Beiträge von Stern0709

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    Hallo ihr Lieben,

    euer Zuspruch und eure wirklich lieben Worte sind momentan das Einzige, was mir Mut macht. Eben das Verstandenwerden tut mir gut. Danke dafür!!!

    Meine Mutter kommt mit ihrem Telefon selbst nicht mehr wirklich klar. Selten gelingt das noch. Letzte Woche an einem Abend kurz vor Mitternacht klappte es 11mal hintereinander. Ich frage mich allerdings, wen sie um diese Uhrzeit vielleicht noch anruft… Da bin ich aber auch nicht rangegangen.

    Problem ist nur, wenn der Anruf vom Diensttelefon oder einer anderen Handynummer kommt. So war es die letzten Tage. Die Dame gestern hat sich gleich erstmal bei mir dafür entschuldigt, bevor meine Mutter zu Wort kam. Ich kann nicht deren Nummern blockieren.

    Das Pflegepersonal tut mir auch wirklich leid, denn ich konnte bisher noch nichts Negatives sagen. Alle sind echt lieb und haben eine Engelsgeduld. Nur zur Ruhe kriegen sie meine Mutter eben nicht. Außer mit spazieren gehen,

    aber das ist nicht jederzeit immer gleich machbar, was ich auch wieder verstehe.

    Der Pflegedienstleiterin hab ich heute schon gesagt, dass ich solche Anrufe demnächst zügig beenden werde.

    Heute war bis jetzt ein ruhiger Tag, kein Anruf, ich hoffe, es bleibt dabei.

    Seid alle lieb gegrüßt!

    Eure Stern

    Heute ein weiterer, nicht zu bremsender Anruf meiner Mutter. Neuerdings erzwingt sie vom Pflegepersonal den Anruf über den Telefonanschluss der Einrichtung. Ich dachte also, jemand vom Pflegedienst ruft mich an.

    Meine Mutter schrie ins Telefon, immer und immer wieder, sie will nach Hause, wird nicht rausgelassen und ich habe sofort dort zu erscheinen und sie nach Hause zu bringen. Dazu heftige Beschimpfungen und Beschuldigungen.

    Ich versuchte sie immer wieder zu beruhigen, aber sie ließ mich nicht einen einzigen Satz zu Ende sprechen.

    Das Gespräch dauerte 19 Minuten, davon 16 Minuten in der oben beschriebenen Art und Weise. Plötzlich kurz vor dem Ende wurde sie ruhiger, nachdem ich es doch noch geschafft hatte, auf das Wetter abzulenken.

    Die diensthabende Dame vom Pflegedienst konnte sie auch nicht bremsen und es war auch nicht die Möglichkeit, mit meiner Mutter ein Stück nach draußen zu gehen, da sich das Ganze ein paar Minuten vor der Essenszeit abspielte.

    Morgen früh erneute Rücksprache mit der Pflegedienstleiterin.

    Ich hoffe, es wird schnellstens eine Lösung gefunden, es kann so nicht weitergehen mit meiner Mutter und auch ich verkrafte es nicht.

    Meiner Meinung nach müsste sie sofort wieder in die Klinik. Die Entlassung nach drei Tagen in der vergangenen Woche verstehe ich bis heute nicht.

    Können das auch Nebenwirkungen der höheren Dosis Memantin sein? Vielleicht können die Experten das einschätzen?

    Bin weiterhin ratlos.

    Liebe Grüße

    Stern

    Ja liebe Rose60, da hast du vollkommen Recht.

    Ich hatte schon angefangen, mir Vorwürfe zu machen wegen des betreuten Wohnens.

    Darum vielen lieben Dank für deinen Zuspruch. Es gibt sicher auch andere Erfahrungen mit betreutem Wohnen, aber jedesmal, wenn ich jemandem beschreibe, wie es dort bei meiner Mutter läuft, erhalte ich die gleiche Einschätzung, wie du sie auch eben gemacht hast. Ich glaube, sehr viel anders läuft es auch in einem Pflegeheim nicht.

