Beiträge von Finja

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    Lass dich mal virtuell drücken Sabine67. Du hast in den letzten Wochen so viel gemeistert, ich bin sicher, du hälst auch die letzten Tage durch :)

    Ich glaube dir unbesehen, dass du am Ende deiner Kräfte bist, die letzten Wochen waren sicher nicht einfach und wenn du jetzt wieder arbeiten gehst, ist das sehr anstrengend. Aber wie du schon sagst: Es gibt Licht am Ende des Tunnels.


    Versuche die Zeit zu Hause mit deinem Vater so gut es geht zu genießen und lass dich von ihm nicht herunter ziehen, wenn er eine depressive Phase hat. Das ist nur natürlich.


    Und ich gestehe, ich bin ein bisschen neidisch, dass du so eine gute Beziehung zu deinem Vater hast und die letzten Wochen so sehr genießen konntest ;)

    Da du aus dem Ruhrgebiet kommst, kann dir auch der Heimfinder weiter helfen, darüber habe ich einen Kurzzeitpflegeplatz für meinen Vater gefunden.

    Und hier findest du noch einen Link, in dem Bewertungen für Heime zu finden sind: BKK PflegeFinder


    Ich lese hier aufmerksam mit, kannte Delir vorher aber auch noch nicht.

    Ich drücke dir die Daumen, dass du die richtige Entscheidung für dich findest. Ich kann den Gedanken nachvollziehen, dass du deine Mutter gerne nach Hause holen möchtest. Aber das kann wirklich hart werden, vor allem wenn du alleine davor stehst.


    Denke auch daran, solltest du deine Mutter wieder nach Hause holen und benötigst dafür noch Hilfsmittel, wie z.b. ein Pflegebett, dass kann unter Umständen auch schon mal 2 Wochen oder länger dauern. Die Bürokratie ist manchmal nicht zu überschätzen oder aber auch, es ist schlicht nicht vorrätig.

    Vielen lieben Dank für eure Worte! <3


    Ich habe es geschafft, mir in den letzten Monaten ein etwas dickeres Fell anzulegen. Davor hätte mich die Nachricht komplett aus der Bahn geworfen. Ich hätte mir vor 3 Monaten auch noch nicht vorstellen können, dass ich meinem Vater ohne Ekel die ausgespuckten Speisereste vom Pullover wegwischen kann oder schlimmeres. Aber ich merke, man wächst an den Herausforderungen.

    Daher schaffe ich es, die Nachricht einigermaßen gelassen aufzunehmen. Das erste was ich zu meinem Bruder sagte: Dann ist das halt so.


    Ich war schon froh, als mir die Pflegerin sagte, dass es kein dauerhafter Aufenthalt in der Psychatrie ist. Und ja, so geht es nicht weiter. Er kann da nicht ständig randalieren. Ich vertraue den Pflegern und Ärzten.

    Ein Neurologe war wohl schon da und hat halt neue Medikamente verordnet. Er muss sie nur nehmen ;)

    Mal sehen wie es weiter geht.


    Ich weiß nicht, ob du da gute Ansprechpersonen hast?

    Nein, aktuell nicht. Unsere liebe Hausärztin ist nicht mehr zuständig, weil das Heim in einer anderen Stadt ist. Das Heim wird eine neue suchen oder hat schon eine (das organisatorische regelt alles mein Bruder). Den Neurologen habe ich auch noch nicht kennen gelernt. Und die Pflegerinnen kenne ich auch noch nicht wirklich.

    Aber ich habe ein gutes Gefühl dabei, den Entscheidungen des Heimes zu vertrauen.

    Heute war ich bei meinem Vater und habe mich etwas erschrocken. Er hat gequasselt wie ein Wasserfall, ich habe nur kein Wort verstanden. Seine Aussprache war total verwaschen. Und er war völlig durch den Wind.

    Er hat neue Medikamente bekommen, ich vermute daran lag es.


    Ich habe mit einer Pflegerin gesprochen, die bei dem Vorfall dabei war. Er weigert sich wohl seine Medikamente zu nehmen, er hat beim Essen dann randaliert und hat ein Glas durch die Gegend geschmissen, dass ein Pfleger abbekommen hat. Und alle die in der Flugbahn saßen, wurden nass.

