Beiträge von Valentina61

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    Das Heim hätte meine Mutter nicht gegen ihren Willen da halten können und ich auch nicht, aber solange die Bewohner sich nicht selbst auf den Weg machen, bleibt es so.

    Das stimmt, war bei meiner Schwiegermutter auch so, mein Mann hatte die Generalvollmacht. Für die "behütete" Abteilung brauchten wir eine Gerichtsentscheidung. Die hat aber das Heim eingeholt.

    nur Pflegegrad und meine Vorsorgevollmacht

    Doch die Vorsorgevollmacht gilt doch nicht einfach so? Da muss doch jemand feststellen, dass "man" seine Angelegenheit nicht mehr so richtig auf die Reihe bekommt?!

    Wer entscheidet das?

    Da kannst du vielleicht jetzt schon mal mit einer gewissen Aufmerksamkeit draufschauen, damit sich das Geld nicht irgendwie quasi in Luft auflöst . Wir haben das Thema ja schon bei Valentina diskutiert.

    Liebe Sabine,


    ja, das ist notwendig. Ich habe ja ein ähnliches Schicksal, wobei ich glücklicherweise überhaupt nicht auf das Geld angewiesen bin und "gelassen" zu schauen kann, wie das Ganze den Bach runter geht.

    War bei der Beratung des Betreuungsgericht, habe mich entschlossen nichts mehr in dieser Richtung zu unternehmen.


    1. Welche Demenz?

    "Mich" würde erst einmal interessieren, welche Demenz Dein Vater hat? Dazu sollte es Untersuchungsergebnisse geben, sonst würde ich das bei den behandelnden Ärzten anfordern (solltest Du bekommen, um Deinen Vater weiterhin betreuen zu können).

    • Mein Vater hat eine FTD. Er hat insgesamt mehr als einen Monat bei uns gewohnt, hat sich ähnlich "gut" geführt wie Dein Vater. Permant hat er sich über meine Mutter beschwert und betont, wie dankbar er mir ist und wie froh er sein, dass ich sie zu mir geholt habe. Er wollte auch nicht mehr zurück in die eheliche Wohnung und meine Mutter hätte ihn noch gerne bei uns gelassen. Keine 24 h später war er komplett verändert. Der liebe ältere charmante Mann ist körperlich auf mich losgegangen (mit wutverzerrtem Gesicht wollte er mich von hinten angreifen!)

    2. Warum Pflegeheim?

    Dein Vater hat relativ wenig Ausfallerscheinungen, wie hat es Deine Mutter geschafft, ihn in ein Altenheim zu verbringen? Normalerweise gibt es da eine Heimnotwendigkeitsbescheinigung, welcher Arzt hat das befürwortet?

    Steht Dein Vater schon unter Betreuung? So gerichtlich anerkannt? Ist diese Anerkennung schon "amtlich" auf Dich übergegangen? Sonst schnell nachholen. Wenn Dein Vater noch geschäftsfähig ist, sollte mal was per Notar aufgesetzt werden.


    3. Rechtliche Verhältnisse?

    • Die Eigentumsverhältnisse sollten geklärt sein (Wer steht im Grundbuch? Nur Dein Vater?). Du schreibst von "Wohnrecht" für den Vater. Gehört das Haus schon den "Kindern"? Wie ist das Wohnrecht überhaupt geregelt? Erlöst es im Falle des Auszugs? Oder ist es ein Nießbrauchsrecht?
      Hat die Mutter eigenes Einkommen oder bestreitet sie ihren Unterhalt vom Geld Deines Vaters?
    • Wer verwaltet die Vermietung? Auch hier ist die Rechtsform wichtig. Wer macht die Abrechnungen und wer überprüft die? Mir ist bei der Überprüfung der wenigen Unterlagen ganz schlecht geworden, soviele Unterschlagungen.
      Wenn es Deine Mutter macht, hat sie auch hierfür die Vollmacht von Deinem Vater? Was umfaßt die Vollmacht?
    • Wer hat die Verantwortung für die finanziellen Angelegenheiten Deines Vaters? So weit ich weiß, ist derjenige verantwortlich, wenn da etwas schief läuft, haftet man mit seinem Vermögen. Aufgrund einer Vollmacht ist man nicht dem Gericht gegenüber verantwortlich, aber haftet meines Wissens trotzdem. Mal Deine Vollmacht checken!

    Emotional:

    So ein Verhalten ist ein Unding. Das, was Deine Mutter da mit Deinem Vater veranstaltet, macht meine Mutter auch mit meinem Vater. Sie gibt das ganze Geld meines Vaters (z.T. auch meines!) für ihre Bequemlichkeiten aus, während mein Vater in der geschlossenen Abteilung sein Dasein fristet. Kleine Rache halt! Man könnte es auch Groben Undank nennen.


    Rechtlich:

    Sucht Euch einen Anwalt. Da ist jetzt Vorsicht geboten. Solange Ihr noch (!) in die Wohnung kommt, nehmt notwendige Unterlagen mit!!!! Gegenstände, die zum persönlichen Besitz Deines Vaters gehören usw.

    Halte Dich mit Äußerungen in Richtung Deiner Mutter zurück. Du weißt nicht, welche Dinge Deine Mutter bzw. der Anwalt daraus konstruiert.


    Bitte sei vorsichtig.


    Zusätzlich: Bist Du schon als pflegende Angehörige bei der Krankenkasse geführt? Du bekommst dafür ein paar Rentenpunkte.

    Da Du ja gerade eine Auszeit von der Arbeit nimmst, nicht, dass Du am Ende für Deine Mutter die Zeche zahlst.

    Da sollte Dein Vater entsprechend seinem Pflegegrad auch noch Pflegegeld bekommen (er hat doch einen?)

    Bei mir ist der in erster Linie mit Essen verbunden. G

    eht es mir nicht gut, habe ich Stress, Frust, usw. ist der Griff zum Futter nicht weit. Wahllos kann ich dann in mich reinschlingen.

    Vorweg: So habe ich es auch gemacht. Ich habe den Zuzug meiner Eltern nur mit viel Eiscreme, tonnenweise Kuchen und Kiloweise gezuckerten Erdbeeren ertragen.

    Ich habe mir dadurch eine "gute" Schutzschicht angefressen.


    Jetzt habe ich Schwierigkeiten die Kilos wieder loszuwerden, weil das viscerale Fett sich nach Kräften wert.



    Ich mache wirklich alles, um die Kilos los zuwerden, das Einzige, was hilft ist konsequenter Sport. Und selbst damit geht es nur Gramm-weise.

    Ich schaffe das nicht, meine Mutter wird immer agressiver, da kann ich es auch lassen. Sie will jetzt alles schriftlich haben, Arztberichte und so weiter.


    Kann sie haben. Auch von mir, dass zuerst versucht wird die Pflege zuhause auf die Beine zu stellen.


