Beiträge von Schwiegertochter71

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    Nur kurz - Schulpsychologe ist nicht schlimm. Unsere Tochter kommt nicht so richtig mit in der Schule, da haben wir uns selber dahin gewendet. Es gibt dort wirklich hilfreiche Tipps.


    Vielleicht siehst Du es als Chance. Sprich das schwierige Verhältnis zu Hause an. Und vielleicht kannst Du deinem Mann dann auch klar machen, dass Eure Kinder Schutz brauchen vor der Oma. Mein Mann war auf dem Auge und dem Ohr auch blind. Bis seine Mutter so richtige Böller losgelassen hat (wer fragt bitte ein 5 jähriges Kind ob es dumm sei, nur weil was nicht auf Anhieb klappt? das Kind war völlig verstört).

    Ich glaube den Satz, den ich am meisten bisher in meinem Leben gehört habe, war: ich will wieder in meine Wohnung.


    Begleiten ist gut, lass aber Luft, damit er sich auf die Situation einlassen kann und sich einfindet. Vielleicht sind es auch die unguten Erinnerungen an das 1. Heim.


    Ich drücke Euch jedenfalls die Daumen.

    Herzlichen Glückwunsch zu der WG!


    Auch wenn JETZT so viele dort schon weiter in der Demenz sind, kanns ich das doch ständig ändern. Vielleicht zieht bei der nächsten Gelegenheit jemand ein, mit dem Dein Vater auf der selben Wellenlänge schwimmt.


    Zu Deiner Mutter. So lange ihr mit dem Umzug, Einrichtung etc. beschäftigt seit, würde ich den Kontakt meiden. Dieses immer wieder enttäuscht werden, empfinde ich als schlimmer als überhaupt keinen Kontakt.


    Ich wünsche Euch, dass Dein Vater sich schnell einleben kann und ihr beiden dann gemeinsam die Stadt mit der dicken Kirche unsicher machen könnt.


    Geht er denn weiter in die Tagespflege? Dann hat er doch zusätzlich Ablenkung. Spricht Dein Vater noch gerne über Architektur? Er ist doch Architekt? Vielleicht kann man einen Studenten oder eine Studentin finden, die sich nebenbei was verdienen möchte und 1 oder 2 Mal die Woche zu Deinem Vater kommt. In der Stadt der dicken Kirche gibt es doch bestimmt Gebäude, die für beide interessant wären.


    Wir hatten auch so einen schönen WG Platz damals für Schwiegermutter. Nur 18 Bewohner, alles sehr individuell, aber das hat uns die Ärztin im KH kaputt gemacht, indem sie Schwiegermutter eine "Wunderheilung" durch Reha eingeredet hat.

    Wir wurden auch gefragt, warum wir sie denn nicht zu uns nehmen? Ganz einfach, wir arbeiten beide Vollzeit, unsere Tochter ist erst 9 Jahre alt und wir haben damals ein kleines Haus gekauft. Ursprünglich sollte es ein 2 Familienhaus sein, aber sie hat uns kurz vorm Notar-Termin "vor den Koffer gesch...". Somit war das Thema für mich eh durch. Ich würde auch nicht meine Eltern pflegen. Das ist nicht meins und das würde niemals gutgehen. Meine Eltern stehen allerdings auch auf dem Standpunkt, dass keines ihrer Kinder das soll. Das wurde klar besprochen. Anders als meine Schwiegermutter weichen sie diesem Thema aber auch nicht aus und haben sogar schon den Baum gekauft, unter dem sie mal liegen wollen.


    Ich bin eine eher robuste Natur und solche Sprüche von Menschen, die nur klug reden, ärgern mich zwar, reißen mich aber nicht runter. Anders meinen Mann. Da tut es mir immer besonders leid.

    Mach Dir dazu jetzt keine Gedanken. Ein Schritt nach dem anderen. Auch da wird es sich finden.


    Das einzige was Du vielleicht brauchst - da ja Immobilien im Spiel sind - Vollmachten. Möglichst notariell.


    Aber jetzt geht es erstmal um die WG.


    Und Deine Mutter? Tja, ohne Worte. Richtig so, dass Du den Tag nicht umwirfst, nur weil sie es so will. Du machst das GUT!

    Ich habe es immer so gehalten wie bei einem Kind - die Grundsätzlichkeiten alleine abgeklopft und dann präsentiert. Wenn Du einem Kind 10 Eissorten anbietest, ist es auch überfordert.