    Des Weiteren macht er jede Nacht Theater. Deshalb hat er neue Medikamente bekommen, mal schauen ob es wirkt. Wenn er sie denn nimmt... Heute hat er dann in meinem Beisein in seinem Zimmer gegessen und er hat ohne Wiederworte seine Medikamente genommen. Aber ich bin halt nicht ständig da.

    Ich hoffe, dass er nächste Woche, wenn meine Mutter ebenfalls einzieht, ruhiger wird. Für ihn ist immer noch alles neu und unbekannt. Und auch durchaus beängstigend.


    Jedenfalls, sollte er noch mal so ausrasten, wird in Erwägung gezogen einen Rettungswagen zu bestellen mit einem entsprechenden Arzt, der dann zur Not die Einweisung in die Gerontopsychiatrie veranlassen kann, damit er dort Medikamentös eingestellt werden kann. Also keine Kompletteinweisung, anschließend soll er dann wieder in das Heim zurück.

    Die Pflegerin war sehr nett und hat mir gesagt, sie kommen damit klar, das ist schon öfter passiert. Ich solle mir keine Gedanken machen.


    Ich finde es erschreckend, vor ca. 3 Monaten ist er noch durch die Gegend gelaufen, man konnte sich noch mit ihm unterhalten. Klar war da die Demenz auch schon sehr weit fortgeschritten, aber in den 3 Monaten hat es sich gravierend verschlechtert.


    Lustige Seitennotiz: Eine Mitbewohnerin sprach mich an, als ich aus dem Zimmer meines Vaters kam: Sind sie die Mutter?

    Oha, ich muss wohl schon ziemlich alt aussehen :D

    Was ich vergessen habe: Was du natürlich versuchen kannst, insbesondere wenn sie bereits zur Tagespflege geht, erst einmal einen Kurzzeitpflegeplatz zu suchen, der dann, wenn es klappt, später in eine Vollstationäre Pflege übergehen kann. Dann solltest du das Pflegeheim aber im Detail über die Probleme mit deiner Mutter informieren.

    Es gibt Pflegeheime, die werden mit so schwierigen Fällen fertig. Darüber musst du dich dann aber auch genau informieren.


    Wie du in einem deiner vorherigen Posts geschrieben hast, ist der Hausarzt nicht sehr hilfsbereit. Ein Neurologe kann aber eventuell weiter helfen.

    Meine Frage, wie bekomme ich meine Mutter gegen ihren Willen in ein Pflegeheim?

    Erst einmal eine ganz einfache Antwort: Überhaupt nicht.


    So schlimm es sich auch anhört, aber gegen den Willen deiner Mutter kannst du rein gar nichts machen. Wenn sie sich strikt weigert, in ein Pflegeheim zu gehen, dann können sie sie nicht dort behalten. Der eigene Wille ist in Deutschland ein hohes Gut. Das ist auch richtig so, in deiner Situation kann man aber daran verzweifeln. Ich weiß wovon du sprichst, ich habe es selber erlebt.

    Ich war mit meinem Vater drei mal im Krankenhaus. Es war klar, dass er eigentlich da bleiben musste, aber er hat sich strikt geweigert. Ich habe ihn jedes Mal wieder mit nach Hause genommen.
    Er war in einer Kurzzeitpflege, ich habe ihn morgens hin gebracht und Nachmittags wieder abgeholt.

    So lange, bis er körperlich nicht mehr dazu in der Lage war sich zu weigern. Dann habe ich mich geweigert, ihn wieder mit zu nehmen und jetzt ist er in einem Pflegeheim. Läuft auch nicht gut, aber das ist eine andere Geschichte.


    Erst wenn deine Mutter sich selber oder andere gefährdet, dann erst kann das Amtsgericht eingeschaltet werden und der Amtsarzt kann eine Einweisung veranlassen.


    Ich empfehle dir, dich noch einmal mit eurem Pflegestützpunkt eurer Stadt in Verbindung zu setzen. Bzw. habt ihr einen sozialpsychatrischen Dienst?


