Beiträge von Stern0709

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    Es ist für uns Angehörige ein schwieriger Lernprozess, das zu bewältigen.Aber es ist die einzige Möglichkeit, damit zurecht zu kommen. Ich lerne auch immer noch!

    Das trifft es perfekt auf den Punkt, liebe schwarzerkater.

    Ich hab damit auch immer wieder aufs Neue zu kämpfen. Mal kann ich es einfach wegstecken und ein anderes Mal knabbere ich daran tagelang. Der Lernprozess dauert wahrscheinlich bis zum letzten Moment.

    Liebe Finja,

    ich verstehe dich total, aber wie Rose60 grade schon sagte, wir können es leider nicht aufhalten.

    Das hat aber auch noch nicht zu bedeuten, dass es heute sein letzter Geburtstag war.

    Vielleicht hatte er heute auch einen schlechten Tag.

    Bei meiner Mutter ging es seit letztem Jahr im Sommer auch rapide bergab. Bis dahin kannte sie noch alle aus der Familie, gratulierte auch jedem zum Geburtstag, telefonierte mit allen möglichen Leuten.

    Jetzt ist das alles komplett vorbei. Sie erkennt nur noch mich. Den Namen meines Mannes weiß sie nicht mehr, ihre Enkel und Urenkel hat sie vergessen. Ihr Telefon kann sie nicht mehr bedienen, lediglich wenn ich anrufe sieht sie meinen Namen und drückt auf die grüne Hörertaste. Allerdings versucht sie auch mit der Fernbedienung des TV zu telefonieren und stellt dann fest, dass sie kaputt ist..

    Sie kann mit einem Kalender fast nichts mehr anfangen, auch meinen Geburtstag hat sie vergessen. Es ist wirklich traurig.

    Momentan bin ich öfter sprachlos, weil sie mich so oft nach Verwandten, die schon sehr lange tot sind, befragt. Vorgestern fragte sie nach meinem Vater, 2014 verstorben, und ob ich ihn kenne.

    Ich hab da nicht immer eine gute Antwort parat…

    Leider weiß ich auch, schlimmer gehts immer.

    Wir alle hier müssen zusammen stark bleiben und durchhalten. Sei nicht mehr so traurig,

    hier sind viele liebe Menschen, die dir zuhören.

    Alles Liebe für dich ❤️

    Liebe groundhog day,

    du hattest ja schon geschrieben, dass deine Mutter die Tagespflege ablehnt, aber ich möchte trotzdem nochmal darauf zurückkommen.

    Es gibt meistens die Möglichkeit, einen Probetag durchzuführen, vielleicht sogar erstmal stundenweise. Da könntest du dich auch erkundigen, an welchen Tagen welches Programm auf dem Plan steht und das am besten passendste für deine Mutter aussuchen. Ich komme auch nochmal auf meine Mutter zurück, da sie auch immer so strikt dagegen protestiert hat.

    Wir haben es ihr am Anfang als Seniorenausflug verkauft. So ist sie wenigstens erstmal mitgefahren. Allerdings war es bei uns stundenweise nicht möglich und ein ganzer Tag war eine große Herausforderung für sie.

    Wir sind trotzdem dabei geblieben, es einmal wöchentlich zu probieren. Der Leiter der Tagespflege sagte mir auch dazu, dass die Eingewöhnung meist ein paar Wochen dauert.

    Meine Mutter kam dann also vom Ausflug zurück und erzählte mir vom Kaffeeklatsch und dass die Männer Bier und die Frauen Wein getrunken hätten 😂 …

    Schon am nächsten Tag hatte sie alles vergessen und wir somit eine neue Möglichkeit für den Seniorenausflug… Mittlerweile geht sie ganz gerne dorthin und schwärmt davon, was das für ein wunderschönes Hotel ist, wo sie immer hinfährt.

    Wenn ich das so lese, muss ich auch ein bisschen schmunzeln.. es ist nicht die feine Art, hat aber zum Ziel geführt und das ist das Wichtigste.