    Liebe Grüße und eine gute, erholsame Nacht!

    Liebe Rose60,

    viele gute Meinungen über dieses betreute Wohnen haben uns letztes Jahr unter anderem zum Entschluss gebracht, meine Mutter dort unterzubringen.

    Der Pflegedienst ist im Haus stationiert und 24/7 sind mehrere Pflegekräfte vor Ort. Meine Mutter wird zu jeder gemeinsamen Mahlzeit von ihrer Wohnung abgeholt und auch wieder zurückgebracht, da sie sich selbst nicht zurecht findet. Vormittags werden gemeinsam kleine Dinge zusammen gemacht, Bingo, Basteln, Einkaufen oder spazieren gehen und die Arzttermine werden mit ihr erledigt. Das Personal bemüht sich wirklich, das kann ich nicht anders sagen. Das Problem der Nähe zu ihrem früheren Haus in 200 Metern Entfernung war uns allerdings nicht bewusst . Auch von der Einrichtung kamen diesbezüglich keine Einwände.

    Gerade hatte ich noch ein langes Telefonat mit dem Pflegedienst. Auch sie sind sprachlos über den Verlauf der letzten Tage und dem heutigen Verhalten meiner Mutter.

    Sie wird ja nicht nur zu mir, sondern auch dem Pflegepersonal gegenüber richtig böse und wütend.

    Nächste Woche wird jedenfalls erstmal streng beobachtet und dann müssen wir weitersehen. Die weiteren Erhöhung der Memantindosis sehen sie als skeptisch. Wenn meine Mutter dadurch den halben Tag schläft und dann dafür in der Nacht aktiv wird, ist auch niemandem geholfen.

    Der Höherstufungsantrag wurde auch abgelehnt, also es wird mir mit Sicherheit nicht langweilig.

    Hallo ihr Lieben,

    der besagte 09.04. ist ja nun vorbei und wir haben einige Tage voller ungeahnter Überraschungen hinter uns.

    Meine Mutter wurde wie geplant am 9.4. stationär aufgenommen, allerdings nicht in die offene sondern geschlossene Psychiatrie der PIA aufgrund ihrer Hinlauftendenz.

    Ich sollte zeitnah durch einen Arzt telefonisch informiert werden, wie der Sachstand ist und was genau getan wird. Grund der Einweisung war ihr aggressives Verhalten und die Hinlauftendenz, die Medikation sollte verändert werden. Leider blieb der versprochene Anruf aus und ich erkundigte mich am Abend des nächsten Tages, ob meine Mutter wenigstens die Einweisung erstmal einigermaßen verkraftet hat. Eine Azubine am Telefon konnte und durfte mir keine Auskunft geben und bat mich, am nächsten Vormittag anzurufen, dann wäre ein Arzt zu sprechen.

    Also Donnerstag Vormittag wieder angerufen.

    Ich sprach mit einer Ärztin, die mir dann völlig überraschend sagte, es ist alles gut, so schlimm ist es nicht mit ihrer Mutter, morgen früh wird sie nach Hause entlassen!

    Darüber war ich erstmal sprachlos.

    Gestern früh bestellte man ein Taxi und meine Mutter wurde nach Hause gebracht in ihre Wohnung. Erstmal hatte sie dem Taxifahrer die falsche Adresse gesagt, also da hat sich scheinbar niemand verantwortlich gefühlt, dafür zu sorgen, dass sie auch zu Hause ankommt. Das Pflegepersonal aus dem betreuten Wohnen sah zufälligerweise das herum irrende Taxi und löste die Situation.

    Gestern Abend telefonierte ich mit meiner Mutter und sie war verwirrt, wie noch nie zuvor. Fragte mich, ob ich wüsste, wo ihr Mann und ihr Kind sind. Sie kommt aus dem Urlaub und zur Arbeit muss sie auch noch.