    Du kannst auch beim Amtsgericht einen Antrag auf Betreuung stellen. Das Amtsgericht prüft dann, ob eine Betreuung notwendig ist. Eine gesetzliche Betreuung kann auch von dir übernommen werden.


    Aber auch ein Betreuuer kann nicht ohne weiteres eine Unterbringung in ein Pflegeheim veranlassen. Das kann nur ein Amtsarzt.


    Ich hatte mit dem sozialpsychatrischen Dienst meiner Stadt gesprochen. Die hätten dann, wenn es nicht mehr anders gegangen wäre, einen Amtsarzt beauftragt.


    Aber ja, bitte hole dir Hilfe! Auf der einen Seite will man seine Mutter nicht alleine lassen, auf der anderen Seite machst du dich selber kaputt.

    Das hört sich doch toll an :)

    Klar gibt es wehmütige Momente. Und ich weiß, das können wir noch soviel reden und du selber noch soviel versuchen dich zusammen zu reißen, das passiert. Ist auch nicht schlimm, so lange man sich nicht auf Dauer herunterziehen lässt.

    Versuche dir immer auch die positiven Dinge vor Augen zu halten.


    Ich habe mal irgendwoher den Tipp bekommen, man soll sich täglich 3 schöne Dinge aufschreiben, die man erlebt hat. Und sei es nur sowas wie "das Mittagessen war lecker". Kleinigkeiten reichen. Ich fand die Idee toll, habe es auch eine Zeit gemacht und dann ist es leider wieder in Vergessenheit geraten.

    Evtl. ist das ja mal ein Tipp, insbesondere wenn die Stimmung negativ ist.

    Vielen Dank Rose60 für die Eröffnung des neuen Threads :)

    Während meines Urlaubes habe ich hier per Handy nachgelesen und daher etwas von den eher unschönen Beiträgen mitbekommen. Daher schön, dass es hier jetzt wieder mit frischem Mut weiter geht.


    Ich fand den Ton hier im Forum immer sehr ansprechend, man bekommt Hilfe, kann sich "ausheulen" und austauschen und sieht, dass andere die gleichen oder ähnliche Probleme haben. Es herrscht ein respektvoller Umgang, was ich sehr wichtig finde und sehr zu schätzen weiß. Von daher, wenn es mal Ausrutscher gibt, ist es gut sie zu ignorieren und ich habe es sehr begrüßt, dass hier auch vom Admin-Team eingeschritten wurde. Danke dafür!


    ecia25 Ich drücke dir auch die Daumen, dass es "nur" Überlastung ist. Aber es ist schön, wenn deine Schwester selber Interesse daran zeigt, es heraus zu finden. Denn auch wenn man die Demenz nicht heilen oder aufhalten kann, man kann sie zumindest verlangsamen, wenn es früh genug festgestellt wird.


    Montag zieht meine Mutter in die Seniorenresidenz. Das wird noch einiges an Tränen nach sich ziehen. Meine Mutter bricht derzeit ständig in Tränen aus.

    Gestern wollte ich mit ihr in die Stadt, neue Pantoffeln kaufen. Ich habe extra eher Feierabend gemacht, komme dann bei ihr an und sie jammert mich direkt an, ihr geht es sooooo schlecht, sie kann nicht los. Ich war sauer und habe sie gefragt, warum sie nicht angerufen hat. Oha, schon zuviel gesagt und der Tränenstrom floss.

    Wie sie sagt, hatte sie Durchfall. Ich vermute eine Reaktion ihres Körpers auf die Aufregung, mit mir in die Stadt zu gehen. Sie war in den letzten Jahren, seit Corona, außer zum Arzt, Krankenhaus und Besuche bei meinem Vater im Heim, nur einmal mit mir in der Stadt, sonst immer nur Zuhause.

    Nachdem wir uns beide wieder beruhigt hatten, blieb ich noch ein bisschen und bin dann alleine los und habe ein paar Pantoffeln zur Ansicht mitgenommen.

