Beiträge von Stern0709

Datenschutzhinweis: Bitte achten Sie darauf, dass Sie im Forum keine persönlichen Daten von sich selbst oder von Dritten posten. Auch sollten Ihre Angaben keine Rückschlüsse auf Ihre Person zulassen.

    Die AOK bietet auf Ihrer Internetseite einen Pflegenavigator an, womit man bundesweite Pflegeeinrichtungen suchen kann und für diese auch gleichzeitig die Zuzahlungshöhe angegeben wird. Kannst du auch mal reingucken. Man kann dort auch suchen, ohne AOK - versichert zu sein.

    Hier mal der Link

    Pflegeheim finden | AOK

    Hallo nightowl.

    dieses Thema wurde hier schon mehrfach angesprochen und es kam zum Ausdruck, dass ein immer wiederholtes Mitteilen des Todes eines Angehörigen nicht sinnvoll ist. Also, versuche deine Tante auf ein anderes Thema abzulenken oder dich anderweitig mit ihr zu beschäftigen.

    Ich habe dieses Problem seit 3 Wochen auch mit meiner Mutter. Sie fragte mich nach der Telefonnummer meines Vaters, da sie unbedingt mit ihm sprechen muss. Er ist vor fast 10 Jahren Ich war davon so schockiert, dass erstmal Funkstille war. Dann hab ich aber zum Glück die Kurve bekommen und ich hab ihr eine Frage zu etwas anderem gestellt. Das Thema ist aber nicht vom Tisch. Sie war schon zu Fuß unterwegs, um meinen Vater und jetzt auch noch meine Oma zu suchen.

    Es ist wirklich schwierig, aber Ablenken erscheint mir sehr sinnvoll. Man kann nicht ständig Todesnachrichten überbringen, die unerwünschte Reaktionen auslösen und morgen sowieso vergessen sind.

    Liebe Grüße und viel Erfolg!

    Stern




    Danke liebe Rose. Gerade diese Wohnung dort für meine Mutter zu nehmen, war unter anderem ein Auswahlkriterium für uns. Dort, in der gleichen Straße, in der sie 70 Jahre ihres Lebens verbracht hat. Manchmal wusste sie nicht, dass sie dort ist, meistens aber schon. Scheinbar ist sie jetzt an dem Punkt, sich mehr und mehr an die alten Zeiten dort zu erinnern. Die Suche nach meinem Vater und sogar meiner Oma spielte bis vor 3 Wochen überhaupt keine Rolle.

    Körperlich ist sie noch relativ fit. Laufen geht ohne Rollator. Allerdings frage ich mich, wie sie letzte Woche überhaupt raus gekommen ist. Da wurde sie auch schon ein paarmal zurück geholt. Ohne den Fahrstuhl zu bedienen, kommt sie nicht zum Ausgang und damit kam sie schon seit Monaten nicht zurecht.

    Bin mal gespannt, was die Pflegedienstleiterin morgen vorschlägt.

    Der Pflegedienst in der Einrichtung ist 24/7 vor Ort. Jeden Tag am Vormittag ist irgend ein Angebot., Bingo, Seniorensport, einen Tag fahren Sie zusammen einkaufen und einen Tag geht sie in die Tagespflege. Sie kann mir allerdings nie davon berichten, da sie es am Abend, wenn ich anrufe, vergessen hat. Dann höre ich, sie war den ganzen Tag in der Wohnung. Sie kann sich auch alleine garnicht beschäftigen, kein Interesse. Weder Zeitung lesen, Fernsehen will sie am liebsten auch nicht. Ich habe ihr einen Karton voll schöne Fotos zusammengestellt, steht noch unangetastet da. Ich hab sie sonst fast jeden Tag angerufen,, nur für etwas Ablenkung, aber das kann ich momentan nicht. Diese Beschimpfungen halte ich nicht jeden Tag aus.

    Hallo ihr Lieben,

    seit nun 3 Wochen entwickelt sich bei uns ein neues Problem. Meine Mutter, im betreuten Wohnen seit 09/2023, wird immer aggressiver. Wir hatten das Problem letztes Jahr schon eine Zeit lang, wobei sich diese Aggresivität „nur“ gegen mich richtete. Nach Veränderung der Medikation gegen ihre Depressionen und neuen Medikamenten gegen die Demenz verbesserte sich die Situation.