    Ich wünsche Euch von Herzen, dass es passt mit der WG. Seit nicht zu kritisch. Manchmal muss man einfach den Schritt machen. Und es wäre ein guter Schritt. Zurück in die Wohnung zu Deiner Mutter scheidet aus würde ich sagen.


    Also ist es die Chance auf Eure "gemeinsame" Zukunft unter verschiedenen Dächern.

    Ich drücke für Euch alle!


    Wir sind ja seit August letzten Jahres raus aus der Nummer. Aber immer wieder kommt es zu Momenten, da muss ich echt schlucken. Am Wochenende waren wir im Wald - Schwiegereltern liegen unter einem Baum und ihre Namen und die Lebensjahre stehen an einer Steele. Da haben wir eine weitläufig Bekannte von Schwiegermutter getroffen. Was sagt sie als erstes zu meinem Mann? Und A.. musste im Heim sterben? Das macht man als guter Sohn aber nicht.


    Ich bin fast ausgeflippt. Mein Mann ist dann mit unserer Tochter schon mal vor in Richtung Auto und ich habe ein paar deutliche Worte gefunden.


    Was soll sowas? Vor allem die, die sie in den letzten Jahren nicht mehr besucht haben, erlauben sich ein Urteil.

    Tja, dann war ich wohl auf der falschen Fährte. Der erste Post klang nach: ich weiß nicht weiter. Ich gehe körperlich und seelisch vor die Hunde und niemanden interessiert es.


    Jetzt verstehe ich eher: ändern will ich nichts, Geld genug haben wir, Opa ist nur ein bisschen unbequem.


    Da gibt es nur Theas Weg, wenn ihr es so seht. ABER - es wird nicht funktionieren. Dazu müsste der Opa Einsicht zeigen. Und das scheint nicht der Fall zu sein. Und solange weder Du noch Dein Vater das Hamsterrad anhält, wird es sich weiter und weiter drehen. Egal, wer am Ende auf der Strecke bleibt.

    Und halte Dir immer vor Augen, DU tust das FÜR deine Mutter. Denn irgendwann wird es sonst eskalieren und dann musst Du eine Lösung quasi aus dem Hut zaubern. Meine Schwiegermutter wollte auch nie und hat alles abgewiegelt. Ich habe ihr dann zugesagt, dass sie im Falle des Falles dann in das Heim kommt, das Platz hat. Und sollte das zufällig am A..sch der Heide sein, dann ist es so. Hat sie nie ernst genommen.


    Dann kam es zu den Schlaganfällen und ich habe meinen gesamten Osterurlaub am Telefon verbracht. Und es wurde das Heim am ... der Heide. Zufällig war das sehr schön und hatte wirklich tolle Angebote. Aber eine Alternative hatten wir auch nicht. Pflegegrad hatte sie vorher abgeschmettert, mussten wir per Eilantrag über den Sozialen Dienst des KH laufen lassen. Es war kraft- und zeitraubend, da NICHTS, bis auf die notarielle Vollmacht und Patientenverfügung, zu der ich sie gedrängt habe, vorbereitet war.


    Du schaffst das. Lass Dir kein schlechtes Gewissen einreden und den einen oder anderen "Kampf" wirst Du mit Deiner Mutter ausfechten müssen. Vor allem lass sie beim Gespräch wegen dem Pflegegrad auf keinen Fall alleine mit dem Gutachter sprechen. Bereite den Termin vor.

    Aber was nützt Dir das Haus, wenn Du psychisch vor die Hunde gehst? Mein Mann ist durch seine Familie psychisch krank geworden - glaub mir, dass willst Du nicht.


    Und wenn Dein Vater und die Schwester zu selben Teilen erben, muss einer auszahlen. Könnt ihr das? Zudem kann es ja immer noch sein, dass der Großvater doch ins Heim muss. Manchmal reicht schon ein Sturz oder ähnliches und die Lawine rollt los. Dann wäre das Haus eh das Vermögen, dass aufgebraucht wird.


    Auch wenn er nicht alleine bleiben kann - wie lange willst Du das noch mitmachen? Er lehnt alles ab. Und? Was ist, wenn Du arbeiten gehst? Dann ist er auch alleine.