    Hallo Finja, ich hoffe sehr, dass Sie sich nach diesem unerwarteten guten Ende einer extrem schwierigen Zeit gut erholen konnten!

    Der Urlaub hat gut getan, auch wenn es nur 4 Tage waren. Aber einfach mal raus, an nichts denken müssen, das war schön.


    Diese Woche war stressig, wieder Arbeiten, letzte Vorbereitungen für den Umzug meiner Mutter und nebenei muss ich gerade selber noch jeden Tag zum Arzt.


    Tja und zur Krönung der Woche, hat mein Bruder heute einen Anruf vom Pflegeheim bekommen, dass mein Vater handgreiflich geworden ist und einen Pfleger geschlagen hat. Sollte das öfter vorkommen, wird er in die Psychatrie müssen.

    Ich weiß noch nicht was genau passiert ist, mein Bruder hatte mich nur kurz per WhatsApp informiert, ich konnte ihn aber telefonisch noch nicht erreichen.

    Sabine67 Es freut mich sehr, dass du nun für dich, bzw. besser gesagt für euch, eine Lösung gefunden hast :) Ich drück dir ganz feste die Daumen, dass du bald einen schönen Platz für deinen Vater gefunden hast.

    Jede Familiengeschichte ist einzigartig und jedes Fall auf seine Weise speziell. Aber wer von euch würde seinen dementen Angehörigen in ein Heim geben, wenn es eigentlich zu Hause noch ganz gut gehen würde? Und gegen seinen Willen? Und dann in einer fremden Stadt mit nur einer einzigen vollzeiterwerbstätigen Bezugsperson?

    So wie ich das sehe, zeigt diese Frage dein eigentliches Dilemma auf. Im Grunde weißt du schon, das du ihn nicht zuhause pflegen kannst, er nicht zurück nach Hause zu deiner Mutter kann und somit nur die Alternative einer "Fremdunterbringung" bleibt. Aber du hast ein schlechtes Gewissen und redest dir ein, dass du ihm schadest.


    Wir alle hier können nicht hinter die Kulissen schauen, kennen nur die Situation aus deiner Erzählung. Und das was ich von dir lese lässt nur einen Schluss zu: Dein Vater muss in ein Heim/WG. Aber die entgültige Entscheidung kannst nur du treffen. Nicht deine Mutter und auch nicht dein Vater. Und erst recht nicht wir.


    Du hattest schlechte Erfahrungen mit einem Heim. Verständlich dass du deshalb Bedenken hast. Aber es gibt hier so viele Erzählungen, dass ein Heim genau das richtige war für den eigenen Angehörigen. Und es gibt schöne Heime. Heime in denen sich die Angehörigen wohl fühlen. Ich sehe es an meinem Vater, er hat sich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt. Er kann sich jetzt nicht mehr dagegen wehren, ich habe die Entscheidung für ihn getroffen und sehe, dass es ihm im Heim besser geht als zuhause.


    Selbstverständlich ist es schöner, wenn man es schafft, seinen Angehörigen zuhause zu pflegen. Ich ziehe meinen Hut vor jeden, der das schafft und dafür seine Arbeit aufgibt und sich voll dem Angehörigen widmet (zu Hinz schiel). Aber nicht jeder ist auch dazu in der Lage. Und aus deiner Beschreibung entnehme ich, dass du es auf Dauer nicht kannst und im Grunde auch nicht willst. Das Herzrasen ist in meinen Augen ein deutliches Zeichen dafür, dass du die Reissleine ziehen musst.


    Wenn es irgendwie möglich ist, würde ich dir empfehlen zu versuchen noch etwas Zeit herauszuschlagen, (evtl. lässt sich dein Arbeitgeber noch auf eine längere Pause ein?) damit du zusammen mit deinem Vater ein Heim suchen kanns, dass euch gefällt. In erster Linie muss es aber dir gefallen, denn du bist diejenige, die noch rational denken kann und die entgültige Entscheidung treffen muss.

    Bei meinem Vater ist es zu ausgeprägt, da hilft kein kaltes Wasser und keine Ernährungsumstellung mehr. Ohne Medikamente würde er durchdrehen. Selbst mit Medikamente ist er unruhig und kann kaum still sitzen. Und hat vor allem Schmerzen. Er kann das alles nicht mehr unterscheiden.

