Beiträge von Buchenberg

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    Tut mir leid Buchenberg, war nicht böse gemeint.

    Es war bei mir nichts Böses angekommen. Ich hatte mich unklar ausgedrückt.
    Du bist niemandem Rechenschaft schuldig, wofür du das gemeinsame Geld der Mutter und dir ausgibst. Und niemand hier hat dir was Unrechtes unterstellt - ganz im Gegenteil, du findest hier Anerkennung für die Last, die du freiwillig trägst.

    Ich will aber hier keine Diskussion von Tiktok fortführen.

    Liebe Nicole,

    da deine Mutter auch Renteneinkünfte hat, wird das Heizöl von der Rente bezahlt. Das war ja auch früher so, bevor sie Pflegegeld bekommen hat.


    Meine Frau und ich waren zu zweit für die häusliche Pflege verantwortlich. Und meine Frau hatte auch Bankvollmacht und hat alle Ausgaben gemanagt. Um die Übersicht zu behalten, haben meine Frau und ich alle Ausgaben notiert. Geholfen hat uns dabei die App von SPLID. Splid – Abrechnen im Urlaub und der WG — Splid Da kann man die Ausgaben verschiedenen Konten zuordnen.

    Wir benutzen diese App immer noch, halt jetzt für zwei und nicht mehr für vier.

    Hallo PausE,

    eine Teilantwort von mir:
    Verhinderungspflege kann JEDE/r machen, Laien, Nachbarn, Verwandte und Profis, auch stundenweise, aber die von der Pflegekasse erstattete Entlohnung ist je nach Art der Vertretenden verschieden. Und es gibt einen jährlichen Höchstbetrag, den die Pflegekasse auszahlt.

    Unser guter Pflegedienst hat bei dieser Frage passen müssen, weil sie niemanden hatten, der kochen kann. Letztlich hat uns ein Familienmitglied in Urlaubszeiten vertreten, aber ihre mögliche Bezahlung war so mies, dass sie auf Bezahlung verzichtet hatte.

    Buchenberg

    Hallo Nicole,

    ich weiß von einer Freundin, die in einer ähnlichen Lage war wie Du, dass die Leute im Arbeitsamt auch mal ein Auge zudrücken können und stillschweigend eine Situation (bzw. die Alg-Bezieherin) unberührt lassen, wenn alles andere keinen Sinn macht. In deinem Fall ist ja die Gesundheit oder gar das Leben deiner Mutter gefährdet, sobald du durch irgendwelche Maßnahmen an der Pflege gehindert wirst.


    Ich würde mir erst Rat, Beistand und schriftliche Bestätigungen bei den Stellen suchen, die dich bei der Pflege unterstützen oder unterstützen können (Hausärztin, Pflegedienst, Mdk, Sozialberatung usw.). (Staatliche Stellen vertrauen anderen staatlichen Stellen, aber nicht dir und niemandem sonst.)
    Mit diesen Dokumenten "bewaffnet" würde ich zum Arbeitsamt gehen und alle Karten auf den Tisch legen.
    Das müsste so gründlich vorbereitet sein, wie du dich auf den MdK-Besuch vorbereitet hast.
    Lieben Gruß
    Buchenberg

    Hallo Nicole,

    ich habe bei Google das gefunden:
    "Wer wegen der Angehörigenpflege vorübergehend aus seinem Job ausscheidet, kann sofort Hartz IV beantragen. Er sollte belegen, dass er einen Angehörigen pflegt - zunächst gegebenenfalls nur mit einer ärztlichen Bescheinigung, später mit einem Bescheid der Pflegekasse. Dass er Arbeit sucht, muss dann nicht nachgewiesen werden. Er muss auch nicht damit rechnen, dass er zum Beispiel einen Ein-Euro-Job oder eine andere Maßnahme annehmen muss.
    Klar ist allerdings: Die pflegenden Angehörigen müssen dann - wie alle anderen ALG-II-Antragsteller - detailliert ihre Bedürftigkeit belegen."


    Sicherheitshalber solltest du aber im Forum "Gesetzliche Leistungen" noch einmal nachfragen, welche Anforderungen du erfüllen musst, damit dir keine Sanktionen vom Amt drohen.

