Beiträge von Valentina61

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    Liebe Tochter67,


    nur kurz, bin unterwegs. Kann meistens nur lesen.


    Der Versuch, seine Vorstellungen gegenüber einem Narzissten durchzusetzen, ist eigentlich sehr "einfach": Nur nicht abbringen lassen von dem vorgefassten Ziel. Kann aber sein, dass der Narzisst aufgibt und sich ein anderes "Opfer" sucht.


    Wahrscheinlich ist er stinkig, weik ich nicht seinem Plan entspreche.

    Klar ist der SV stinkig. Hat es doch in der Vergangenheit immer super funktioniert.



    Ich weiss grad ehrlich nicht, was genau Du meinst, was Rose60 gemacht hat. Klärst Du mich bitte auf?

    Rose60 hat eine spezielle ReHa gemacht. Vielleicht schreibt Rose60 noch etwas dazu.



    P.S. Ich brauche die Rheumatologin übrigens nicht mehr, um mich aus dem Verkehr zu ziehen. Ich habe mir vorgestern einen hübschen Bruch zugezogen und darf nun einige Wochen zu Hause bleiben.

    Ohwe, dass ist aber blöd :!: Hauptsache das Tippen klappt noch :saint: . Du hast hoffentlich keine Schmerzen???


    Das kannst Du gleich Deinem SV mitteilen (lassen).

    Ich werde diese Zeit nutzen, um eine Therapeutin zu finden, Himmel ist das schwierig. Ich hatte zwei gefunden, die mich wirklich ansprachen, aber "natürlich" ist deren Programm nicht beihilfefähig. Und auf 50 % der Therapiekosten sitzenzubleiben, kann ich mir nicht leisten.


    Vorsicht, Ironie: Na, der liebe Gott hätte die Lösung auch eleganter hinbekommen können. Man sollte nicht undankbar sein 8) . Vielleicht eine Reha anschließend??


    Die haben auch Psychologen. Habe ich auch gemacht, bei einer Orthopädischen ReHa.


    Jetzt muss ich weiter mit meiner speziellen Messi-Therapie (Wegschmeißen!) machen.

    Ich habe meinem SV alle möglichen Adressen geschickt, aber antworten tut er nicht mehr auf meine Mails, geschweige denn sich bedanken.

    Der will keine Adressen, sondern Deine Arbeitskraft und zwar 24/7 und das ohne Verzögerung. Warum sollte es sich deshalb bedanken, er bekommt nicht das was er will. :saint:



    Ich habe nächste Woche einen Termin ausser der Reihe bei meiner Rheumatologin. Vielleicht lasse ich mich von ihr ein bisschen aus dem Verkehr ziehen. Ich hoffe, ich bin dazu mutig genug.

    Mach das, vielleicht so etwas, was Rose60 gemacht hat. Du brauchst keinen Mut, nur einen Zugang zum Internet. Wir unterstützen Dich :!:


    Du musst ja auch nicht sofort antworten. Kümmere Dich zu vorderst um Deine Angelegenheiten, ich warte gerne auf Deine schonungslosen Antworten.

    Ich denke, dass immer mehr Betroffene dahinterkommen, was ihnen passiert ist und hoffentlich erkennen, dass nicht sie die Bösen sind.

    Genauso. Deshalb entsteht so ein Eindruck.


    Und: Die Menschen werden immer älter und verbleiben auch länger in der Pflege, die Probleme nehmen zu.


    Das Betreuungsrecht hat sich auch sehr stark entwickelt. Die Betreuten haben viel mehr Rechte (ist ja einerseits gut, doch andererseits kann es ziemliche Probleme machen.)


    Das Schlimme ist ja leider aber auch, dass nicht nur Narzissten gute Schauspieler sind, sondern Demenzkranke auch.

    Die sind keine Schauspieler! Das ist die feste Überzeugung, deshalb ist es so schwierig zu widerlegen.


