Beiträge von Valentina61

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    Nur weil die damit drohen, heißt es nicht, das sie durchkommen.

    Sehr richtig. So wie ich es verstehe, hat der beurkundende Notar seine Hausaufgabe gemacht und die Übertragung gegen Gegenleistung vereinbart.


    Das Sozialamt kann nur den geschenkten Teil rückgängig machen und davon ist ja nicht mehr viel übrig, wenn überhaupt noch was übrig ist. Trotzdem ist die Suche nach einem geeigneten Anwalt sicher eine gute Idee (nicht beauftragen, sondern nur in Stellung bringen).


    Und noch ein persönlicher Tipp: Mach die Behörde nicht schlauer als unbedingt nötig. Keine Infos rausgeben, bevor danach gefragt wird.


    Ich verstehe diesen Versuch der Konfliktvorwegnahme, das kann als Bumerang zurückkommen.


    Erstmal durchatmen und nochmal auf Anfang.

    Sehr richtig. Schreib Dir den Frust von der Seele. Vielleicht kommt Dir oder einem hier noch eine Idee.

    zu den Aussagen des Sozialamt bezüglich der Rückabwicklung. Ja - sie können es versuchen. ABER Du hast alles mit Anwalt gemacht. Da sehe ich eigentlich wenig Chancen, dass das Sozialamt damit durchkommt.

    Das nennt sich Sozialregress. Auch ich sehe wenig Chancen für das Sozialamt . Diese 10 Jahre sind nur für den Teil gedacht, der eine Schenkung war. Du hast ja quasi das Haus bezahlt mit Deiner Pflegeleistung. Hier würde ich aber einen versierten Anwalt einschalten (Stichwort: VDK). Da wird nämlich alles gegengerechnet (Hier hilft ein detailiertes Tagebuch).

    Wo das Sozialamt auch noch ekelig werden können, ist das Wohnrecht. Eventuell verlangen sie, dass im Falle einer Umsiedlung Deiner Mutter, der Wohnraum vermietet werden muss (Hier liegen "die" auch regelmäßig falsch und selbst wenn, müssen "die" das mit der Vermietung machen. Du musst da garnichts machen. Wir hatten gerade den Fall im Bekanntenkreis.)


    Mit der Erstattung hatte so einen ähnlichen Fall:

    Meine Eltern sind in eine Seniorenwohnung in meiner Nähe gezogen. Es fehlte nur ein Geländer für die Außentreppe. Bauliche Veränderung bei der KK beantragt,

    Info: es ist vom Umzug noch ausreichend Geld übrig, schicken Sie einen Kostenvoranschlag, wird dann direkt an die Firma bezahlt, sie haben damit überhaupt nichts zu tun (War beim Umzug auch so).


    Vermieter bzw. Hausverwaltung gebeten, Kostenvoranschläge + Erlaubnis der WEG einzuholen für den Umbau einzuholen, damit wir das hinter her nicht wieder abbauen müssen (Stand auch so in der Anweisung von der KK).

    Ende vom Lied: Wurde nicht gezahlt, weil der Kostenvoranschlag an die Hausverwaltung adressiert war und nicht an meine Mutter!

    Als die Rückmeldung von der KK kam, war das Ding längst montiert und von der Hausverwaltung bezahlt. Der Kostenvoranschlag konnte nicht mehr geändert werden, die Rechnung auch nicht.

    Hat dann die WEG bezahlt, weil die restlichen Eigentümer das Ding auch gut fanden. Glück gehabt.

    Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende...


    Jedoch ist das immer eine Einzelfallentscheidung und ich verstehe Valentina absolut.

    Wir haben das mit verschiedenen Anwälten abgewogen. Es bleibt bei uns leider nur der Kampf. Das wissen meine Eltern jedoch (über ihre Flying Monkeys). Mit ein bißchen Glück geben die Kleinbei.



    Sie hat sehr viel gespart, was ihr jetzt zugute kommt, da wir davon die Pflege bezahlen können ... hoffentlich für lange.

