Beiträge von Stern0709

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    Hallo und herzlich willkommen hier in diesem tollen Forum!

    Vielleicht hast du hier schon mal das ein oder andere gelesen und dabei festgestellt, dass die Probleme bezüglich Beschimpfungen und Beschuldigungen sehr oft beschrieben werden und die „Beschimpften“ sehr darunter leiden bzw. gelitten haben.

    Du hast hier jederzeit die Möglichkeit, dir all deine Ängste von der Seele zu schreiben. Hier sind so viele unglaublich nette und verständnisvolle Leute, die dich sehr genau verstehen und dir gute Tipps geben können.

    Ich selbst kenne die Problematik Beschimpfungen sehr gut. Hab mit meiner Mutter letztes Jahr so eine Phase von mehreren Monaten hinter mir. Der Neurologe veränderte dann die Medikation und danach wurde sie etwas ruhiger. Vielleicht kannst du diesbezüglich mit dem Hausarzt oder Neurologen in Kontakt treten und um Rat und Unterstützung fragen. Unabhängig davon spielt auch die Tagesform deiner Mutter immer eine Rolle. Ein ständiges Auf und Ab, vielleicht kennst du das schon ein bisschen.

    Was die Suche nach irgendwelchen Dingen betrifft, sind fast immer die Anderen schuld.

    Fühl dich davon nicht angegriffen, da musst du lernen drüber zu stehen. Es gehört leider zu dieser furchtbaren Krankheit dazu. Lass dich nicht auf Diskussionen ein, versuche sie auf ein anderes Thema zu lenken. Du wirst sehen, die Knoblauchpresse ist schnell vergessen.

    Das ist nicht immer einfach und es gelingt mir auch nicht immer, aber im Laufe der Zeit funktioniert es immer besser.

    Die Situation im Krankenhaus geht meiner Meinung auch garnicht. Auf jeden Fall liegt das nicht in deiner Verantwortung. Ich würde da dringend mal mit dem Arzt sprechen. Die Gründe können vielfältig sein. Auch der Personalschlüssel spielt dabei eine Rolle. Bestimmt können dir die Experten hier weiterhelfen.

    Du pflegst deine Mutter zu Hause? Gibt es Unterstützung, z. B. durch einen Pflegedienst oder eventuell andere Angehörige?

    Ich wünsch dir auf jeden Fall viel Kraft für die kommende Zeit!

    Liebe Grüße

    Das hört sich sehr gut an liebe Rose! Freut mich, dass du wieder durchatmen kannst und dadurch auch entlastet wirst. Es gibt doch noch Ärzte und Ärztinnen, die sich auch echt Gedanken um ihre Patienten machen und dazu auch noch eine Rückinfo geben. Leider ist das nicht immer so.

    Ich finde das mit dem wöchentlichen Besuch auch eine sehr gute Sache. Ich überlege schon länger, sowas für meine Mutter auch zu organisieren. Sie beklagt sich ja konstant über Einsamkeit. Aber sie sträubt sich und will keine fremden Leute sehen. Das altbekannte Problem, war auch mit vielen anderen Dingen schon so und dann hinterher fand sie es schön. Trotzdem bin ich unsicher, es einfach mal zu versuchen, auch wenn sie nicht will.

    Ich wünsche dir und allen anderen hier ein schönes und entspanntes Wochenende!

    Liebe Grüße

    Liebe Nicole,

    das freut mich wirklich sehr für dich!!

    Deine vielen Bemühungen haben sich gelohnt und es kündigt sich Entlastung für dich an.

    Deiner Mutter gefällt es in der Tagespflege und somit ist es auch für sie sehr positiv.

    Auch für deine anderen Probleme wird sich eine gute Lösung finden.

    Liebe Grüße

    Ja natürlich muss man es auf jeden Fall erst durchrechnen und ich kenne die Preise nicht für die Ganzkörperwäsche bzw. Duschen. Ich hatte aber dabei auch noch die Kürzung der RV-Beiträge im Hinterkopf. Darum geht es Nicole auch.