    Die Glaubwürdigkeit von uns wahren Betroffenen zu beweisen und entsprechende Anerkennung zu erhalten, ist eine Schwerstarbeit für jeden einzelnen.

    Das Schlimme ist, dass wir das auch noch beweisen muss. Das ist eine Beweislastumkehr, wie kommen wir eigentlich dazu.


    Natürlich habe ich mehrere Kisten Beweise. Doch vor Gericht kann man gegen diese verkrusteten Strukturen nur wenig machen.

    Da kann man nur versuchen, seine Vorstellungen durchzusetzen, indem man die "Gegener" siegessicher gegenübertritt und die Flying Monkeys so ordentlich aufzumischen.

    ..aber emotional kann man sich als Erwachsener immerhin schon lösen, als Kind ist man von der Liebe und Anerkennung noch abhängig

    Liebe Rose60,


    ich schätze Deine Beiträge sehr. Doch hier muss ich dringend widersprechen. Wenn das für einen Erwachsenen so "einfach" ist, wofür schreiben wir seitenlange Abschnitte? Habe ich irgendein Rezept nicht verstanden.

    Wir "hängen" noch einige Jahrzehnte an unseren Eltern, selbst wenn sie uns gepisackt haben.


    Klar können wir rational sagen, bis hierher und nicht weiter. Die Umsetzung gelingt selten und wenn nur mit vielen Tränen und Schmerz.

    Loslassen erlauben die Behörden (dem Kind) nicht.

    Als Kind kannst Du zwar auf Abstand gehen, das ist es auch.

    Als Kind bist du auf Gedeih und Verderb deinen Eltern ausgeliefert ... dafür sorgt das System mit all seinen Helfern und die leisten ganze Arbeit. (Erst ab einem viel späteren Alter kannst du die Verstrickung lösen.)

    schwarzerkater Ich habe mich mit verschiedenen Anwälten unterhalten und auch mit Betroffenen, die in einer ähnlichen Situation sind wie Du:

    Fakt ist, dass Behörden (einschließlich Gerichten) mit dem Krankheitsbild Narzissmus so überhaupt nichts anfangen können, ja es ist sogar schädlich bei Gericht den Begriff "Narzissmus" in den Mund zu nehmen.

    Meistens suchen sich die Narzissten auch einen Narzisstischen Anwalt etc. Die ziehen sich magisch an.


    Fazit: Auch als Erwachsener kannst Du Dich nicht lösen.


    Vielfach bin auf Unverständnis gestößen. Da gab es viel Überzeugungsarbeit, bis die Flying Monkeys mal umgepolt waren.

    Auf der Suche nach einer Therapeutin bin ich bereits.

    Gut, auch wenn Du hier schon Dutzende hast ;-). Versuch eine zu finden, die Erfahrung mit Narzissten hat. Andere können Dein Problem möglicherweise nicht verstehen.

    Den umfangreichen Fragebogen für die probatorische erste Sitzung habe ich schon von meiner Beihilfestelle erhalten.

    Das ist schon ein guter Anfang.


    Ich melde mich später nochmal ausführlich.

    Werde es lesen und freue mich schon darauf. Werde vermutlich in der nächsten Zeit etwas gestreßt sein. Bitte nicht böse bei manchen Formulierungen sein, bin etwas in Eile.


    Und Freundinnen sind manchmal etwas schonungslos, man sollte aufpassen, was man sich wünscht :love: :saint: :!:

    Nächsten Monat ist ihr Geburtstag, ob ich es über mich bringe, ihr zu gratulieren...ich weiss es nicht.

    Meine auch 8) , vielleicht sind wir doch Schwestern, die getrennt wurden.


    Ich werde das mit dem Geburtstag wie beim meinen Vater machen:

    Für meinen Vater hatte ich eine Karte zum 85., die mit Sonderpreis ausgezeichnet war, beim Entrümpeln gefunden. Den Spruch hat er immer wieder zitiert, es aber nie umgesetzt. Deshalb hat er - vermutlich -die Karte mal gekauft. (Das Preisschild habe ich abgemacht, den running gag würde er ohnehin nicht verstehen!)