    Leider hat sie mir (einzige Tochter) keine Vollmacht erteilt, weil sie wohl zeitlebens dachte, sie ist die Einzige, die alles selbst auf die Reihe bekommt.

    Meine Eltern haben auch viel gespart, davon könnten sie locker das Pflegeheim bezahlen. Nur haben sie mir alle Vollmachten entzogen und sind auf die Putzfrau angewiesen.


    Ohne die Vollmachten und die Untersuchungen auf Demenz (und mangelnde Geschäftsfähigkeit) hätte ich sie garnicht zu mir geholt. Wozu auch, sie wissen ja doch immer alles besser und sie können alles alleine.


    Sie haben schon so viele Federn gelassen....

    Dass mir klar war, was er von mir hält, hat mir da auch nur bedingt geholfen.

    Es fühlte sich an, wie nachträglich abgetrieben werden.

    Dieser Streit, diese Abneigung sind ja durch seinen Tod wie in Stein gemeißelt für die Ewigkeit. Er konnte mir noch mal so richtig einen Schlag versetzen und ich kann nur ins Nichts antworten.

    Oh Gott, was für eine Bloßstellung. Muss "man" das haben?


    Eine Rache, über den Tod hinaus. Spontan hätte ich dieses Testament angefochten bzw. den Pflichtteil eingefordert.

    Jedenfalls hätte ich versucht, diesen direkten Angriff gegen den Erblasser umzulenken. Ich bin eher auf Kampf eingestellt, so etwas hätte ich auf mir nicht sitzen lassen.


    So einen Fingerprint hinterlassen zu wollen, kann ich nicht verstehen.

    Vorweg: An so einen Fingerprint hatte ich dabei nicht gedacht.


    Mir ist beim Lesen als erster Gedanken "die Rache des Narzissten" durch den Kopf geschossen. Das wäre eine Erklärung, mindert das den Schmerz?! Hilft das bei der Aufarbeitung? Mir schon, ich weiß nicht, wie es jemand anderes dabei gehen würde.


    Finde ich das i.O.? Nein, das "tut" man seinen Kindern und seinen Enkeln nicht an. Es gibt ja keine Erbschuld mehr.


    Es gibt ja unglaubliche Parallelen in vielen unserer Erlebnisse mit dementen Angehörigen:


    Ich habe auch so ein "Testament" gefunden (so mit Überschrift, Datum und Unterschrift!). Als Begründung war angegeben: Weil er die Pflege nicht mehr bezahlen könne (was objektiv betrachtet, nicht gestimmt hat).


    Darin hatte mein Vater die drei Bedingungen (Verarmung des Schenkers, Grober Undank und Zerrüttung) festgehalten, unter denen er die Übertragungen rückgängig machen kann:

    Die Zerrüttung ist als einzige Möglichkeit übrig geblieben, die zwei anderen hatte er gestrichen. Eine Zerrüttung hat es zu dem Zeitpunkt (nachweisbar!) nicht gegeben, ganz im Gegenteil.


    Die Zerrüttung hat mein Vater erst ca. zwei Jahre später herbeigeführt.


    Meine Erklärung (muss für Dich nicht zu treffen):


    Emotionale Erpressung durch Liebesentzug hat nichts mehr gebracht, dann versucht er es mit Entzug der Barmittel (Bei mir ging es ja bis zum "Plündern" eines meiner (!) Konten).

    In der Vergangenheit hat er den Ruf und das Ansehen einer ganzen Familie zerstört, nur weil die Familie nicht 100% als Sklaven zur Verfügung gestanden haben.

    die Themen Abschied, Beerdigung, Erbe und "was bleibt von dem Menschen" sind nicht zuletzt für die Trauerarbeit wichtig. Dazu gehören eben auch starke Emotionen.

    Ich habe das Gefühl, dass bei einigen von uns ein Teil der Trauerarbeit schon vor dem finalen Ende vorweggenommen werden.