    Vielleicht kannst du dir auch so eine (ähnliche) Strategie überlegen.


    Weiter gibt es noch Möglichkeiten der stundenweisen Seniorenbetreuung.

    Vielleicht wäre das noch eine Möglichkeit, für dich eine Entlastung zu schaffen. Ich hab dir mal einen Link dazu

    rausgesucht, hatte mich da letztens auch belesen.



    Ich hoffe, du findest eine gute Lösung.

    Definitiv nimmt der Pflegebedarf immer weiter zu und du hast es selbst schon gesagt, deine Mutter erkennt es garnicht. Lass es bitte nicht soweit kommen, dass du selbst krank davon wirst. Damit ist weder dir noch deiner Mutter geholfen. Das ist auch ein gutes Argument, deiner Mutter zu erklären, dass ihr weitere Hilfe in Anspruch nehmen müsst, damit DU weiterhin ihre Pflege gewährleisten kannst.


    Liebe Grüße und noch einen schönen Abend

    Stern

    Liebe van_gogh,

    ich kann mich nur anschließen, es hört sich gut an.

    Du hast so ziemlich all unsere guten Ratschläge versucht umzusetzen. Mach weiter so! Nicht alles funktioniert beim ersten Mal und auch nicht jedes Mal.

    Genau das Gleiche erlebe ich jetzt noch mit meiner Mutter. Wenn ich mit ihr spreche ist alles schlecht, sie ist traurig, kennt dort niemanden… Kurz danach bringe ich sie zum Essen, da wird sich erstmal umarmt und gelacht!? Das muss man immer im Hinterkopf behalten und sich manchmal auch selbst dran erinnern.

    Eine Nachfrage beim Pflegepersonal bringt da

    meistens mehr Klarheit.


    Das hast du wirklich gut gemacht 👏

    Also, dranbleiben….


    Liebe Grüße

    Liebe Lillemor,

    ich wünsche dir auch viel Kraft in dieser schwierigen Zeit und recht baldige gute Besserung! Du wirst noch gebraucht 💐

    Alles Liebe und Gute für euch beide ❤️

    Liebe Rose60,

    das war gestern für dich bestimmt ein schwerer Moment, als du deiner Mutter den Tod ihres Sohnes und deines Bruders nahegelegt hast. Aber sicher bist du dadurch um eine große Last erleichtert. Ich kann mir vorstellen, dass es sehr erdrückend ist, so eine schwere Wahrheit über eine so lange Zeit unausgesprochen mit sich herum zu tragen.

    Wie schön, dass das Gespräch so ein doch relativ positives Ende genommen hat.

    Nun kannst du in Zukunft etwas befreiter die restliche Zeit mit deiner Mutter verbringen.

    Alles Liebe für euch beide ❤️

    Ach liebe Alfi, es tut mir wirklich leid für dich, dass du von deiner Mutter auch noch auf ihrem letzten Weg bis zum Ende so behandelt wirst. Ich verstehe dich nur zu gut, auch wenn ich keine narzisstische Mutter habe. Das traurige, unglückliche Kind kenne ich auch.

    Jedes Mal, wenn meine Mutter wieder ihre aggressiven Ausbrüche hat, meldet es sich in mir. Schon so oft hab ich mich gefragt, wo sie ihre Mutterliebe versteckt hat.

    Ich hoffe trotzdem für dich, dass es für euch noch ein paar friedliche gemeinsame Momente gibt, die euch nur Zufriedenheit empfinden lassen.

    Verwöhne das unglückliche Kind, vielleicht mit Schokolade…

    Ich wünsche dir alles Liebe und Gute in dieser schwierigen Zeit ❤️❤️

    van_gogh

    Vielleicht ist es auch eine Option, dass sie die Nachbarin bei Dingen unterstützt, bei denen diese Hilfe benötigt. Zu den Mahlzeiten abholen oder einfach nur zusammen sitzen und sich näher kennenlernen. Da wird es nicht an Gesprächsstoff fehlen. Sie könnten sich gemeinsam Fotos anschauen.

