermutter und dann geht es auf in den Zug.

    Nicole, da müssen wir ja auch Dampf ablassen, kein Problem.

    Ich habe größte Hochachtung vor Angehörigen wie Dir, die ständig mit der Pflege betraut sind.


    Mir geht es schon Tage vorher schlecht, wenn ich wie heute zu meinen Eltern für eine Woche reisen muss, weil mein Vater morgen erneut am Blasentumor operiert wird.

    Die letzten beiden Male waren der Horror für mich. Und zuletzt hatte mich meine Tochter noch begleitet, ich musste das nicht einmal alleine auffangen.


    Also verschaffe Dir Luft hier, soviel Du magst. Du leistest einfach enorm viel.


    Das System würde auch zusammenbrechen, wenn es die vielen Angehörigen nicht gäbe.

    Ich habe hier eine Statistik:

    Mehr Pflegebedürftige
    Immer mehr Menschen sind in Deutschland im Zuge der Alterung der Gesellschaft von Pflege­bedürftig­keit betroffen. Im Dezember 1999 gab es 2,02 Millionen…
    www.destatis.de


    Beim Pflegeheim ist ja das Gute, dass die Zuzahlung gleich bleibt von PG 2 bis 5.

    Der Aufwand für die Pflege wird größer, was durch die Pflegekasse geschultert wird.


    Alles Liebe

    (ich geh dann mal packen)

    Pause

    Unsere Mütter könnten Zwillinge sein, Tochter60.

    Ich kenne das alles gut und die Validation (grob gesagt: nicht widersprechen, die Wirklichkeit der Patientin annehmen und umlenken) habe ich auch nicht drauf.


    Meine Mutter hat erst seit letztem Jahr mich die Medikamente richten lassen. Der Hausarzt rief mich an, dass sie wohl nichts mehr einnimmt. Ihm ist aufgefallen, dass sie ein Jahr zuvor das letzte Rezept Diabetes-Tabletten abgeholt hatte.


    Das gleiche mit Augentropfen. Da habe ich eine Verordnung geholt und nun kommt ein Pflegedienst morgens und abends ins Haus und verabreicht sie.

    Aber immer nur unter großem Lamento meiner Mutter. Das könne sie ja noch selbst.


    Ich muss im Moment so alle 6 Wochen für eine Woche zu meiner Mutter, wenn mein Vater im Krankenhaus ist.

    Da hab ich erst so richtig festgestellt, was alles nicht mehr funktioniert.


    Das letzte Mal war meine jüngste Tochter mit. Sie hat eine Engelsgeduld mit ihrer Oma.


    Ja, alleine auf weiter Flur zu sein, ist ein bescheidenes Gefühl. Wie gut, dass Dein Mann Dich da unterstützt.

    Hallo Tochter60,


    ach je, da machst Du ja auch was mit!


    Gerade heute hat mir eine Freundin von ihrer Schwägerin erzählt, die dement ist. Bei ihr ist es auch so weit, dass ihr die Einsicht, "dass etwas nicht stimmt" völlig ab geht.

    Sie fährt auch noch Auto und die Kinder können sie nicht bewegen das aufzugeben.

    Zum Arzt will sie auch nicht.


    Die Kinder waren bei der Polizei und haben gefragt, ob diese da nicht einschreiten kann.

    Die Polizei meinte nur, sie habe da keine Handhabe, erst wenn etwas passiere.


    Ich kann mir das gar nicht vorstellen, dass das so ist. Müsste man dann nicht einen Betreuer einschalten, der alles weitere in die Wege leitet?



    Zur Begutachtung des MD:

    Deine Mutter war ja nun beim Arzt, hat aber nicht richtig "mitgespielt".

    Hast Du diesen Arztbericht?


    Den könntest Du am Montag vorlegen. Natürlich nicht, wenn da drin steht, dass Deine Mutter kognitiv total gesund ist.


    Aber die verweigerte Mitarbeit ist schon mal wichtig, und dann wird sie vom MD selbst ja auch befragt und die kennen ihre Pappenheimer.


    Alles Gute!

    Liebe Stern,


    wie schön, dass Du hergefunden hast.


    Die anderen haben schon alles wichtige geschrieben.