    Der Neurologe muss ihn denke ich, noch einmal neu einstellen.

    Da kann ich mich doch schon wieder einreihen… auch ich habe RLS von meinem Papa geerbt und teilweise schon echt Probleme. Medikamente nehme ich nicht… man kann es durch Ernährung bessern (mal bei dem Ernährungsdocs schauen) und Wechseltierchen helfen sogar noch besser als nur kalt duschen… konnte ich auch erst kaum glauben… ist aber so.

    Oft ist auch Magnesiummangel schuld…

    Die Wechseltierchen haben mir den Tag versüßt, ich habe herzhaft gelacht :D


    Aber ich werde mich für mich selber mal schlau machen wegen Ernährung. Noch ist es bei mir harmlos, derzeit etwas stärker, weil ich zwei stressige Wochen hinter mir habe, aber trotzdem noch gut aushaltbar.

    Huhuuu, ihr Lieben. Ich stehe auch auf einem Schlach. Was sind MmD?

    *Grins* ich habe auch erst gerätselt.

    Sie tut mir einfach unendlich leid. Gleichzeitig weiß ich, dass dieses Mitleid ein zwar bei mir automatisch vorhandenes aber doch eher kontraproduktives Gefühl ist: Es hilft weder ihr noch mir.

    Aber was kann man da nun tun?

    Oh, ich sags dir, dieses dämliche Mitleid. Es ist gut, dass wir menschlich sind und Mitleid haben. Aber es kann einem das Leben echt schwer machen. Man leidet halt wirklich mit.

    Dagegen tun kann man befürchte ich, nichts. Aber wenn ich bei mir selber merke, dass ich durch mein Mitleid selber leide, versuche ich mich abzulenken. Mal klappts, mal nicht.

    Lass dich auch von mir virtuell umarmen :)

    Zum Thema Unruhe möchte ich mal gerne das Thema "Restless Legs" einwerfen. Eine Krankheit die weit verbreitet ist, aber tatsächlich nicht sehr vielen bekannt ist. Mein Vater leidet seit Jahren darunter (und scheint es an mich vererbt zu haben, leider). Als es diagnostiziert wurde, war er aber geistig noch fit und konnte die Sympthome benennen. Ohne Mithilfe des Patienten, ist es allerdings schwer sie zu diagnostizieren.


    Bei Restless Legs hat man, wie der Name schon sagt, unruhige Füße. Sie kribbeln und man hat ständig das Gefühl, sie oder sich selber bewegen zu müssen. Hier mal eine etwas professinellere Beschreibung

    Das Hauptmerkmal der sensomotorischen Störung infolge des RLS ist ein zwanghafter Drang die Beine, mitunter auch die Arme und andere Körperteile zu bewegen. Begleitet und häufig auch ausgelöst wird der Bewegungsdrang durch Parästhesien, die als Kribbeln, Brennen, Stechen, Klopfen, Brodeln, Spannungs- oder Druckgefühl beschrieben werden. Auch Schmerzen können begleitend auftreten. Bewegungsdrang und Parästhesien werden durch Bewegung und unter Umständen auch intensive geistige Aktivität kurzfristig gelindert.


    Restless Legs Syndrom (RLS) - Symptome, Diagnostik, Therapie | Gelbe Liste
    Das Restless Legs Syndrom (RLS) ist gekennzeichnet durch einen zwanghaften Bewegungsdrang in Verbindung mit Parästhesien, der sich nachts verstärkt.
    www.gelbe-liste.de


    Wenn ihr insbesondere bemerkt, dass die Beine ständig bewegt werden, auch im sitzen, kann es daran liegen.

