Beiträge von molli

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    Kann sein, dass ich Tomaten auf den Augen habe und die Schaltfläche einfach nicht finde: Gibt es in diesem Forum die Möglichkeit zum Versenden von privaten Nachrichten?

    Nein! Es gibt auch keine Möglichkeit sein Profil zu löschen. Der Betreiber des Forums ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

    Dabei wollte ich lediglich Molli verteidigen.

    Ich habe mich nicht angegriffen gefühlt. Und verurteile auch niemanden, der seine Eltern im Pflegeheim unterbringt. Denn daran habe ich auch gedacht, wie es hier schon erwähnt wurde: die Profis im Heim besorgen die „Pflicht“ und ich die „Kür“. Es hätte vieles für mich leichter gemacht, wenn sich meine Mutter rechtzeitig um einen beschützten und fürsorglichen Ort gekümmert hätte. Mit dem Gedanken hat sie im Jahr 2019 auch ernsthaft gespielt und guckte sich ein Appartment „betreutes Wohnen“ an. Daraus wurde nun aus verschiedenen Gründen nichts, u. a. wegen der räumlichen Entfernung und weil mir die Heimleitung damals erklärte, dass Interessenten mit einer sich abzeichnenden Demenz nicht dort aufgenommen würden. Dann kam Corona und die Frage nach einem Heimplatz etc. hatte sich damit erst mal erledigt. Letztes Jahr sahen wir uns gemeinsam einen Heimplatz an: ich war nicht abgeneigt, meine Mutter schüttelte mit dem Kopf. Seitdem habe ich oft bei mir gedacht: Hätten wir damals doch zugegriffen (z. B. erst mal „Probewohnen“ für ein paar Wochen etc.). Tja. Und ich kann mir auch vorstellen, dass der Gedanke, seine dementen Eltern im Heim unterzubringen, bei sehr vielen Angehörigen - wie auch bei mir - vorhanden ist. Nicht, um sie irgendwohin „abzuschieben“, sondern weil die Rundumversorgung Dementer zu Hause, selbst mit Hilfe aus Osteuropa und Tagespflege etc. einfach anstrengend ist…

    Die Wahrheit ist es auch, man*frau begibt sich zum Sterben dorthin, wie in ein Hospiz, nur heißt es anders.

    Ne, das ist wohl nur in den Fällen, wo vom Krankenhaus ins Heim abgeschoben wird, der Fall. Die meisten Leute gehen ins Heim, weil sie es allein zu Hause nicht mehr schaffen oder weil sie von Angehörigen dorthin gebracht werden, weil diese die Pflege selbst aus vielerlei Gründen selbst nicht übernehmen können. Der Lebenswille ist bei jedem Menschen, egal ob alt oder jung, denke ich stark ausgeprägt.

    Für alte Menschen, die sich strikt weigern - wie Finjas Vater - ins Pflegeheim zu gehen, habe ich vollstes Verständnis, weil ich selbst bisher kein Heim gesehen habe, wo ich meinen Lebensabend würde verbringen wollen.

    Ich glaube gerade hier in diesem Forum ist es wichtig Sachen korrekt darzustellen.

    Dann muss man aber auch sagen dürfen, dass Pflegeheime profitorientierte Unternehmen sind, die gern am teuersten, aber in der Pflege dem wichtigsten Faktor sparen: dem Personal.


    Und zur „Endstation“: in den meisten Fällen ist es doch so, dass beim Umzug ins Pflegeheim die Wohnung aufgelöst und ein „Zurück“ in die eigenen vier Wände damit ausgeschlossen ist.

    Menschen sind anpassungsfähig - und meiner Mutter ging es letztes Jahr in der Kurzzeitpflege auch nicht schlecht. Aber auf Dauer war das für uns keine Option!

    Unsere polnischen Pflegekräfte sind der rettende Strohhalm, um meine Mutter vor der Endstation Pflegeheim zu bewahren.

    Wenn Platz vorhanden ist, wenn die Kosten gestemmt werden können, wenn es das Naturell und die Verfassung des Demenzerkrankten es zulassen, kann ich diese Form der Fürsorge und Pflege absolut empfehlen, wobei es natürlich auch ganz entscheidend ist, gute Arbeitsbedingungen zu schaffen und für ausreichend Ruhezeiten/Freizeit zu sorgen.

    Das ganze zu organisieren war neben den alltäglichen Aufgaben ein ziemlicher Kraftakt für mich, der sich aber in jedem Fall gelohnt hat - nicht unbedingt finanziell (Pflegeheim wäre günstiger), aber meiner Mutter geht es, so gebrechlich sie inzwischen auch ist, gut. Und das ist das Wichtigste!

