Beiträge von Zoe82

Datenschutzhinweis: Bitte achten Sie darauf, dass Sie im Forum keine persönlichen Daten von sich selbst oder von Dritten posten. Auch sollten Ihre Angaben keine Rückschlüsse auf Ihre Person zulassen.

    Hallo zusammen,


    danke für die Antworten!

    Rose60 nein, das klingt nicht hart. Das ist leider die Realität. Ich weiß nicht ob ich wirklich so weitermachen möchte. Ich weiß nicht wo er steht und wie und wo es weitergeht. Inzwischen hat er 2 Termine ausfallen lassen und er wird morgen auch nicht gehen. Ich werde ihn nicht zwingen. Problematisch ist einfach, dass er die Tragweite seines Tuns nicht versteht. Ich wünsche dir auch weiterhin viel Kraft mit deiner Mutter. Der Weg für dich war wahrscheinlich auch lang dahin wo ihr jetzt seid.


    ecia25 Puh, von Mutter zu Mutter das zu lesen ist hart. Ein junger Mann mitten im Leben ist einfach nochmal ne andere Hausnummer als mein Vater, der seinem Großteil seines Lebens schon gelebt hat. Ich wünsche euch viel Kraft für die nächste Zeit und hoffe, dass es für deinen Sohn eventuell eine Alternative zur Dialyse geben wird. Und ich bin bei dir, zwingen werde ich meinen Vater nicht. Ich muss nur noch meinen Frieden mit der Situation finden.


    martinhamborg danke für den Tipp! Ich werde daran denken, wenn es soweit ist. Ich hoffe einfach, dass ich den richtigen Zeitpunkt erwische. Er war zwischenzeitlich alleine einkaufen und es hört sich fies an: aber mein Wunsch war, dass irgendetwas unterwegs passiert, damit ich ihn ohne den ganzen Prozess vorher in die Klinik bekomme. Zu ihm durchdringen schaffe ich nicht (mehr).


    Das was er gerade macht, ist Selbstmord auf Raten. Kommende Woche soll der Pflegedienst anfangen, aber das wird nochmal ein Kampf. Vielleicht erledigt sich das aber auch von selbst.

    Hallo zusammen,

    zunächst vielen Dank für die vielen netten und sehr hilfreichen Tipps und Kommentare. Leider liege ich selbst seit Weihnachten mit COVID flach, was das Ganze nicht einfacher macht.


    Teuteburger: vielen Dank für die zahlreichen Tipps zur Herangehensweise. Ich glaube ich werde es so versuchen. Gläubig ist er leider nicht. Es gibt auch nichts womit ich ihn wirklich hervorlocken kann. Ich schaue mal spontan. Zum Thema Demenzzentrum: haben alle Zentren die Möglichkeit Angehörige zu beraten? Das muss ich mal googeln.


    Sohn83: Tagespflege ist eine Überlegung. Allerdings ist das alles noch nicht spruchreif. Im Moment habe ich das größte Problem, dass er heute die Dialyse verweigert hat. Wenn das nochmal vorkommt, dann wird es eng. Aber im Endeffekt kann ich ihn dann zumindest ins Krankenhaus einweisen lassen und von da aus weiter überlegen.

    Wie jochengust schon schreibt: ich muss mir alle Eventualitäten anschauen und auch im engen Kontakt mit seinen Ärzten bleiben. Mein Gefühl sagt, dass es jetzt nochmal richtig schwierig wird. Wenn er die weitere Behandlung verweigert: was bleibt mir rechtlich möglich? Einweisung in die geschlossenene und Zwangsdialyse? Er glaubt nicht an die Dialyse. Er behauptet sie würden nichts machen mit ihm. Ich bin mir sicher, dass er die Konsequenzen nicht versteht. Sonst würde ich ihm seinen Willen lassen. Schwierig. Auch über eine Kurzzeitpflege habe ich nachgedacht, aber er würde nicht hingehen. Heute war er alleine einkaufen und hat sich erstmal mit fettigem Essen eingedeckt. Alles was er nicht darf natürlich...


    Nochmals danke an alle. Das Forum gibt einem wirklich das Gefühl nicht alleine zu sein...

    Hallo zusammen,


    über Google bin ich auf diese Seite aufmerksam geworden und würde mich über Rat freuen!


    Ich bin Ende 30, berufstätig, Mutter zweier Kleinkinder, verheiratet, Einzelkind. Meine Eltern sind Mitte 70 mit diversen Vorerkrankungen. Meine Mutter ist vom Kopf her fit, leider macht ihr Körper nicht mehr was er soll. Sie ist nach mehreren Krankenhausaufenthalten auf Reha. Pflegegradhochstufung ist beantragt. Aber das ist nicht das Thema.


    Mein Vater ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dement. Ein neurologischer Befund steht noch aus, aber diverse Ärzte in Krankenhäusern listen die Verdachtsdiagnose.


    Angefangen hat es vor etwa 2 bis 3 Jahren. Nur leichte Einschränkungen. Inzwischen ist mein Vater dialysepflichtig und der geistige Verfall scheint mehr und mehr zu werden. Er hasst die Dialyse und erfindet Geschichten, wieso er nicht hin muss. Mal habe der Arzt ihm frei gegeben, mal habe er angehört sie wollen nur das Geld. Einmal hat er im Wahn den Katheter zerschnitten und ist nur mit viel Glück nicht verblutet. Beim nächsten Mal hat er dran rumgeruppt, dann hat er sich gelöst.

    Wenn ich ihm sage, dass sein Leben von der Dialyse abhängt, glaubt er mir nicht. Er verwechselt Tage, weiß nicht wo er wohnt, liegt den ganzen Tag nur rum und liest Zeitung oder guckt fern. Körperpflege ist schwierig, da der Katheter besonderer Betreuung bedarf. Ich wasche, putze, kaufe ein. Ich sorge für seine Medikamente, hab den Erhöhungsantrag gestellt (er hat bislang PG 2). Wir ecken oft an, ich bin wütend und habe auch kein Verständnis mehr. Ich selbst laufe am Limit und erhalte kein Danke.


    Nun soll ab dem neuen Jahr der Pflegedienst langsam einsteigen. Zunächst als Begleitung zur Dialyse und zum Waschen. Parallel kommt die Haushaltshilfe. Ich weiß nicht wie es ihm erklären soll, dass da jemand kommt. Er war beim Erstgespräch dabei. Verstanden hat er glaube nichts. Meine Mutter kann nicht mehr. Bislang hat sie ihn geduscht. Ich kann es nicht. Er wird es nicht wollen. Aber vielleicht wird er es auch akzeptieren. Wenn er nur dement wäre ohne die Dialyse, wäre es noch ok. Aber die Kombi ist krass, weil sein Leben davon abhängt. Und er sich regelmäßig weigert, rumstresst und am Ende doch geht. Oder sich wahlweise den Katheter abschneidet. Jeden Dialysetage zittere ich, dass er geht.


    Über jeglichen Rat bin ich dankbar!