    Für mich persönlich sind die rechtlichen Schritte ziemlich klar, die Forschung dazu sind abgeschlossen. Mich würde wirklich interessieren, wie die Trauerarbeit dann weitergeht. Sind es da noch starke Emotionen? Oder überwiegt die Erleichterung?


    Ich hoffe, dass Mitlesende von einigen Gedanken nicht erschreckt sind...

    Naja, ich fürchte, sie sind erschreckt. Ich bin es ja selbst. Wenn mir das jemand vor drei Jahren gesagt hätte, hätte ich ihn für verrückt erklärt.

    Eine gute Idee, aber in dem Fall wäre mir selbst das Streichholz zu schade bzw. das Anzünden des Feuers zu viel Anstrengung.

    Haha. Ich würde es vorher mal aus dem Keller rausholen, bevor ich es anzünde. Oder spenden. Wir versorgen gerade alle Wohltätigkeitsbazare der Umgebung.


    Hmmm, eine schöne Vorstellung ... Allerdings lehrt uns die Geschichte, dass sich fast alles immer wieder im Kreis dreht, dann halt wieder auf der nächsthöheren oder -tieferen Ebene. Das bedeutet nicht, dass man sich keine Mühe geben sollte.

    Ich für meinen Teil versuche schon einen Fingerprint zu hinterlassen. Für mich ist auch das Forum eine Möglichkeit, etwas für die Nachwelt zu hinterlassen. Einige - wie z. B. Schwarzerkater - hinterlassen hier und bei mir tiefe Eindrücke.

    Auch wenn es anonym ist, die Gefühle sind echt und tief.

    Ihr schreibt oft, ihr seid enterbt. Aber so ganz geht das ja in Deutschland (fast) nicht. Der Pflichtteilsanspruch in Geld bleibt doch bestehen.

    Das ist richtig. Nur werden meine Eltern alles versuchen an die Seite zu schaffen (Hier gibt es Erfahrungen von anderen Betroffenen mit diesem Pflegedienst.)


    Außerdem gehört mir von dem Geld, dass hier auf der Bank liegt ein ziemlicher Teil. Außerdem hat meine Mutter die Kautionen von meinen Mietern "kassiert."

    Sobald die ausziehen, wird das zum Problem offensichtlich (Hier steht Veruntreuung und Unterschlagung im Raum.)


    as stimmt, der bleibt rein rechtlich bestehen, aber man muss ihn einklagen. Andersherum kann man offiziell darauf verzichten bzw. das Erbe ausschlagen - dann bekommt man nichts und kann auch nichts mehr verlangen.

    Hier hat SchwarzerKater recht. Wir werden diesen Anspruch einklagen.


    Auch hier geht es nicht nur um das Geld, das kann ich verschmerzen bzw. davon habe ich selbst ausreichend, sondern um eine Familien-Immobilie (MFH), die mir schon zur Hälfte gehört (Wie soll ich auf die Hälfte verzichten? Das wird ja noch chaotischer? Die Idee, meine Hälfte zu verkaufen, geht nicht, dann wird es zurückabgewickelt einschließlich aller Erlöse!)


    Es wird allerdings ein schmutziger Kampf, auch hier gibt es Erfahrungswerte (Pflegedienst, Anwalt ist hier schon unangenehm aufgefallen). Der erste Kampf ist ja, beim Tod des ersten Elternteils fällig.

    Manchmal will man einfach nur das Fenster nach draußen aufmachen und die frische Frühlingsluft riechen, während die "miefige" Vergangenheit im Keller weiter vor sich hin verrottet.

    Hier wäre ich für Wegschmeißen, ein großes Feuer (jetzt zu Ostern ein Brauchtumsfeuer) anzünden!


    Geruch ist ein schlimmer Trigger. Jeder Geruch wird sofort mit Emotionen und Erinnerungen verbunden.