    Seit nun 3 Wochen trat der alte Zustand wieder ein, nur schlimmer. Vorwürfe und Beschimpfungen gegen meinen Mann und mich, warum sie dort ist und und und…

    Doch damit nicht genug, auch das Pflegepersonal wird lautstark beschimpft. Letzte Woche erhielt ich 2 mal einen Anruf vom Pflegepersonal, dass meine Mutter nicht zu halten ist und ich solle mit ihr sprechen, in der Hoffnung, sie hört auf mich. Sie war nicht davon abzuhalten, zu ihrem ehemaligen Haus zu gehen, das 200 Meter von der Wohnanlage entfernt und verkauft ist. Sie müsse persönliche Sachen holen und sucht dort meinen Vater (seit knapp 10 Jahren verstorben) sowie ihre Mutter.

    Das Gespräch mit mir half wie erwartet garnichts, im Gegenteil, sie sagte mir, wenn du nicht sofort erlaubst, dass ich dorthin kann, dann bin ich fertig mit Dir! Das alles während einer chaotischen Situation, ein Pfleger versuchte sie festzuhalten, zwischendurch schrie meine Mutter herum, eine zweite Mitarbeiterin des Pflegedienstes versuchte mir etwas zu sagen, was aber bei der Lautstärke nicht wirklich ging. Letztendlich hat sich solange Theater gemacht und herum geschrien, bis sich jemand mit ihr auf den Weg in Richtung des Hauses gemacht hat. Auf halber Strecke hat sie es sich anders überlegt und wollte zurück.

    Alles in allem, jeder war ratlos, nichts half. Keine Validierung möglich, je mehr Ablenkung sie verspürte, umso lauter wurde sie.

    Ich bin mir auch ratlos, was ist zu tun? Braucht sie andere Medikamente! Morgen werde ich mit der Pflegedienstleiterin telefonieren.

    Meine Idee war, die Hausneurologin sofort hinzu zu ziehen. Ich hoffe, heute kommt kein erneuter Hilfeanruf, der mich noch weiter runterzieht. Wir wollten ja eigentlich den Urlaub genießen… das hat nicht wirklich geklappt. Vielleicht hat jemand von euch mit viel Erfahrung noch ein paar gute Tips für mich.

    Liebe Grüße

    Stern

    Liebe Finja,

    ich hab noch etwas vergessen.

    Die Medikamentengabe wird nicht über Leistungen der Pflegeversicherung abgerechnet. Es handelt sich dabei um häusliche Krankenpflege, eine Leistung der Krankenkasse, die unabhängig von einem Pflegegrad gezahlt wird. Das Pflegegeld bleibt davon also unberührt.

    Ich drücke dir ganz fest die Daumen.

    Liebe Grüße

    Stern

    Liebe Finja,

    du bist gerade wirklich garnicht zu beneiden. Ich schließe mich zuerst mal allen, die hier schon mehr oder weniger ratlos geantwortet haben, an. Ehrlich gesagt, ich hab sogar noch gegoogelt, 24 Stunden Pflege oder andere Möglichkeiten, aber es hat mich nicht schlauer gemacht.

    Die Idee der Caritas finde ich erstmal nicht schlecht, aber das reicht doch nicht aus. Die Medikamenteneinnahme ist dadurch sichergestellt, aber das ganze dauert max. 5 Minuten und dann ist der Pflegedienst wieder weg. Das hab ich selbst bei meiner Mutter so erlebt. Da würde ich versuchen, in dem Gespräch mit dem Pflegedienst noch weitere Möglichkeiten zu erfragen. Was ist noch an Hilfe nötig und möglich?

    Bitte versuche, irgendwie die Ruhe zu bewahren. Es ist sehr schwierig, aber es geht nur eins nach dem anderen. Anderenfalls bist du die Nächste, die krank ist und soweit soll es doch nicht kommen.

    Ich wünsche dir alles erdenklich Gute und dass sich schnellstmöglich eine Lösung findet.

    Liebe Grüße

    Stern

    Hallo Mathias,

    auch von mir ein Willkommen im Club…

    Dem was Oiocha schreibt muss ich mich unbedingt anschließen.