    Das mit den 2 Monaten kein Pflegegeld stimmt. Die sind am Anfang zu überbrücken. Dann pegelt es sich aber wieder auf einen Monatsrhytmus ein. So war es damals bei uns jedenfalls.

    Liebe Nicole,

    ich möchte mich PausE gerne anschließen. Alle Achtung, was du alles für deine Mutter machst!!!! Aber auch mit der Klageschiene hat PausE vollkommen Recht. Versuche es alles ein bisschen lockerer zu nehmen, manchmal ergeben sich im Laufe der Zeit auch einfachere Lösungen, als die, die man mit Biegen und Brechen herbeigeführt hat.

    Die Ablehnung der Tagespflege ist bei uns grade so ein Beispiel dafür. Ich lasse es jetzt laufen. Hab letzte Woche nachgefragt, dauert noch, okay. Dann eben so! Ich hab lediglich mit der Tagespflege und dem Pflegedienst abgesprochen, dass ich die Kosten nicht privat bezahlen werde, für den Fall, dass es bei der Ablehnung bleibt. Dafür hab ich eine Bestätigung, dass das nicht erfolgt, sondern der Pflegedienst das dann anders regelt. Wie auch immer!? Noch vor ein paar Monaten hätte ich mich darüber tierisch aufgeregt und wäre schon ein paar Mal bei der Kasse gewesen, öfter angerufen und zig Mails geschrieben. Aber das ist genau so ein Beispiel. Ich mache es nicht mehr, um meine eigenen Nerven zu schonen.

    Die Tagespflege wurde übrigens abgelehnt mit der Begründung, dass meine Mutter im Betreuten Wohnen lebt und damit keine Tagespflege erforderlich ist. Das dürfte bei dir eigentlich nicht passieren.

    So wie du es beschrieben hast mit dem Pflegedienst, verstehe ich, dass du ihn absagst. Vielleicht ist es noch eine Option, mal einen anderen Pflegedienst zu probieren.

    Eventuell haben Freunde oder Nachbarn auch gute Erfahrungen mit einem anderen Pflegedienst. Das müsste auch auf einem kleinen Dorf möglich sein.

    Alles nur unter dem Aspekt, für dich eine Entlastung zu erreichen. Da finde ich auch die Idee gut, das über Privatrechnung zu machen, so dass du das Pflegegeld behältst.

    Liebe Grüße

    Hallo liebe Nicole,

    ich verstehe wirklich deinen Frust. Du hast echt alle Hände voll zu tun und ich mache mir Gedanken um DEINE Gesundheit!

    Trotz alledem oder gerade darum, versuche ein bisschen zur Ruhe zu kommen. Eins nach dem Anderen! Wenn du zusammen brichst, ist niemandem geholfen.

    Noch kurz zu den Bearbeitungszeiten der PK.

    Die Bearbeitungszeit für einen normalen Vorgang beträgt dort bis zu 21 Tage. Widersprüche gehen an den Widerspruchsausschuss. Dieser tagt 1x pro Monat. Es ist jedoch nicht garantiert, dass alle Widersprüche gleich beim ersten Widerspruchstermin behandelt werden können. Wenn das der Fall ist, nach weiteren 4 Wochen. Genau diese Auskunft hab ich vor einer Woche von dieser Kasse erhalten.

    Bei uns läuft seit Anfang Januar ein Widerspruch gegen die Ablehnung der Tagespflege. Bis heute keine Antwort.

    Ich möchte dir das nur sagen, damit du vielleicht darauf einstellen kannst.

    Alles Liebe für euch!

    Die Zwischenphase kann ne schlimme Zeit werden 😕

    Hast du schon mit einer örtlichen Pflegeberatung oder dem sozialpsychiatrischen Dienst gesprochen?

    Lieber Alex,

    ich denke, du musst unbedingt etwas unternehmen bezüglich einer Beratung. Rose hat es grade nochmal formuliert.