    Aber sie braucht ja keine Pflege....

    PausE,


    das hört sich genauso an, wie bei mir. Gib ihr alles, bloß mach Dir eine Kopie.


    Solche Mütter können alles alleine (das Forum ist doch voll davon). Eine Betreuung ist vermutlich nicht möglich, weil sie alles verweigern.


    Kürzlich wurde auch noch das Gesetz geändert. Jetzt ist eine Betreuung praktisch garnicht mehr möglich, gegen den Willen der Betreuten (Was in manchen Fällen auch gut ist!)


    Du läufst gegen Windmühlen an, weil die Aggression gegen Dich gerichtet ist. Spar Dir Deine Kraft und lass den Karren gegen die Wand fahren.


    Bis dahin sammele Unterlagen. Wenn Du finanzielle Transaktionen machst: Laß Dir das quittieren! Hört sich blöd an, ich habe das schon gebraucht, um mich gegen die falschen Anschuldigungen zu wehren.


    Viel Kraft


    Valentina61

    Ich schreibe das nur als Hinweis darauf, dass man sich auch als Angehöriger von Demenzkranken deshalb nicht immer zu 100%auf den Elternteil konzentrieren kann, sondern auch für sich und die eigene Familie (wenn vorhanden) da sein will/sollte, vor allem wenn es - wie bei Demenz - um eine möglicherweise etliche Jahre andauernde , fortschreitende Erkrankung geht.

    Das ist richtig. Auch ich habe mittlerweile eine chronische Erkrankung, die klar durch den Streß mit meinen Eltern entstanden ist.

    Auch ich habe in der Zeit, der 24/7 Betreuung die Fürsorge für meinen eigenen Körper und die Gesundheit meines Mannes völlig außen vorgelassen.

    Meine Eltern haben es super verstanden, uns von allem abzuhalten. Wir haben sogar notwendige OPs verschoben, mein Mann wurde als Hypochonder bezeichnet.


    Jetzt würde ich der Gesundheit eines/r pflegenden Angehörigen immer an erster Stelle sehen. Irgendwo habe ich gelesen, dass die Betreuenden oft vor den Betreuten versterben.


    Jetzt wünsche ich Dir und Deiner Familie erstmal, dass sich Eure gesundheitlichen Sorgen alle positiv auflösen werden und Ihr durchschnaufen könnt.

    Das wünsche ich Dir auch liebe Rose60

    Liebe Valentina, genau das ist ein Punkt, an dem fast alle guten Ideen von fast allen von uns an ihre Grenzen stoßen. ....... Man steht da, sieht alles untergehen und es sind einem die Hände gebunden.

    Liebe SchwarzerKater,


    ja, an der Sache selbst kann man wenig machen. Das sage ich auch immer den Freunden meiner Eltern. Die sind über den Ausgang dieser "Familienzusammenführung" ziemlich enttäuscht.


    Liebe Valentina, noch hast du andere Möglichkeiten, aber versuch vor allem für dich wieder Licht zu sehen

    Diese anderen Möglichkeiten werde ich ausschöpfen. Doch keine Angst, das Leben mit meinen Eltern war ehe nur noch ein Nebengleis.

    Mein "richtiges" Leben ist komplett unabhängig und sehr schön. Ich hatte mich ohnehin freigestrampelt. Meine Eltern waren über fast 40 Jahre nur gelegentliche Gäste, die nur zu Besuch waren und eben immer wieder gefahren sind.


    Dieses Mal waren sie gekommen um zu bleiben. Verkannt haben sie, dass sie umgezogen sind und nicht mehr in einem Urlaub sind, bei dem es sich natürlich in erster Linie um die Gäste geht.

    Denn die Seiten lesen sich wie eine Blaupause für einen erfolgversprechenden Umgang mit Eltern, bei denen ein Elternteil neben den bestehenden Persönlichkeitsstörungen zusätzlich eine Frontotemporale Demenz entwickelt hat: So viel Zerstörung, so viel Schmerz und keine Einsicht. Und so viel Unterstützung und Trost durch unser Forum! - Im Namen aller Mitlesenden Danke!

    Sehr geehrter Herr Hamborg,


    vielen Dank für Ihren umfangreichen Kommentar! Ich war ganz geplättet und habe ihn mir mehrfach durchgelesen.

    Ob es (ich) am Ende des Tages tatsächlich so erfolgreich ist (bin), wird sich herausstellen. Ich werde berichten.


    Unterscheidung von Inhalt und Beziehung ist. Valentina61, Sie haben diese beiden Grundanteile einer kranken Kommunikation/Machtausübung infolge der Persönlichkeitsstörungen so klar gegenübergestellt und viele Hintergrundinformationen gegeben.

    Sie haben die Beziehungen neu definiert und sich und anderen Menschen geholfen, die unter Ihren Eltern gelitten haben. Sie haben in den letzten Jahren dafür eine gewaltige emotionale Arbeit geleistet!

    Danke für die Einschätzung. So klar wie Sie sehe ich das noch garnicht. Ich hoffe, dass es so ist, wie Sie es einschätzen.


    Im Wechselspiel mit den so wertvollen Erfahrungen von Ihnen, schwarzerkater, werden diese Seiten hoffenlich zu einem Vorbild mit vielen "goldenen Worten" - danke noch mal an Sie, Buchenberg, für diese Idee.

    Das Wechselspiel mit Schwarzerkater habe genieße ich sehr. Es wird Ihr Wissen deutlich und beim Lesen wird einiges an verborgenen Wissen und Erkenntnissen an die Oberfläche gespult, dass unter den Emotionen oder einer gewissen Betriebsblindheit verborgen wird.


    Ja, die goldenen Worte. So eine gute Idee.


    Auf der anderen Seite steht glasklar die Inhaltsebene, in der Ihre Eltern die Verantwortung für Ihr Handeln übernehmen müssen und es ist sicher hilfreich dies (sachlich) über Rechtanwälte und Gerichte zu begleiten.

    Ja, das müssen sie, doch wenn sie dann in die Pflicht genommen werden, kommt immer wieder ein affiliativer Apell und der Hinweis auf ihr Alter und ihre Hinfälligkeit. Die "Schergen/Flying Monkeys" werden aufgehetzt, um sie zu verteidigen und mir zu schaden.



    Es gibt leider immer wieder "Schwarze Schafe", die die hilflose Lage älterer Menschen ausnutzen und oft unerkannt Straftaten begehen.

    Die schwarzen Schafe, mit denen ich zu tun habe, sind allgemein bekannt! Die Pflegekasse/Arzt/MD/Kuhkaff/Pfarrer/Anwälte wissen darüber Bescheid, niemand kann/will etwas machen. Solange meine Eltern dieses miese Spiel mitspielen, kann niemand etwas machen, weil die Gesetze es zu lassen.