    Lieben Gruß
    Buchenberg

    Liebe Nicole,

    Entschuldige bitte, wenn ich auf deine Zehen getreten bin. Das war nicht meine Absicht. Ich wollte den finanziellen Aspekt der Pflegearbeit, der ja auch wichtig ist, aus meiner Sicht ansprechen. Bei diesem Thema soll nichts gelöscht, da soll weiter darüber gesprochen werden.
    Mit dem Alg kenne ich mich aber nicht aus. Ich hatte das Glück, darauf nie angewiesen zu sein.

    Vielleicht hast du die Möglichkeit, deine Pflegearbeit als Gewerbe anzumelden? Vielleicht können dir bei der Frage, wie du den Fängen des Arbeitsamts entkommen kannst, @renatogascho weiterhelfen oder sonst jemand, die sich mit gesetzlichen Leistungen auskennt?

    Liebe Grüße an dich!
    Buchenberg

    Klar ist es ganz wichtig das es Pflegedienste und all diese Kräfte und Institutionen gibt. Dennoch finde ich diese Verteilung fragwürdig. Wenn von der Pflegekasse für 15 Minuten bei meiner Mutter sein mehr bezahlt wird als wenn ich 24 Stunden da bin...


    Aber es muss und wird weiter gehen

    Habt einen schönen Tag 😊🍀

    Die Pflegedienste haben mehr oder minder lang ausgebildete Kräfte. Es stimmt, dass wir als Angehörige nach ein oder zwei Jahren Pflege uns ebenfalls viele Kenntnisse angeeignet haben, aber das hebt nicht den Unterschied von familiärer, laienhafter Pflege und professioneller Pflege auf.
    Sowieso gibt es diese "Ungerechtigkeit" bei aller häuslicher Arbeit. Die Arbeit, die ich als Hausmann oder die eine Hausfrau macht, wird nicht bezahlt. Dieselbe Arbeit, die eine angestellte Haushälterin macht, muss bezahlt werden.

    Das eine ist lohnabhängige Arbeit, das andere nicht.


    Schließlich: Die Pflegekasse zahlt niemandem die vollen Kosten. Die Pflegekasse ist eine Unterstützungskasse, die immer nur einen Teil der Kosten abdeckt: Bei den ambulanten Pflegerinnen, die zu dir nach Hause kommen, wie bei den Aufwendungen eines Pflegeheims, erst recht nicht, wenn Angehörige die Pflege übernehmen. Es wird davon ausgegangen, die häusliche Pflege von Angehörigen "nebenher" erledigt wird, so wie wir Putzen, Waschen und Kochen ("Reproduktionsarbeit") nebenher erledigen müssen. Unser Lebensunterhalt lässt sich nie mit dem Pflegegeld bestreiten.


    Meine Frau war wegen der häuslichen Pflege ihrer Eltern auch auf halbe Stundenzahl gegangen, das war für uns beide (ich bin in Rente) ein große finanzielle Einschränkung. Wir haben das gesamte Pflegegeld für ambulante Pflegekräfte verwendet und haben keinen Cent für die Pflege der (Schwieger)Eltern eingesteckt. Ohne externe Hilfe hätten wir die vier Jahre Pflege für zwei Demenzkranke niemals durchgestanden.

    Die Pflege unserer Angehörigen kommt jedem von uns teuer - egal ob wir die Arbeit selber machen oder ob wir die Pflege delegieren.


    Deshalb: Jede/r soll dreimal überlegen, ob er/sie diese finanzielle, nervliche und zeitliche Bürde auf sich nehmen kann und auf sich nehmen will.
    Und jede/r muss sich immer wieder neu überlegen und neu entscheiden, ob er/sie diese Bürde noch weiter tragen kann und tragen will.


    Niemand kann dazu verpflichtet werden, diese Bürde zu tragen. Ich glaube, wer die Pflegearbeit nicht aus freiem Willen tut, der kann und macht es nicht gut.

    Buchenberg

    Meine Idee wäre, den Hausarzt nicht persönlich, sondern mit einem Brief anzusprechen - ungefähr so wie du uns hier informiert hast. Wenn du ihn schriftlich ansprichst, muss er nicht dir Rede und Antwort stehen über seine andere Patientin.
    Eine andere Frage wäre, ob du nicht irgendwas Gutes für die Kinder tun kannst, irgendwas Freizeitmäßiges - entweder mit deiner Teilnahme oder durch Anmeldung in einem Verein.

