Beiträge von Schwiegertochter71

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    Aber Du kannst Dich doch nicht wegen der Witwenrente für den Rest Deines Lebens so behandeln lassen! Und überhaupt - eine Scheidung eines Demenzkranken - das stellen sich die Töchter etwas zu einfach vor.


    Im Fall des Falles heißt die Versorgung eben nicht Witwenrente, sondern Aufstockung, Heizungszulage o.ä.


    Die Idee deiner Freundin gefällt mir. Wenn die Tochter ankommt, würde ich ihr eine kurze Einweisung ins tägliche to-do geben und dann mit einem Lächeln verschwinden. Sie mögen dich nicht, sie müssen dich nicht aushalten. Aber Du sie auch nicht. Unterstützung wirst Du dennoch nicht bekommen, die Gier nach Geld ist meist größer. Den Hausarzt verstehe ich nicht, aber meine Schwiegermutter hatte auch so einen Totalausfall als Arzt. Es kam erst in Gang, als sie nach dem x-ten Schlaganfall ins Krankenhaus kam und dann ging es ganz schnell.

    Außerdem - sobald Du nicht mehr als Pflegerin / Putzfrau und Alleinunterhalterin für Deinen Mann zur Verfügung stehst (wenn es nach den Töchtern geht), wird der Weg ins Heim ein schneller sein. Oder meinst Du, dass die Töchter das dann übernehmen wollen?


    Lass Dich nicht einschüchtern und folge dem Rat von Rose!


    Lieber Gruß.

    Bitte was?? Unglaublich. Mein Mann hat überhaupt kein Selbstbewusstsein mitbekommen. Er kann bis heute schlecht Grenzen setzen oder sich behaupten. Immer zweifelt er an sich oder fragt mich nachher, ob er richtig gesprochen, gehandelt oder reagiert hat. Ich könnte meiner Schwiegermutter noch nachträglich ... aber lassen wir das.


    Sie hat die Folgen aber noch - teilweise - zu spüren bekommen. Sie wollte auf dem Sterbebett noch ihre Schwester sehen. 40 Jahre kein Wort gesprochen. Immer nur auf die Frau geschimpft. Tja, sie ist nicht gekommen. Die hat es dann wirklich durchgezogen.

    Was mich hier immer total umhaut, sind Eure Erzählungen aus eurer Kindheit. Viele von euch haben enorm unter ihrer Mutter / ihrem Vater gelitten und grade diese bösen Menschen sind durch die Demenz jetzt auf euch angewiesen. Und auch schon lange vergessene Kränkungen und Demütigungen werden durch die Entwicklung der Demenz wieder ans Tageslicht geholt. Welch böse Ironie.


    Bei meinem Mann war es ja ähnlich. Seine Mutter war eine schwache, aber böse Person. Sie hat sowohl das Leben seiner Schwester als auch sein Leben negativ beeinflusst. Das ging soweit, das die Kinder Berufe lernen mussten, die sie nicht wollten. Und diese Person, die sich nach außen immer als liebe nette ältere Dame präsentiert hat, war am Ende vom Wohl und Wehe meines Mannes abhängig. Was sie nicht daran gehindert hat, ihre Spielchen weiterhin zu treiben.


    Mein Mann trägt noch heute schwer daran und hat lange mit prof. Hilfe dafür gebraucht, das alles zu verarbeiten. Es ging soweit, dass sie ihm in einer stationären Phase geraten haben, die komplette Kindheit nicht wieder ans Licht zu holen. Das hätte ihn vermutlich total überfordert.


    Deshalb - achtet auf Euch! Selbstschutz ist so wichtig. Ja, es sind die Eltern. Aber nein - man muss dafür sein eigenes Leben weder aufgeben noch opfern.

    Oh je, das klingt wirklich hart.


    Auch wenn die beiden Töchter so dagegen arbeiten, rette Dich selber! Ich würde ungeachtet der Drohungen das volle Programm aufbieten. Den Hausarzt ins Boot holen, mit der Pflegekasse / Krankenkasse sprechen und auch beim Betreuungsgericht vorsprechen. Sollen die Töchter doch eine Scheidung anstreben, der Rentenausgleich bleibt Dir. Ist es die Witwenrente wert, dass auszuhalten? Zumal Demente noch sehr lange leben können, bei der richtigen Versorgung.