    Probier es einfach mal aus, die Telefonate ein bisschen einzuschränken. So dass es auch für dich vertretbar ist. Es verschafft dir auch ein bisschen mehr freie Zeit für andere Dinge. Frage deine Mutter mal unauffällig, wann ihr das letzte Mal telefoniert habt. Bei meiner Mutter war es immer so, dass sie nicht mehr wusste, ob es heute, gestern oder vorgestern war.

    Ich finde, was du vom Heim beschreibst, hört sich alles super an. Da müsste sich doch eine Möglichkeit für sie ergeben, sich einzubringen und eine Beschäftigung zu finden, die ihr Spaß macht. Auch dass sie sich gut mit ihrer Zimmernachbarin versteht finde ich sehr positiv. Das ist sicher noch ausbaufähig.

    Ich würde dir empfehlen, dass du versuchst, sie auf ein anderes Thema umzulenken, wenn du bei ihr bist. Nicht die ganze Zeit über „ich will nach Hause reden“. Vielleicht könnt ihr zusammen das Zimmer noch verschönern mit persönlichen Dingen oder gemeinsam etwas unternehmen, die Gegend erkunden…


    Machen wir uns nichts vor, es ist ja auch nicht so einfach, sich im Alter von 77 Jahren an eine neue Umgebung zu gewöhnen. Also bitte habt Geduld.

    Meine Mutter lebt jetzt seit fast 8 Monaten in einer wunderschönen Wohnung im betreuten Wohnen. Sie denkt immer noch, sie ist im Urlaub und fragt mich jedesmal, wann ich sie abhole. Das kostet mir auch immer wieder Kraft und Nerven, denn nicht jedes Mal gelingt es mir gut, das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken. Aber das Thema bleibt, denn alle Erklärungen sind schnell wieder vergessen… leider.


    Liebe Grüße

    Liebe Sabine,

    ich hatte die Gedanken zu deiner Mutter noch halbwegs im Kopf, aber hab mich nicht getraut, danach zu fragen. Sie ist aber auch wirklich ein Spezialfall! Was muss sie dazu bringen, so verbittert und hartnäckig zu sein, wenn es um deinen Vater geht!? Sicher gibt es Gründe aus ihrer Sicht. Trotzdem schwer verständlich. Kümmert sie sich wenigstens um sich selbst und lässt sich helfen, Arzt oder wie auch immer?

    Wahrscheinlich ist es nur eine Frage der Zeit bis sie selbst für sich mehr Hilfe benötigt.

    Die Situation muss für deinen Vater vollkommen unverständlich sein, das kann ich absolut nachvollziehen. Wie schwierig!

    Leider hab ich dafür auch keinen schlauen Rat.

    Auf Grund dessen denke ich aber, dass eine Pflege deines Vaters dort im eigenen Haus und in Ihrer Nähe nur weitere Konflikte mit sich bringen würde. Das hilft ihm letztendlich garnicht, im Gegenteil es würde seinen Zustand womöglich verschlechtern.


    Auf jeden Fall möchte ich dir mal meinen Respekt mitteilen, wie aufopferungsvoll du das alles für deinen Vater machst, alle Achtung!!


    Ich hab jetzt 4 Stunden Büroarbeit für meine Mutter hinter mir. Papierkrieg mit Pflegedienst, Krankenkasse und was sonst noch so nebenbei kommt. Das alles sind auch Dinge, die Außenstehende niemals verstehen (wollen).


    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

    Liebe van_gogh,

    zunächst möchte ich dir virtuell die Hand geben, denn alles, was du hier beschreibst, habe ich 1:1 mit meiner Mutter hinter mir und ja, ich bin immer noch dabei, das Beste draus zu machen.