    Wir haben letztes Jahr im September mit meiner Mutter dem Umzug ins betreute Wohnen gemacht, nachdem sich ihr Zustand innerhalb weniger Wochen krass verschlechtert hat.

    Beim Ausräumen ihrer alten Wohnung fanden wir Briefe mindestens der letzten 2-3 Jahre, teils noch geschlossen, teils beschriftet mit „noch lesen“. Alles überall in der Wohnung verteilt, teilweise zwischen Werbeprospekten versteckt. Ich fand Rechnungen, Mahnungen, eine letzte Aufforderung des Finanzamtes zur Erstellung der Steuererklärungen für die letzten 4 Jahre. Es war der absolute Wahnsinn und dabei kam wirklich Freude auf.

    Um die Wohnung mit allem, was dazugehört zu kündigen, hatte ich im ersten Moment nur die Kundennummern von den Kontoauszügen. Insgesamt kam ein halber Ummzugskarton voll Post zusammen, den ich dann in mühevoller Kleinarbeit sortiert, gelesen, beantwortet und abgeheftet hab.Das wünsche ich wirklich niemandem.

    Deine Mutter kann die Situation vermutlich nicht mehr lange alleine stemmen. Ich denke, es muss schnellstmöglich ein Pflegedienst her.

    Meiner Mutter wurde seinerzeit zum Abend ein leichtes Beruhigungsmittel verordnet, so dass sie nicht mehr bis irgendwann nachts herumgeisterte und auf komische Gedanken kam.

    Liebe Grüße

    Stern

    Es kann auf keinen Fall zum Nachteil sein, wenn du es so machst. Auch aktuelle Befundberichte, wie du sie hast, würde ich auf jeden Fall beifügen. Im Prinzip müsste der MDK doch über jede vorliegende Info dankbar sein.

    Es würde mich sehr interessieren, wenn du später hier mal das Ergebnis mitteilst. Bei meiner Mutter ist die gesundheitliche Situation sehr ähnlich. Der Zustand hat sich in den letzten Monaten stark verschlechtert. Sie lebt allerdings schon im betreuten Wohnen. Findet sich im Haus garnicht und in der Wohnung nur teilweise zurecht. Das Kurzzeitgedächtnis ist vollkommen weg. Ich hatte auch schon einen Höherstufungsantrag im Kopf, jedoch hat mir der dortige Pflegedienst abgeraten mit der Begründung, für PG reicht das noch nicht.

    LG und viel Erfolg

    Stern

    Hallo Nicole,

    ich finde das auch eine schwierige Situation auf Grund der jeweiligen Tagesform und kann sie durchaus nachvollziehen. Bei meiner Mutter erfolgte die Begutachtung durch den MDK genau in der Coronazeit. Vorgesehen war ein Videocall. Anwesend waren nur meine Mutter und eine Mitarbeiterin des ambulanten Pflegedienstes. Das war vorher so besprochen. Ich selbst konnte daran leider nicht teilnehmen. Da ich auf Grund dessen auch so meine Bedenken hatte, vor allem, weil meine Mutter ja auch immer behauptete, keine Hilfe zu benötigen.

    Genau, wie du schon beschrieben hast, ergoogelte ich mir eine Liste mit den Punkten, die bei der Begutachtung hinterfragt werden. Ich schrieb eine Mail an den MDK, in der ich zu jedem Punkt bewusst ausführlich die Situation meiner Mutter schilderte.

    Letztendlich erfolgte die Begutachtung nur in einem normalen Telefonat. Die Demenz meiner Mutter war zu dieser Zeit gerade diagnostiziert und ihr wurde sofort PG 3 bewilligt.

    Ich habe vom MDK damals keine Reaktion auf die Mail erhalten, gehe aber davon aus, dass meine Informationen als Grundlage für die Begutachtung herangezogen wurden. Teilweise konnte ich das im Gutachten nachvollziehen.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg und ein hoffentlich positives Ergebnis!