    Ich erinnere mich an ein demenzkrankes Ehepaar, bei denen nicht mehr nachvollzogen werden konnte, wo das riesige Vermögen geblieben ist. Leider hat das Sozialamt nicht erfolgreich nachgeforscht und alle Kosten übernommen. Die Beiden haben sich übrigens sehr schnell in die neue Rolle eingefunden und wirkten nicht unglücklich.


    Von solchen Menschen gibt es mehr, als man denkt. Ich hätte schon so eine Idee, wo das Geld ist.


    Bei meinen Eltern "weiß" ich es, dem Sozialamt werde ich schon helfen beim Suchen, vor allem, weil einiges von dem Geld auch noch mir gehört 8) .

    Meine Eltern haben aber auch keinerlei Skrupel, die derzeitige "Putzfrau" über die Klinge springen zu lassen :love: . D.h. die haftet mit ihrem Privatvermögen.

    Sie war - nachweislich - bösgläubig!


    Naja, meine Eltern werden in zwei Einzelzimmer einziehen. Diese Extrawürste muss das Sozialamt auch wieder nicht bezahlen. Genauso wie das Zimmer mit Seeblick :saint: . Ob die dann glücklich sind? Sie wollen ja mein Vermögen für Ihre Annehmlichkeiten verbrauchen, das werden sie nicht schaffen.


    Die frontotemporale Demenz "macht" sozusagen eine Persönlichkeitsstörung, weil zunächst (nur) die Bereiche im Gehirn betroffen sind, die den Charakter, die Einsicht, Moral, Scham und das Person-sein steuern.

    Mein Vater ist schon 2019 auf FTD positiv untersucht worden. Doch viele Anteile hatte er schon sein lebenlang.


    Oft wird sie viel zu spät erkannt und nur rückwirkend stellt sich die Frage, ab wann die Geschäftsfähigkeit durch die Krankheit beeinflusst wurde.

    Dafür sind hoffentlich die ganzen ärztlichen Gutachten gut. Ja, es wird schwierig.

    Deshalb "braucht" Ihr Vater vermutlich schon länger eine gesetzliche Betreuung. Für den psychiatrischen Gutachter des Betreuungsgerichtes wird es sicher sehr schwer sein, den vorabbestehenden "flying monkey" (wie sie Ihn definiert haben) von der Auswirkung der schweren neurodegenerativen Erkrankung abzugrenzen.

    Zur Richtigstellung: Ein Flying Monkey ist ein Helfer des Narzzisten, der den Narzissten mit Infos über das Opfer mitteilt.

    Es ist meine Mutter, die Flying Monkeys einsetzt, die meisten haben zu ihrem Leidwesen die Seite gewechselt :thumbup: .


    Mein Vater war/ist ein maligner Narzisst, der auch noch eine Wertbeimessungsstörung hat.


    Ja, da bekommt der psychiatrische Gutachter eine tolle Aufgabe.

    Und sie haben vollkommen recht, er bräuchte diese Betreuung schon länger. Doch die "Putzfrau" bzw. der RA vom "Pflegedienst" verhindert das ja.


    Jetzt ist mein Vater im Pflegeheim und da kommt (laut Buschfunk) Bewegung in die Sache. Weil so einfach ist mein Vater nicht in die geschlossene Abteilung zu bekommen. Zumal er auf keinen Fall ins Pflegeheim wollte.


    Seine derzeitige "Sprachlosigkeit" kann übrigens die Diagnose bestätigen. Das Sprachzentrum ist oft durch die fronttemporale Demenz betroffen - eine Untergruppe heißt "semantische Demenz", bei der die Sprachstörungen im Vordergrund stehen.

    Danke. Das war mir bekannt. Wobei ich bisher dachte mein Vater hat die Verhaltensauffällige Variante.

    Das würde bedeuten, dass sein "fieses" Verhalten eher der Narzisstischen Persönlichkeitsstörung geschuldet ist.


    Ihnen weiterhin viel Kraft und Klarheit



    Danke, das kann ich gut gebrauchen.


    Zu der Anregung zur Betreuung hätte ich noch ein paar Fragen:


    Der Pflegedienst, die Putzfrau bzw. der Anwalt soll angeblich die Betreuung übernommen haben (Aussage meiner Mutter).

    Nachweisbar haben meine Eltern schlechte finanzielle Entscheidungen (Fast 100.000 Euro Verlust) gefällt, die bestimmt nicht auf ihrem eigenen Mist gewachsen sind.


    Ich wäre "gerne" in die Betreuung eingebunden, einfach um meine Eltern vor dem Ruin zu bewaren.

    Wenn jetzt der Gutachter meine Eltern befragt, werden die wahrscheinlich eine Betreuung durch mich ablehnen.


    Wie kann ich mein Wissen, meine Befürchtungen mitteilen? Genauso wie die medizinischen Gutachten (meine Eltern haben nämlich beim Umzug die Krankenakte "bereinigt").


    Holt der Gutachter die ein oder verläßt er sich darauf, dass die "Betreuer" ihm mitteilen, dass alles i.O. ist und ich, die böse Tochter nur meinen Eltern den entspannten Lebensabend im Heim nicht gönne?

    Hält er Rücksprache mit mir?

    dass Wertschätzung nicht allein am Duzen vs Siezen zu messen ist

    In einem klaren Umfeld, wie z.B. in der Hochschule bin ich auch unbedingt fürs Siezen. Die Studenten duzen sich halt untereinander.


    Ein Problem wird es, wenn sich ein Teil der Gruppe duzt und mit Vornamen anredet und der andere Teil den Nachnamen verwendet. Dann kommt es zwangsläufig zu Verwirrungen.


    In dem Heim meiner Schwiegermutter (kirchlich geführt mit MIssionarsschwestern) war es klar beim Sie und dem Nachnamen.


    Die Schwestern wurden gesiezt und mit Schwester Vornamen angesprochen. (Die Nachnamen hätte ich auch nicht aussprechen können :saint: , wie hätte das meine 90-+ Schwiegermutter machen sollen?)


    Sonst sollte es einheitlich sein, um die Bewohner nicht noch weiter zu verwirren.

    deine emotionale Not und Beteiligung kommt doch immer wieder bei mir an, auch wenn du schon oft sachlich und distanziert schreibst.. das Bauchgefühl hinkt dem Kopf ja meist/oft weit hinterher.

    Liebe Rose60 ,


    mit dieser Einschätzung hast Du völlig Recht. MIttlerweile beginnt der Bauch aufzuholen.

    Ein Satz ist, dass es sehr schmerzhaft ist, die Sehnsucht nach idealen Eltern aufzugeben und dass daher viele erwachsenen Kinder "lieber ihr ganzes Leben Phantomeltern hinterherlaufen, anstatt die unperfekte Realität anzunehmen und die Hoffnung auf ein Wunder letztlich aufzugeben".