    Liebe Rose,

    das sind ja gute Nachrichten - es freut mich, dass sich Deine alte Mutter berappelt hat. Und fleißig plaudert und der Bettnachbarin von der Familie erzählen kann 🤗. Es wird Frühling - da erwachen die Lebensgeister wieder. Für mich ist der Winter (dunkel, kalt, Erkältungs-Grippegefahr) in Bezug auf meine „Alte“ immer eine doofe Zeit…

    LG molli

    Hallo Nicole,

    den Kampf wirst du nicht gewinnen.


    Quatsch: Wenn der Widerspruch begründet ist, wird mehr erstattet.


    Hallo Molli,

    das ist nicht der hier übliche respektvolle Umgangston!

    Stimmt - das „Quatsch“ ist mir so rausgerutscht und ich bitte aufrichtig um Verzeihung! Es war wirklich nicht böse gemeint Hinz, Buchenberg.


    Nicole - Dir wünsche ich heute eine kleine Auszeit, vielleicht draußen in Mutter Natur, mit einem Hobby o. ä. - einfach mal „die Seele baumeln lassen“.


    LG molli

    Molli, laut der Sachbearbeiterin welche dieses nun bearbeitet hat sind die nicht erstatteten Sachen nicht genehmigungs fähig.

    Das hat sie Dir am Telefon gesagt. Warte den Bescheid ab, dann Widerspruch mit Begründung (ruhig etwas ausführlicher im Hinblick auf den notwendigen Bedarf der abgelehnten Posten, z. B. Duschwand). Wenn dann der Widerspruchsbescheid kommt und Du damit nicht einverstanden bist, bliebe der Klageweg offen. Zuständig wäre wohl das Sozialgericht.

    Hallo Nicole,

    vor Erhalt der 1.500,00 € für den Badumbau hast Du doch sicher einen Bescheid der Pflegekasse erhalten. Falls nicht, wird Dir dieser in wenigen Tagen ins Haus flattern. Gegen diesen Bescheid kannst Du Widerspruch einlegen mit dem Hinweis, dass die von Dir besorgten Sachen für den behindertengerechten Umbau des Bades notwendig sind. Viel Glück *Daumendrück*,

    LG molli


    P.S.: Bei unserem Badumbau hat sich die PK auch eher „bedeckt“ gehalten und nach Einreichung des Antrags/Kostenvoranschlag Klempner und Fliesenleger mitgeteilt, dass „bis zu 4.000 €“ erstattet werden. Schlussendlich wurden dann 4.000 § erstattet und den „Rest“ (ein paar hundert Euro) mussten wir selber zahlen…

    Gräme Dich nicht darüber! Testamente sind ja nur Momentaufnahmen und sagen mehr über den Verfasser als über die Hinterbliebenen aus. Ich kann mir vorstellen, dass Dein Vater im Nachhinein, als er zu schwach war, es zu ändern, seine Zeilen zutiefst bereut hat. Versuche, Dich an die guten Momente mit Deinem Vater zu erinnern. Es ist eben niemandem in die Wiege gelegt, ein guter Vater oder eine gute Mutter zu sein. Wenn das Verhältnis zu seinen Eltern Bauchschmerzen verursacht, kann man im Interesse seines eigenen Wohlbefindens nur versuchen, in Liebe loszulassen.

    Ich fange an, das Pflegeheim als einzigen gangbaren Weg zu sehen.

    War Deine Mutter denn schon einmal in einem Pflegeheim, z. B. in der Kurzzeitpflege? Ihr könntet es doch ausprobieren, für 3 Wochen z. B.. Dann hättest Du etwas Luft zum Durchatmen und Deine Mutter wäre mal raus und „unter Menschen“. Und wenn die Zeit um ist, könnt ihr überlegen, ob es auf Dauer in Frage kommt oder ob ihr es zu Hause (vielleicht dann mit Tagespflege an fünf Tagen die Woche) noch einmal probieren wollt….

    Liebe Alex,

    Du bist die Tochter, aber nicht der Lakai! Gib‘ Deiner Mutter bitte einmal tüchtig Wind von vorne und stelle Deine Interessen, z. B. Freunde treffen, an die erste Stelle. Ein bisschen loslassen heißt nicht fallenlassen. Und wenn Deine Ma anruft: einfach nicht ans Telefon gehen (denn in 99 % ist es nichts wirklich wichtiges).

    LG molli

    Liebe Rose,

    das ist sehr traurig! Versuche Dich ein bisschen abzulenken. Momentan kannst Du nicht viel tun außer Deine Mutter weiterhin zu begleiten und an ihrer Seite zu sein. Ich schließe mich Stern an und wünsche Dir viel Kraft, aufmunternde und auch tröstende Worte von Deinen Mitmenschen.

    molli

    Zu Deiner Ausgangsfrage Albatross wie man es mit der Unterschrift hält: Wir mussten kürzlich einen neuen Personalausweis beantragen. Mit Muttern im Bürgerbüro: war lustig - alle Mitarbeiter und die anderen Wartenden waren nett und freundlich. Meine Mutter hat mit meiner Hilfe (ich musste nur buchstabieren) dort tatsächlich ihren neuen Perso auf diesem flachen Monitor auf dem vorgegebenen Feld unterschrieben. Das war nur möglich, weil sie das regelmäßig „übt“: beim Unterzeichnen von Leistungsnachweisen z. B. bei der Ergotherapie. Fragt man sie dagegen nach ihrem Namen: „Weiß ich nicht…“

    Ansonsten regle ich schriftliche Sachen, z. B. Versicherung kündigen etc., mit Hilfe der Vorsorgevollmacht. Da unterschreibe ich dann mit dem Zusatz „i. V.“.