    Ich soll ihrer Tochter ausrichten, sie ist zurück.

    Aus dem Entlassungsbericht konnte ich erfahren, dass die Dosis an Memantin erhöht wurde und nächste Woche eine weitere Erhöhung geplant ist.

    Vor 2 Stunden ein Anruf meiner Mutter:

    die gleiche Agressivität, wie in den letzten Wochen, für alles, was ihr nicht passt, bin ich verantwortlich, die Wohnung ist nicht ihre und ich soll sie gefälligst zu ihrer Mutti bringen!

    Lange Rede kurzer Sinn: Das alles hat außer Aufregung nichts gebracht. Ich weiß nicht, was ich vom Vorgehen des KH halten soll und die Aggressivität meiner Mutter macht mich fertig.

    Bin ratlos !????

    Liebe Grüße

    Stern

    Liebe Zebulon,

    ich hab schon eine ganze Weile nachgedacht über dein Problem mit dem Duschen.

    Bei uns ist es mit meiner Mutter noch nicht ganz so dramatisch, sie diskutiert auch mit der Pflegekraft, aber meistens lässt sie sich überreden. Mir ist letztens aufgefallen, dass sie neuerdings wieder Freude am Radiohören hat.

    Vielleicht hört dein Vater auch gerne Musik und ihr probiert es mal mit einem Radio oder CD im Badezimmer, am besten mit seiner Lieblingsmusik?

    Versuchen kann man es auf jeden Fall mal.

    Ich wünsche dir viel Glück, dass es klappt und er irgendwie überredet werden kann ✊

    Liebe Grüße

    Stern

    Ich hab grade eure interessanten Beiträge zu diesem, für mich noch schwierigen Thema, gelesen.

    Bis Mitte Februar hatte ich mit meiner Mutter diese „Sorge“ noch nicht.

    Eines Abends telefonierte ich mit ihr und sie fragte mich plötzlich, ob ich wüsste, wo mein Vater ist. Er ist seit knapp 10 Jahren tot.

    Ich wusste zwar, dass solche Fragen von Demenzkranken gestellt werden, aber in diesem Moment war ich so schockiert, dass ich erstmal nach Luft schnappen musste und auch nicht gleich eine Antwort parat hatte.


    Ich habe damit immer noch Probleme, weil solche schwierigen Situationen ja oft unvermutet kommen und mir dann die Zeit und Idee schlicht fehlt da adäquat zu reagieren.


    Das geht mir auch immer noch so und deshalb DANKE an euch für die guten Tipps!

    Irgendwie kann ich auch immernoch nicht das Gefühl loswerden, dass ich sie anlüge.

    Liebe taybeere,

    zuerst mal, es ist gut und richtig, dass du dein Herz hier ausgeschüttet hast und deinen Frust mit uns teilst. Das befreit ein kleines bisschen von dieser großen Last.

    Ich verstehe dich nur zu gut, denn ich hab die gleichen Probleme mit meiner Mutter durchgemacht und es geht immer noch weiter. Wie die anderen schon beschrieben haben, hilft es nur, all die vielen Schuldzuweisungen nicht persönlich zu nehmen. Aber auch das ist super schwierig.

    Mir gelingt das mal besser und mal schlechter.

    Ich sage mir oft, das ist nicht der Charakter meiner Mutter, es ist die Demenz, die das aus ihr macht!

    Auf jeden Fall kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, es hilft, die Kontakte zu reduzieren. Das hab ich hier sehr schnell gelernt und dafür bin ich dankbar.

    Wirklich schade, dass man nicht weiß, wie lange diese schreckliche Phase andauern wird, es gibt kein Licht am Ende des Tunnels…

    Einige Male hatte ich den Eindruck, es sieht so aus, als würde es besser, aber ein paar Tage später wurde ich eines Besseren belehrt.

    Tu dir was Gutes, um dir Ablenkung zu verschaffen, Dinge, die dir Freude bereiten.