    Ich kann dir nur sagen, die Phase der Eingewöhnung dauert wesentlich länger als 2 Wochen. Du kannst dich sehr glücklich schätzen, diese Entscheidung mit deiner Mutter gemeinsam getroffen zu haben. Das erleichtert vieles. Mach es nicht kaputt, indem du sie kurzfristig wieder nach Hause bringst.

    Hast du schon mal beim Heim hinterfragt, ob es wirklich so ist, dass sie nur auf ihrem Zimmer sitzt? Kann sie sich eventuell nicht mehr daran erinnern, dass sie an Betreuungsangeboten teilgenommen hat oder lehnt sie diese vielleicht ab? So war es nämlich bei uns.

    Ich selbst hab mich gerade mit Betreuungsangeboten beschäftigt. Es gibt örtliche Anbieter, die Besuchsdienste leisten, spazieren gehen mit ihr oder andere kleine Dinge gemeinsam mit ihr unternehmen. Vielleicht ist das für dich eine Option, um ihr auch die Langeweile etwas zu verkürzen. Du könntest das 1-2 mal wöchentlich probieren.

    Ich schicke dir gleich mal einen Link dazu.


    Pflegelotse | Online-Suchportal für Angebote im Bereich Pflege


    Auf gar keinen Fall bist du ein Monster! Diese Frage stelle dir bitte nicht. Du hast alles erdenklich Mögliche getan bis jetzt.

    Bitte hab Geduld mit deiner Mutter und auch mit dir selbst. Besuche sie und genießt eure gemeinsame Zeit.


    Alles Liebe <3 Stern

    Liebe Sabine,


    es ist schön zu lesen, dass du mit deinem Vater die gemeinsame Zeit genießen kannst und die Erfolge daraus bei ihm spürbar sind.

    Aber wir alle wissen auch, die Demenz wird fortschreiten und der Zustand sich verändern.

    Leider kann man die Zeit dafür nicht im geringsten einschätzen. Wenn ich mir ansehe, wie sich der Zustand meiner Mutter innerhalb der letzten 9 Monate verschlechtert hat, ist das für mich immernoch unfassbar. Das hätte ich mir vor einem Jahr nicht träumen lassen.


    Was die von Dir angedachte Reduzierung der Arbeitszeit betrifft hätte ich noch eine Idee.

    Hast du eventuell die Möglichkeit die Arbeitszeit erstmal befristet zu reduzieren?

    Bestens mit der Option auf Verlängerung der Teilzeit bzw. dann mit der Rückkehr in Vollzeit?

    Das würde dir auch ein Stück Sicherheit bieten.


    Der Pflegebedarf deines Vaters wird sich in jedem Fall erhöhen. Sicher kann viel durch einen Pflegedienst abgedeckt werden, doch wir wissen auch, dass Pflegepersonal knapp ist, das heißt die vereinbarten Leistungen werden schnell erbracht und genauso schnell ist das Pflegepersonal auch wieder weg.

    Es bleibt also noch viel Zeit, die dein Vater alleine überbrücken muss, während du arbeitest. Ist das händelbar?

    Vielleicht kannst du dich mal über einen Besuchsdienst erkundigen. Wenn das mehrmals pro Woche einzurichten wäre, könnte das eine Erleichterung bringen.

    Ich hab hier mal einen Link zur Suche von Betreuungsangeboten für dich rausgesucht.


    Pflegelotse | Online-Suchportal für Angebote im Bereich Pflege


    Naja, Fragen über Fragen… Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass du gute Antworten findest und drücke dir dafür die Daumen!


    Liebe Grüße Stern

    Liebe taybeere,

    …da hat dein Sohn ja nett reagiert 😁

    Mein Mann hat schon öfter bevor meine Mutter krank wurde gesagt, hoffentlich wirst du mal nicht, wie sie. Weil sie immer soviel geredet hat, ohne Punkt und Komma.


