Beiträge von grobi

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    Ist Demenz eigentlich erblich? Ich mache mir in der letzten Zeit ganz oft Sorgen, dass es mich auch erwischt.


    Krass finde ich auch, dass mich auf einmal wieder existenzielle Sorgen plagen. Was wird aus meiner Zukunft?


    Und mich erschüttert, dass ich mich zeitweise nicht arbeitsfähig fühle. Zeitweilig muss ich Aufgaben zuhause erledige und ich schaffe sie nur knapp oder verschiebe die Aufgaben. Fürchterlich!

    Meine Ma lebt in einer abbezahlten Eigentumswohnung. Der ursprüngliche Plan war, dass ich die Wohnung später erbe und sie mich durchs Alter retten wird. Ich werde eine sehr kleine Rente kriegen, da ich sehr lange selbsttständig war.

    Ich gehe davon aus, dass meine Ma langfristig einen Platz im Pflegeheim braucht und da ihre Mittel nicht ausreichen, langfristig das Sozialamt aufstocken muss. Und dazu muss sie, wenn ich es richtig sehe, die Wohnung zu Geld machen. Oder?


    Gibt es irgendeine Möglichkeit, sie zu erhalten? Was wäre, wenn ich dort wieder einziehe? Hat jemand einen Tipp oder weiß, wo ich mich beraten lassen kann?

    Da muss ich zustimmen. Das Leben mit einem narzißtischen Vater macht die Kindheit doch sehr schwierig, um es mal nett zu formulieren.


    Ich habe für mich festgestellt, wenn es schon die Mutter - also eine erwachsene Frau - nicht schafft, sich aus dieser Beziehung zu lösen, wie soll es dann ein Kind schaffen?


    Ich habe als Erwachsene die Notbremse gezogen und habe den Kontakt zu meinem Vater komplett abgebrochen.

    Ihre Frage





    - Ich denke, insbesondere mein Vater braucht fachkundige Unterstützung im Umgang mit seiner Frau. Selbsthilfegruppen o.ä. sind aber aufgrund der eingeschränkten Mobilität wenig praktikabel. Vielleicht gibt es hier auch "mobile" Hilfsangebote?

    Ich habe gefunden, dass es teilweise Online-Beratungen bzw. Selbsthilfegruppen gibt. Oder aber auch telefonische Beratungen.


    Vielleicht kriegt er das mit einer VK hin, wenn man ihm alles richtig einrichtet.

    Hallo nocheinSohn,


    wenn ich es richtig rausgelesen habe, hat sich dein Vater in deiner Kindheit nicht deinen Respekt verdient.

    Du hast ihn später mit sehr viel Respekt behandelt, bist an deine Grenzen gegangen. Mehr kannst du nicht tun. Es ist schwierig, weil man nur den einen Vater hat.

    Pass auf dich auf!

    Grüße

    grobi

    Hallo an alle,


    der Thread ist schon etwas älter, aber ich finde es wirklich sinnvoll, sich professionelle Hilfe zu suchen. Ich habe mir vor kurzem aus anderen Gründen eine Therapeutin gesucht und bin jetzt heilfroh, dass ich damit auch jemand für das neue Thema habe.

    Ich merke jetzt auf einmal meine eigene Bedürftigkeit und was ich mir noch alles von meiner Ma gewünscht hätte. Ich weiß, dass das Dinge sind, die sie mir auch vorher schon nicht geben konnte. Doch jetzt ist es noch einmal wie ein Cut, weil sich die Bedürftigkeit anfängt umzudrehen. Und das setzt mir zu.

    Hallo,


    danke für eure Antworten. Ich bin die grobi, also die Tochter.


    Ich habe vor meinem inneren Auge noch das Bild, wie sie alles hinkriegt und jetzt merke ich, dass es schlau ist, genauer hinzugucken.


    Ja, zum Arzt geht sie. Ich begleite sie meist. Ich bin mir nicht sicher, ob sie sonst die Praxen finden würde.


    Im Moment habe ich das Gefühl, seit ich aufdecke, dass da was nicht stimmt, wird es eher schlimmer. Als wenn sie sich nicht mehr so zusammenreißt.


    Ich habe für mich schon einen Termin bei einer Beratungsstelle gemacht. Ich muss auf mich aufpassen. Meine Freunde haben teilweise auch Demenzerfahrung mit Angehörigen. Das hilft mir sehr.


    Trotzdem fühle ich mich wie erschlagen.


    Grüße

    grobi

    Liebe Community,


    mir ist schon länger aufgefallen, dass das Gedächtnis meiner Ma schwächelt. Sie erzählt mir Sachen mehrmals, kriegt Daten und Termine schlecht zusammen und ihre Orientierung ist schlechter geworden - war nie ihr Spezialgebiet.


    Kürzlich informierte mich eine ihre Freundinnen. Bei ihrem Treffen mit mehreren Freundinnen war meine Ma völlig neben sich. Sie wirkte ungepflegt und war an der Aufgabe, die Kafeetafel zu decken, gescheitert. Das Kaffeekochen gelang ihr nur noch mit Mühe.


    Es war wie ein Schlag ins Gesicht, meine Verabredung mit ihr hatte sie zwei Mal verschoben. Ich war mir sicher, dass ich mich nicht nochmal abwimmeln lasse. Ich kündigte an, Kuchen mitzubringen und mich auch um das Essen zu kümmern. Erleichterung, sie wirkte gepflegt, hatte offensichtlich, bevor ich kam, die Wohnung geputzt.


    Doch wenn ich mir das richtig angucke, befürchte ich, dass sie viel nicht mehr kann. Sie ist eine leidenschaftliche Kuchenbäckerin. Auf einmal war mir klar, dass sie das seit Ewigkeiten nicht mehr gemacht hatte. Wann hatte sie das letzte Mal mein Wunschessen gekocht? Oder überhaupt gekocht? Und wann hat sie das letzte Mal ihren Kiez verlassen? Und warum erzählt sie mir immer, sie würde lesen, wenn sie mal Ruhe hat?


    Mich zieht das sehr runter. Ich habe keine Geschwister und werde mich um alles alleine kümmern müssen.


    Wir waren zusammen bei ihrem leider neuen Hausarzt. Von drei Begriffen wusste sie am Ende nur noch einen. Mein Geburtstag verschob sie um einen Tag.


    Zwischendurch möchte ich einfach nur weinen. Ich bin so traurig.


    Ich habe sie jetzt bei einer Gedächtnissprechstunde angemeldet, habe ihr eine Neurologin gesucht, sie bei einem HNO angemeldet, weil ihr Hörvermogen schlecht ist und ich bei der Frage "WAS?" langsam Aggressionen kriege: bis zu den Terminen dauert es noch.


    Ich versuche, nette Sachen mit ihr zu machen. Plätzchen backen, einen Ausflug auf den Weihnachtsmarkt, eine Hotelübernachtung (2 Mal Toilette nicht gefunden und einmal im Badezimmer eingesperrt) und kann es dabei schwer ertragen, dass sie glaubt, es ist alles im grünen Bereich. Seufz! Immerhin ist sie bisher willig und hat alle Fragebögen ausgefüllt.


    Vielen Dank fürs Zuhören.

    Herzliche Grüße

    grobi