Beiträge von TonTon

Datenschutzhinweis: Bitte achten Sie darauf, dass Sie im Forum keine persönlichen Daten von sich selbst oder von Dritten posten. Auch sollten Ihre Angaben keine Rückschlüsse auf Ihre Person zulassen.

    Hallo alle, ich danke Euch sehr für Eure Beiträge. Ich habe mich gestern Abend and den Rechner gesetzt und nach Heim Alternativen für meine Mutter gesucht. Das Ganze wird wahrscheinlich auch an den Kosten scheitern. Das jetzige Heim ist schon teuer. Für Demenzwohngruppen ist der Eigenanteil noch höher. Hinzu käme die mehrmonatige Doppelbelastung. Es ist gerade so, dass ich schon jetzt jeden Monat ca. 250,00 EUR für nicht rezeptpflichtige Medikamente, Fußpflege, Friseur, Kosmetik, usw. aus eigener Tasche zuzahlen muss. Im letzten Monat benötigte meine Mutter ein neues Gebiss. Das Alte war im Krankenhaus verloren gegangen. Den Eigenanteil werde ich übernehmen. Vorletzten Monat brauchte meine Mutter mal wieder eine neue Brille, die alte war verschwunden, das kommt auch immer wieder vor. Solche Dinge zahle ich. Dieses Thema ist ja noch ein zusätzlicher Stressfaktor, wie einige von Euch bestimmt bestätigen können. Ich habe trotzdem bei zwei Wohngruppen nach einem freien Platz angefragt. Mal schaun. Meine Mutter ist 95 Jahre alt und die Wartelisten sind lang. Ich werde gleich ins Pflegeheim fahren, gestern war ich nicht dort. Mal sehen was mich erwartet. Ach so, ich wollte noch ergänzen, dass ich sehr an meiner Mutter hänge, immer ein gutes Verhältnis zu ihr hatte und das wahrscheinlich auch mein Tun und Handeln erklärt. Euch allen schon mal ein schönes Wochenende, LG TonTon

    Hallo Alfi, hallo schwarzerkater,

    ich danke Euch für Eure Meinungen. Und die haben mir schon geholfen. Für mich ist es neu, mich mit Menschen auszutauschen, denen es genau so geht wie mir....und das hilft wirklich ungemein, einmal die Augen geöffnet zu bekommen... Ja, kann sein dass sich mein Stress auf meine Mutter überträgt. Ganz bestimmt sogar. Sie soll ruhig wissen, was ich alles für sie tue ;-)...bei dem Gedanken ertappe ich mich oft selbst....ja, und vielleicht nehme ich die Idee einer Demenz WG noch einmal auf...da hatte ich schon öfter drüber nachgedacht....LG Heidi

    Hallo Alfi

    Danke für Deine Nachricht. Das mit dem abgrenzen ist leichter gesagt als getan. Ich habe eben immer das schlechte Gewissen. Vor allem die Angst, dass sie mich vergisst, wenn ich seltener hingehe. Jedes Mal wenn ich ankomme, liegt irgendetwas im Argen und ich bin froh, dass ich rechtzeitig da bin. Da liegen die Tabletten auf dem Boden, oder die schwere Glasflasche ist zerbrochen, oder Gebiss, Brille zerbrochen, oder meine Mutter sitzt um 11h noch weinend beim Frühstück weil sie nicht in ihr Zimmer findet. Dementkranke werden da einfach nur in die Ecke geschoben. Nach vielen Beschwerden wurde mir nahegelegt, für meine Mutter ein anderes Pflegeheim zu suchen. Meine Mutter ist vor 5 Jahren wegen der Nähe zu mir in dieses Heim gezogen und der Umzug war mega stressig. Einen weiteren Umzug will ich ihr und mir nicht antun. Ich hatte bereits eine Überweisung für eine Therapie, aber hier gibt es gerade keine freien Plätze, es heißt auch immer "ach unsere Mütter, das Thema kennen wir ja alle, hihi". Ich hatte auch zwei Selbsthilfegruppen angeschrieben, ohne Resonance. Dann hatte ich eine Dame beauftragt, die meine Mutter regelmäßig besuchen sollte. Das hat viel Geld gekostet und verlassen konnte ich mich auf diese Besuche nicht. Aber Du hast Recht, ich brauche Hilfe ;-). DANKE allen fürs Zuhören (Lesen)

    Hallo zusammen, meine Mutter ist 95 und seit mind 10 Jahren dement. Sie lebt im Pflegeheim, die Betreuung ist dort sehr dürftig. Ich besuche meine Mutter quasi in jeder freien Minute, meist täglich, für mehrere Stunden damit sie nicht nur die Wand anguckt. Wir hören Musik, gehen spazieren, machen Beauty Seasons, wir kochen Tee und ich bringe Kuchen mit....aber meine Mutter schimpft in Dauerschleife, dass sie nie Besuch bekommt, auch ihr Mann kommt nicht (mein Vater ist vor 25 Jahren verstorben) alle seien gemein zu ihr, alle wären hinter ihrem Haus her (dass sie vor 30 Jahren verkauft hat). Oft weint, schluchzt sie nur und klammert sich an mir fest, ich solle sie mit in unser zu Hause nehmen, nach diesen Besuchen bin ich selber immer total aufgelöst...sie stürzt immer wieder, 2022 war sie 5 mal im Krankenhaus...das ist dann der absolute Horror...da sie dort völlig durchdreht....ich war seit Jahren nicht mehr im Urlaub, im Büro bin ich immer nur auf dem Sprung, ich schlafe schlecht, wenn mein Telefon klingelt kriege ich Herzrasen...ich werde bald 60 und frage mich immer häufiger, lebe ich nur für meine Mutter? Ich liebe meine Mutter sehr aber ich habe keine Kraft mehr, diese ständige Sorge, dieser ständige Kampf mit dem Pflegeheim und der Bürokratie....was beneide ich all die, die sich mit ihren Geschwistern die Pflege teilen...ich habe eine gehörlose Schwester in München und eine weitere Schwester, die meine Mutter in ihrem Zustand nicht sehen kann und daher seit Jahren nicht mehr im Pflegeheim war.

    Ich erhoffe mir von diesem Forum Tipps, wie ich mich selbst schützen kann... Ich wünsche allen für 2023 viel Kraft und Energie