    So wie du deine Situation beschreibst, kann es nicht bleiben, dabei bleibst DU vor allem auf der Strecke. Scheinbar entwickeln Demenzkranke ungeahnte Kräfte, was Agressionen betrifft. Das kenne ich von meiner Mutter.

    Du hast einen Anfang gemacht, was den Telefonterror angeht. Ziehe das unbedingt durch! Wenn du einmal pro Tag mit ihr sprichst, dann ist es mehr als ausreichend.

    Bei mir war es haargenau so. Es ist mir so unendlich schwer gefallen, aber letztendlich klappte es von Tag zu Tag besser.

    Deine Mutter wird am Abend nicht mehr wissen, wie oft und warum sie angerufen hat.

    Du musst nicht 24/7 für sie erreichbar sein!

    Das ist auf Dauer nicht auszuhalten. Ich hatte weiter oben geschrieben, dass es bei uns soweit ging, bis mein Mann gesagt hat, es reicht jetzt, bis hierhin und nicht weiter!

    Leider war ich zu diesem Zeitpunkt schon selbst fix und fertig. Lass DU es nicht soweit kommen! Du brauchst noch genug Kraft für viele andere Dinge! Bleib stark!

    Alles Liebe

    Liebe Trinity15,

    auch von mir ein herzliches Willkommen im Club :)

    Einen ganz wichtigen Punkt des Forums hast du schon entdeck: es hilft unglaublich zu wissen, dass man hier verstanden wird, es gibt so viele nette Menschen mit gleichen oder ähnlichen Problemen und ganz viel Erfahrung darin.

    Ich selbst hab mit meiner Mutter auch die ein oder andere Erfahrung gemacht, aber zum Glück fehlen mir diese, was das Thema Narzissmus angeht.

    Bis jetzt erkennt meine Mutter mich noch, weiterhin noch meinen Mann und meine beiden Söhne. Aber leider kann sie ihre beiden süßen Urenkelinnen und auch die Mama dazu nicht mehr einordnen… noch nie gesehen meint sie, schade. Als diese Phase bei uns begann, war ich ziemlich am Boden zerstört .

    Da hat mir das Lesen hier sehr geholfen.

    In 2 Wochen hab ich auch Geburtstag und ich gehe davon aus, es wird mein erster Geburtstag sein, zu dem mir meine Mutter nicht gratuliert. Alles andere würde mich wundern. Es ist schon ein komisches Gefühl.

    Man muss lernen, damit umzugehen.

    Genauso dieses ständige Auf und Ab. Mal ein guter Tag und dann wieder nur Beschimpfungen und Vorwürfe. Ihre Depressionen machen alles nicht leichter.

    Ich vermute, da kommt auch auf dich noch Einiges zu. Es wäre schön, wenn du deinen Mann davon überzeugen kannst, dass er dich in der ganzen Sache doch irgendwie unterstützt bzw. entlastet. Das finde ich sehr wichtig, auch wenn er keinen direkten Kontakt zu deiner Mutter will. Letztendlich kommen immer wieder neue Herausforderungen, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hat und dafür braucht man genug Kraft und Rückenhalt kann nicht schaden.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft und gute Nerven für die kommende Zeit.

    Alles Liebe

    Stern

    Die Kasse mit dem A … vorne bietet einen Vordruck für die Befreiung bzw. Erstattung der Zuzahlungen als Download.

    Ich hab das gerade letzte Woche für meine Mutter gemacht für die Erstattung 2023.

    Den Vordruck kann man selbst ausfüllen. Eine chronische Erkrankung gilt ab PG 3 als gegeben. Dafür hab ich also keine weitere Bescheinigung vom Arzt hinzugefügt.

    Alle bereits geleisteten Zuzahlungen hab ich gescannt und dann alles per Mail versandt. Geht auch über App. Da hatte ich aber Probleme mit der Dateigröße.

    Ich würde an deiner Stelle trotzdem dran bleiben wegen der Vollmacht. Langfristig gesehen wird immer mehr Hilfe nötig sein.

    Außerdem kann jederzeit ein Notfall eintreten.