    Ich habe aus dem Schrott, den meine Eltern zurückgelassen haben, einen Sinnspruch auf einer Holzplatte, den meine Mutter schon immer super fand, herausgezogen. Hing immer über ihrem Platz.

    Den schicke ich ihr mit einem "Herzliche Glückwünsche"-Aufkleber vom Roten Kreuz, statt ihn in die Mülltonne zu stecken.

    Soll sie doch etwas ins Grübeln kommen und allen (die wenigen, die ihr noch bleiben) zeigen, wie böse ich doch bin.

    Jedenfalls habe ich den Gedanken raus aus dem Kopf und kann es ablegen.


    schwarzerkater : Das ist mein Boxsack! Die Energie vom Gegner auf ihn zurückspiegeln 8)


    DieTochter6070 Hattest Du nicht immer solche Packete mit Müll in der Post? Diese Idee verwende ich jetzt auch mal. 8).

    schwarzerkater


    Danke für die Anteilnahme!


    mich betrifft das auch auf einer ganz persönlichen Ebene, weil auch mein kleiner Enkel in so einem Leben steckt ... und er muss da durch ..., "man" erspart es ihm nich

    Hier ein Tipp: Je mehr ihr dem Narzissten Futter bietet, umso mehr hält er fest, weil er sich von Eurer Energie nährt. So blöd es sich anhört, ihr müsst den Narz loslassen.

    Dem Enkel gilt es zu zeigen, wie eine liebevolle Beziehung aussieht. Er wird es irgendwann erkennen, wie krank der Vater ist.


    Ich habe das Bedürfnis, euch (und anderen so schlimm Betroffenen) einen Boxsack hinzustellen.

    Danke, habe ich schon. Sogar mit Fotos haben wir es probiert. Hilft leider nicht. Ich brauche eher eine liebevolle Umarmung und Streicheleinheiten für mein inneres Kind!


    In unserer Familie ist es normalerweise üblich, sich in eher "gewählten Worten" auszudrücken. Doch fällt einem das manchmal "auf die Füße", wenn man sich in größter seelischer Not dann selbst einen unsichtbaren Maulkorb umlegt. Aber es hilft wirklich, die Dinge auch mal ungeschönt zu benennen: Was furchtbar war/ist, muss auch mit passenden Worten (und Sätzen) ausgedrückt werden.

    In den 60er Jahren haben Frauen ihre BHs verbrannt. Ich wäre für einen Scheiterhaufen für den Maulkorb. Was raus muss, muss raus.


    Nur manchmal brauch "man" den richtigen Sparringspartner.

    Auf alle Fälle möchte ich euch sagen: Aus meiner Sicht ist HIER ein Platz, wo ihr euch nicht darum sorgen müsst, ob sich jemand von euren Worten erschreckt fühlt. Ihr braucht nämlich dringend einen Platz, wo das alles ungeschönt gesagt werden kann.

    Genau dafür habe ich das Forum mit den ganzen klugen Frauen (und Männern).

    Und ich kann anders als in Gesprächen noch einmal nachlesen. Es ist schwierig in Gesprächen, in denen "tochter" emotional betroffen ist, auch noch die klugen Ratschläge nachzuvollziehen und dann auch noch an der Umsetzung zu arbeiten.


    Mir ist es wichtig, dies euch Betroffenen zu sagen!!!

    Danke!

    Sollten sich eure nahen Menschen überfordert fühlen, in diesem Forum ist wirklich Platz!

    Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass man auch mal was Nettes mit Freunden erleben will. Mit den Geschichten (über meine Eltern) dreht man sich nur im Kreis.

    Deshalb bin ich über das Forum heil froh. Und Dir (und allen anderen) gebührt ein besonderer Dank.

    Ich bin mir sicher, dass es bei mir die Erleichterung ist!