    Schreib dir hier jeden Tag den Frust von der Seele….. du wirst gehört und verstanden!


    Alles Liebe für dich ❤️

    Liebe Tochter,

    ich verstehe dich soooo gut! Mir ging es ja letztes Jahr genauso. Ich hab mir wochenlang jeden Tag Gedanken und Sorgen gemacht und keine Nacht vernünftig geschlafen.

    Man fühlt sich, als wenn man gegen dicke Betonwände läuft und das täglich aufs Neue.

    Meine Mutter sagte irgendwann zu mir „unterlasse deine guten Ratschläge, die interessieren mich sowieso nicht“.

    Letztendlich hat mein Mann Klartext mit ihr geredet, persönlich, nicht am Telefon und zwar richtig heftig.

    Wäre es ein Option, wenn dein Bruder oder dein Mann so ein Gespräch mit deiner Mutter mal führt?

    Ansonsten hört es sich wirklich so an, als wenn erst etwas passieren muss. Da will man doch garnicht dran denken.


    Ich wünsche dir, dass du hoffentlich schnell eine Lösung finden kannst und vor allem, vergiss dich selbst nicht dabei.


    Alles Liebe <3

    Aus all den guten Gründen haben wir uns auch für dieses betreute Wohnen entschieden.

    Ein Pflegeheim in der Nähe hatten wir uns auch angesehen. Die Betreuung wäre fast die gleiche gewesen, aber die Räumlichkeiten waren eine Katastrophe. Das wollte ich meiner Mutter nicht antun.

    Für morgen hab ich ein mulmiges Gefühl. Meine Mutter weiß ja noch nicht, dass sie morgen ins KH muss. Ich hatte es so mit der Pflegedienstleiterin besprochen. Die Aufregung vorher wollten wir ihr ersparen.

    Ich hoffe, es wird kein allzu großes Drama.

    Vorhin hab ich mit meiner Mutter telefoniert.

    Da war sie relativ ruhig. Sie sagte mir, dass sie dort sowieso ausziehen möchte, weil sie keine Lust hat, dort immer arbeiten zu müssen…🙈

    Da musste ich ein bisschen lachen.

    Also lass ich morgen erstmal auf mich zukommen und hoffe, ihr wird geholfen und der Rest verschlimmert sich nicht extrem.

    Liebe Grüße

    Stern

    Liebe Magret,

    ich möchte jetzt gerne vorschlagen, auch du ziehst einfach einen Strich unter die Sache.

    Vielleicht hast du auch alles ein bisschen überbewertet. Selbst wenn es nicht so ist und du die Worte von Rose60 so empfunden hast, dann kannst du sicher auch damit leben.

    Jeder von uns hier hat sein Päckchen zu tragen und ist dadurch mal mehr, mal weniger belastbar oder vielleicht auch empfindlich.

    So ist es jedenfalls bei mir.

    Du bist noch nicht lange hier im Forum und hast in dieser kurzen Zeit schnell festgestellt, wie wertvoll es ist und wie gut es tut, sich hier austauschen zu dürfen. Sicherlich helfen dem oder der Einen oder Anderen deine jahrelangen Erfahrungen auch weiter.

    Deshalb solltest auch Du hier weiterhin bleiben. Hier gibt es täglich neue Sorgen und Probleme, die viel wichtiger sind, als sich zu ärgern.

    Liebe Grüße

    Stern

    Liebe Tochter60,

    wir haben das Gleiche mit meiner Mutter erlebt. Sie lehnte kategorisch den Pflegedienst ab und sagte von vornherein, sie lässt niemanden in die Wohnung.

    Darüber war ich auch frustriert und knickte erstmal ein. Ich merkte jedoch immer öfter an den Aussagen meiner Mutter am Telefon, dass sie nicht sicher war, ob sie ihre Medikamente genommen hat oder nicht.

