Beiträge von sunny11

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    Danke für den Hinweis bezüglich familiengericht. An das hatte ich auch schon mal gedacht. War heute übrigens wieder bei meinen Eltern, da die Pflegerin gewechselt hat. Die neue ist diese jetzt die beste überhaupt (das war die letzte nämlich auch in der ersten woche). Dafür habe ich jetzt eine lange Liste mitbekommen, was die letzte alles falsch gemacht hat. Wäre übrigens fast was für die Rubrik "Spruch des Tages: meine mutter meinte u.a.: sie hat die Wäsche nicht umgehängt, damit die schneller trocknet" und "sie hat nicht gefragt, ob sie sich etwas aus dem Kühlschrank nehmen darf".

    In Österreich gilt sie auch für einige Belange ohne Notar aber nur sehr eingeschränkt. Ein dauerhafter wohnortwechsel (also z.b der Umzug in ein betreutes Wohnen oder pflegeheim) oder medizinische belange sowie bankbelange bedürfen der notariellen Beglaubigung und Eintragung in ein amtliches register. Für "allgemeinere themen" müssen drei Zeugen unterschreiben, damit es gilt

    Liebe Rose 60,

    Oje, da kommt ja wirklich viel zusammen. Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die herausfordernde Zeit. Den Vorschlag von sunnybee alles zu dokumentieren finde ich sehr gut. Mir hilft das auch immer. So kann nichts vergessen bzw. jederzeit ergänzt werden. Das hat mir bei den diversen beantragungen für meine Eltern auch sehr geholfen. Und vielleicht eine Vertrauensperson einbinden, die dir gewisse Dinge bestätigen kann, als Zeuge sozusagen. Auch du darfst dir Unterstützung gönnen :)

    Und jammern ist für die psychohygiene gut, wobei ich deinen Beitrag nicht als solches empfunden habe. Alles Gute von mir. Glg sunny11

    Lieber buchenberg, liebe Rose60, sunnybee,

    Vielen lieben Dank für eure aufmunternden Worte. Was nuchenberg geschrieben hat wird von mir schon praktiziert. Jetzt war ja pflegerinnrnwechsel und ich habe einige Geschenke für die Familie + Trinkgeld mitgegeben. Meine Eltern hätten ja nicht einmal gefragt, ob die Pflegerin eine jause für die heimfahrt (12 Stunden) möchte, weil sie ja "überbezahlt" ist in ihren Augen. Ich übe mich täglich im abgrenzen, was mir meine Kindheit (geprägt von grenzverletzungen) grad nicht leicht macht und bin stolz auf jeden Erfolg. Wenn die Eltern auf ihre selbstbestimmtheit verweisen, dann - habe ich schon gelernt - müssen sie diese auch leben. Ich hatte von meiner Mutter einen mega rüffel bekommen, weil ich mit dem Hausarzt bezüglich gewisser Symptome Kontakt aufgenommen habe und er sie daraufhin kontaktiert hat. Jetzt mache ich es so, dass ich ihr nur mehr sage, was wichtig wäre und sie den Arzt anrufen möge, wenn sich das ändern soll. Sie ruft zwar nicht an, schickt aber meinen Vater mit dem Rollator zum Arzt um für sie die Dinge zu klären (was manchmal auch nicht optimal ist, weilmeinvater die Dinge auch gerne anders darstellt, als sie sind) aber sie hat es selbst entschieden und für den echten Ernstfall ist jetzt ja die Pflegerin vor Ort, die mich dann kontaktiert, damit ich eingreifen kann.

    Auf jeden Fall nochmal vielen Dank für eure Tips.

    Glg sunny11 🤗

    Hallo Alfi,

    Danke für deine Nachricht. Was deine Frage/die checkliste betrifft:

    Vorsorgevollmacht: Nein, das wollen sie nicht, weil da könnte man ja über sie bestimmen und das wäre ja Geldverschwendung. Notare verdienen sich damit eine goldene Nase, das wollen sie nicht unterstützen. Da hat auch ein arztgespräch nichts geholfen, wo erklärt wurde warum das Sinn macht - leider.

    Ich wohne ca 70km weg. Ist mit dem Auto ca 50 Minuten und ich bin berufstätig, daher gehen aktuell die Wochenenden und mein Jahresurlaub ziemlich in die Organisation der Pflege. Mein Mann unterstützt mich dabei sehr. Habe keine Geschwister. Schwägerin wohnt etwas näher als ich und hilft auch wenn Bedarf ist.

    Alter meiner eltern: vater 82, mutter 83. Mein Vater hatte einen üblen Schub als meine mutter zur kuzzeitpflege war. Da hat er mit fäkalsprache nur so um sich geworfen, sodass mein Mann ganz entsetzt war. Der Arzt hat auch auf zu wenig getrunken getippt und wir haben ihm dann Flaschen gekauft, die er mit Wasser befüllen konnte, damit die tägliche trinkmenge erreicht wird. Er darf nämlich nicht zu viel (herzschwäche) aber auch nicht zu wenig (niereninsuffizienz) trinken. Es hat sich dann gebessert. Das Wetter macht auch noch viel aus. Ist es schlecht und er muss drinnen bleiben wird es auch immer schlechter - wahrscheinlich auch eine Depression mit dabei, aber man geht nicht zum "irrenarzt" das sind ja alles Idioten.