    Ich fürchte, es kommt (bei mir) noch ein schlechtes Gewissen dazu, weil ich mich "freue". Das ist nicht gut fürs Karma ;-).


    Ich muss grad zynisch schmunzeln, weil mir einfällt, dass ich die Ehe meiner Eltern kitten sollte. Tja, hatte nicht geklappt.

    Vorsicht Ironie 8o : Noch nicht einmal das kannst Du?! Du unfähige Tochter, Du. Und das, wo Deine Mutter so große Erwartungen an Dich hatte.


    Spaß beiseitet: Wie arm ist das denn, ein Kind mit so etwas zu belasten?! Wie kommt jemand auf den Gedanken, dafür ein Kind in die Welt zu setzen?


    Das ist Mißbrauch in Reinkultur, das ist keinesfalls die Aufgabe eines Kindes :!: :!:


    DAS TUST DU, MEINE LIEBE, DAS TUST DU!!!!!❤❤❤

    Danke!

    Ich habe noch niemandem diese Gedanken mitgeteilt, nur hier im Forum, denn weiß ich doch mittlerweile, dass ich kein Monster/Täter bin, weil ich so denke, sondern das Opfer!

    Narzissten sind Meister der Opfer-Täter-Umkehr.



    All der Gedankenmist, der die letzten Monate wieder in mir hochkommt, ist hochexplosiv und zeigt mittlerweile heftige Spuren. Seit dem Tag, nachdem mich der Nachbar meiner Mutter angerufen hat, warum sich denn bitte keiner der Angehörigen kümmere, habe ich extreme Nacken- und Schulterschmerzen, kann den Kopf nur stark eingeschränkt bewegen.

    Wundert Dich das? Du lädst Dir einfach zu viel auf. Du machst sogar das Problem Deines Stiefvaters zu Deinem ;-). Sogar einen ganzen Thread startest Du :saint: zu seinem Problem.

    Das wird besser, sobald Du in der Lage bist, die "Verantwortung" an Deinen Stiefvater abzugeben.


    Und diese Aktion mit dem Nachbarn ist doch wieder so eine "Flying Monkey"-Scharade., die abgezogen wurde, um Dich dazu zu bringen, Dich um die Mutter zu kümmern. Vermutlich angezettelt von Deinem Stiefvater.


    Was ich in dem Fall mache (tatsächlich durchgezogen!): Den Nachbarn anrufen, mich bedanken und dann dezidiert über die Situation aufklären (Wie weit Du in die Tiefe gehen "willst" bleibt Dir überlassen. Ich bin in dem Fall schonungslos "offen".)

    Der Nachbar muss wissen, dass Dir die Hände gebunden sind, weil der Stiefvater die Vollmacht hat und die Mutter aufgrund ihrer Erkrankung (Persönlichkeitsstörung) gar keine Hilfe (jedenfalls die notwendige!) von Dir zuläßt. Du bist im Hintergrund tätig, und unterstützt den SV, doch der kann sich nicht entschließen, seine Frau ins Pflegeheim zu geben.

    Und wenn er wirklich helfen will, soll er doch bitte eine Betreuung beim Amtsgericht anregen. Bei der Anregung würdest Du voll hinter ihm stehen. Biete ihm an, die Adressen, Formulare zu schicken.


    Zu allem Überfluss habe ich nach 3 Jahren Ruhe einen "hübschen" Rheumaschub. Ich habe Morbus Bechterew, wofür sich meine Mutter by the way noch nie interessiert hat. Weshalb ich ihr in der Vergangenheit auch rein gar nichts mehr über meine Gesundheit erzählt habe.

    Das sich Deine Mutter nie dafür interessiert hat, ist doch klar. Damit kann ein Narzisst doch keinen Start machen, deshalb interessiert er sich nicht dafür.

    Wenn Du einer Narzisstin von einem Problem erzählst, wird er versuchen Dich zu "übertrumpfen", sodaß schließlich Du sie bedauerst, obwohl Du aktuell den Kopf unter dem Arm trägst.