    So einen Herzenswunsch aufzugeben ist sicher schwierig und zu erkennen, dass man eben keine idealen Eltern hat ebenso.

    In meinem Falle heißt die Realität Eltern anzunehmen, die eben keine Eltern im eigentlichen Sinne sind. Kinder sind nur Mittel zum Zweck.


    Viele hier sind noch sehr im Konflikt mit den Eltern, der oft nochmal richtig aufbricht durch die neuen Anforderungen durch die Demenz, weil die Eltern hilfsbedürftiger werden o.ä.

    Ja, dieser Konflikt ist schlimm, jeder muss entscheiden, ob er/sie sich an weiteren Konflikten mit den Eltern aufreibt.


    In deinem Fall leidest du weiterhin mit, in was deine Eltern sich reingeritten haben und du wurdest quasi bestohlen (?) wenn ich richtig verstanden habe.

    Ja, ich leide, weil sich meine Eltern in ihrer narzisstischen Wut soweit reingeritten haben, dass sie Sozialfälle werden und ihnen wirklich alles weggenommen wird.

    Die andere Hälfte gehört meinem Vater, der nicht mehr in der Lage ist, klar zu denken (Fraglich, ob er überhaupt noch denkt!. Da ist keine ordentliche Verwaltung möglich.Dadurch komme ich auch in Schwierigkeiten, weil die Hälfte der Immobilien mir schon gehört.

    Ich muss noch versuchen, das Geld (und die Werte), dass sie veruntreut und von meinen Konto abgeräumt haben wieder zu bekommen. Außerdem haben sie Kautionen von Mietern veruntreut, weil die nicht insolventssicher angelegt haben.


    Wenn du also nun soweit bist, einen Anwalt einzuschalten, gehen damit sicher auch seelische Schmerzen einher oder jedenfalls in der Vorgeschichte und das ist sehr bedauerlich.

    Ich hatte schon von Anfang an Rechtsanwälte (Freunde!) eingeschaltet, schon bevor ich meine Eltern geholt habe. Denn meine Eltern haben ja schon vorher versucht, die Übertragungsverträge rückabzuwickeln (was zu keinem Zeitpunkt möglich war. Insgesamt haben sie es 3x versucht. Jedesmal gescheitert! Zuletzt hat es der Anwalt vom "Pflegedienst" versucht auf eine ganz linke Tour.


    Mit der Hilfe meiner Juristen-Freunde habe ich versucht, das Ganze gütlich zu regeln. Der Anwalt meiner Eltern ist auf kein Angebot eingegangen, sondern hat alles verschleppt, bzw. hat versucht mich zu übertölpeln.


    Jetzt hat ein sehr erfahrener Prozessanwalt übernommen, der sich mit diesem Betreuungsgericht auskennt und auch mit dem "Pflegedienst" schon einschlägige Erfahrungen gemacht hat. Die meisten Prozesse hat er gewonnen ;-).

    Die Einschaltung dieses Anwaltes hat was mit der Loslösung zu tun. Jetzt werden meine Eltern verklagt, weil sie eben nicht über dem Gesetz stehen.


    Dein Vater wird auch aus guten Gründen in einem geschlossenen Pflegeheim sein, das ist ja nicht einfach - ich kenne das.

    Meine Mutter wollte ihn schon Anfang 2019 einweisen lassen. Ich habe es damals verhindert, mein Vater hatte mit seiner FTD ein relativ gutes Fassadenverhalten. Er hat immer den lieben, netten alten Mann vorgespielt.

    Anhand seiner Notizen zu den Terminen bei Anwälten und Notaren und den Mitteilungen seiner Freunde habe ich erkannt, dass er mich angelogen hat. Eben nur, um mir noch mehr wegzunehmen, als er es schon getan hat.

    Das "Wegfinden" und Horten von Metallgegenständen und Werkzeugen macht eben auch nicht vor dem Vermögen seiner einzigen Tochter halt.

    Genauso wie er in der Vergangenheit auch einfach über das Vermögen und Erbe meiner Mutter verfügt hat.

    Deshalb hat meine Großmutter dafür gesorgt, dass das Vermögen auf mich übergeht, damit mein Vater nicht alles für sich verbraucht (verschwendet).


    Er brauchte auch eigentlich kein Geld. Ich habe ihn 2019 gefragt, was er denn mit dem Geld, dass er mir wegnehmen wollte, machen wolle: "Er wollte es nur haben!"


    leider von einem Anwalt, heftig

    Nein, ist die logische Folge. Ich komme sonst nicht weiter und meinen Eltern droht sonst die Armut, weil sich jemand anderes an ihrem Vermögen (und meinem) bereichtert hat.


    Ich dachte, vllt erhälst du durch solch ein Buch auch noch wichtige Erkenntnisse , mir rieselt es nach den ersten Seiten schon wie Schuppen von den Augen.

    Danke, ich werde mal danach suchen.


    Alles Liebe für dich

    Danke, auch für Dich und die letzte Phase mit Deiner Mutter auch alles Gute.

    Solchen Menschen geht es nur darum, emotionale Kontrolle über andere zu haben.

    Genau richtig erkannt.

    Das macht sie nämlich eigentlich ständig, wenn ich ruhig und gelassen bin irgendwelche Themen anzusprechen, die mich auf 180 bringen.

    Sie will Deine Aufmerksamkeit. Wenn Du wütend bist hast Du keine Kontrolle, sondern sie.


    Ich halte es kaum zu Hause aus, weil ich Angst habe, dass sie vor der Tür steht und klingelt, obwohl ich sie nicht eingeladen habe und sie ja "nur mal nach mir sehen wollte"... nein, sie möchte Kontakt erzwingen, den ich nicht will.

    Sie möchte nicht nur Kontakt, sondern die Kontrolle.



    Am liebsten würde ich das Haus verkaufen und einfach wegziehen.

    Das kann man auch machen. Dann wenn die Mutter tatsächlich dement und alt wird wird das Problem auch nicht kleiner.


    Mein Tipp: Wenn sie vorbeifährt, anhalten und ihr irgendeine Aufgabe (Arbeit) geben.


    "Du bist doch gerade im Auto, kannst Du gerade xy holen oder den Müll zum Wertstoffhof bringen?!"


    Oder: "Du weißt doch, bei mir stapelt sich die Bügelwäsche. Könntest Du mir mal eben helfen?"


    Meistens hilft das. Die Narzisten wollen nicht arbeiten, sondern die ungeteilte Aufmerksamkeit.

    ich bin gerade auf dem Weg in den Urlaub, möchte aber noch schreiben, dass ich alles gelesen habe und sehr logisch finde.

    Alles Gute, erhole Dich gut.


    Danke fürs Lesen, habe den Beitrag noch etwas geschliffen ;-).


    Am Ende bleibt es eine Tatsache, dass dass deine Eltern keine noch so gut gemeinte Hilfe von dir annehmen. Sie leben innerlich auf einem anderen Planeten . Sowas ist mir nicht fremd.

