Beiträge von Misses E.

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    Liebe taybeere, wenn ich Ihre Geschichte vernehme, dann wird meine Geschichte ganz klein und nicht so tragisch.

    Als ich Ihren Bericht gelesen habe, dachte ich so kurz dazwischen, die taybeere müsste einfach mal den Kopf in den Sand stecken und sich zurückziehn, damit Ihre Mutter mal sieht, was Sie so leisten. Ihr Bericht hört sich für mich eher nach einer Sklavenhaltung an. Je mehr man macht, desto selbstverständlicher wird alles - auch Ihre Geschwister machen das ganz schön clever - sagen Ihnen, was Sie machen sollen ...und Sie taybeere spielen mit und opfern einen großen Teil Ihres Lebens und Ihrer Lebensqualität. Und noch was, was man hier lernt: SIE sind Ihrer Mutter NICHTS schuldig und zu nichts verpflichtet, zu gar nichts!!!

    Denken Sie doch auch mal an sich, seien Sie selbstbewußt und egoistisch, Sie haben doch auch Ihr Leben.

    Nehmen Sie Ihre Geschwister auch irgendwie mit ins Boot.

    Ich wünsche Ihnen die Einsicht, dass Sie nicht immer reagieren müssen, wenn Ihre Mutter Sie anruft und von Ihnen wieder unsinnige Dinge verlangt und Sie schikaniert!

    Warum kochen Sie Essen für Ihre Mutter, warum bestellen Sie z.B. kein "Essen auf Rädern"?

    Die Frage ist, wie lange Sie dem Druck standhalten wollen, können oder werden. Vielleicht wäre auf kurze Sicht eine Vollzeitpflege die bessere Lösung für alle!

    Sie sind doch eine erwachsene Person, die sich nicht schikanieren lassen muss. Auch Ihre demente Mutter hat dazu KEIN Recht!!!!!

    Ich wünsche Ihnen viel Stärke und Mut, um die beste Lösung zu finden!

    WIr streng erzogenen Kinder haben es wahrlich nicht leicht, um mit solch einer anerzogenen Bürde vernünftig umzugehn. Ich hadere auch ganz oft noch mit mir, versuche jedoch achtsam mit mir zu sein, vergesse es aber dann ab und an. Kopf hoch!

    Guten Abend,

    nun habe ich kurz Zeit, um mich zu melden. Ich danke Ihnen allen so sehr für die lieben und aufmunternden Worte, ich bin ganz gerührt! Danke vielmals!!!

    Es ist nun so, dass beide Elternteil einer 36-tägigen Kurzzeitpflege zugestimmt haben und schon nächste Woche dorthin gehn. Sie möchten die Gelegenheit nutzen, sich so was (O-Ton) mal anzusehn. Mein Bruder und ich sind sehr erleichtert, auch wenn es kurzzeitig ist. Es gibt meinen Eltern die Möglichkeit das völlig unvoreingenommen anzusehn. So ein bißchen habe ich bei meiner Mutter das Gefühl, dass sie froh über den Aufenthalt ist. So etwas wie Urlaub.

    Sie hatten bisher große Ängste, dass sie nicht mehr nach Hause zurückkommen, aber wir haben wohl gut argumentiert, dass sie das "Experiment" nun mitmachen und entspannt angehn. Vielleicht haben sie sich ja zwischenzeitlich damit besser auseinandergesetzt und jetzt nur bemerkt, wie erschöpft sie eigentlich sind.

    Ich werde weiter berichten.

    Bin selbst mal gespannt, wie die Zeit von meinen Eltern genutzt und angenommen wird.

    Ich wünsche allen eine schöne und angenehme Zeit und viel Mut, um alle Schwierigkeiten gut durchzustehn!!

    Vielen Dank für die sehr netten und lieben Worte, wir sind ziemlich mit uns am hadern. Unsere Eltern haben beide Pflegegrad 3.

    Heute haben wir uns entschieden, beide für 4 Wochen in ein Pflegeheim zur Kurzzeitpflege zu geben. Voelleicht ist es am Anfang ganz gut, wenn sie gemeinsam einmal die Erfahrungen im Heim machen. Ich denke, sie haben ein völlig falsches Bild von dieser Pflegeeinrichtung. Danach werden wir weitersehn. Vielleicht verbleibt unser Papa dann dort, vielleicht wollen beide dortbleiben oder doch wieder nach Hause. Geldlich dürfte alles möglich sein, aber es ist schon so, dass sie beide ziemlich geizig geworden sind und ihr sauer erspartes Geld nicht auf diese Art und Weise (O-Ton: nur für so eine Pflege) loswerden möchten. Wir haben ihnen gesagt, dass sie das Geld ja für sich gespart haben und da gehört eine gute Pflege halt mit dazu. Bei mir ist es so, dass mir schon seit der Kindheit eingebläut wurde, dass man Vater und Mutter zu ehren hat und man sich immer um sie kümmern muss - speziell ja auch nun im Alter und das ganz besonders. Mein Bruder schüttelt das meist ab, aber ich werde das nicht so richtig los. Ich bin schon vor 50 Jahren zu Hause ausgezogen, aber es verfolgt mich immer noch. Es haben mir schon viele Leute - und auch mein Arzt - gesagt, dass das mit der Sorgerei um die Eltern vorbei ist, sber es ist tief in mir drin. Ich hab ständig ein schlechtes Gewissen, weil ich 400 km weit weg gezogen bin.

    Ich werde weiter berichten. Danke für eure aufmunternden Worte. Morgen rufe ich erst mal die Krankenkasse an, um das alles bezügl. der Kurzzeitpflege abzuklären. Schönen Abend für alle!!

    Hallo an alle, ich bin neu hier, sehe mich mit zunehmender Demenz bei meinen betagten Eltern (94 / 91) ratlos gegenüber und auch etwas überfordert mit dem Kostensystem. Meine Eltern bewohnen (noch) eigenständig ein eigenes Haus. Sie erhalten Essen auf Rädern und 1x in der Woche kommt für 1,5 Std.ein Putzdienst. Mehr akzeptieren meine Eltern nicht, sind völlig stur und uneinsichtig. Jetzt sollen mein Bruder, mein Mann und ich die auch noch bestohlen und ausspioniert haben. Mein Papa wir nachts zunehmend aggressiv und randaliert (nur nachts, trotz Schlaf-/Beruhigungstabletten) und meine Mutter macht alles mit und spielt es herunter. Man merkt jedoch, sie ist jedoch völlig überfordert, man sieht, dass sie stsrk abgenommen hat. Obwohl mein Bruder und ich eine Generslvollmacht haben, stehen wir ungläubig und ratlos vor dieser Situation. Wir hatten schon mal angedacht, unseren Vater für erst nal 4 Wochen zur Kurzzeitpflege zu geben, aber wir befürchten, dass er dort abhauen und unsere Mutter suchen wird. Die bräuchte erst mal Ruhe und Abstand - das sehen aber beide nicht so. Sie sind so stur! Hinzu kommt, dass mein Bruder und ich nicht in der Nähe der Eltern wohnen, sondern rund 300 / 400 km entfernt von dort. Wir fahren jedoch alle 2 Wochen wechselweise dorthin, um nach dem Rechten zu sehn. Vielleicht sind wir ja die Rabenkinder, die meine Eltern verlassen haben!? Wir haben seit unserem Auszug ständig ein schlechtes Gewissen, was nicht weichen will.