    Aus der Situation mit der Demenz meiner Mutter hab ich im Laufe der letzten 2 Jahre auf jeden Fall schon gelernt und eine Konsequenz gezogen. Ich werde so früh, wie möglich regeln, was gemacht werden soll, wenn ich selbst mal Hilfe benötige. Meinen Kindern und meinem Mann möchte ich diese Art von Drama auf keinen Fall zumuten. Ich denke oft darüber nach, aber habe noch keine gute Lösung gefunden.

    Lass uns hoffen, dass wir nicht auch an Demenz erkranken und genauso wie unsere Mütter werden, unsere Angehörigen traktieren und beleidigen….

    Also fangen wir schnell an, das zu üben 😆


    Gute Nacht

    Liebe taybeere,

    du könntest dich ja auch mal ein bisschen belesen, was die Flucht aus Ostpreußen betrifft 😂🙈!! Ich hoffe, du verstehst den Spaß! Manchmal ist es wirklich ein bisschen zum Schmunzeln, wenn man solche Sachen hier liest, aber ich weiß, dass es für dich in diesem Moment garnicht lustig ist. Geht mir ja öfter genauso.

    Meine Mutter fragte mich letzte Woche, ob ich wüsste, wo ihr Kind und ihr Mann sind (ich bin ihr einziges Kind und mein Vater ist vor 10 Jahren verstorben). Da hatte ich auch keine Antwort parat und lachen konnte ich auch nicht… Man muss sich einfach auf dieses viele Durcheinander einlassen. Ich versuche auch inzwischen nicht mehr zu viel zu erklären. Es ist mir schon oft genug passiert, dass meine Mutter dann sagt „na das weiß ich doch selbst“. Ich versuche alles so locker wie möglich zu nehmen und mir später auch keine weiteren Gedanken über das Gesagte zu machen. Vielleicht kannst du das auch versuchen.


    Ich kann mich gut daran erinnern, dass es bei meiner Mutter ein Erziehungsmittel war. "wenn Du nicht artig bist, kommst Du ins Heim" oder "Wenn Du nicht gehorchst, stecke ich Dich ins Heim, da werden sie Dir die Flausen schon austreiben"...


    Genau das Gleiche hörte ich früher auch von meiner Mutter. Du bist die Erste, liebe taybeere, von der ich so etwas auch erfahre. Danke dafür 🌺

    Dieser Satz ist bei mir wie eingemeisselt und ich war schon sehr oft traurig und enttäuscht darüber. War ich denn so ein schlimmes Kind für sie? Immer wieder hab ich mich gefragt, wie man als Mutter sowas zu seinem Kind sagen kann. Das würde ich niemals tun.


    Ich wünsche dir morgen noch viel Erfolg beim gemeinsamen Arztbesuch und dann auch ein schönes Wochenende.


    Liebe Grüße Stern

    Liebe Zebulon,

    ich möchte kurz etwas zu den Putzkräften des Pflegedienstes sagen.

    Die Putzarbeiten erledigen die Pflegehilfskräfte. Wir hatten das bis zum Zeitpunkt, an dem meine Mutter ins betreute Wohnen ging, auch so geregelt. Leider war es bei uns so, dass dafür beim Pflegedienst zu wenig Personal zur Verfügung stand. Wir konnten uns entscheiden zwischen einmal pro Woche 1 Stunde oder 2 Stunden alle zwei Wochen. Wir wählten dann die erste Variante, eigentlich hauptsächlich aus dem Grund, dass dann einmal öfter ein Blick auf meine Mutter möglich war. So wurde dann einmal wöchentlich geputzt oder ein kleiner Einkauf zusammen mit meiner Mutter gemacht.

    Das war letztendlich aber nicht ausreichend. Die Wohnung war davon nicht wirklich sauber, denn das war nicht in einer Stunde zu schaffen. Aber meine Mutter hatte einen Gesprächspartner, das war letztendlich auch wichtig.

    Der Pflegedienst hat uns das damals auch nicht von sich aus angeboten. Erst nach mehreren Nachfragen bekam ich eine konkrete Antwort.