    Das ist sicher der beste Grund, deine Mutter zu überzeugen.

    Ich selbst hab mir die Vollmacht jahrelang bei meiner Mutter erkämpft. Ohne sie wäre ich fast nirgendwo einen Schritt weiter gekommen. Dazu kommt bei uns eine Entfernung von 470 km.

    Vielleicht kannst du sie noch von Essen auf Rädern überzeugen. Das kann man erstmal testen, z. B. für 2-3 Tage pro Woche.


    LG

    Vielleicht überlegst du mit deiner Mutter gemeinsam, den Hausarzt zu wechseln?

    Das wird aber sicherlich auch schwierig, weil sie dorthin ebenfalls nicht gehen will.

    Aber die von dir beschriebene Betreuung durch den Hausarzt lässt zu wünschen übrig.

    Hast du eine Vorsorgevollmacht? Damit könntest du zumindest ohne Probleme mit dem Arzt selbst erstmal die Situation besprechen.

    Noch eine Option: rufe den Notarzt, wenn es ihr schlecht geht und versuche eine Einweisung ins Krankenhaus zu bekommen.

    Damit würde erstmal Bewegung in die Situation kommen.

    Hallo Sash0806,

    ich würde als erstes einen Pflegestützpunkt in deiner Nähe aufsuchen. Diese geben ja Unterstützung und Beratung in allen Pflegesituationen.

    Du kannst dich hier noch weiter dazu belesen:


    Pflegestützpunkte


    Sicher erhältst du hier im Forum auch noch viele weitere gute Hinweise.

    Meiner Meinung nach müsste sie auch grundsätzlich vom Hausarzt mal durchgecheckt werden um genau zu wissen, welche konkreten Probleme bestehen, die für diesen Zustand deiner Mutter verantwortlich sind. Ggf. muss ein Facharzt hinzugezogen werden.

    Die Ablehnung von Hilfe ist hier ein viel diskutiertes Thema. Dagegen sträuben sich offensichtlich sehr viele Menschen. Letztendlich ist die Hilfe aber unverzichtbar, sowohl für deine Mutter, als auch für dich.

    Ich persönlich hatte mit meiner Mutter auch das Problem. Wir hatten monatelang Diskussionen darüber. Letztendlich hab ich sie vor die Wahl gestellt entweder Hilfe zu Hause anzunehmen oder Tagespflege.

    Heute bin ich der Meinung, wir haben viel zu lange diskutiert. Das würde ich nicht wieder machen.

    Leider fehlt dazu die Einsicht bei vielen unserer Eltern. Das hat nicht unbedingt nur etwas mit Demenz zu tun.

    Ich wünsche dir viel Kraft und Erfolg für die nächste Zeit!

    Liebe Grüße

    Stern

    Das war übersichtlich im Angebot aufgelistet und es standen 9 Posten auf zwei Seiten im Angebot. Jeder genau mit Namen benannt und umschrieben. Und wenn ich extra mehrfach dazu schreibe bitte prüfen, das wäre der Kauf, schauen Sie bitte ob sie es so erstatten und geben mir bescheid. Zweimal dringlich darauf Hinweise das es kein Umtausch recht gibt (stand auch zweimal im Angebot in Fett schwarz)

    Schreibe genau das alles in den Widerspruch und weiter noch wie schwarzerkater schreibt, dass du diese Antwort nicht akzeptierst!

    Ich denke, dass du keine schlechten Aussichten hast!

    Was du noch schreibst über die Äusserungen der anderen Mitarbeiterin geht garnicht! Keine Lust weiter zu kommunizieren und auf kleinanzeigen verweisen, darüber würde ich mich gleich mit beschweren!

    Ich kenne die Probleme mit dieser Kasse. Meine Mutter ist dort auch versichert. Aber gibt es da nicht in der Nähe bei dir eine Servicestelle, wo man persönlich vorsprechen kann? Und falls ja, würde ich gleich den Teamleiter verlangen.

    Versuche ein bisschen zur Ruhe zu kommen.