    Das Du es ihr nie erzählt hast ist auch offensichtlich: Sie hätte sich nicht interessiert und Du hättest wieder eine Bestätigung abgeholt, dass Deine Mutter eben nicht treusorgend ist.

    Morbus Bechterew

    Wow, heftig. Der Streß ist dafür nicht gut!



    Deshalb behalte ich meine erschreckenden Gedanken in der Realität auch weiterhin für mich.

    Das muss aber auch raus! Vielleicht könntest Du es umschreiben. Eine Freundin umschreibt es immer mit "Lösung" und was das ist, kann sich jeder Zuhörer selbst denken.

    Selbst mein Mann hat seine Aufnahmegrenzen, was meine "Geschichten" angeht.

    Ehemänner sind meistens mit der Aufgabe als Seelenpapierkorb überfordert. Wenn Du ihn in die Probleme einbinden willst, stelle ihn vor Probleme, die er tatsächlich lösen kann (Ans Telefon gehen, Dich in den Arm nehmen, Kraft spenden, eine Schulter zum Ausweinen bieten etc.).

    Für den Rest: Schreibe hier im Forum, geh zur Therapie oder zu Deiner besten Freundin.


    Zur Arbeit gehe ich pflichtbewusst weiter, Kopf unter'n Arm, wat mut dat mut, immer schön lächeln...oder so ähnlich. Die eh schon komplizierte Kollegin hat grad Urlaub, sonst würde ja alles liegen bleiben, "nur" , weil mir die Kraft fehlt.

    Du hast ein Recht auf Krankheit. Mit dem Kopf unter´n Arm zur Arbeit gehen? Warum, damit eine Kollegin sich erholen kann?


    "Vielleicht" solltest Du mal schauen, dass Du eine Auszeit bekommst. So viele körperliche Symptome, wie laut muss denn Dein Körper noch schreien, bevor Du auf ihn hörst???


    Sollte mir theoretisch egal sein....ich arbeite dran.

    Nicht nur theoretisch, auf auf zur praktischen Umsetzung! Du darfst das!

    "flying Monkeys"

    Flying Monkeys (FM) der dementen Narzissten lassen auch ganz leicht "umdrehen".


    Die ursprünglichen "Halter" (= Narzissten) sind ja nicht so nett bzw. in ihrer narzistischen Wut nicht mehr sehr ergibig für die FM, da ist es ein leichtes, die mit dem richtigen Infos zu "füttern" und mit oberflächlichen Nettigkeiten bei Laune zu halten (wenn man das jetzt so geschrieben sieht, hört sich das ziemlich fies an. Doch die Flying Monkeys sind auch fiese Persönlichkeiten, wenn man überlegt, warum sie sich uns nähern, um unsere Verletzlichkeit auszunutzen.)

    Die Infos kommen garantiert an! Das ist besser als jeder Brief oder Streit.


    Selbst erlebt ;-).

    danke, dass Sie so offen schreiben, welche toxische Kraft manche narzisstische Eltern auch in ihrer Demenz bis über den Tod hinaus entfalten können.

    martinhamborg Danke für die Einschätzung. Hatte schon fast ein schlechtes Gewissen, doch ich habe gemerkt, dass ich mich besser fühle, wenn ich das hier mitteile.

    Um bei dem Bild von der Bootreise, die SchwarzerKater bzw. Rose60 kreiert haben, zu bleiben:

    Für mich sind das eben die "Stürme oder Stromschnellen", die eben auf der Reise passieren können. Und so wie ich es auch in meinem Umfeld mitbekomme, garnicht so selten sind.


    Diese Auseinandersetzung gehört zur Trauerarbeit und - auf Ihre Frage, ja ich habe oft miterlebt, wie der lange Abschied der Hauptpflegeperson eines Menschen mit Demenz viele Trauerphasen vorweggenommen hat.

    Das ist "schön" zu hören. Nach Ihrer Erfahrung: Hat sich die Trauerphase dadurch verkürzt?