    Vielleicht hast du mit eurem Pflegedienst Glück und sie haben etwas mehr Personal bzw. dadurch mehr Zeit zur Verfügung. Dann ist es eine gute Sache.

    Liebe Grüße Stern

    Liebe Alfi,

    mit diesen vielen Problemen rund um das Thema Narzissmus hab ich (zum Glück) überhaupt keine Erfahrung. Eigentlich bin ich hier im Forum überhaupt zum ersten Mal darauf aufmerksam geworden und hab mich dann erstmal ein bisschen schlau gemacht.

    Da hast du wirklich noch eine Menge extra Last zu tragen.

    Die vielen Beschuldigungen meiner Mutter sind auch so schon genug für mich. Wenn ich mal so zurück denke:

    1. Pflegeantrag vor 3 Jahren abgelehnt, meine Schuld, nicht gut genug begründet!

    2. Pflegeantrag vor 2 Jahren: PG 3, jetzt bin ich deinetwegen krank!

    Unter anderem ihre völlig schwachsinnigen und an den Haaren herbei gezogenen Begründungen gegenüber Nachbarn und Bekannten, vor denen ich mich dann auch noch rechtfertigen musste, haben mir jede Menge Nerven gekostet.


    Ich wünsche dir auf jeden Fall heute einen ruhigen Besuch bei deiner Mutter ❤️🌺

    Danke Herr Hamborg für ihre Erklärung und vor allem den sehr interessanten Hinweis auf die Möglichkeit der „Erprobung“ in einer Kurzzeitpflege.

    Daran hab ich bisher überhaupt noch nicht gedacht und ich werde das auf jeden Fall mit dem Pflegedienst bzw. Arzt besprechen.

    Ich denke sogar ein Doppelzimmer würde meiner Mutter gut tun, vor allem, weil sie sich auch ständig über Einsamkeit beklagt. Jedoch befürchte ich, es wird zum jetzigen Zeitpunkt absolut schwierig, ihr das nahe zu legen. Dagegen hat sie sich schon seit eh und je gesträubt. Den Zusammenhang erkennt sie vermutlich nicht.

    Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht, im Moment aber vor allem dankbar über jeden Tag, an dem es keine Vorfälle gibt.

    Vielen Dank und viele Grüße

    Stern

    Lieber Sohn & Schwiegertochter & Nicole,

    ich stimme euch beiden, Sohn und Schwiegertochter, voll und ganz zu. So lieb wir unsere dementen Angehörigen haben, irgendwann drängen viele verschiedene Umstände in jeder einzelnen Situation uns dazu, auf den Plan B zurückzugreifen.

    Letztendlich hängt eigentlich alles von der Gesundheit der Pflegeperson ab. Wir haben hier schon viele Beiträge von pflegenden Angehörigen gelesen, die in die Richtung „ich kann nicht mehr“ gehen. An diesem Punkt kommt dann Plan B ins Spiel. Oft viel zu spät.

    Aber ich verstehe auch dich liebe Nicole. Du hast hier schon sehr viel und gut beschrieben, mit welcher Hingabe du deine Mutter pflegst und dich um alles kümmerst.

    Wenn an dieser Stelle dann die Empfehlung Heim kommt, ist das erstmal schockierend, das empfinde ich genauso. Aber diese guten Ratschläge kommen hier von lieben Menschen, die dir und auch mir gegenüber schon jahrelange Erfahrungen voraus haben. Das ist mein Empfinden. Letztendlich muss jeder Pflegende für sich die Entscheidung treffen, an welcher Stelle der Plan B zum Einsatz kommt.

    Ich verstehe auch sogar unsere dementen Angehörigen. Jeder möchte am liebsten so lange, wie es irgendwie geht zu Hause bleiben. Leider haben sie aber den Blick auf die Realität verloren und können die Probleme nicht mehr einordnen. Das erfordert von den Pflegenden irgendwann mehr Kraft, als vorhanden ist.