    Vielleicht kannst du morgen mal eine Stunde Zeit für dich selbst organisieren und dir was gutes tun, vielleicht ein großes leckeres Eis?!

    Alles Liebe! ❤️

    Hallo Nicole,

    zuerst hab ich für dich mal den Link gesucht, wo von der Bundesregierung konkret geschrieben steht, welche Maßnahmen finanzierbar sind.


    https://www.bundesgesundheitsm…Person%20wiederherstellen.


    Unter anderem steht dort auch:


    „Außerdem finanziell unterstützt werden der Ein- und Umbau von Mobiliar, das entsprechend den Erfordernissen der Pflegesituation individuell hergestellt oder umgebaut werden muss, sowie der feste Einbau bestimmter technischer Hilfen".


    Ich würde am Montag damit zur Pflegekasse gehen und mich darauf berufen. Vielleicht hilft auch ein persönliches Gespräch mit der Sachbearbeiterin, die zuvor die Zusage gegeben hat.

    Wenn nötig, kannst du den Widerspruch dort gleich vor Ort abgeben, das ist mündlich oder schriftlich möglich. Solltest du das mündlich tun, muss dort vor Ort der Sachverhalt von den Mitarbeitern schriftlich formuliert werden.

    Letztendlich hat die Kasse in jedem Fall die Möglichkeit einer sogenannten Einzelfallentscheidung. Das bedeutet, es kann im Ausnahmefall eine Kostenzusage erteilt werden, obwohl die Leistung eigentlich nicht übernommen wird.

    Dafür wäre es gut, wenn du dir ein paar gute Argumente bereit hältst. Vielleicht ist deine Mutter schon sehr lange in dieser Kasse versichert, vielleicht sogar die ganze Familie?



    Liebe Nicole, ich hoffe, dass ich dir ein bisschen helfen konnte und drücke dir ganz fest die Daumen, dass es klappt!


    Liebe Grüße

    Stern











    Liebe Albatross und Mel74,

    eure Ängste in den beschriebenen Situationen verstehe ich sehr sehr gut. Genauso ging es mir ungefähr 9 Monate. Der Zustand meiner Mutter verschlechterte sich letztes Jahr fast von einem Tag zum anderen drastisch. Wahrscheinlich hatte sie einen Schub.

    Ich konnte nicht mehr vernünftig mit ihr reden, erst Recht nicht über irgend eine Hilfe.

    Diskussionen und Beschimpfungen waren an der Tagesordnung. Ich hatte fast das Gefühl, sie hasst mich. Ich fühlte mich krank und meine Mutter wusste eine halbe Stunde später nichts mehr vom Streit. Leider gibt es den erwähnten Schalter, den man einfach umlegen kann aber nicht.

    Ihr seid schon auf dem richtigen Weg. Ihr wisst, die Mütter sind krank und können nichts für ihr Verhalten.

    Ich weiß nun, meine Mutter lebt in ihrer eigenen Welt. Über Gesagtes von ihr diskutiere ich nicht mehr. Entweder gebe ich ihr Recht oder versuche sie auf ein anderes Thema umzulenken. Für den Moment lebe ich zusammen mit ihr in ihrer Welt. Das hat auch bei mir nicht gleich geklappt, aber im Laufe der Zeit funktioniert es gut. Ganz viele gute und hilfreiche Gedanken dazu habe ich hier im Forum gefunden. Das hat mir sehr geholfen.

    Die Demenz unserer Mütter, Väter usw. kann nicht den Rest unseres Lebens bestimmen!

    Diesen Satz sage ich mir selbst noch oft, wenn’s mal wieder nicht so gut klappt.

    Lasst euch bei der Pflege professionell helfen und dann schafft auch ihr das!