    Wenn es nicht in ihren Plan passt, nehmen sie gar keine Hilfe an, von niemanden (Pfarrer, Ärzte, beste Freundinnen). Es ist unglaublich. Dafür glauben sie aber Menschen, die nicht gerade dafür bekannt sind das "Bestes" zu wollen.


    Sie sind ein bißchen wie Geisterfahrer, die sich über den unmöglichen Gegenverkehr ärgern.


    Du kannst immer nur wieder selbst bestätigen, dasi du nur gute Absichten hast... und dich schützen gegen Böses von außen. Schone deine Kräfte. Niemand hat unendlich viel davon.

    Danke, ich werde versuchen, dass zu beherzigen.


    Man muss da echt loslassen. Der Prozess ist schmerzhaft und kann dauern, aber es gibt keinen anderen Weg. Der Tod kann das Drama lösen, aber leider auch nicht immer.

    Das mache ich wahrscheinlich gerade. Ja, formal juristisch gibt es dann noch ein größeres Problem, deshalb habe ich jetzt auch einen erfahrenen Anwalt eingeschaltet, der mit diesem Gericht und dem "Pflegedienst" schon einschlägige Erfahrungen hat :thumbup: .


    Besser du löst das Problem jetzt schon. Vielleicht mit Hilfe guter Menschen, die zu dir stehen.

    Ja, wir schalten das Betreuungsgericht ein. Der Anwalt hat mich überzeugt.


    Ich schicke liebe Grüße von unterwegs.


    Erhol Dich gut. Ich gehe gleich zu meinem Kraftplatz und lass die Seele baumeln :love: .

    Danke!!!!!! Du bist mein Fels in der Brandung bzw. die Lektorin meiner Leidensgeschichte.


    Dank diesem Forum kann ich meine Helfer etwas entlasten. Es geht sogar so weit, dass wir darüber ganz neutral auf der Meta-Ebene diskutieren können.

    Eine Möglichkeit gäbe es noch: Du könntest rein taktisch auf die dir zugedachte Rolle eingehen und damit die Fäden wieder in die Hand nehmen. Ich denke aber nicht, dass das v.a. für dich selbst so gut ist. Und schließlich soll es ja v.a. dir gut gehen.

    Das ist der Untertan/Lakaien-Modus, der passt nicht zu mir. Auf die Idee bin ich auch schon gekommen und habe es wieder verworfen. Damit ist aber nichts gewonnen, meine Mutter läßt sich die Fäden nicht aus der Hand nehmen. Ich müsste genau das machen, was und wie sie will.

    Das passt nicht zu mir. Ich habe während der Pandemie dies gemacht, weil ich einfach meine Eltern schützen wollte. Darüber bin ich SEHR krank geworden, an den Auswirkungen leide ich noch immer.



    Die Rolle, die dir deine Mutter überstülpen will, passt weder zu dir noch willst du sie annehmen.

    Diese Rolle war die Rolle meiner Mutter, ihr Leben lang. Den unangenehmen Teil wollte/will sie einfach nicht mehr und will sich jetzt in Zukunft bedienen lassen. Nur mit Rechten ohne die Pflichten.



    Gut, dass du mit der besten Freundin deiner Mutter gesprochen hast. Welchen Stellenwert hat diese eigentlich? Versteht sie dich? Leidet sie auch unter deiner Mutter (partiell?)? Und wenn ja, warum? Kannst du zu ihr ganz offen sein? Hilft sie dir? Hält sie eher zu deiner Mutter? Viele Fragen!!!!

    Ja, das war eine meiner ersten Taten, kurz nachdem meine Eltern aus der Spur gelaufen sind, noch vor der Einschaltung ihres Rechtsanwalts.


    Sie war eine sehr enge Vertraute meiner Mutter, sie wußte wirklich alles. Viele Jahre hat sie meine Mutter begleitet. Durch ihre Ausbildung konnte sie auch die Persönlichkeitsstörung meiner Mutter sehr gut einschätzen.


    Stellenwert: Früher sehr hoch, jetzt gleich Null. Sie nützt meiner Mutter nichts mehr, sondern gibt/gab ihr Contra. Sie hat wohl zu meiner Mutter gesagt, dass ein Kind gar nicht so schlimm sein kann, dass man es so behandelt, wie meine Eltern mich jetzt behandeln.


    Sie hat versucht, ob wieder eine Zusammenführung möglich ist. Sie hat sogar überlegt, die 700km zu meinen Eltern zu reisen, um sich einzuschalten.


    Schließlich sind wir zu dem Schluß gekommen, dass es garkeinen Zweck hat. In der Vergangenheit hat meine Mutter diese Freundin schon schlecht behandelt, obwohl diese nur helfen wollte, nur weil ihr die Lösung nicht gefallen hat (Dabei war diese Lösung für die Umgestaltung des Hauses garnicht so schlecht. Begründung: Wohin soll den meine Puppen 8) ?)


    Versteht sie dich?

    Ja, sie versteht mich. Hat einen Migrationshintergrund mit einer großen Familie und hatte nie Verständnis dafür, wie meine Eltern mit mir umgegangen sind.


    Ich habe diese Freundin ganz konkret gefragt, wie das gehen sollte?

    Wir haben alles konkret durchgespielt. Am Ende war ihre Antwort: "Du musst auf den Tod Deiner Eltern warten."

    Meine Mutter hat wohl wieder so üble Sachen über mich und meinen Mann erzählt. Sie hat meine Mutter damit konfrontiert, dass diese Geschichten vor dem großen Knall, wohl ganz anders angehört haben. Und das sie selbst sehr gut wusste, dass das nicht stimmt, was meine Mutter erzählt.


    Leidet sie auch unter deiner Mutter (partiell?)? Und wenn ja, warum?

    Sie ist - wie viele andere Weggefährten - sehr enttäuscht, sie hatte gedacht, dass meine Eltern durch den Umzug zu mir endlich zur Ruhe kommen. Sie hatte wohl vor dem Umzug meiner Mutter das Versprechen abgenommen, dass sie sich etwas zurückhält und nicht wieder so eine Show abzieht mit der Familie mit "ihren" Enkelkindern.


    Zur Vorgeschichte: In der "alten" Heimat hatten meine Eltern Familienanschluß zu einer Familie mit einigen Pflegekindern. Die Häuser grenzten aneinander an, die Kinder und meine Eltern sind gegenseitig in den Häusern aus- und eingegangen.

    Nachdem diese Nachbarin nicht augenblicklich zur Verfügung stand, weil sie selbst das Haus voller Handwerker hatte, wurde die Verbindung ziemlich rüde abgebrochen.