    Liebe Grüße

    Stern

    Ja ich fühle mich natürlich verpflichtet, schließlich ist sie meine Mutter… Klischee eben. Außerdem tut sie mir auch irgendwo leid. Sie beschwert sich ja ständig, dass sie nur alleine ist und dort niemand sich um sie kümmert. Problem ist nur, es ist nicht so, sie geht einmal pro Woche in die Tagespflege und an den anderen Tagen ist Einkaufen, Bingo, Seniorensport. Allerdings ist ihr Kurzzeitgedächtnis scheinbar vollkommen weg und von alledem weiß sie nichts, nicht mal eine Stunde später. War noch nie irgendwo…

    Im Prinzip bin ich, wenns ums Telefonieren geht noch ihr einziger regelmäßiger Kontakt. Ihre letzte Cousine, mit der sie regelmäßig gesprochen hat, ist Anfang Februar verstorben, meine beiden Söhne rufen in größeren Abständen mal ihre Oma an, die haben auch eine volle Agenda mit Arbeit und kleinen Kindern. Der Rest der noch lebenden Verwandschaft, alle von Seite meines Vaters, hat sich vornehm zurückgezogen. Nach dem Tod meines Vaters hatte sie ein paar gute Kontake zu Nachbarn, aber an die erinnert sie sich nicht mehr. Außerdem kommt sie mit ihrem Handy auch fast nicht mehr klar, im Prinzip geht telefonieren nur, wenn sie angerufen wird. Manchmal versucht sie es mit der Fernbedienung vom Fernseher, aber da geht irgendwie niemand ran …

    Es ist wirklich schwierig, aber die Zeiten, in denen ich solche Gespäche, wie heute jeden Tag hatte, sind bei mir auch vorbei. Das kann und will ich nicht mehr aushalten. Soviel Kraft hab ich dann doch nicht.

    Danke für deinen lieben Trost, hat mich ein bisschen aufgemuntert. Morgen ist ein neuer Tag, der kann nur besser werden und ich werde nicht meine Mutter anrufen. Wir haben 33 Grad morgen und gehen zum Strand. An den Rest werde ich mal versuchen, nicht zu denken.

    Liebe Grüße

    Stern

    Liebe Sabine,

    bis auf die Haare hört sich wirklich alles gut an. Betrachte das mal als das kleinere Übel.

    Dein Vater hat jetzt seine Ruhe und Privatsphäre, das war wichtig.

    Wenn du die Vorsorgevollmacht jetzt noch klären kannst, dann wäre es gut. Bei uns klappt alles prima damit. Wir haben sie vor 5-6 Jahren gemacht und ich hatte noch nie Probleme damit. Das ist auf jeden Fall der einfachste Weg und du bist niemandem rechenschaftspflichtig.

    Den Antrag bei Gericht würde ich aber nicht zurücknehmen, bevor die Sache mit der Vollmacht geklärt ist.

    Meine Mutter erinnert sich inzwischen nicht mehr an die Vollmacht.

    Deshalb wirft sie mir auch vor, dass ich alles unterschreibe für sie und noch dazu, ohne es mit ihr zu besprechen. Stimmt nicht, behauptet sie aber.

    Seit Anfang der Woche ist sie wieder auf der Agro-Schiene und beschimpft mich in jeder Hinsicht. Leider hat mich heute nach fast einer Woche nicht anrufen mein schlechtes Gewissen geplagt und ich hab sie angerufen.

    Kein freundliches hallo, nein na endlich rufst du an, sag mir wann ich hier endlich ausziehen kann….Die ganze Geschichte schon 100mal und öfter versucht, ihr zu erklären. Je mehr ich versuchte, sie abzulenken, desto lauter wurde die Stimme.

    All die guten Ratschläge hier sind total lieb gemeint und da steckt auch viel Erfahrung dahinter, funktionieren aber leider auch nicht immer. Ich weiß grade auch nicht, was ich noch machen kann, ihre Medikamente wurden im Oktober erst neu angepasst und 2-3 Monate ging es relativ gut.

    Das nette Gespräch von heute muss ich erstmal wegstecken und dann versuche ich erstmal nicht anzurufen….

    Ich wünsche dir und allen anderen hier noch ein schönes Wochenende.

    Liebe Grüße

    Stern

    Liebe Sabine,

    Ich gratuliere dir von ganzem Herzen zu diesen guten Neuigkeiten! Wieso, weshalb, warum es nun plötzlich möglich war, deinem Vater ein Einzelzimmer zu geben, du wirst es sicher noch erfahren. Da kannst du jetzt wenigstens erstmal durchatmen. Alles andere wird sich nach und nach auch klären.