    Und eine große Frage: Was ist mit der Beerdigung? Sollte "man" dort hingehen? Ich neige dazu eine Alternativveranstaltung zu planen, zu der ich "meine" Wegbereiter bzw. Unterstützer einladen würde.

    Freunde (professionelle Trauerbegleiter) meinten, dass mit dem Tod der Eltern, noch einmal eine große Katastophe auf einen zu kommt.

    Gerade dann, wenn sich der oder die pflegende Angehörige soziale Unterstützung und Einbindung in dieser Zeit geholt hat und damit den Neuanfang "vorbereitet" hat.

    Ich habe ja den Vorteil, dass ich garkeinen Neuanfang brauche.

    Wie viele hier habe ich ja Anfang 20 (vor > 40 Jahren) einen räumlichen Abstand zu meinen Eltern aufgebaut (Was ja auch eine erstaunliche biographische Parallele ist).

    Damit hatte ich ja die Möglichkeit eine "Parallelwelt" aufzubauen, die war nur auf Pause gestellt war.

    Als ich meine Eltern geholt habe, habe ich ihnen zwar diese Welt gezeigt, sie (insbesondere aufgrund des mangelnden Selbstbewußtsein meine Mutter) konnten sich damit nicht wirklich anfreunden.


    Ich denke auch, dass Sie mit Ihren Erfahrungen hier einen "Fingerabdruck" hinterlassen und mit Ihrer Klarheit auch anderen Mut machen, selbstbewusst und selbstwirksam zu bleiben - trotz aller toxisch-narzisstischer Verhaltensweisen der dement werdenden Elternteile und der "Co-Narzisten", der "flying Monkeys" oder der Profiteure narzisstischer Systeme.

    Das hoffe ich zu mindest. Und wenn ich es nur schaffe DieTochter zu unterstützen. Mindestens helfe ich mir hier selbst.

    Natürlich rede ich viel mit Freunden, doch hier habe ich den Rückhalt und die Rückmeldung, von anderen Betroffenen, die das Gleiche oder Ähnliches erlebt haben.


    Dieses Bild von dem Boot (Der schwarzeKater Rose60) in dem wir alle sitzen und uns gemeinsam unterstützen finde ich super.

    Die Geschichten, die hier viele erleben, sind ähnlich wie die Stationen auf der Reise. So wie man auf einer Kreuzfahrt immer wieder an einzelnen Stellen aussteigt und dort etwas "erlebt".

    Nicht jeder Mitreisender muss alle "Häfen" ansteuern und auch nicht alle Geschichten erleben bzw. durchleben.


    Diese klare Aufschreiben, damit dem ganzen Chaos einen Anfang und ein Ende zu geben und eine Story darauszumachen, hilft mir, irgendwann einen Hacken unter die ganze Sache zu machen.


    Diese Klarheit hat viele Tränen und durchwachte Nächte vor dem Computer gekostet, auf der Suche nach der Ursache. Erst hier im Forum sind mit Osrams aufgegangen ;-).

    Und auch die liebevolle Art der Unterstützung ohne die moralische Keule ("Du sollst Vater und Mutter ehren") rechne ich jedem einzelnen hoch an.

    Zu dieser Klarheit bin ich nicht allein gekommen, durch die Bootsgemeinschaft bin ich dazu gekommen.


    Profiteure narzisstischer Systeme

    Zu diesem Punkt komme ich dann, wenn der Staatsanwalt seine Ermittlung abgeschlossen hat. Ist eine heiße Geschichte, filmreif!

    Dann fällt aber plötzlich der Vorhang und man sieht sein bisheriges "Leben" mit ganz anderen Augen, ordnet Dinge neu ein. Man sieht wo man aktiv manipuliert wurde um ein bestimmtes "Ergebnis" zu erreichen.