    Liebe Finja,

    durch die mehrfachen Ortswechsel in den letzten Wochen kann ich mir gut vorstellen, dass es ein Delir ist, vorübergehende Desorientiertheit und Verwirrung. Die Pfleger werden das sicher beobachten und dokumentieren. Gibt es einen Neurologen, der/die ins Heim kommt, so wie bei uns wöchentlich? Manchmal kann/sollte man medikamentös etwas versuchen.. anfangs muss sich einiges zurecht ruckeln, bis sich alle gegenseitig etwas besser kennen. Ich wünsche dir sehr, dass du dir bald weniger Sorgen machen musst

    Liebe Grüße


    Wir konnten schon zuhause beobachten, dass er sich ständig auszieht. Damit hat er angefangen, als er seine Selbständigkeit verloren hatte. Es hängt schlicht damit zusammen, dass er auf die Toilette muss und es nicht mehr alleine schafft. Er hat also Harndrang und zieht sich dann aus. Das habe ich der Schwester auch erkärt.

    Es gibt einen Neurologen, der kommt aber wohl nur alle 3 Monate ins Heim. Ich vermute, bei Bedarf wird er auch öfter kommen. Das nächste Mal soll er im Juni kommen und ich habe meine Eltern beide angemeldet. Unser alter Neurologe hat die Demenz mit einem Schulterzucken abgetan und bei einem neuen mussten wir mehr als 2 Monate auf den Termin warten. Der wäre jetzt ebenfalls im Juni gewesen, daher hat sich jetzt erledigt

    Er hat Beruhigungsmittel, die er bei Bedarf bekommt. Die Schwester wollte das noch mal mit dem Arzt abklären.


    Liebe Finja,


    Das mit den zerfetzten Windeln kenne ich auch von meiner Mutter, die Pflegerin hat mich gebeten einen Body zukaufen, den der MmD nicht so leicht öffnen kann. Hatte dann auch einen ganz tollen aus weichem Stoff in einem Sanitätshaus gefunden. Damit war das Thema gelöst.

    Liebe Grüße Elfriede

    Was es nicht alles gibt :) Danke für den Hinweise. Wenn nichts anderes hilft, kann das evtl. eine Lösung sein.



    dann wünsche ich euch eine sehr stressfreie Urlaubszeit.

    Danke :) Ohja, auf den Urlaub freue ich mich schon.

    Ich denke euch für eure Worte! Ja, ich hoffe, die schwierigste Zeit ist vorbei. Das Forum hat mir immer wieder die Kraft gegeben, die Tage durchzuhalten. Es ist mir klar, dass noch schwierige Tage kommen werden, aber daran denke ich jetzt noch nicht. Nächste Woche werden mein Mann und ich noch ein paar Tage weg fahren, darauf freue ich mich jetzt.


    Ich habe gestern mit meiner Mutter zusammen meinen Vater besucht. Meine Mutter war so beruhigt. Sie hatte die Befürchtung, mein Vater liegt die ganze Zeit im Bett, weil das zuhause der Fall war (es ging nicht anders wegen der häuslichen Umgebung). Umso mehr hat sie sich gefreut, dass er im Rollstuhl saß und ganz gut aussah. Und sie hat über das Zimmer gestaunt, wie groß es ist. Es hat ihr gut gefallen. Ich schätze sie dachte, es ist eher so wie in einem Krankenhaus. Wir werden es jetzt so nach und nach gemütlicher einrichten.


    Ich habe mich auch noch mit einer Pflegerin unterhalten. Die Nacht war wohl nicht so einfach. Er hat sich ständig ausgezogen und war sehr unruhig. In seinem Zimmer lagen auch lauter kleine Wattekügelchen auf dem Boden, ich vermute von einer zerfetzten Windel.

    Als ich gestern meinen Vater besucht habe, hat mir die Pflegerin mit einem Schmunzeln erzählt, dass die Frau neben der er gerade saß, auf Tuchfühlung gegangen ist. Ich habe es mit einem Schmunzeln zur Kentniss genommen und musste sofort an dich denken Albatross :)


    Ich vertraue da den Pflegern, dass sie eingreifen, sollte es zu peinlich/extrem werden. Ich drücke dir die Daumen, dass du es auch kannst! Wie die anderen schon schrieben, zieh dir den Schuh nicht an, auch wenn es schwer fällt.

    Finja: Hey, das sind doch mal Nachrichten, oder?