    Ich hatte mir vorgenommen, im Urlaub so wenig wie möglich an meine Mutter zu denken. Bis jetzt hab ich auch nur einmal mit ihr telefoniert. Sie ist zum Glück relativ ruhig, aber sie sagte mir, dass sie unbedingt meinen Vater anrufen muss und die Telefonnummer nicht findet. Mein Vater ist vor knapp 10 Jahren verstorben. Bisher hatte sie es noch nicht, Verstorbene zu sehen oder nach ihnen zu fragen. Ich war so überrascht davon, dass ich selbst erstmal sprachlos war. Das ist wieder ein krasser Schritt zurück, finde ich. Auch wenn ich das hier schon so oft von anderen gelesen hab, macht es mir ganz schön zu schaffen und ich hab fast einen ganzen Tag gebraucht, bis ich wieder an etwas anderes denken konnte.

    Einen schönen Abend noch und liebe Grüße

    Stern

    Hallo liebe Sabine,

    auch ich möchte mich kurz von einem anderen Ende der Welt melden.. Deine Situation wird ja wirklich immer komplizierter. Das tut mir unendlich leid für dich und ich verstehe deine Verzweiflung. Aber bitte behalte die Nerven, auch wenn die Möglichkeiten gerade sehr begrenzt sind.

    Da kann man nur hoffen, dass es nicht unendlich lange dauert, denn da ist ja jeder Tag ein Tag zu viel.

    Wäre es eine Variante, innerhalb des jetzigen Heimes das Zimmer zu wechseln, erstmal in ein anderes Zweibettzimmer? Nur als Übergangslösung meine ich jetzt.

    Hast du mit deiner Mutter darüber geredet?

    Ich schicke dir ein paar warme Sonnenstrahlen aus Afrika, fühl dich gedrückt, auch wenn’s nur für den Moment hilft. Vergiss nicht die starke Löwin!!

    Liebe Grüße

    Stern

    Vielen lieben Dank Ihnen Herr Hamborg und natürlich auch allen anderen für die guten Urlaubswünsche. Wir werden unser Bestes tun, um uns gut zu erholen und alles zu genießen. Einen Plan B gibts in diesem Fall nicht ;)

    Seid alle lieb gegrüßt und bis demnächst :)

    Eure Stern

    Liebe Sabine,

    ich finde deine Entscheidung richtig gut, ich hätte genauso entschieden👍. Du bist wirklich in einer sehr schwierigen Situation, aber wie ich schon mal sagte, man kann es eben einfach nicht immer allen recht machen. Unter diesem Problem leiden wir innerhalb der Familie auch oft, in den verschiedensten Bereichen.

    Ich drücke dir ganz ganz fest die Daumen für deinen Kampf! Letztendlich hilfst du deinem Vater und deiner Mutter. Vielleicht erkennt sie es, wenn eine gewisse Zeit vergangen ist und sie dann auch nicht mehr unter diesem Druck steht. Zumindest könnte es auch so ausgehen.

    Denke immer daran, dass du deinem offensichtlich sehr lieben Papa richtig glücklich machst, wenn er noch eine schöne Zeit für sich in Ruhe verbringen kann, egal ob in einer WG oder in einem schönen Einzelzimmer im Seniorenheim.


    Löwinnen sind stark und selbstbewusst und deshalb sage ich, du schaffst das!!


    Liebe Grüße von Stern ⭐️ ⭐️⭐️

    Hallo ihr Lieben und danke für eure aufmunternden Worte. Ihr habt eben doch schon die längere Erfahrung mit solchen Situationen. Ich lasse mich immernoch zu schnell runterziehen von ihren Beschimpfungen. Daran muss ich noch arbeiten, es ist aber auch nicht so einfach.

    Ihr habt vollkommen recht. Warum soll ich sie unnötig belasten und dadurch neue Diskussionen hervorrufen und im nächsten Moment hat sie es wieder vergessen. Sie ist gut versorgt, darüber müssen wir uns keine Gedanken machen. Also werden wir unseren Urlaub so entspannt wie möglich genießen und im Notfall sind wir ja sowieso erreichbar.

    Also danke nochmal und liebe Grüße!