    Das kann ich nur bestätigen.

    Bei uns steht der Umzug meiner Eltern in diesem Jahr an.

    Durch die Krebserkrankung meines Vaters sieht er die Notwendigkeit endlich ein. Und ich wäre heilfroh, wenn der Schritt für beide noch vollzogen werden kann. Ich erhoffe mir jedenfalls davon eine leichtere Eingewöhnung für meine Mutter.


    Ich kenne das schlechte Gewissen nur zu gut, bin auch immer noch viel zu ungeduldig und die vielen Suchaktionen treiben mich zur Weißglut. Dazu die mittlerweile völlig fehlende Einsicht meiner Mutter in ihre Krankheit und die damit einhergehende Aggressivität machen mich total fertig.

    Ich bin seit 5 Monaten arbeitsunfähig wegen Überforderung und Depression und wünschte mir eigentlich nur noch, mich würde mal ein Arzt bei meinen Eltern auch krank schreiben.


    Aber hilft ja nix, immer weiter...


    Wenn Deine Mutter dort im betreuten Wohnen gut aufgehoben ist und mit ambulantem Pflegedienst zusätzlich es gewuppt werden kann, ist doch erst mal alles gut.

    Falls nicht, würde ich für die Zeit des Urlaubs einen Kurzzeitpflegeplatz suchen.


    Aber keinesfalls auf den Urlaub verzichten, es dankt Dir Deine Mutter sowieso nicht. Das kann sie leider nicht mehr. Und Ihr braucht Eure Erholung auch.


    Es ist schon schwierig genug einen Kurzzeitpflegeplatz zu finden, dann wenigstens wenn es sich so richtig lohnt.


    Meine Bemühungen für eine Woche taugen nichts, da winken sie alle ab.

    Aber ich soll dieses Jahr in die Reha, spätestens dann ist die Kurzzeitpflege fällig.

    Ich brauche mal wieder praktische Hilfe.


    Meine Mutter hatte letztens den Wasserkocher auf den Elektroherd gestellt und wollte Teewasser kochen. Ich bin vom Rauchmelder wach geworden.


    Jetzt habe ich von sogenannten "Herdwächtern" gelesen. So weit ich das verstanden habe, lösen die aber auch nur einen Alarm aus ähnlich wie der Rauchmelder.


    Mir schwebt da was anderes vor: gibt es keine Vorrichtung, bei der man nur mit bestimmtem Kniff den Herd in Gang setzen kann?

    Entweder etwas Nachzurüstendes oder halt ein neuer Herd mit dieser Möglichkeit?


    Wenn ich bei meinen Eltern bin und meine Mutter eine Zeit allein lassen muss, stelle ich die Herdsicherung aus.

    Mein Vater, der die meiste Zeit meine Mutter betreut, denkt da aber nicht dran.

    Vor allem muss dann die Uhr (an der sich alle orientieren) immer wieder neu eingestellt werden.


    Liebe Grüße

    PausE

    Herzliche Grüße auch von mir, schneeflocke.


    Deine Geschichte haben einige schon erlebt.

    Meine Mutter ist noch nicht so weit, lebt noch mit meinem Vater zu Hause. Aber lange wird es wohl nicht mehr dauern bis ein Heim unvermeidbar wird


    Was ich des öfteren hier von den "Kolleg:innen" gelesen habe: bei den Angehörigen wird gewehklagt, aber nach Rückfragen beim Pflegepersonal wird von ganz reizenden, ruhigen Gästen berichtet.

    Hast Du schon mal mit dem Heim gesprochen?


    Alles Gute!

    Hallo Silly,


    ja, die beiden Situationen sind sehr ähnlich.


    Es ist in unserem Fall nur so, dass mein Vater als Vertreter meiner Mutter handeln soll. Sie soll ja gar nicht nichts mehr unterzeichnen.


    Unser Notar hat gesagt, das ginge. Üblicherweise wären in diesen Vorsorgevollmachten auch die "In sich Geschäfte" erlaubt.


    Ich muss mir die nur mal hervor holen und den genauen Wortlaut nachlesen.


    Danke auch Dir, Silky, und viele Grüße

    PausE