Beiträge von spade

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    Lebenserhaltende Maßnahmen können eine zweischneidige Sache sein. Es kommt auf den Zustand des Patienten an und da sollten doch mehrere Positionen gesehen werden. Die Sache mit der fehlenden Patientenverfügung ist in dem Falle leider ein Problem. Da kommt es dann tatsächlich auf den jeweiligen Arzt und dessen eigene Einstellung an.

    Lebenserhaltende Maßnahmen bei Demenz sind nach ärztlichen Standards, meines Wissens nicht indiziert!

    Eine fehlende Patientenverfügung darf nicht als Zustimmung zu Sterbeverzögerung interpretiert werden. Hilfreich wäre, in einer Art Familienkonferenz, den mutmaßlich aktuellen Willen zu ermitteln und zu dokumentieren. Der sollte von einem/einer Bevollmächtigten den Behandlern gegenüber zur Kenntnis und Geltung gebracht werden. Sie sollten eine Kopie zu der Krankenakte nehmen und auf dem Original den Erhalt quittieren (dieses wieder mitnehmen).
    Es könnte in Kurzform eine "vorausschauende Notfallplanung" neben dem Bett an der Wand angebracht werden, damit auch Leasingkräfte schnell erkennen können, was in »Notfällen« nicht mehr getan werden soll (zum Beispiel keine Wiederbelebungsmaßnahmen und/oder keinen Notarzt sondern Bereitschaftsarzt rufen).

    Eine Behandlung gegen den (mutmaßlichen) Willen der Betroffenen Person, ist als Körperverletzung strafbar!