Beiträge von molli

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    Fahrt mit Muttern im Auto über Land durch‘s Nachbardorf. „Guck mal,“ sagt sie „wohnt da vorne nicht der, der immer das Eis kocht?“….

    Einöde, Nebenstrecke, abgeerntete Felder. Sie sagt: „Hier ist es sauberschön.“ (statt schön sauber).

    Im Geschäft. Ich gehe mit ihr eingehakt an der langen Schlange vor der Kasse vorbei. Jemand steht im Weg. Ich: „Dürften wir bitte einmal vorbei?“ Muttern: „Tut, tut!“

    Liebe Taybeere,

    mach‘ Dir um den Geburtstag Deiner Mutter bloß nicht zu viele Gedanken… Mit meiner Mutter war ich neulich, anlässlich ihres 87. Geburtstags, in einem richtig schicken Hotel. Und zwar hatte ich Einzelzimmer gebucht, denn sie schnarcht ganz erbärmlich. Nun, das Hotel war wirklich klasse. Aber als ich meine Mutter an ihrem Geburtstag mit „Guten morgen liebe Mama, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag“ in ihrem Zimmer weckte, kam von ihr: „Halt Deine Fresse - ich will sofort nach Hause!“ 🤣🤣🤣 Innerlich habe ich gejubelt, weil sie infolge ihrer Demenz sonst kaum einen geraden Satz herausbringt…

    Tja, wie dem auch sei. Heiligabend gibt‘s bei mir Tiefkühlpizza, Cola und „Stirb langsam“ mit Bruce Willis. Und nach dem Film fahre ich sie wieder ins Heim. Isso.

    Lass‘ Dich nicht von Deiner Ma stressen, sondern versuch‘s mit Humor zu nehmen oder, wenn sie nochmal von Selbstmord labert, schlage einen Besuch beim Psychiater vor…

    Liebe Grüße, Molli

    Gestern besuchte ich meine tüddelige kleine Mutter im Krankenhaus. Sie fragte mich: „Bist Du nicht mein Mann?“ - „Nein, ich bin Deine Tochter. Und Du hast mich in diesem Krankenhaus hier vor 55 Jahren zur Welt gebracht.“ - „Das wusste ich ja garnicht!“

    Deine Schwester könnte ihn doch regelmäßig zum Mittagessen zu einer bestimmten Uhrzeit in „ihrer“ Wohnung, der Betriebswohnung, einladen. Dann realisiert er ja, dass dort nicht mehr sein Heim ist, sondern dass er dort Gast ist - und eben nicht ein- und ausgehen kann, wie er möchte. Und an die Lebenspartner muss er sich halt gewöhnen - und diese sich an ihn.

    Moin,

    bei meiner alten Mutter ist es so, dass sie zu wenig trinkt. Manchmal befindet sie sich in einem deliranten Zustand. Wasser mag sie nicht mehr trinken. Für jedes Glas Eistee, Cola, Fanta, Saft, Buttermilch bin ich dankbar. Wenn ich bei ihr bin, stelle ich ihr immer was hin. Regelrechte „Schübe“ habe ich bei meiner Ma nicht bemerkt, aber sie wird mit der Zeit halt geistig und körperlich immer gebrechlicher.

    LG Molli

    Weil die ja schon bei Deiner Mutter waren und Deine Mutter diese Form von Hilfe nicht annehmen wollte - deshalb würde ich an Deiner Stelle nicht noch einmal dort nachfragen.

    Wenn Deine Mutter neben der Demenz psychisch krank ist, gibt es vielleicht bei Euch in der Nähe niederschwellige Angebote, z. B. Selbsthilfegruppen. Demenz an sich ist m. E. keine psychische Erkrankung, sondern lediglich der schleichende Verlust kognitiver Fähigkeiten bedingt durch Veränderungen im Gehirn.

    Da meine Mutter „nur“ Demenz hat, würde ich eine ambulante psychiatrische Pflegerin nicht engagieren wollen.

    Christin! Wie alt ist denn Deine Mutter und hat sie bereits einen Pflegegrad? In jeder Stadt/Gemeinde gibt es einen Pflegestützpunkt, wo man sich über die zur Verfügung stehenden Hilfen informieren kann.

    Wenn die Wohnung Deiner Mutter einigermaßen barrierefrei ist, würde ich vom betreuten Wohnen Abstand nehmen, da die pflegerische Versorgung durch einen ambulanten Pflegedienst in den eigenen vier Wänden i. d. R. gut zu bewerkstelligen ist.