    Demenz ist aber ein Krankheitsbild, bei dem Hirnareale zerstört und Kontakte zwischen Nervenzellen verlorengehen. Wie sich das im Einzelnen auswirkt ist nicht ausreichend erforscht. Eine Theorie ist, dass Fähigkeiten/Fertigkeiten in der Reihenfolge verlorengehen, wie sie einst erworben wurden.


    Das kann sein, kann aber auch ganz anders sein. Wir wissen ja auch garnicht, wie und in welcher Reihenfolge die einzelnen Hirnareale ursprünglich mal verknüpft werden (Natürlich gibt es Hauptverbindungen (vergleichbar mit Autobahnen), ich meine die Shortcuts (ähnlich wie Trampelpfade.)


    Jetzt wird es etwas wenig wissenschaftlich, richtig wäre länger:

    Bei jedem Menschen scheint auch die Hirnstruktur (im Großhirn) etwas anders zu sein, d.h. z.B. die Erinnerungen sind an unterschiedlichen Orten und durchaus wiederholt abgelegt.


    Wenn jetzt Hirnareale verschwinden (= Atophieren) und die Verbindungen (NZ) nicht mehr funktionieren, ist wahrscheinlich das, was übrig bleibt nicht unbedingt vorhersagbar.


    Oder es ist der Wesenskern, der versucht dieses marode Organ irgendwie am Laufen zu halten (Ähnlich wie ein Oldtimer, der nur noch mit dem Hammer und Kontaktspray am Laufen gehalten wird.)


    Vielleicht finden wir den Wesenskern auch im emotionalen Zentrum (Limbischen System). Das der "Demente" der Logik nicht mehr (oder nur schwer) zugänglich würde dafür sprechen.


    Hier wäre Forschung unbedingt angesagt, damit wäre den Erkrankten und den Angehörigen geholfen.


    Vielleicht ein Wörterbuch mit dem Arbeitstitel "Dement-Pflegeperson, Pflegeperson-Dement".

    Der kommt und geht bei mir in Wellen ..., aber ich übe mich im Surfen auf den Wellenkämmen des Humors ... Jähe Abstürze sind nicht auszuschließen, aber es ist die Mühe wert, liebe Valentina.

    Liebe Schwarzer Kater,


    das wird immer besser, das muss ich mir merken! Ich hoffe, wir alle werden mal an der Weltmeisterschaft teilnehmen.


    Bitte, bitte schreib ein Buch darüber, Du hast einfach eine so tolle Schreibweise.

    Beisetzungspflichtig bedeutet übrigens nur, dass man als Angehörige einen Bestatter organisiert und alles bezahlt, mehr bedeutet es nicht.

    Bei mir ist ja zunächst der übrig gebliebene Ehepartner beisetzungspflichtig und der muss es auch bezahlen.

    Bei Dir ist es im Falle Deiner Mutter Dein Stiefvater. Auf Dich kommt nur etwas zu, wenn Dein Stiefvater zuerst verstirbt.


    Bezahlen muss es der Erbe. Ich bin ja enterbt, soll es doch die Putzfrau machen. Außerdem hoffe ich, dass meine Eltern (meine Mutter) schon alles organisiert hat ;-).

    Sonst kommt sie anonym unter den Baum. Sie wollte immer in eine Mauer, damit ich noch ein paar Blümchen dort hinstellen kann, woran ich wirklich nach der Nr. in den letzten Jahren kein Interesse habe.


    Bei meinen "Schwiegereltern" besuche ich regelmäßig das Grab, bepflanze die Schalen usw.


    Mir hat mal eine Freundin (Auch Narze, FTD) gesagt, sie hoffe, dass ihre Mutter früh genug verstirbt, bis die Liebe, die sie noch für sie empfindet, verbraucht ist.


    Ich habe gedanklich ergänzt: ".... zu spät."

    Was mich immer wieder fertig macht, ist die Aggression, die pflegende Angehörige erfahren müssen.


    Nur mal so als Arbeitshypothese:


    Könnte es sein, dass das prosoziale Verhalten einfach verloren geht und nur die Stärke der Emotion bleibt?