    Liebe Grüße
    Buchenberg

    Hallo Nicole,

    du machst das ganz gut, wenn du deine Kenntnisse im Vorhinein dem MD mitteilst. Du musst ihm aber nicht alle Arbeit abnehmen wollen, indem du auf jede einzelne Frage eingehst.

    Der MD bezweckt mit einer Höherstufung mehr und bessere Pflege für die Pflegebedürftigen. Vielleicht solltest du ebenfalls - nach der Höherstufung - externe Pflegekräfte in die Versorgung deiner Mutter einbeziehen und das dem MD auch schon ankündigen. Das wäre ein sehr starkes Argument für Höherstufung.
    Du bist ja auch keine Maschine, die 24/7 ständig rund um die Uhr funktionieren kann.

    Mein Vater hat ein eigenes Konto und kann darüber bestimmen, wer es verwaltet und wofür das Geld ausgegeben wird... Im Moment ist es meine Mutter. Und natürlich hoffe ich, dass meine Mutter irgendwann ein Einsehen hat, dass die Situation so nicht geht.

    Ich denke, da machst du dir falsche Hoffnungen.

    Selbst wenn ich die Vollmacht bekomme, weiß ich nicht, ob so ein Umpflanzen das Richtige ist. Der Besuch von Freunden ist ja auch schön und wichtig. Im Moment versuche ich es so gut es geht, auszuhalten und bei wöchentlichen Besuchen und telefonisch so viel wie möglich zu regeln.

    Ich gehe davon aus, dass deine Mutter den Finger am ehelichen Geldbeutel hat. Was hilft dir eine Vollmacht für deinen Vater, wenn du keine Bankvollmacht für das Konto deiner Eltern hast? Du kannst doch das Heim für deinen Vater nicht finanzieren.
    Ich denke, deine Zeit und deine Nerven sind hilfreich investiert, wenn du deinen Vater so viel wie möglich besuchst und ihn in praktischen Dingen unterstützt.
    Ich denke, du nimmst dir zu viel vor, wenn du ohne Zustimmung der Mutter über den Aufenthalt deines Vaters bestimmen willst.
    Liebe Grüße!
    Buchenberg

    Danke, Rose, für deinen lieben Zuspruch!

    Meine Frau und ich gewinnen gerade das Gefühl zurück, dass wir wieder selbst und nicht eine alte, kranke Person über unser Leben bestimmt.
    Wenn wir über ihren Vater sprechen - sein Foto hängt groß und in Farbe über meinem Schreibtisch - , kommen meiner Frau immer noch die Tränen.
    Schwiegermutter mag auch über den Tod ihres Mannes trauern, aber vielleicht so, wie Leute den Verlust einer schicken, teuren Bekleidung bedauern. Sie hatte sehr schnell nach einem Ersatz gesucht und begonnen, einen Heimnachbarn zu betütteln.

    Buchenberg

    Nach dem Tod ihres Mannes und ihren beiden Stürzen hat Schwiegermutter sehr abgebaut. Sie isst und trinkt wenig und kann/will nicht laufen. Auch ihre Einstellung hat sich radikal geändert. Sie zeigt Anzeichen von selbstkritischer Reflexion („Ich muss im Leben alles falsch gemacht haben, dass ich hier gelandet bin!“) und ist (nur in Gegenwart ihrer Tochter?) nett zu den Pflegerinnen, sie begrüßt sie freundlich und bedankt sich für deren Hilfe und Unterstützung.


    Meine Frau meint, es ginge jetzt mit ihrer Mutter zu Ende. Ich meine, dass Schwiegermutter (endlich!) in ihrer Krankheit und in ihrem Alter angekommen ist. Weil die Ankunft so spät kam, kam sie für sie heftig, aber es ist noch nicht das Ende. Ich glaube, wenn draußen die Sonne wieder scheint, dass dann auch ihre Lebensgeister wieder geweckt werden. Wir werden sehen.

    Buchenberg

    Ja ich weiß. Aber kann so etwas einen neuen Schub mit Wahnvorstellungen und Suizid Gedanken auslösen? Ich habe echt Angst um ihn.

    Liebe Sabine,

    du kannst Gedanken an Suizid nicht verhindern. Für dich ist die Situation dramatisch und einmalig, für den Richter und für das Heim ist es Routine. Du solltest aber auch das Vertrauen haben, dass die Pflegerinnen (und im Hintergrund der Richter) aktiv werden, wenn sich die Situation zuspitzt.