    Sehr treffend formuliert! Genauso war es. Man fragt sich immer wieder: "Wie blöd war ich, das nicht zu merken!" Und was haben sich die Eltern dabei gedacht? Was hätten Sie davon gehabt, wenn das Ergebnis so herausgekommen ist.


    "Ich war ja wirklich schon fast abgebrüht und glaubte, auch psychologisch mit viel Wissen gesegtnet zu sein (bin ich auch), aber im eigenen Seelenwust brauche ich doch Begleitung um an die ganz heftigen Dinge ran zu können."


    Im Augenblick hilft mir das Forum ungemein.


    Ich bin ja anders als ecia25 und Sohn83 bin ich ja schon im Prozess es Loslösens, obwohl meine Eltern noch leben.


    Erkennen kann ich dies jetzt erst. Wie du schon geschrieben hast "Ich kannte es nicht anders" ich dachte das wäre "Normal". Intressant ist, ich komme jetzt mit viel mehr Menschen in Kontakt, Leute die meinen Vater kannten, Familienmitglieder wo oft seit 20 Jahren kein Kontakt mehr bestand obwohl sie keine 2km entfernt wohnten. Diese bestätigen meine "neue" Einschätzung der Dinge sehr nachdrücklich. So ergibt sich langsam ein deutlich gewandeltes Gesamtbild.

    Die vielen Gespräche mit alten Weggefährten (meiner Eltern) waren sehr aufschlussreich. Am Anfang habe ich vieles in meiner Trauer nicht richtig verstanden, habe es aber aufgeschrieben und später noch mal gelesen. Außerdem hat mich eine liebe Freundin, die (anfangs) eher auf der Seite meiner Eltern war sehr geholfen. Sie hat alles immer wieder ins rechte Licht gerückt.


    Jede Geschichte ist unterschiedlich, aber nachdem man einige gelesen hat kann man manchmal im Text schon ahnen wie es weitergeht. Versteht ihr was ich meine?

    Ich verstehe genau, was Du meinst. Das Forum mit seinen Schreiber:innen ist ein ungeheures Potential, quasi wie eine Zeitmaschine.


    Theoretisch kann jeder einsteigen und er/sie wird über die Historie oder auch über die Zukunft informiert. Man kann jederzeit einsteigen oder auch aussteigen und nur noch still mitlesen.


    Deshalb finde ich das Bild mit dem gemeinsamen Boot mit den Ruderern, die die Aufgabe des Ruderns übernehmen, wenn einer von den Schreibern nicht mehr weiter weis.

    Wobei ich manchmal gar nicht weiß bin ich mehr sauer auf mich selbst weil ich es zugelassen habe und mir selbst nicht helfen konnte, oder richtig sich der Groll eher gegen die die das aktiv getan haben

    Sein nicht sauer auf Dich oder auf Deinen Vater. Du kannst es ohnehin nicht ändern.

    Diese Dinge konntest Du als Kind nicht wirklich beurteilen: Für Dich war es normal, wie solltest Du erkennen, was da wirklich abgelaufen ist.


    Leider auch nicht zum positiven weil ich erst heute mit etwas Abstand sehe wie ich über Jahrzehnte hin kleingemacht und manipuliert wurde. Gerade mein Vater um dessen Anerkennung ich ja immer gerungen habe kommt da im Moment recht schlecht weg.


    Die große Leistung besteht ja darin, was aus Dir geworden ist, trotz der Erniedrigungen. Du bist nicht zerbrochen, sondern bist gewachsen und wirst noch weiterwachsen.

    Ich selbst ermahne mich immer (bzw. werde ermahnt :-). mein Leben so zu leben, dass ich das Schöne nicht übersehe, sondern genieße bzw. mir bewusst Schönes schaffe. Gleichzeitig möchte ich in meinen Werten verankert bleiben, menschlich sein, mir Mühe geben und nicht z.B. "Gleiches mit Gleichem vergelten", mich nicht in Trauer und Wut verlieren, wobei beide Gefühle partiell durchaus mal gesund sein können.