    Alles Liebe für euch <3

    Vielleicht ist das auch noch interessant für dich:



    Arbeitsfreistellung wegen Pflege für bis zu zehn Arbeitstage

    Wenn nahe Angehörige eines Arbeitnehmers oder einer Arbeitnehmerin plötzlich Pflege oder Unterstützung bei der Organisation von Pflegemaßnahmen brauchen, können Beschäftigte sich sofort für bis zu zehn Arbeitstage von der Arbeit freistellen lassen. Das legt das Pflegezeitgesetz (PflegeZG)fest. Es fällt in den Bereich des Arbeitsrechts.

    Diese Zeit dient in erster Linie dazu, die Pflege zu organisieren. Hierzu gehört zum Beispiel, sich kurzfristig über Pflegeleistungsangebote zu informieren, Behörden aufzusuchen oder die nötigen weiteren Schritte einzuleiten, damit eine geeignete pflegerische Versorgung des Angehörigen gewährleistet ist.

    Liebe Alex,

    ich wage mal zu vermuten, dass auch der Einsatz einer neuen Haushaltshilfe keine endgültige Lösung sein wird. Deine Mutter wird auch da angebliche Mängel zu finden.

    Die Ursache ist wohl die Krankheit deiner Mutter. Die Ablehnung von Hilfe durch Demenzerkrankte liegt ja in sehr vielen Fällen vor.

    Wurde bei deiner Mutter bereits eine Demenz diagnostiziert? Besteht schon ein Pflegegrad?

    Wende dich bitte an einen örtlichen Pflegestützpunkt in deiner Stadt bzw. näheren Umgebung und schildere die Situation. Von dort werden sehr gute Hilfsangebote gemacht.

    Auch die Krankenkasse bietet Pflegeberatungen.

    Bezüglich des Hausarztes und vielleicht auch Neurologen kannst du die 116117 anrufen bzw. über die Website weitere Informationen finden. Hier mal der Link.

    Arzt- und Psychotherapeutensuche

    Jetzt hab ich dir einige Vorschläge gemacht, bitte unternimm etwas. Die von dir beschriebene Situation kann so nicht bleiben,

    vor allem muss auch für dich eine Verbesserung bzw. Entlastung geschaffen werden. Lass das nicht einfach über dich ergehen!!

    Ich kenne das alles zur Genüge. Meine Mutter hat sich gegen alles gewehrt und am Anfang hab ich es so akzeptiert. Solange, bis die Demenz meiner Mutter jeden einzelnen Tag von mir bestimmt hat. Vorwürfe, Beleidigungen und Endlosdiskussionen über eventuelle Hilfe waren an der Tagesordnung.

    Ich konnte auch fast nicht mehr.

    Zum Glück hat mein Mann einen klaren Kopf behalten und irgendwann gesagt, bis hierhin und nicht weiter! Innerhalb einer Woche haben wir einen Umzug ins betreute Wohnen organisiert. Das war auch eine Herausforderung, letztendlich ging es aber irgendwie. Die Wohnung haben wir gemeinsam mit meiner Mutter besichtigt, alles das ging auch nicht wirklich freiwillig.

    Heute bin ich auch schlauer und lasse mich nicht mehr in so viele Diskussionen verwickeln. Manche Dinge muss man dann einfach festlegen.

    Hast du eine Vorsorgevollmacht?

    Ich bin gespannt, was du erreichst…. Du tust es auch für dich!

    Liebe Grüße

    Stern

    Liebe Rose60,

    ich hab gerade deine Zeilen gelesen und ich muss sagen, ich hab einen richtig dicken Kloß im Hals…

    Ich hoffe, es geht deiner Mutter wenigstens in Bezug auf die Bronchitis bald wieder besser.

    Das Thema Palliativnetz und Aufnahme dahin kenne ich garnicht, da werde ich mich demnächst mal belesen.

    Es ist alles so traurig und ich ich kann deine Stimmung sehr gut verstehen.