    Ich bin wirklich sehr besorgt, weil mein Vater in einem psychischen Ausnahmezustand schon mal ernsthafte Suizidgedanken geäußert hat. Und ich möchte verhindern, dass er wieder an den Punkt kommt... ihn einfach mitzunehmen zu mir, das traue ich mich nicht. Das wäre wahrscheinlich auch sehr unklug. Das Hotel für Demenzerkrankte ist im Moment leider ausgebucht. Was kann ich tun?


    Weiterhin ratlos.

    Sabine

    Liebe Sabine,

    du allein kannst nichts Grundsätzliches ausrichten.

    Du hast richterliche Hilfe angefordert, das war ein wichtiger und guter Schritt - und der Richter hat ja dir gegenüber positiv reagiert, aber die Lage weniger kritisch gesehen als du. Du hast die Sache in Gang gebracht, aber über die Geschwindigkeit bestimmen andere.

    Dir bleibt nichts, als abzuwarten. Von dir ist Geduld gefragt und von deinem Vater ist Geduld gefragt.

    Buchenberg

    Hallo Mechthild,

    meine Frau hatte die 10 Tage in Anspruch genommen, um den Umzug der Eltern ins Heim zu organisieren. Sie brauchte von ihrer Firma eine Entgeltbescheinigung, dann wurde von der Pflegekasse der Lohnausfall (zu 90%) erstattet. Die Firma war mit der Begründung sofort zufrieden. Die Pflegekasse wollte noch nähere Auskunft und hat die Zahlung erst akzeptiert, als wir erklärten, dass der Umzug ins Heim eine Verbesserung der Pflegesituation zur Folge hat.

    Buchenberg

    Eine Frage habe ich noch:

    Was machen die Mitarbeiter im Heim, wenn sie sich weigert dort zu bleiben?

    Ich hab da mit meiner Mutti damals schlechte Erfahrungen gemacht, die holten die Polizei und dann ging es in die Psychatrie, wo sie innerhalb von 3 Tagen durch falsche Behandlung bettlägerig wurde. ...

    Zum Glück haben die super Pfleger im Heim sie wieder auf die Beine gebracht.

    Liebe Grüße Elfriede

    Liebe Elfriede,

    Ein Pflegeheim muss halt den Willen der Pflegebedürftigen respektieren - es sei denn du oder dein Mann haben eine Vollmacht, die auch die Entscheidung über den Wohnort der Pflegebedürftigen einschließt. Diese Vollmacht ist für den dauerhaften Aufenthalt im Heim stärker als der Wille der Kranken.


    Letzter Ausweg (bei Risiko-Verhalten) ist die Polizei und dann (nach Prüfung der Umstände) ein richterlicher Beschluss mit Einweisung in die Psychiatrie.
    Mit der Gerontopsychiatrie gibt es hier im Forum nicht nur schlechte Erfahrungen - vor allem, wenn dieser Schritt nicht überstürzt erfolgt ist.

    Beste Grüße
    Buchenberg

    Liebe Elfriede,

    die Erfahrungen mit den Demenzkranken hier im Forum zeigen, dass es kontraproduktiv ist, wenn Demenzkranke auf eine einzige Pflegekraft fixiert sind. Die Fixierung auf eine einzige Pflegeperson führt in eine Sackgasse, die notwendig in einem großen Loch endet, wo der/die Pflegende völlig überfordert und die Pflege für die kranke Person nicht mehr gewährleistet ist.


    Was dein Mann tut, ist also weder gut für die kranke Mutter noch für ihn. Ihre gegenseitige Abhängigkeit muss sich auch sehr negativ auf dich auswirken.


    Die Chinesen sagen: Eine drei Zoll dicke Eisschicht wächst nicht an einem einzigen Tag. Und die Abhängigkeit deines Mannes von seiner Mutter wird - wie die Abhängigkeit der Mutter von diesem Sohn - auch nicht an einem einzigen Tag entstanden sein.


    Buchenberg

    Dieses Wochenende besucht meine Frau eine Schulfreundin in Köln.

    Mein Rat war, wenn sie von Jecken angesprochen wird, dass sie dann mit integrativer Validation reagiert.