    Da er bereits mit der Schere auf Dich losgegangen ist, nicht zögern.

    Liebe Moskito,

    es ist schwer. Und ja - sie lassen dem Sterbeprozess laufen. Man kann es nicht aufhalten. Aber sie wird ja scheinbar palliativ begleitet und hat keine Schmerzen. Bei meiner Schwiegermutter dauerte dieser Prozess fast 3 Wochen. Ich denke das Heim hat genug Erfahrung, um das Sterben zu begleiten - verhindern kann man es nicht.


    Viel Kraft und eine Umarmung für Dich.

    Nun ja, ich sehe da aber einen Unterschied. Wenn jemand einen Duft für sich findet, der ihm in solchen Situationen hilft, ist das doch meilenweit von der Dauerbeduftung weg. Ich halte z.B. nichts von Weichspüler und Wäscheparfüm - mir käme es nie in den Sinn, dafür Geld auszugeben. Auch benutzen wir nur sehr sparsam Deo und Parfüm besitze ich überhaupt nur ein einziges und das wird sehr dosiert eingesetzt. Ich bin auch kein Fan von diesen Raumdeos, die regelmäßigen Abständen in die Luft gesprüht werden. Und von diesen unsäglichen Duftbäumen für das Auto mal nicht zu reden.


    Aber hier ging es um etwas, was einem den Gang ins Heim erleichtert und aufmuntert. Und das finde ich toll und einen guten Tipp für alle, die in der selben Situation stecken.

    Ich kann mich dem nur anschließen. Mach ihr klar, dass Du glücklich bist und dir jede Einmischung verbietest.


    Du hast soviel getan, Du hast alles Recht der Welt glücklich zu sein. Wie hat deine Freundin die Situation denn aufgenommen? Kennt sie die Geschichte, die dahinter steckt?


    Wichtig ist, dass du ihr klar machst, dass du zu ihr stehst.

    Vielen Dank Ihr Lieben.


    Grade kam ein „Weihnachtsgeschenk“ vom Pflegeheim, Preiserhöhung zum 01.08.2023. wir werden knapp 600 Euro nachzahlen müssen. Mal schauen, wo ich das „wegschnitze“. Wir erwarten zwar eine Steuererstattung für 2023, aber das Finanzamt brütet die Erklärung noch aus. Und da sie über den Bund auch Zuschüsse bekam, alles wieder einreichen. Ich habe langsam keine Lust mehr. Meinem Mann erzähle ich das erst nach Weihnachten. Sonst ist die Stimmung im Eimer.

    Ich wünsche Euch allen ein schönes Weihnachtsfest und ein paar ruhige Tage, in denen ihr alle wieder Kraft schöpfen könnt.


    Meinem Mann geht es grade nicht so gut damit - das erste Weihnachten ohne seine Mutter und er knabbert noch an den unerledigten Themen. In den letzten Tagen ist sehr oft das Gespräch über die Weihnachten seiner Kindheit - den Streit, den es immer gab und die kalte Atmosphäre.


    Wir werden das Weihnachten ruhig begehen, wenn es mal irgendwann aufhört zu regnen, den Baum besuchen, unter dem seine Eltern jetzt zusammen liegen. Und einfach Zeit haben für uns und die Familie.


    Ich danke Euch allen, für die vielen guten und tröstenden Beiträge, aus denen ich bisher so viel ziehen und zehren konnte.


    Allen ein gesegnetes Fest.