    Die Kinder durften nicht mehr kommen. Jeder der Versuch der Kinder, die Wogen zu glätten, wurde als Angriff abgeschmettert. Im Anschließ wurden üblste Gerüchte verbreitet. Mein Vater ist in dem Kuhkaff von Haustür zu Haustür gelaufen und hat diese Sachen verbreitet. Die Leute (und ich) haben meinen Eltern geglaubt, schließlich waren die ja nah dran und vorher waren die ja glaubhaft.

    Das war auch ein Grund, warum ich meine Eltern geholt habe, um sie aus der Schußlinie zu bringen.

    Diese gute Freundin hat dieses falsche Spiel durchschaut (sie hat eine entsprechende Ausbildung) und hat auch versucht, der Familie zu helfen (Die konnten sich nirgends mehr sehen lassen.)


    Ja, die Freundin leidet immer noch darunter. Sie hat viele Jahre meiner Mutter geholfen und sie fühlt halt mit mir mit (und mit meiner Mutter, weil sie sich nicht vorstellen kann, dass eine Mutter nicht unter der Trennung von der Tochter leidet!)

    Es sind auch bei ihr viele Verletzungen passiert, weil auch sie von meiner Mutter manipuliert worden ist.

    Mittlerweile vermeidet sie den Kontakt, ruft nur noch zu den Feiertagen aus Höflichkeit an. Was soll meine Mutter auch erzählen?


    Kannst du zu ihr ganz offen sein? Hilft sie dir? Hält sie eher zu deiner Mutter?

    Ja, soweit man zu einem flying monkey offen sein kann. Sie bekommt halt die Informationen so, wie es passt und wie es strategisch notwendig ist. Und je nachdem welche Informationen meine Eltern bekommen sollen (hier meine ich den formalen Teil. Bei meinen Gefühlen bin ich zu ihr ehrlich.)


    Ja, sie hält emotional eher zu meiner Mutter, deshalb bin ich auch zu ihr gegangen, um abzuchecken, wo mein Fehler lag bzw. was ich hätte anders machen können.


    Ich möchte dich einfach ermutigen, dir und deinen Gedanken zu vertrauen. Man zweifelt ja dann oftmals an sich selbst, wenn es nicht mehr in alten Bahnen "rund läuft".

    Deshalb auch die Aufarbeitung mit der Auflösung des Messi-Hauses. Dabei treffe ich immer wieder alte Weggefährten meiner Eltern, die mir durch aus helfen.

    Teilweise einfach tätige Hilfe bei der Entrümpelung, aber auch Informationen. Es gibt aber auch emotionalen Beistand.


    Ich hoffe, dir helfen dabei - neben dem Forum - ein paar nahe und/oder professionelle Menschen.

    Ich habe gute Freunde, die durchaus vom Fach (Trauerbegleiter, Trainer, Psychologen, Juristen etc.) sind, die mir helfen. Das Wichtigste war das Aufdröseln der Geschichte und dazu hatten wir fast 2 Jahre Zeit.


    Eine andere Freundin (eher wie eine Tochter) meiner Mutter hat mir sehr geholfen. Ich konnte immer ankommen. Die hilft mir sehr, hält eher zu mir, weil sie durch unsere Gespräche erkannt hat, wie weit auch sie manipuliert wurde.


    Ja und man braucht jemanden, der einem erklärt, dass man Fehler macht oder sich in etwas verrannt hat, das dem gesunden Menschenverstand zuwider läuft.


    Das zeichnet gute Freunde aus und die habe ich. Ich habe nichts von freundlich Speichelleckern, die mir permanent sagen, wie toll ich bin

    (Vorsicht Ironie: Das weiß ich schon selbst.)


    Ich selbst bin durch diese Phase bereits gegangen, aber ... so ganz stimmt das nicht: Ich gehe immer noch ..., aber das kann ich akzeptieren

    Danke, dass Du mich an Deinen Erfahrungen teilhaben läßt.


    Ich denke, das ist so wie die Entstehung eines Buches: Zuerst schreibt man den Rohtext und dann geht es an die Überarbeitung.


    So wie ich meinen Entwicklungsstand einschätze habe ich den Rohtext weitgehend fertig. Die Themen sind nach Kapiteln geordnet, jetzt geht es darum einen guten Abschluß zu finden bzw. die Sachen, die nur noch marginal mit meinen Eltern zu tun haben, abspalten.


    Mögllicherweise gibt es ja noch das ein oder andere HappyEnd.


    An diesem "Buch" werden wir unser ganzes Leben lang schreiben, auch wenn es schon zu 99% fertig ist.


    Du bist allerdings viel weiter. So wie eine Lektorin für meine Geschichte.

    Auch wenn deine Eltern deine Eltern sind (also viel älter) heißt das nicht, dass sie besser über diese Dinge Bescheid wissen. Weisheit hängt nicht unbedingt mit dem Alter zusammen.

    Ganz praktisch: Schau, wo deine Eltern zugänglich sind und wo nicht. Einen (letzten) Versuch ist es vielleicht wert. Dann weißt du aber ganz sicher, dass es an dir nicht liegt. Das tut es aber sowieso nicht :)

    Liebe SchwarzerKater,


    mein Vater redet ja nicht mehr (jedenfalls sagt das der Buschfunk) und er ist im Pflegeheim.


    Meiner Mutter käme man nur näher, wenn ich auf den Untertan/Lakai-Modus umschalte. Zur Erinnerung für meine Mutter gilt: "Liebe heißt Bedienen."


    Ich habe darüber lange nachgedacht und auch das mit der besten Freundin meiner Mutter besprochen. Die hatte gehofft, dass es noch eine Gelegenheit gibt. Konkret danach gefragt, hat sie offen zugegeben, dass das nur über den Bedienungsmodus gehen würde.

    Meine Mutter hat sich nämlich schon in der Vergangenheit immer wieder von Freunden "getrennt", die nicht so gespurt haben, wie sie das gerne gehabt hätte.

    dieser Abschnitt sagt eigentlich sehr deutlich, dass deine Eltern sich offensichtlich ihren Weg selbst gewählt haben. Da sind dir größtenteils die Hände gebunden und du kannst nichts machen. Es sind erwachsene Menschen. Wenn sie einem nahestehen und man sie lieb hat, kann man versuchen, sie zu warnen, ihnen zu helfen ... Doch wenn sie das nicht wollen, sondern ihre Wut noch gegen dich richten, müssen sie leider ihre eigene Suppe am Ende auslöffeln. Schlimm, aber nicht zu ändern.

    Das zu akzeptieren ist soooo schwer. Ich habe schon einmal geschrieben, welchen großen Anteil speziell Du an meinem finalen Erkenntnisprozeß hattest.

    Plötzlich war die Erkenntnis da. Unglaublich, dass mir das vorher nicht gelungen ist.



    Wichtig ist hierbei, einen klaren pragmatischen Plan zu haben (den hast du ... das ist bewundernswert) und "ganz bei sich" und seinen positiven Absichten zu bleiben

    Ja, den Plan habe ich. Der Anwalt ist in Stellung gebracht, mit allen Unterlagen versorgt. Er ist ganz klar und hat mir heute alles aufgedröselt.