    Meine Mutter hat auch Demenz und kommt allein nicht mehr zurecht. Ich habe jetzt Kontakt zu einem Betreuungsdienst aufgenommen, die anstatt meiner Wenigkeit meine Mutter etwas im Alltag, z. B. gemeinsam einkaufen, spazieren gehen etc., unterstützen soll. Es muss ja keine psychiatrische Hilfe sein, oder? Vielleicht würde es Deiner Mutter helfen, wenn Du oder Deine Schwester dabei seid, wenn sich eine fremde Person, die Deine Mutter im Alltag unterstützen soll, vorstellt.

    Meine Mutter und ich haben jetzt eine weitere Unterstützung von einem ambulanten Betreuungsdienst. Dieser Dienst war auf der Liste mit ambulanten Altenpflegediensten, die wir vom Pflegestützpunkt erhalten haben. Ich weiß, dass beim hiesigen DRK Ehrenamtler alte Menschen zu Hause oder im Heim besuchen.

    Ich wünsche Dir viel Glück, denn eine Last, die von vielen Schultern getragen wird, macht das Leben doch etwas leichter!

    Ja! Versuchen, Bekannte, Verwandte und ehemalige Nachbarn zu mobilisieren, Deinen Mann im Heim zu besuchen. Evtl. über den Pflegestützpunkt, der Diakonie oder dem DRK versuchen, einen ehrenamtlichen Besuchsdienst zu organisieren. Eine 520-€-Kraft zur Unterstützung anstellen. Mit der Pflegeleitung im Heim sprechen, ob Möglichkeiten bestehen, Deinen Mann zu regelmäßigen Aktivitäten zu mobilisieren. Und jeden Tag so nehmen, wie er kommt, weil: meistens kommt es anders als man denkt… Wenn die Möglichkeit besteht, dass Du Deinen Mann im Heim anrufen kannst: tu es! Und versuche, etwas für Dich zu tun. Wenn es möglich ist: verreise für ein paar Tage - ein Tapetenwechsel ist immer eine gute Idee.

    Meine Mutter (auf der Rückbank, weil der Beifahrersitz durch den Hund besetzt ist) und ich machen eine Fahrt ins Blaue. Nachdem unser Gespräch verebbt ist und Muttern vor sich hin brabbelt, schalte ich leise das Radio ein. „Singt Dein Auto?“ - „Nein, ist nur das Radio.“

    Hallo,


    Du könntest Dich an einen Pflegestützpunkt wenden und dort beraten lassen - nähere Infos gibt es hier

    Pflegestützpunkte


    Voraussetzung für eine stationäre Kurzzeitpflege wäre Pflegegrad 2:

    Kurzzeitpflege
    www.pflege.de


    Bei der für Deine Eltern zuständigen Pflegekasse - m. W. mit der Krankenkasse verknüpft - kann ein Antrag auf Bewilligung eines Pflegegrads gestellt werden. Deine Eltern erhalten dann Besuch von einer Gutachterin des medizinischen Dienstes, die ein Pflegegutachten erstellt, aus dem sich ergeben würde, welcher Pflegegrad vorliegt. Danach richtet sich dann die Höhe der monatlichen Pflegeleistungen (Geld- oder Sachleistungen).


    Was man bei körperlichen und geistigen Gebrechen noch machen kann, ist, einen Antrag auf Zuerkennung einer (Schwer) Behinderung beim Landesamt für soziale Dienste zu stellen.


    Was immer sinnvoll ist: Einen Pflegeordner zu erstellen, in dem sämtliche Papiere abgeheftet werden (damit man im laufe der Zeit nicht den Überblick verliert).


    LG molli

    Meine ansonsten stammelnde und um Worte ringende alte Mutter hält auf meinem Sofa Mittagsstunde und ich beginne, sie am Bauch zu kitzeln: „Neeeiiin - das kann ich nicht ab!!!“ Ich kitzle sie weiter: „Hör’ auf! Das sage ich Deiner Mutter!!!“

    Für uns, besonders für meine Mutter, die verzweifelt nach Worten ringt und oft nur ein Stammeln hervorbringt, ist es manchmal schwierig, das mit Humor zu nehmen - aber wir arbeiten dran ;-)!

    Ein Versprecher von vor vielen Jahren fällt mir ein: „Hol‘ doch mal die Heizung rein!“ - „???“ - „Die… Zeitung!“