    Genauso sollte es sein. Vielleicht habe ich das mit dem Sog in den Abgrund etwas zu drastisch beschrieben. Mir geht es ausschließlich in Bezug auf meine Eltern so.


    Bei allen anderen Dingen im Leben läuft es glücklicherweise einigermaßen rund.


    Wenn ich bei dem Vergleich mit dem Wasser bleiben darf: In meinem Leben schippern wir auf so einer Art Partyboot (stell Dir einen Schaufelraddampfer mit Beleuchtung kurz nach dem Sonnenuntergang vor) über einen großen See oder einem breiten Fluss bei besten Wetter und leichtem Wellengang dahin. Wir genießen einfach das Leben ohne Sorgen und mit Arbeit, die Spaß macht.


    Zu diesem Leben hatte ich meine Eltern eingeladen (bzw. sie wollen mit an Bord und ich habe ihnen die Bordkarte spendiert!). Statt in ihrer Luxuskabine zu bleiben, den Seeblick und das leichte Schaukeln des Bootes und die Tea-Time zu genießen, sind meine Eltern irgendwann auf dem Weg zum Kaptänsdinner in ein Boot eingestiegen, das irgendwo als Unrat herumlag und dessen Boden ganz durchlöchert ist und sind mit der "Putzfrau" als Steuermann unterwegs.

    Das verstehe ich. Das war bei mir genauso, aber ich tröste mich damit, dass ich alles Menschenmögliche getan habe, um meiner Mutter zumindest ein Floß zuzuwerfen. Auf dem treibt sie jetzt den Fluss hinunter, ... aber sie sieht dabei nicht (mehr) unglücklich aus. Das zählt.

    Sie woll(t)en mich zwingen, diesen (ihre) Weg zu befahren, was objektiv betrachtet falsch ist und mich in eine völlige Isolation von meinem gesamten Leben führen würde.

    Leider sind sie unglücklich, diese Trauer wird mit der Wut auf mich kompensiert.


    Mit "Sog in den Abgrund" meinte ich eher das "Problem" mit meinen Eltern. Sie reißt es bildlich immer mehr in die Tiefe und sie sind mittlerweile so weit von mir entfernt, dass ich ihnen noch nicht einmal mehr die Hand reichen kann, weil sie so tief im Sumpf stecken.

    Durch meine Aufarbeitung (z.T. Wegschaffen der Messi-Massen, Gespräche mit alten Freunden der Eltern) haben sich solche Abgründe aufgetan, die so einfach nicht zu verkraften sind.

    Zu seinen Eltern soll man eigentlich aufschauen und das geht jetzt nicht mehr.

    Lasst uns also unser gemeinsames Boot steuern so gut es geht, auf dass wir die ruhigeren Gewässer erreichen. Und wenn eine(r) mal keine Kraft mehr hat zum Paddeln, dann paddeln die anderen eben ein bisschen mehr.

    Hier hatte ich tatsächlich Tränen in den Augen. Bei mir ist es ja tatsächlich so, dass ich von außen zu schauen muss, wie meine Eltern untergehen.


    Das ist das was das Forum ausmacht, jederzeit Hilfe zu bekommen.

    Wir sitzen zwar irgendwie alle in "verschiedenen Booten", aber in 1 Rennen um es mal sportlich auszudrücken

    Danke Rose, für dieses schöne Bild. Leider habe ich den Eindruck, dass diese Boote nicht von uns gesteuert werden, sondern wir von einem Sog in den Abgrund gezogen werden.


    Und "Vorsicht Falle": die Töchter von dementen narzisstischen Mütter neigen besonders dazu, sich wer weiß wie ins Zeug zu legen um von ihren Müttern doch noch irgendwann Anerkennung zu bekommen, die es früher nie gab... Wirklich retten können wir sie nicht

    Danke. Genauso ist es.


    Trinity15 Töchter von Narzistischen Müttern werden zu Powerfrauen oder gehen unter.

    Auch kommen an ihre Grenzen