    Was mir gefallen hat, war, dass er offen ist, für unkonventionelle Lösungen.

    Die Bedenken, die ich hatte, hat er Ernst genommen.


    Wir werden jetzt doch die Betreuung für meinen Vater anregen.


    Wichtig ist hierbei, einen klaren pragmatischen Plan zu haben (den hast du ... das ist bewundernswert) und "ganz bei sich" und seinen positiven Absichten zu bleiben: Du willst zurück haben, was dir gehört, du hast deinen Eltern Hilfe zuteil werden lassen

    .... und zwar viel mehr, als bei den ganzen Vorgeschichten "nötig" gewesen wäre.


    Der Anwalt trägt die Sache mit. Er hat immer wieder den Kopf geschüttelt, welche Fehler der Anwalt meiner Eltern gemacht hat. Die steuern meine Eltern auf Sozialfälle zu.


    Ich denke, das Problem vieler hier besteht darin, erstmals (?) zu erkennen, dass nahe Angehörige aus unterschiedlichen Gründen Dinge tun, die für uns offensichtlich falsch/schädlich sind und selbst nicht vollumfänglich eingreifen zu können/zu dürfen.


    Aber zaubern kannst du halt nicht und ebenso gehören Bärenkräfte ins Reich der Märchen.

    Schade. Muss halt akzeptieren, dass mal mein Zauberstab nicht funktioniert. Wollte ihn schon reklamieren :huh: .



    Manchmal gibt es noch ein paar "Tricks" oder gute Argumente, wie man dennoch etwas bewirken kann. Aber irgendwann müssen wir anerkennen, dass das Ende der Möglichkeiten erreicht ist.

    Und das Ende der (meiner!) Möglichkeiten ist schwierig zu akzeptieren:


    "Geht nicht. gibt es nicht!" War immer mein Lebensmotto.



    Liebe Valentina, ich drück dir die Daumen, dass du unbeschadet durch diesen Wald voller Probleme kommst.

    Danke, das bedeutet mir viel. Nach dem heutigen Treffen mit dem Anwalt bin ich sehr zuversichtlich. Es geht ja nur noch um materielle Dinge.


    Wenn meine Eltern "gerne" zum Sozialfall werden möchten, weil sie das ganze Geld schon vorher verschwenden und mit der Putzfrau durchbringen, muss ich das akzeptieren.

    Das am Ende die Solidargemeinschaft in Zukunft für diese "Bequemlichkeit" zahlen muss, obwohl es - mit meinem Weg - locker aus den eigenen Mitteln (und mit Zuschuß von uns) zu bezahlen gewesen wäre, ist für mich schwierig zu akzeptieren.


    Ich kann bzw. "muss" jetzt nur noch verhindern, dass sie ihren Geldbeschaffungwahn (vermutlich befeuert von der Putzfrau) auf mein Vermögen ausdehnen (Sie sind ja der Meinung, dass alles was mir (und meinem Mann) gehört auch ihnen gehört.).


    Mach es wie Alfi und such dir Plätzchen zum Ausruhen und voller Freude.


    Ich mach das auch!

    Alfi ist ein großes Vorbild. Sie hat es "besser" gemacht als ich. Solche Plätzchen habe ich auch.

    Gerade liege ich mit dem Hund auf dem Sofa!


    Allen einen schönen 1. Mai.

    Valentina ich bewundere Dich. Ich weiß, das es ein langer Weg war, dass alles so distanziert zu sehen.

    Danke. Ja, es war ein langer Weg mit vielen Tränen. Es hatte auch gute Seiten, ich habe erkannt, wer wirklich zu mir steht.


    Deine Eltern - tja. Da kann man nur sagen: dann sehenden Auges halt vor die Wand fahren lassen.

    Das ist der schwerste Punkt. Ich habe halt das Gefühl, dass meine Eltern auf eine Klippe zu steuern und die Putzfrau auch noch mit Freude das Gefährt ohne Bremsen von hinten auch noch anschubst.

    Und das bei der ganzen Mühe, die ich mir gegeben habe. Ich habe dafür auch eine Menge aufgegeben.

    Aber wenn deine Eltern dein Geld veruntreut haben, ist das ein besonders harter Brocken ... da bleibt einem ja die Luft weg.

    Ja und glaub nur nicht, dass ich die Einzige bin! Und sie glauben sich auch noch im Recht!

    Geh erst einmal raus aus dem Untertanen-Status, liebe Valentina. Geh bewusst und konsequent in Abgrenzung, d.h. lehne diese Rolle ("Untertan) ab mit allen klaren Mitteln, die dir zur Verfügung stehen.

    Das habe ich gemacht, deshalb habe ich ja die gesamte Wut abbekommen. Diese ganze Nummer haben "Sie" nur abgezogen, um mich wieder zu der willfährigen "Untertanin" zu machen. Daran haben sie sich die Zähne ausgebissen.


    Ich kann hier nur sagen: Versuche sehr pragmatisch und - wenn möglich - mit einer sehr professionellen Einstellung zu agieren, also so nüchtern und sachlich du kannst

    Und jetzt sind wir an dem Punkt, an dem ich angelagt bin durch den Satz von Dir:



    "Ja, unsere dementen Mütter haben uns ja teilweise schon losgelassen ... das ist schwer begreiflich, denn nicht immer spiegelt es sich in ihren Worten und Taten. Wir müssen uns auf unsere notwendigen Aufgaben besinnen."

    Bei mir hat sich einfach die Erkenntnis eingestellt: Das wird nichts mehr. Jetzt muss mit HIlfe eines Anwalts die notwendige Auseinandersetzung passieren.


    Was will ich, was muss ich (unbedingt) und ansonsten am Loslassen und an der Abgrenzung arbeiten.

    Genau dass versuche ich gerade. Und jetzt, wo mein Vater in der geschlossenen Abteilung ist, kann ich das angehen.

    1. Was will ich:

    Meine persönlichen Sachen (Erbstücke meiner Großmutter, Urkunden, Möbel, elektrische Geräte, Liederbücher, mein Konfirmationsschmuck), Konto- und Geschäftsunterlagen.


    2. Was muss ich:

    Die veruntreuten Gelder (eine mittlere 5 stellige Summe) und die Kautionen der Mietern müssen zurück. Das Konto für die Investionsrücklagen wurden auch anderweitig verbraucht.


    3. Was sollte ich loslassen:

    Das finanzielle Disaster, in dem meine Eltern jetzt stecken. In dem Punkt tun sie mir halt total leid, so hatten sie sich das nicht vorgestellt (Ein bißchen wie ein Lottomillionär, der innerhalb kürzester Zeit nichts mehr hat.)