    Ich habe allergrößte Achtung vor dir, liebe Nicole und ich wünsche dir, dass es für dich in deinem Sinne positiv weitergeht. Deine Mama ist dir ganz bestimmt sehr dankbar dafür, auch wenn sie es nicht mehr zum Ausdruck bringen kann.

    ABER: Bitte verliere dich selbst nicht aus den Augen! ❤️

    Ich habe mir fest vorgenommen, all diese schwierigen Dinge für später früh genug zu planen und zu regeln, um meinen Kindern diese unendliche Last nicht aufzubürden. Das will ich auf gar keinen Fall.


    Alles Liebe für Euch!

    Liebe Alfi,

    meine Mutter lebt ja bereits im betreuten Wohnen und ich wohne in 470 km Entfernung.

    Deshalb macht sie mir auch regelmäßig Vorwürfe, aber mittlerweile sehe ich das für mich positiv. Außer die langen Fahrten, wenn wir zu ihr fahren.

    Scheinbar haben wir mit „diesem“ betreuten Wohnen eine ziemlich gut Wahl getroffen, denn es wird sich dort um Vieles gekümmert.

    Die Bewohner sitzen nicht den ganzen Tag in ihrer Wohnung, vormittags werden kleine gemeinsame Dinge gemacht, Bingo, Basteln, Sport. Einmal pro Woche gemeinsam einkaufen, alles nach Bedarf. Geburtstage werden gemeinsam gefeiert und die Arzttermine erledigt. Es wurde uns zugesagt, dass die Unterbringung und Pflege dort auch bis zum Lebensende möglich sind.

    Also eigentlich kein Grund zur Klage, jedenfalls unsererseits nicht. Leider versteht meine Mutter das alles nicht.

    Ich habe allerdings auch schon viele andere Dinge und Meinungen über betreutes Wohnen gehört, also dass es vielerorts ganz anders abläuft.

    Momentan kann ich nur hoffen, dass es in naher Zukunft mal wieder entspannter wird und das alles nur eine Phase ist.

    Auf jeden Fall halte ich mich an Eure wertvollen und lieben Ratschläge und das tut mir sehr gut. Heute war ein Tag ohne Kontakt und es geht mir schon ein kleines bisschen besser. Die letzten Tage waren einfach zu viel des Bösen.

    Trotzdem nochmals Danke liebe Alfi 🤗🌺

    Alleine schon die Anrufe machen mich psychisch fertig.

    Liebe Alex,

    ich verstehe dich sehr sehr gut. Ich hatte mit meiner Mutter exakt die gleichen Probleme letztes Jahr, als es noch um mehr Hilfe zu Hause bzw. später um den Umzug ging.

    Letztendlich haben wir ihr keine große Wahl mehr geboten, sie konnte unmöglich alleine in ihrer Wohnung weiter leben.

    Irgendwannn kam eine Einsicht, nachdem mein Mann Klartext mit ihr geredet hat. Sie stimmte dem Umzug ins betreute Wohnen zu.

    Ich dachte, damit müsste endlich Ruhe einkehren, aber leider habe ich mich da schwer getäuscht. Auch nach dem Umzug regelmäßiges Schimpfen, Drohungen und Beleidigungen.

    Genau deshalb musst du für dich versuchen, den Telefonterror zu unterbinden. Er macht uns krank und damit ist niemandem geholfen, auch deiner Mutter nicht.

    Ich hab selbst gerade auch wieder eine sehr schwierige Phase mit meiner Mutter. Ihr aggressives Verhalten wird immer schlimmer.

    Es tut mir gut, dass ich heute mal nichts von ihr gehört habe. Aber es ist auch bei mir so, dass ich mich bei jedem Telefonklingeln erschrecke. Das muss sich unbedingt wieder ändern. Im Laufe der Zeit wird es einfacher, nicht jedes Mal ans Telefon zu gehen, diese Erfahrung hab ich gemacht.

    Bitte versuche auch DU das unbedingt!

    Alles Liebe