    Und bei einem Gefühlsüberschwang, kommt gerade die Emotion raus, die am meisten empfunden wird.


    Wenn also jemand eher aggressiv ist, auch wenn er/sie das unter dem Deckmantel der sozialen Höfichkeit hält, wird im Falle einer Demenz eher aggressiv gegenüber anderen. Und das umso stärker, je intensiver das Gefühl der Person gegenüber ist.


    Ein "netter" gutmütiger Mensch wird einfach nett und "niedlich".

    Irgendwann war der Zeitpunkt da, dass es ihr auffiel, weil wir zu sehr in ihre Intimsphäre und in ihr gefühlt selbstbestimmtes Leben eindrangen (eindringen mussten). Das hat sie nicht akzeptieren können. Und ich spreche da nicht von mangelnder Dankbarkeit, sondern von purer Ablehnung in allen Facetten.

    Ach, lieber Schwarzer Kater,


    krass, wie treffend Du das in Worte fasst, was mir auch mit meinen Eltern passiert ist. Dieses Zitat gehört dringend in die "Goldenen Worte" von Buchenberg.

    Dieser Realitätsverlust und die Konsequenzen aus der Aggression darüber ist ja eine Tragikomödie, die nur das Leben schreiben kann. Einem Autor würde man das nie glauben.


    "Alle Facetten" ist eine schöne Umschreibung für eine Katastrophe, die für diejenigen, die das noch nicht erlebt haben, vollkommen unfaßbar ist.

    Da blieb mir der Humor im Halse stecken ..., übrig blieb Panik, Depression und was es noch so alles an unschönen Gefühlsregungen gibt ...

    Mittlerweile (Nach 2,5 Jahren) habe ich meinen Humor wiedergefunden.

    Meine Liebe Rose60,


    was soll man sagen? Du hast alles getan, jetzt kannst Du Deiner Mutter noch den letzten Liebesdienst erweisen und sie in Würde gehen lassen.


    Das ist schwer, sehr schwer. Wir sind in Gedanken bei Dir.


    Alles Liebe Valentina61

    Liebe Schwarzerkater,


    Ich könnte ein Buch darüber schreiben (und vielleicht sollte ich es tun).

    Bitte mach das. Du hast soviel Erfahrung und es würde sicher vielen Menschen in ähnlichen Situationen helfen.


    Andererseits besteht die Gefahr, dass sich das Schwerwiegende dieser schlimmen Störung immer mehr verwässert und man dann nicht ernst genommen wird, wenn man darüber spricht. Das zieht sich bis in die Behörden hinein.

    Das hat die RAin, bei der ich war auch gesagt. Mir ist nicht wirklich klar, warum das einen negativen Einfluß auf die Rechtssprechung machen sollte.



    Herr Hamborg spricht immer mal davon, dass in der Demenz die stark narzisstischen Persönlichkeitsanteile vergessen werden können. Das finde ich sehr interessant und ich würde dazu gern etwas lesen, wenn es etwas gibt.

    Das würde ich auch, obwohl ich fürchte, dass es von der Art der Demenz abhängt (Alzheimer vs. FTD).

    Wer sollte denn hier wie an die Daten herankommen? Deshalb fürchte ich die Veröffentlichungen werden nur Einzelfallbeschreibungen sein.

    Aber es ist ja so, dass Eltern ein Recht auf ihre Kinder haben - dies setzt das Gesetz durch, z.T. gnadenlos. Man selbst schaut zu, wie Unheil angerichtet wird ... und es kostet unheimlich viel Anstrengung, da einen Ausgleich zu schaffen.

    Ja, das kenne ich auch von einer guten Freundin. Der Ex-Mann (Narzisst, Jurist) verwickelt die Freundin wegen Nichtigkeiten immer wieder in ein Gerichtsverfahren nach dem anderen. Teilweise verfasst er eine Klage mit dem gleichen Wortlaut, obwohl er von der vorangegangenen Klage bereits ein Urteil bekommen hat. Immerhin hat er das Datum geändert.