    Ich hab das dann mit der Leiterin des Pflegedienstes besprochen und sie machte den Vorschlag mit einer Wochenbox für die Medikamente zu beginnen. Das machten wir dann auch erstmal so und siehe da, es gab nur am ersten Tag eine Diskussion an der Tür, weil meine Mutter die Dame nicht kannte.

    Leider ging das alles aber nicht lange gut, denn die Wochenbox schützte nicht vor dem Vergessen der Einnahme.

    Ich fand 2 Biergläser voll vergessene Tabletten im Schrank meiner Mutter, die Sie sammelte, für den Fall, dass sie mal keine mehr hat!

    Dementsprechend war auch ihr Zustand schlecht, denn auch die Tabletten gegen die Depressionen hatte sie nicht genommen.

    Das war für mich endgültig das Zeichen, dass es so nicht mehr weitergehen konnte.

    Ich vereinbarte dann 2x täglich Med.gabe.

    Meine Mutter war nicht einverstanden und drohte weiter, die Damen nicht rein zu lassen.

    ABER: Es passierte nichts! Meine Mutter war sanft, wie ein Lamm, ließ sich die Tabletten geben und dann tschüss. Das ganze dauert ja sowieso nur ein paar Minuten.

    Manchmal wusste sie auch garnicht mehr, dass sie dort waren.

    Weiter ist es ja auch so, dass sich die Leute vom Pflegedienst mit solchen Situationen auskennen und sich nicht gleich abwimmeln lassen.

    Zusätzlich hatte ich meiner Mutter noch gesagt, dass wir keine andere Möglichkeit mehr haben und es jetzt so gemacht wird, ob es ihr gefällt oder nicht, keine Diskussion.

    Manchmal geht es eben leider nicht anders.


    Vielleicht könnt ihr mit dem Pflegedienst eine Probewoche vereinbaren? Ggf. auch für die Haushaltshilfe?


    Ich wünsche dir viel Erfolg und gut Nerven!


    Liebe Grüße

    Stern

    Vielleicht ist es auch der Wille beschäftigt zu sein, ich weiß es nicht. Bei meiner Mutter hab ich mehr das Gefühl, sie tut es um Dinge gut zu verstecken. Wir sind zum Beispiel immer auf der Suche nach nicht mehr vorhandenem Geschirr. Sie meint, DIE klauen mir alles. Letzte Woche fand ich 3 benutzte Messer schön in Toilettenpapier eingewickelt zwischen ihrer Unterwäsche im Badschrank 🙈

    So taucht das ein oder andere Teil manchmal wieder auf, wenn ich auf der Suche nach etwas bin. Aber vieles bleibt verschwunden….

    Lass uns drüber schmunzeln 😅

    Liebe schwarzerkater,

    du hast mir gerade eine Antwort auf eine umgestellte Frage gegeben 😆

    Meine Mutter wickelt auch alle möglichen Dinge in Toilettenpapier oder Küchenrolle ein… Wie du sagst, hört sich erstmal lustig an, ist es aber nicht immer.

    Ich hab dahinter bis jetzt keinen Zwang vermutet, es eher abgetan oder als „“Macke „ eingeordnet.

    Eine gute Beobachtung, wo ein Päckchen versteckt ist, wird weiterhin nötig sein…

    Liebe Grüße

    Liebe Zebulon,

    ich beschäftige mich auch schon seit mehreren Wochen mit Trackingsystemen, bin aber leider nicht wirklich zu einem guten Ergebnis gekommen.

    Eine relativ günstige Kostenvariante sind aus meiner Sicht die AirTags. Die gibts für Apple und adäquat für Androidgeräte.

    Ich zweifle daran, weil ich nicht weiß, ob die Entfernung in unserem Fall ausreichend ist. Meine Mutter geht ja neuerdings aus der Wohnanlage um ihr ehemaliges Haus, meinen verstorbenen Vater und ihre Mutter in der Nähe zu besuchen.

    Vielleicht sind diese für euch interessant. Man kann sie auch als Kette tragen.