    Ich wünsche dir von ganzem Herzen viel Kraft für die kommende, schwere Zeit <3 <3 <3


    Liebe Grüße

    Stern

    Hallo Alex9990,

    was du hier über den Hausarzt schreibst, halte ich für sehr problematisch. Ich kenne diese Situation von meinem eigenen Hausarzt ähnlich. Telefonisch nie erreichbar, Anliegen nur auf AB sprechen. Zum Glück hab ich ihn nicht oft nötig. Aber es ärgert mich und ich weiß, dass es so nicht immer weitergehen kann. Deshalb bin ich der Meinung, dass es für dich die nächste Aufgabe ist, einen anderen Hausarzt zu suchen. Vielleicht kann jemand von den Freunden, Nachbarn oder Verwandten … eine Empfehlung geben.

    Der Hausarzt ist in den meisten Fällen der erste Ansprechpartner und deshalb sehr wichtig.

    Die Ablehnung jeglicher Hilfe durch die Demenzkranken ist ein großes Thema. Letztendlich kannst du aber nicht alles hinnehmen und über dich ergehen lassen.

    Vielleicht stellst du mal die Frage, gute Pflege mit entsprechenden Hilfe zu Hause oder lieber Pflegeheim? Das klingt sehr hart, aber manchmal geht es nicht anders.

    Ich hab den Pflegedienst damals auch gegen den Willen meiner Mutter ins Boot geholt.

    In den meisten Fällen können die Pflegekräfte auch sehr gut mit solchen ablehnenden Situationen umgehen.

    Den Tipp nicht jedes Mal ans Telefon zu gehen, wenn deine Mutter anruft, hast du schon bekommen und ich rate dir aus eigener Erfahrung, nimm ihn an. Es hilft ungemein und verschafft dir ein kleines bisschen Ruhe.

    Deine Mutter wird am Abend nicht mehr wissen, wie oft sie angerufen hat. Am Anfang ist das schwierig und fühlt sich schlecht an, aber du wirst sehen, es geht.

    Du hast auch ein eigenes Leben, wofür du ebenfalls Zeit brauchst.

    Ich wünsche dir viel Kraft für die nächsten Entscheidungen und alles Liebe!

    Viele Grüße

    Stern

    Ich möchte mich Rose60 anschließen. Ich selbst bin auch noch nicht lange hier, hab schon vieles gelesen und viele gute Meinungen und Tipps erhalten.

    Ich hab auf jeden Fall eine große Achtung vor dir, dass du deine Mutter zu Hause pflegst! Sicher gibt es auch bei dir Höhen und Tiefen und solange du für dich/euch entscheidest, dass die Situation so okay ist, dann ist es auch völlig in Ordnung. Viele verschiedene persönliche Umstände sind bei jedem von uns letztendlich Grund für Entscheidungen für die Pflege der dementen Eltern.

    Vielleicht gehört deine Mutter zum Kreis der glücklichen, fröhlichen Dementen, was die ganze Sache meiner Meinung nach nicht noch schwieriger macht.

    Leider ist das nicht in jedem Fall so. Ich kann nur von mir sprechen, aber letztendlich musste eine Entscheidung her, da die Situation mit meiner Mutter zu Hause nicht mehr zu verantworten war. Auch hier spielten schon andere Voraussetzungen eine große Rolle. Ich bin nicht in ihrer Nähe und kann schnell helfen oder mich permanent um sie kümmern. Trotzdem hab ich jetzt noch manchmal dran zu knabbern, sie aus ihrem zu Hause genommen zu haben. Sie lebt nicht im Heim, sondern im betreuten Wohnen. Wir haben ihr eine wunderschöne eigene Wohnung eingerichtet und sie wird gut betreut und gepflegt. Leider erkennt sie das selbst nicht so gut und ich werde dafür schuldig gesprochen.

    Wie wir wissen, gibt es keine Verbesserung des Gesundheitszustandes bei Demenz. Ich bin mir jedoch sicher, dass du hier auch für die Pflege zu Hause noch sehr hilfreiche Tipps und Anregungen erhalten kannst. Du kannst deine Fragen bedenkenlos stellen. Irgend jemand kann bestimmt helfen.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft, gute Nerven und alles Liebe für die nächste Zeit.

    Verliere dich aber selbst nicht aus den Augen!


    Liebe Grüße

    Stern