    Meine mutter bekam auf der kuzzeitpflege etwas gegen ihre alterspression, worauf sie eine seltene Nebenwirkung mit echt üblen Halluzinationen bekam. Das Medikament wurde zwar schnell wieder abgesetzt aber sie hat sich davon nicht mehr wirklich erholt und sieht jetzt überall Intrigen gegen sich und beschuldigt meinen Vater in ihrer Abwesenheit Schulden gemacht zu haben (was nicht stimmt). Die pflegerinnen verwaschen ihre schöne Wäsche (was auch nicht stimmt, das war sie sogar selbst) etc.

    Beide sind total gehässig sich selbst und mir gegenüber. Was für mich eigentlich das schlimmste ist. Ich habe glücklicherweise einen Arbeitsplatz im sozialpsychiatrischen Bereich (bin nicht vom Fach, bin in der Organisation) und daher guten Zugang zu informationen. Das hilft aber nur bedingt. Ich tu mir einfach total schwer mit dieser gehässigkeit, weil ich ein hohes gerechtigkeitsempfinden habe. Und ich das Verhalten den pflegerinnen gegenüber so unfair empfinde, weil sie wirklich alles versuchen es meinen Eltern recht zu machen. Z.b. eine Pflegerin hat einen linseneintopf gekocht. Laut meiner Mutter war er gut. Mein Vater sagt, das war eine Suppe, denn der eintopf den meine mutter immer gekocht hat war viel besser. Sie solle daher wieder selber kochen (was nicht geht, da meine mutter die linke hand aufgrund des schulterbruchs nicht mehr nutzen kann und die rechte keine Kraft hat). Also "kocht meine mutter wieder" - schaut so aus, dass sie der Pflegerin genau sagt was wie zu schneiden und zu braten/rühren ist. Die Pflegerin macht das alles ohne murren und meine mutter beschwert sich, dass sie jetzt "wieder kochen muss" und die Pflegerin "keine Ideen hat" anstatt meinem Vater zu sagen, dass ja er kochen könnte. Was er aber nicht kann- weil Zeit seines Lebens für ihn gekocht wurde. Ich bin da ja meist etwas direkter, was aber auch nichts hilft. Ich ärgere mich dann, hab aber auch schon gemerkt, dass es nichts hilft mir da meinen Eltern gegenüber Luft zu machen (egal ob ruhig oder doch etwas bestimmter) weil sie das Gefühl haben im Recht zu sein und alles richtig zu machen. Und ich bin die, der ja nichts passt. Es ist echt schlimm zur Zeit. Und ich mag tatsächlich nicht gerne nach Hause fahren, weil ich dann meine Gefühle unterdrücken muss, um den Frieden zu wahren.

    auch ich bin ganz neu im forum und habe gerade die Beiträge gelesen und finde mich auch in vielen Berichten wieder. Bei mir betrifft es Vater und Mutter. Seit dem Jahreswechsel ist die Situation sehr herausfordernd geworden. Zuerst wurde mein Vater durch eine schwere Lungenentzündung pflegebedürftig und im Februar ist meine mutter schwer gestürzt - schulterbruch, beckenbruch und meine eltern haben keine Rettung gerufen sondern zwei tage so getan als wäre nichts passiert. Erst als ich meinen Vater zu einem arzttermin begleiten wollte sind sie mit der Sprache herausgerückt. Ich habe dann - weil Rettung durfte ich nicht rufen - den Hausarzt geholt, der dann den Transport organisiert hat. Meine Mutter kam dann zuerst ins Krankenhaus, dann zur kurzzeitpflege, dann zur remobilisierung und ist seit Mitte April wieder daheim. Auf anraten des Arztes habe ich eine 24stundenbetreeung organisiert, da sie sturzgefährdet ist und mein Vater es nicht schafft, die Rettung zu rufen, da meine mutter ihn dann wüsstest beschimpft. Jetzt ist die Situation so, dass sie zwar betreut werden aber an den pflegerinnen kein gutes Haar lassen, obwohl diese sich wirklich bemühen. Ich mag schon gar nicht zu den Eltern fahren, weil alles schlecht geredet wird bzw. alles mit bösen Sarkasmus kommentiert wird. Meine Mutter hat auch immer wieder wahnhafte Episoden, die es auch nicht leichter machen. Für mich ist die Situation sehr neu und ich sags ganz ehrlich, auch wenn ich jetzt schon öfters den tip bekommen habe, "da muss man durch" und "gut abgrenzen" - ich weiss nicht wie das funktionieren soll. Hab mich auch schon zu einer selbsthilfegruppe für "Töchter mit eltern mit demenz" angemeldet, die nächste woche startet. Ich bin für jeden tip dankbar, was konkrete Verhaltensweisen betrifft. Danke im voraus