    Das "Kind" ist leider wie ein Spion und liefert dem Vater immer die neuesten Geschichten. Sich über ihn zu unterhalten, geht nur, wenn das Kind nicht da ist, sonst riskiert man eine strafbewerte Unterlassungserklärung.


    Das Gericht ist da jedesmal gnadenlos, auch wenn die Richter schon selbst den Kopfschütteln.

    Narzissmus existiert bei unserem Amtsgericht nicht, obwohl es sogar für den Vater ein medizinisches Gutachten gibt und die Halbgeschwister nachweislich schwer geschädigt wurden durch den Vater.


    Schlaf gut. Du machst das toll, freue Dich an Deinem Enkel.

    Narzisstische Persönlichkeitsanteile sind nicht per se schlecht. Es gibt interessante Persönlichkeiten mit diesen Anteilen, die nicht (nur) Schaden anrichten. Vielleicht war deine Großmutter so ein Mensch?

    Interessanter Gedanke, wenn ich es überdenke hast Du Recht. Außerdem kann man bei den Enkeln leichter Fehler, die man bei seinen eigenen Kinder gemacht hat, leichter korregieren.


    Sie war halt durch die Umstände zu einem Leben mit Ehemann und Kindern gezwungen, das sie eigentlich nicht führen wollte. Sie wäre die geborene Unternehmerin gewesen und hat bis zur letzten Minute ihres Lebens gearbeitet. Immer unabhängig und immer mit Spaß an der Sache.

    Auch mein Lebensmotto: Mach was Dir Spaß macht, dann musst Du Dein ganzes Leben nicht arbeiten.

    Das Vermögen, dass sie nach der Katastrophe mit meinem Onkel angehäuft hat, hat sie dann in meine Richtung verschoben. Ohne mein Wissen.

    (Häßliche Anekdote: Das erste, was mein Onkel gemacht hat, als er von dem Tod seiner Mutter gemacht hat, war nach den Sparbüchern zu suchen! Bei der Beerdigung gab es deswegen ein großes Gejammer, was ich nicht verstanden hatte. Schließlich fand ich sein Verhalten seinen Eltern gegenüber mehr als fragwürdig. Das das ganze Geld auf meinen Konten war, habe ich erst Jahre später erfahren.)


    Sie hat mich darin bestärkt, genau das Studium zu wählen, dass ich schon als 6jährige machen wollte. Auch für meine Hobbys hatte sie etwas übrig.


    Meinen Hang zur Ferne fand sie toll, sie ist immer gerne gereist und meistens alleine, sie war es satt auf andere Rücksicht zu nehmen.


    Mein Leben als Single hat sie immer unterstützt. Wenn meine Cousinen Geschenke zur Hochzeit bekamen, bekam ich die ebenfalls, weil sie meinte, ich mache das Richtige und dass sie ohnehin meine Hochzeit nicht erleben würde.

    meine Mutter isst weiterhin sehr gerne, wenn auch nicht mehr so viel. Sie beschwert sich oft,dass sie kein Essen bekommen hat, hat es dann vergessen und hat durch Diabetes sicher Blutzuckerschwankungen.

    Dann gib ihr etwas zu essen, was sie gerne hat. Das die Portionen kleiner werden, ist wohl dem Alter geschuldet.



    irgendwie habe ich heute das Gefühl gehabt es ändert sich etwas, zum Glück nimmt es mich aktuell nicht so mit wie vor einiger Zeit noch.

    Dann ist da auch was anders, meistens liegt man da richtig.


    Lass der Sache ihren Lauf. Das ist jetzt der Weg Deiner Mutter, hier bestimmt sie das Tempo. Du bist nur Beifahrer.


    Macht es Euch schön, dass es auch für Dich passt. Du bist die, die zurückbleibt.


    Wünsche Dir viel Kraft!


    Meistens kennen die im Pflegeheim sich gut aus und kennen die Signale, die die letzte Phase einläuten.