    Meine Eltern haben sich in ihrer Wut über meine Weiterung weiterhin die untertänige Prügeltochter zu spielen den filigranen Ast ihrer eigenen Altersversorgung abgeschnitten. Um mir zu schaden, haben sie sich selbst viel mehr geschadet, als mir!

    (Vorsicht: Schadenfreude: Auch weil sie auf die Putzfrau gehört haben.)

    Das was sie gerade machen ist ein finanzielles Disaster, das kann einfach nicht funktionieren, weil es darauf fußt, dass wir (mein Mann und ich) am Ende die ganze Nummer bezahlen (Verstehe mich hier bitte nicht falsch: Wir hätten es sogar gemacht, aber nicht nach dem Verhalten (Veruntreuung, Betrug und üble Nachrede!). Mein Mann ist halt der böse, weil er nicht für den Luxusbedarf meiner Eltern bezahlen will und sich dann auch noch blöd anreden lassen muss.


    Und ich habe ihnen von Anfang an gesagt, dass ich ihren Weg für falsch halte und dabei nicht mitmache. Außerdem hatte ich ein super Alternative, die sie kurz nach der Umsetzung nicht mehr wollten.


    Sie haben deshalb extra einen Rechtsanwalt eingeschaltet. Der sollte mich nämlich zu dem Blödsinn zwingen, den sich meine Eltern in ihrem Bestehlungswahn ausgedacht haben.


    4. Hier muss ich mich abgrenzen.

    Du hast Recht, das, was meine Eltern machen und wie sie mit ihrem Geld umgehen, geht mich nichts an. Wenn da eine Anfrage vom Betreuungsgericht/Sozialamt kommt, muss ich das pramatisch und cool sehen. Ich bin ja vorbereitet und kann es abprallen lassen.
    Für dieses Diaster sind sie einfach selbst verantwortlich! Es hätte anders laufen können, das wollten sie aber nicht.


    Und weiter gute Besserung, das war ja wirklich eine richtige Kettenreaktion und dein Körper sagt dir jetzt Stopp! <3 :!:

    Danke SchwarzerKater.


    Und das Universum schickt mir gerade lauter Informationen. Jetzt muss nur noch die Lösung her.

    Wird schon!

    Danke schwarzerkater und rose60, für die Genesungswünsche. Bin relativ schnell nach Hause gekommen, weil das Krankenhaus voll war.

    erst mal gute Besserung, du Ärmste ... Das klingt nicht nach einem sonnigen Wochenende ...

    Ja, war etwas blöd.


    War in Alfis Lieblingsrestaurant und habe mich über das Gratis-Sammelglas so gefreut, dass ich eine Stufe (ganz klein) übersehen habe und bin ganz blöd umgeknickt.

    Bei meinem Sturz ist das Glas zerbrochen und ich bin in die Glasscherben gestürzt. "Glücklicherweise" nur die Hände ziemlich zerschnitten, Kniee und Sprunggelenk lediert.

    Blöd, jetzt kann ich nicht abwaschen :saint: oder putzen :saint: .


    Ja, was sind die notwendigen Aufgaben: Ich meinte damit solche Aufgaben, ...

    die das (soziale, gesellschaftliche, staatliche, ...) System an uns stellt, d. h. wie müssen für unsere nahen Angehörigen und ggf. auch andere Menschen in der Regel so sorgen, wie es nötig ist - das heißt konkret, dass wir hilfsbedürftige Menschen im Rahmen der Möglichkeiten so versorgen, dass sie bestmöglich (!) unterstützt sind (Arzt, Pflegeheim etc.)
    die wir uns hinsichtlich unserer inneren moralischen Werte selbst stellen, wobei wir hier vorsichtig sein müssen, Sinnvolles von Unnötigem zu trennen.

    Das verstehe ich alles und das würde/tue ich auch, nur nicht für meine Eltern: Weil die es nicht wollen!


    Verstehe mich nicht falsch, ich würde das für fast jeden Menschen selbstverständlich in meiner Umgebung tun. Ich bin bei einigen älteren Freundinnen in der Versorgungsvollmacht genannt als Pflegeperson.


    Von mir wollen sie die "niederen" Arbeiten bzw. irgendwas, was ohnehin nicht funktioniert, um mich dann wieder voll zu meckern.

    Sonst sind sie bestens versorgt, bis eben bald ihr Geld aufgebraucht ist (vor allem durch Fehler des Betreuers) und dann werden sie bzw. das Sozialamt versuchen mich in die Pflicht zu nehmen. Das ist aber ausgeschlossen, weil noch Vermögen in Form von Immobilien da ist, an das sie aber ohne mich nicht rankönnen bzw. meine Eltern haben ja schon von meinem Geld eine 5stellige Summe veruntreut und das muss erst einmal zurück. Außerdem müssen sie noch die Räumung der Messi-Immobilie zahlen.


    Deshalb meine rhetorische Frage: "Was kann ich tun?"


    Richtig: Ich kann nur abwarten, bzw. meine Anwalt in Stellung bringen:


    Jetzt ist mein Vater im Pflegeheim in der geschlossenen Abteilung und genau das wollte ich verhindern. Jetzt hat meine Mutter die "Macht" über das Geld und die "Kontrolle" über geschäftliche Entscheidungen und die Unterbringung meines Vaters.


    Meine Mutter verkennt jedoch, dass sie jede Entscheidung, die sie im Geschäft ohne meine Erlaubnis trifft auch zu verantworten respektive auch zu bezahlen hat. Diese Kontrolle beinhaltet neben den Rechten auch Pflichten (In der Vergangenheit habe ich sie immer gewähren lassen, weil ich mich nicht wirklich dafür interessiert habe und ich hatte keine Lust auf endlose Streits mit meiner Mutter oder meinem Vater, die sowieso erst zu Ende waren, wenn "sie" ihren Willen durchgesetzt hatten.)


    Es ist mittlerweile ziemlich einsam auf ihrem Thron, weil die "Untertanen" nur etwas tun, wenn und solange sie auch dafür bezahlt werden (Das für den Ruhestand gesammelte Geld ist - laut meiner Patentante aber jetzt weg!).


    Hier wird ähnlich wie bei einem Rosenkrieg bei einer Scheidung die emotionalen Werte über Geld ausgetragen. Ich bin entsorgt worden zu Gunsten einer Putzfrau ;-). Vorsicht (!) Gemein: Die passt besser zu meiner Mutter als ich.


    Und auch DieTochter kann das alles nicht machen, weil sie zu weit weg ist und auch die Interessen von anderen Menschen entgegen stehen.


    Mich würde interessieren, ob ich einen Antrag auf Kontrollbetreuung stellen kann. Der/die Betreuerin hat ziemlich ungeschickte Entscheidungen (Finanziell) getroffen. Da ist fraglich, ob das Gericht in dem Falle befragt wurde (Rein formal juristisch hätten sie es machen müssen!)