    Lieber Buchenberg, so wie Sie ihre Schwiegermutter hier oft beschrieben haben, würde ich mir sehr gut überlegen, ob sie dabei sein muss. Vielleicht wäre es sinnvoller, später mit ihr alleine zu der Beisetzungsstelle zu gehen und ihr nochmal alles zu erklären. Ich vermute, die vielen Menschen, die sie vermutlich nicht mehr zuordnen kann und die ganze Trauerfeier an sich, würde sie durcheinander bringen. Ein Abschiednehmen, wie wir es machen, wird ihr vielleicht aufgrund der Demenz nicht möglich sein. Ich möchte damit ausdrücken - nur für die "Leute" muss sie ja nicht dabei sein, wenn es ihr nur schadet. Ich würde da das intensive Gespräch mit den Pflegern suchen.

    Ich finde die Aussage zu dem Pflegeheim bedenklich. Was spricht dagegen, wenn der Vater im Pflegeheim wohnt und versorgt wird und die Mutter Qualitätszeit mit ihm dort verbringt? Ich schließe mich da Buchenberg an - man kann und darf keine Lösung ausschließen. Vielleicht wäre es ja auch möglich, dass der Vater mal zur Kurzzeitpflege oder Verhinderungspflege für eine befristete Zeit in ein Heim "hineinschnuppert"? Dann hätte ihre Mutter auch mal Zeit für sich und könnte neue Kraft schöpfen. Denn mal ehrlich - 1x die Woche ein paar Stunden - das ist nicht viel. Und Ihre Mutter wird auch nicht mehr die Jüngste sein vermute ich.


    Haben Sie sich mal verschiedene Heime angeschaut? Die sind zum größten Teil sehr schön und es wird wirklich viel für die Bewohner getan.

    Das Kompliment kann ich auch geben. Hier im Forum habe(n) ich / wir mehr Rückhalt erfahren, als in der Verwandtschaft. Das einzige was die interessiert hat, war das Höhe des Erbe und wann sie was abholen kann.


    Hier wird man einfach mehr verstanden.

    Dein Stiefvater kann sich mal an die Seniorenheime seiner Umgebung wenden. Die haben oft Wohnungen, wo man Service zubuchen kann. Hier gibt es diese Wohnungen auch bei den Wohnungsgenossenschaften. Da zahlt man dann die normale Miete plus einen Aufschlag für die Dienste, die man bucht. Es gibt hier auch die Möglichkeit, dass eine Person in die Pflegeeinrichtung geht und der andere sich in der selben Einrichtung so eine Wohnung mietet. Da sind die Listen aber lang. Und solange nicht mind. Pflegegrad 2 besteht, muss alles selber gezahlt werden. Das ist dann sehr teuer. Ich kann Deinen Stiefvater gut verstehen, aber aus finanziellen Überlegungen heraus lässt sich das Haus doch dann eh nicht halten? Auch wenn sie getrennte Konten haben, so werden sie doch zusammen veranlagt. Wegen Deiner Mutter würde ich mich mal an einen Pflegestützpunkt wenden oder an die Pflegekasse. Die können da weiterhelfen.

    Ich habe mich an die Versandhäuser gewendet, bei denen meine Schwiegermutter immer lauter unnötigen Kram bestellt. Leider gibt es wohl keine Möglichkeit, das Kundenkonto quasi zu sperren, wenn immer rechtzeitig bezahlt wurde. Als es Überhand nahm, habe ich Rechnungen bewusst so lange liegen lassen, bis auf dem Kundenkonto quasi eine Sperre lag bzw. nur noch gegen Vorkasse oder Kreditkarte geliefert wurde. Damit konnten wir die Flut dann eindämmen. Gegenüber den Versandhäusern nicht ganz fair, aber anders ging es nicht. Dafür habe ich jetzt gefühlte 500 Staubtücher und 200 Küchenhandtücher.

    Wir haben damals, nicht wissend das es so ist, ein Haus gekauft, dessen Eigentümer unter amtlicher Betreuung stand. Nie wieder. Es muss alles über die Ämter, Gerichte, etc. laufen. Wir sind dann in eine unfertige Baustelle gezogen, da sich alles ewig hingezogen hat. Das Gericht musste nämlich erst nochmal feststellen, dass die Immobilie nicht unter Wert abgegeben wurde. Bis die amtliche Zustellung dieses Bescheids kam, war unser Mietvertrag fast abgelaufen. Deshalb - da immer sehr gut rückversichern.