    Netzwerk Demenz Stuttgart | Airtag – eine mögliche Alternative zu GPS-Ortungsgeräten für Demenzkranke


    Liebe Grüße

    Stern

    Liebe Magret,

    danke für deine lieben Worte, die mich auch wieder zum Nachdenken bringen.

    Vielleicht hast du Recht, dass sie irgendwann in ein Pflegeheim muss und da werde ich mich auch mal schlau machen. Schaden kann es nicht.

    Momentan sind wir eigentlich sehr zufrieden mit dem betreuten Wohnen. Genau, wie du es vom Pflegeheim beschreibst, werden die Mahlzeiten zusammen eingenommen, sie wird von ihrer Wohnung abgeholt und wieder zurück gebracht. Fast jeden Tag finden ein paar gemeinsame Kleinigkeiten unternommen, Basteln, Bingo, Sport usw.

    Vor dem Umzug hatte ich mich erkundigt, ob die Pflege dort bis zum Ende erfolgen kann, z. B. bei Bettlägerigkeit. Dies wurde mir zugesichert, aber schriftlich hab ich es natürlich nicht. Der Pflegedienst ist im Haus stationiert und es sind 24/7 mehrere Pflegekräfte vor Ort. Aber ich werde es weiter sehr genau beobachten.

    Ich bin gespannt, wie sich das nächste Woche im Krankenhaus entwickelt. Ich kenne die Klinik nicht, nur das was ich auf der Website erfahren konnte. Erstmal bin ich darüber froh, dass Demenzbehandlung dort einer von mehreren Schwerpunkten ist.

    Auch das werden wir irgendwie wieder überstehen… Ich werde berichten.

    Genau wie du, hab ich auch schon solche Zeiten hinter mir, wo ich später gedacht habe, wie hast du das nur durchgehalten. Das war letztes Jahr. Da war ich wirklich total am Ende.

    Die Demenz meiner Mutter hat meinen Tagesablauf bestimmt, wenn auch aus der Ferne und nachts hab ich davon geträumt oder konnte garnicht schlafen.

    Zum Glück hat mein Mann immer einen klaren Kopf behalten und mich sehr unterstützt. Dafür bin ich sehr dankbar.

    So, für heute reichts nun erstmal…

    Liebe Grüße

    Wir haben uns zumindest schon ein knappes Jahr vor dem Umzug einiges angesehen. So konnten wir auch gleich Dinge ausschließen, die nicht in Frage für uns kamen. Insofern hatten wir die Wohnung im betreuten Wohnen schon innerlich ausgewählt für meine Mutter und glücklicherweise war sie und sogar noch eine weitere dann auch noch frei.

    Bei uns war es noch eine relativ lange Zeit, aber du schreibst selber, wie schnell es bei deiner Schwiegermutter gehen musste.

    So etwas kann jederzeit passieren, auch deine Mutter kann sich einen Bruch zuziehen oder sonst etwas. Sogar die Sturzgefahr beschreibst du gerade. Aber egal, welche Krankheit, wenn sowas auf Grund eines Notfalls geregelt werden muss, dann kommt dieser Tsunami…

    Es muss alles schnell gehen und das erst beste, freie Heim oder wie auch immer, muss dann genommen werden, ob es euch gefällt oder nicht.

    Zum Thema Sturzgefahr weiß ich leider nicht sehr viel. Dafür gibt es ja die verschiedensten Ursachen. Meine Mutter stürzte letztes Jahr kurz nach Weihnachten an mehreren Tagen hintereinander. Einmal war ich sogar dabei.

    Einen Tag später gleich nochmals. Der Pflegedienst hat dann den Rettungsdienst angerufen und sie wurde im KH durchgecheckt. CT und Vitalwerte waren in Ordnung, nur ein paar Prellungen. Eine Ursache wurde nicht festgestellt und eine halbe Stunde später wusste meine Mutter von allem nichts mehr, nichtmal dass sie im Krankenhaus war.