    Was die Jeans angeht, hat er die vielleicht mit einer der Damen im Heim getauscht? 8)

    Die Jeans wurde ihm im Krankenhaus zur Entlassung angezogen. Da es nur Herren auf dem Zimmer gab, ist ein Tausch nicht möglich :D


    Ohja, mein Vater ist gut in seinem nun endgültigen Zuhause angekommen. Entgegen meiner Befürchtung hat er alles ohne Proteste hingenommen. Ich sehe das mit gemischten Gefühlen, weil er offensichtlich jetzt auch seinen eigenen Willen verloren hat. Vor 2 Wochen hätte er noch einen riesen Aufstand gemacht.

    Aber letzte Nacht bin ich mit dem Gewissen eingeschlafen, er ist jetzt angekommen und gut versorgt. Das ist beruhigend.

    Albatross der Überzeugung bin ich auch, dass sich die Persönlichkeit auch im Verhalten eines Demenzkranken wieder spiegelt.


    Ich habe es bei meiner Oma gesehen, sie war schon immer ein "Deubel" und in ihrer Demenz wurde sie aggressiv und handgreiflich.

    Ich sehe es bei meinem Vater, er war zwar immer mein lieber Papa, aber weil ich sein Liebling war. Ich habe erst in den letzten Monaten erfahren, wie er sich anderen gegenüber verhalten hat, wie stur und dominat er sein konnte und das er sich nichts hat sagen lassen. Das spielgelt sich auch in seinem Verhalten wieder.

    Und ich sehe es bei meiner Mutter, sie war immer schon die Liebe, verhuschte, die keinen eigenen Willen hatte und sich meinem Vater untergeordnet hat. Mein Vater hat sie vergöttert. Und jetzt erwartet sie das auch von uns. Sie ist jetzt in ihrer Demenz noch weniger in der Lage, selber Entscheidungen zu treffen und schon bei der Wahl, welche Jacke sie anziehen soll, überfordert.


    Auch wenn ich im Bekanntenkreis Erzählungen höre, spiegelt sich immer wieder, dass sich das Verhalten in der Demenz nicht ändert. Es ist meistens eher "ungeschminkt". Der Demenzkranke kann es nicht mehr so gut wie früher "verstecken".


    Es gibt sicher andere Fälle. Wie heißt es so schön: Ausnahmen bestätigen die Regel ;)

    Liebe Finja, vielen Dank für deine lieben Worte. Bei mir gibt es auch diese schönen Momente, meistens morgens, wenn meine Mutter oft klar, liebevoll und empathisch ist und wenig Schmerzen hat. Ohne diese Momente würde mir die Pflege viel schwerer fallen.


    Das ist schön :) Ich kann mir das gut vorstellen, dass solche Momente helfen. Und wenn es dann mal wieder hoch hergeht, ist es gut, wenn es einem möglich ist, sich solche Momente in Erinnerung zu rufen.


    Krankenhäuser und Demenzkranke sind zwei Welten, die aufeinander prallen, da könnte ich ganze Podcasts drüber vollquatschen.

    Ohja.... Ich habe heute seine Sachen in das Pflegeheim gebracht, er saß beim Mittagessen und hat gut gegessen. Tausend mal besser als im Krankenhaus, wo er dann mit Op-Hemdchen auf der Bettkante hockt und das nicht lange aushält, und daher nur wenig isst.

    Und er hatte eine Damenjeans an.... woher auch immer die stammt, seine Jogginghose, die er eigentlich anziehen sollte, ist verschwunden. Ich hätte auf mein Bauchgefühl hören sollen und im Krankenhaus sein sollen, als er abgeholt wurde. Aber die Schwester konnte mir keinen genauen Termin nennen und meinte, ist auch nicht nötig....


    Und kaum war ich wieder Zuhause, klingelt das Telefon, das Heim war dran in das er dann endgültig kommen soll: er kann Mittwoch noch kommen. Und das beste, das Zimmer ist dann auf der gleichen Etage wie das meiner Mutter, es liegt schräg gegenüber. Noch drei Wochen, dann sind sie wieder zusammen :)