Beiträge von chris2013

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    "...Ich denke, sie macht es weil sie es nicht anders selbst erlebt hat.


    Aber für mich umso unverständlicher, dass sie daraus für ihr eigenes Verhalten keine Konsequenzen zieht, sondern es nun genauso mit mir macht. Obwohl sie ja ganz genau weiss, wie es sich anfühlt...."

    Möglicherweise sehen diejenigen, die früher selbst auf der Opferseite standen, es nun als wohlerworbenen Ausgleich und Entschädigung an, ihre Kinder ebenso zu behandeln.

    Wie oft hört man aus der Seniorenschaft Sätze wie "Wir mussten da auch durch...."

    Lass den Sozialdienst des Krankenhauses einen Pflegeplatz suchen. Solange er dort ist, müssen die sich um den Anschlussverbleib kümmern, wenn Du sagst, Du kannst ihn nicht wieder aufnehmen.
    Schreibe ihnen umgehend, dass Du zur Wiederaufnahme in die Häuslichkeit nicht mehr in der Lage bist.
    Und da sie ihn sonst nicht entlassen können, werden sie sich auch bemühen.

    Sobald er wieder zuhause ist, bist Du allein zuständig, mit ihm klarzukommen oder einen Pflegeplatz zu suchen.

    Hallo,

    rein rechtlich ist die Überwachung von Dritten ein heikles Thema, auch wenn zum eigenen Schutz etc. etc.

    Aber praktisch sind die Dinger schon.

    Ich hatte bei meiner Mutter im Betreuten Wohnen einen Android-Tracker am Schlüsselbund befestigt. Da sie den Schlüssel beim Verlassen der Wohnung immer meitnahm und ihn allenfalls mal verlegte hat das Ding beide Probleme gelöst. Die vom "Obstladen" sind wohl noch besser, aber für unsere Zwecke reichte der einfachere.

    Die Löschung muss über einen Notar beantragt werden.

    Wie dement wirkt Deine Mutter gegenüber Fremden, wenn Dein Vater und Du sie begleiten?

    Ich habe noch eine notarielle Vollmacht bekommen, als meine Mutter bei genauerer Prüfung wohl schon als dement gegolten hätte. Gegenüber Dritten konnte sie aber noch gut agieren.

    Wenn es nicht klappt, sind halt die überschaubaren Kosten für den Urkundsentwurf in den Sand gesetzt...

    Viel Kraft, Chris

    Hallo, ist denn das Grundstück mit den beiden Häusern beim Bau des neueren Hauses rechtlich einwandfrei geteilt worden? Das wird bei Bauprojekten auf Familiengrundstücken häufig unterlassen. Wenn nicht, solltet Ihr m. E. zumindest das angehen.
    Dann könntet Ihr später das Grundstück mit dem baufälligen Haus "auf Abbruch" verkaufen und Euer eigenes wäre davon nicht betroffen.

    Jetzt habe Ihr keinen Zeitdruck, die Teilung Stück für Stück zu schultern. Später kann das anders sein.

    Ihr solltet das Projekt nicht Eurer Tochter hinterlassen, wenn Ihr noch selbst in der Lage seid, die Situation für sie zu vereinfachen.

    Alles Gute!

    Hallo, es gibt beim Betreuten Wohnen so viele Varianten.

    Meine 94jährige Mutter wohnt seit 9 Jahren in einem Betreuten Wohnen, das einen Restaurantbetrieb für die Mittagsmahlzeit sowie recht viel Sozialbetreung bietet. Zunächst war es einem kirchennahenTräger angegliedert und hatte auch 2-3 eigene Pflegekräfte, die aber schon mit "Stützstrümpfe an- bzw. ausziehen" und "Medikamente geben" ausgelastet waren.

    Dafür gab es die Zusage des Trägers, bei Bedarf mit Vorrang in ein Pflegeheim des gleichen Trägers umziehen zu können.

    Dann entdeckte der Träger, dass er mit dem Betreuten Wohnen ein Zuschussgeschäft macht und beendete sein Engagement. Dafür fand sich ein privater Betreiber, der mit einem Pflegedienst zusammenarbeitet.

    Meine Mutter ist schon seit vor ihrem Einzug fast blind, hört schlecht und seit einem Jahr meldet sich die Demenz immer deutlicher. Nun hat sie den Pflegegrad 4. Zum Mittagessen und den Veranstaltungen, die sie noch interessieren, wird sie geholt und gebracht.

    Die Pflegeleitung sieht sich in der Lage, die Pflege in der Wohnung bis einschließlich Bettlägrigkeit zu stemmen, allerdings nicht bei Weglaufneigung, die meine Mutter nicht hat.

    So hoffe ich, meiner Mutter einen Umzug zu ersparen, den sie wegen der Sehprobleme und der Demenz wohl nicht mehr verkraften würde.

    In unserer Stadt hat sich vor ein paar Monaten ein älterer dementer Mann, der noch oft allein zu Fuß unterwegs war, verlaufen. Mehr als eine Woche suchte die Familie, Polizei und Freiwillige alle möglichen Wege und Ziele ab.

    Schließlich wurde er tot hinter Paletten und Containern auf einem Parkplatz nicht weit von seiner Wohnung gefunden.


    Meine Mutter (94) lebt im betreuten Wohnen, ist leicht dement und zeigt bisher keine Weglauftendenzen. Allerdings verlegt sie viel - an die seltsamsten Stellen.

    Jetzt habe ich ihr einen Tracker auf die Kette mit ihrem Notrufknopf und Hausschlüssel gefädelt.

    Die Kette trägt sie tagsüber und die Pfleger achten auch darauf.
    So kann ich bei Bedarf sowohl den Hausschlüssel als auch meine Mutter vom Handy aus orten.


    Tracker für Apple gibts gerade günstig bei Aldi Süd.


    Bisher funktioniert das betreute Wohnen noch. Sie lebte dort schon 7 Jahre, als die Demenz einsetzte und liebt ihre Wohnung. Es gibt dort ein Pflegeunternehmen, das in den Wohnungen bis zu Pflegegrad 5 pflegt (sie ist jetzt bei 4) und sie würde sich durch weitgehenden Sehverlust woanders wohl nicht mehr eingewöhnen. Telefonieren und Fernsehen kann sie nicht mehr.

    Natürlich mache ich mir trotzdem ständig Gedanken, ob und wie lange die aktuelle Situation noch geht.

    Hallo,

    bevor der Heimplatz gesichert und bezogen ist, würde ich keine rechtlichen Grundsatzdiskussionen vom Zaun brechen.

    Bürgschaften von Angehörigen, die unter Druck zur Unterschrift gebracht wurden, sind in verschiedenen Situationen, z.B. bei Darlehen, schon für rechtlich unzulässig bzw. anfechtbar erklärt worden. Es gibt im Netz ein Musterschreiben der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

    Ich würde mich erst dann rühren, wenn eine konkrete Zahlung gefordert wird.

    LG Chris