    Theoretisch kann jeder, der möchte, mit meiner Mutter zum Notar und sie einen Schenkungsvertrag über ihr gesamtes Vermögen unterschreiben lassen. Wenn der Notar und der Beschenkte gut befreundet sind, braucht es nicht viel: der Notar beruft sich auf einen „wachen Moment“. So geschehen bei meiner Großmutter (dement), die bei ihrem ältesten Sohn lebte, der dann den Kontakt zu ihren übrigen Kindern und Enkeln komplett unterbunden hat und mit Hilfe eines befreundeten Notars meine Oma veranlasst hat, ein entsprechendes Testament zu seinen Gunsten aufzusetzen. Der sich vor und nach dem Tod meiner Oma entwickelte Gerichtsprozeß war lang und teuer und führte für die enterbten Kinder nicht zum „Erfolg“. Der Onkel bekam alles. Aber er lebte danach nicht mehr sehr lange und starb infolge eines Unfalls. Ihm war von daher langfristig kein Glück beschieden…

    Da wird immer abgerechnet, was geplant war. Denn wenn die Einsätze nicht 24h vorher abgesagt oder geändert werden, muss der geplante Einsatz bezahlt werden.

    Dann macht die Frage „Möchten Sie etwa, dass ich Sie jetzt auch noch dusche???“ im Hinblick auf einen früheren Feierabend bzw. Rauchpause der ambulanten Pflegekraft ja durchaus Sinn 😉

    Liebe Sabine,

    das mit dem anthroposophischen Heim mit großem Außenbereich und Streichelzoo! hört sich wirklich sehr, sehr gut an 👍. Mögen Deine Bemühungen Erfolg haben und hoffentlich endlich auch von Deiner so oft auf „stur“ schaltenden Mutter anerkannt werden. Ich hoffe, dass Dein Vater bald in einer schöneren und würdigeren Umgebung seinen Lebensabend verbringen kann. Auch für Dich und dass Deine Mutter einlenkt, ihr „go“ gibt und Dein Engagement zu schätzen lernt - denn sie wird eines Tages auch auf Hilfe angewiesen sein!

    Alles Gute, molli

    Mit Pflegegrad 4 den Alltag nur mit ambulanter Pflege zu meistern, halte ich für sportlich! Den Vollzeitjob, den Du beschreibst: Arzttermine, Organisation, schriftliche Angelegenheiten, Therapietermine, Maniküre, Pediküre, Friseur etc. kenne ich auch und weiß, wie kräftezehrend das ist…


    Eigentlich sollte sich mit dem Pflegedienst und dem Waschen/Duschen eine Routine ergeben - ohne dass gefragt wird „Möchtest Du jetzt gewaschen werden“ (unsere amb. Pflegerinnen haben meine Mama geduzt). Stattdessen lieber „Komm‘, wir gehen ins Bad zur Katzenwäsche/Duschen“. Nachdem Du wiederholt das Problem angesprochen hast, offenbar ohne Erfolg, würde ich in Erwägung ziehen, den Pflegedienst zu wechseln. Was wird denn abgerechnet, wenn da „große Morgentoilette“ steht und die Pflegerin nach fünf Minuten schon wieder aus der Tür ist, wenn Deine Mutter erklärt, sie wäscht sich selber???

    Liebe Jenny,

    sehe ich wie Hinz: wende Dich jetzt an Deinen Hausarzt/Psychiater und lass‘ Dich einweisen. Auch, wenn es da nicht schön ist: man kommt aus der Psychiatrie auch wieder raus! Such‘ Dir mit Hilfe eines sozialpsychiatrischen Dienstes eine eigene Wohnung. Für Dich und Deine Mutter in einem Haus ist das nichts, weil Du daran zugrunde gehst. Beschreite unbedingt neue Wege, denn: Auf Veränderungen hoffen, ohne etwas dafür zu tun, ist, wie an einem Bahnhof zu stehen, um auf ein Schiff zu warten.

    Solange nichts passiert und keine offensichtliche Eigen-/Fremdgefährdung vorliegt, hat Deine Mutter ein Recht darauf, in ihren eigenen vier Wänden alt zu werden.

    Geh‘ es an. Alles Gute und viel Kraft wünscht

    molli