    Ich will damit ausdrücken - ihr braucht kurzfristig eine Lösung. Und wenn er gegen alles ist, dann muss es eskalieren.

    Und wenn Du und Dein Vater auszieht? Manchmal hilft es nur, harte Fakten zu schaffen. Soll er das Haus doch verkaufen. Solange das nicht topp in Schuss ist oder unendlich billig, wird das nicht leicht.


    Ich glaube ich würde ihm den Wind aus den Segeln nehmen mit: dann mach das doch. Nur weil er sich als Kind um Dich gekümmert hat, musst Du dich nicht versklaven. Zumal Dir später mal jeder Euro an der Rente fehlt, den Du jetzt nicht verdienst. I

    Herzlich willkommen hier. Eine Frage ploppte bei mir sofort auf: warum ist Dein Vater so wankemütig? Hofft er das Haus des Großvaters zu erben? Du schreibst noch von einer Tochter - in wieweit könnt ihr sie mit einbinden?


    Du musst einen Schlußstrich ziehen für Dich. Sonst kannst Du den Start ins Berufsleben auch gleich vergessen. Hol Dir fachlichen Rat bei z.B. einem Pflegestützpunkt.

    Ich kenne ja Deine Mutter nicht und auch Euch nur aus Deinen Zeilen. Aber könnte es sein, dass Deine Mutter jetzt genau das macht, was wir Dir alle raten? Sich abgrenzen, sich retten? Ich kann mir vorstellen, dass die letzten Jahre seit Beginn der Veränderungen bei Deinem Vater nicht einfach für sie waren. Immerhin wird sie auch nicht mehr die jüngste sein.


    Ich kann NoName nur beipflichten - such nicht das gestreifte Maiglöckchen mit lila Punkten und Schmetterlingen. Das gibt es nicht.


    Lass die Pflicht von anderen übernehmen - übernimm Du die Kür. Das wird für euch beide ein Gewinn sein auf lange Sicht.

    Meine bescheidene Meinung, Du wirst Dich aufreiben. Nur weil das erste heim nichts war, muss es nicht überall so sein. Da dein Mutter nicht kann oder will, musst Du alles organisieren. Die Demenz wird fortschreiten. Eine Pflegekraft wird dann nicht mehr reichen. Sollte deine Mutter in der Zeit auch noch abbauen, hast du zwei Baustellen. Ich würde das nicht mal versuchen.

    Wenn ich z.B. bei Sabine67 lese, dass eine Schwester bereits tot ist und die andere "spurlos" aus dem Leben verschwunden ist, dann macht mich das fassungslos.


    Das ist doch kein guter Leumund? Was ist denn das für eine Bilanz für die Eigenschaft als Mutter.

    Bei dem Satz bin ich regelrecht zusammengezuckt. Meine Schwiegermutter hat ihre Tochter ihr ganzes kurzes Leben (gestorben mit 49) gegängelt, ihr vorgehalten was für eine Versagerin sie ist. Hat ihr die Berufsausbildung vorgeschrieben (sie wollte Kindergärtnerin werden - musste Fleischereifachverkäuferin lernen). Der Ehemann wurde so lange schlecht geredet, bis die Ehe zerbrach. Meine Schwägerin ist daran zerbrochen. Psychisch. Und als sie ganz unten war - GPZ in der geschützten Abteilung - hat sie sie nicht mal freiwillig besucht. Sie hat sich geschämt. Nicht mal ihre Wäsche gewaschen, das haben wir gemacht.


    Mein Mann wollte so gerne nach der Hauptschule eine weitere Schule besuchen und einen besseren Abschluss machen. Nein, durfte er nicht. Er musste Geld verdienen. Geld - das war meiner Schwiegermutter das liebste. Damit hat man sich - nach ihrer Ansicht - Freunde und Ansehen erkauft.


    Mein Mann ist über die Jahre psychisch erkrankt. War oft auch stationär in Behandlung. Nicht einmal hat sie gefragt, ob sie ihn besuchen kann und wie es ihm geht.


    Im Gegenteil - publikumswirksam ist man jedes Mal in Tränen ausgebrochen, wie das sie denn verdient hätte als Mutter. Sie hätte doch alles getan.


    Selbst im Heim hat man sich für sein schweres Schicksal mit den Kindern bedauern lassen. Ich habe das dann sehr nachdrücklich grade gerückt, da wurde sie böse. Ja, die Wahrheit kann so weh tun.