    Hallo Ihr Lieben,

    es ist wieder mal soweit, dass ich mir etwas von der Seele schreiben muss… Nach nun ganzen 5 Monaten im Betreuten Wohnen hatte ich fast das Gefühl, es geht meiner Mutter einigermaßen gut dort. Nach neuer Dosierung ihrer Medikamente gegen die Depression und auch die Demenz wurde sie insgesamt ruhiger, ihre Agressivität war so gut wie nicht mehr vorhanden und sie akzeptierte ihre Wohnung, war relativ friedlich.

    Leider hat sie mich heute wieder eines Besseren belehrt. Am Telefon fragte ich sie freundlich, wie es ihr geht und was sie heute gemacht hat und damit war das Feuer eröffnet. Warum bin ich hier und wann kann ich endlich nach Hause, niemand hat das alles mit mir besprochen, was soll ich zwischen all den alten Leuten…. und zu essen bekomme ich hier auch niemals etwas. Einen Pflegedienst gibt’s hier nicht!!

    Vorwürfe, dass wir alles über ihren Kopf hinweg entscheiden und sie sowieso nur tun muss, was ich ihr vorschreibe. Alles schon tausendfach beredet.

    Jedenfalls war die Schuldfrage wieder mal eindeutig geklärt.

    Ich versuchte sie zu beruhigen, guck mal deine schöne Wohnung, so viele deiner Möbel konnten wir mitbringen… alles ohne Erfolg.

    Das sind auch sowieso nicht meine Möbel!!

    Glücklicherweise kam jemand vom Pflegedienst dazu und wir mussten das Gespräch beenden.


    Entsprechend euren vielen guten Ratschlägen bin ich zwar nicht großartig auf die Diskussion eingegangen, aber es macht mich trotzdem traurig. Ich hatte so ein bisschen für mich beschlossen, diese Phase der Agressivität haben wir hinter uns. Ich hoffe nur, dass ich es in die Kategorie Zwischenfall einordnen kann und es nicht der Beginn einer neuen Phase voller Aggression ist.

    Nach ewigem hin und her und auch eurem Befürworten haben wir letzte Woche unseren Urlaub gebucht und am Sonntag fliegen wir nun ins Warme. Ich möchte noch garnicht drüber nachdenken, wie es wohl nächste Woche mit ihr sein wird. Bis jetzt hab ich meine Mutter auch noch nicht über den Urlaub informiert, auf Anraten des Pflegepersonals. Ich werde sicher die Anrufe auf ein Minimum reduzieren, auch wenn ich eigentlich wissen möchte, wie es ihr geht.

    So ihr Lieben, jetzt hab ich mir das erstmal von der Seele geredet… Danke fürs Zuhören bzw. Lesen 😔

    Einen schönen und hoffentlich entspannten Abend noch für euch!

    Liebe Grüße

    Eure Stern

    Liebe Sabine,

    nach allem für und wider der letzten Woche, bist du unzufrieden und deprimiert über die Situation deines Papas. Ich verstehe das wirklich sehr gut, da auch ich ein sehr inniges Verhältnis zu meinem Vater hatte.

    Vielleicht wäre es doch der bessere Weg, nicht auf diese Art und Weise auszuharren, sondern unter dem Aspekt der Hilfe für deine Mutter, zusammen mit einem Betreuer eine Veränderung herbeizuführen. Sicher würde sich dein Papa letztendlich in der von dir beschriebenen WG unendlich wohl fühlen.

    Letztendlich hilft es dir persönlich auch nicht weiter, wenn du dich zurück hältst und daran verzweifelst. Weiterhin würdest du damit auch dem immer wieder geäußerten Wunsch deines Papas nachkommen. Er ist hier die Hauptperson, um die sich alles dreht und das sollte nicht vergessen werden, erst recht nicht unter dem Aspekt, dass er den Wunsch nach einer Veränderung permanent wiederholt und er sich offensichtlich nicht an die vorhandene Situation gewöhnt.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich all meine Kräfte zusammen nehmen und das durchziehen würde. Leider gibt es nicht immer einen Weg, der für alle Beteiligten angenehm ist. Was ich aber nicht verstehe ist der Punkt, warum es deine Mutter nicht weiter interessiert, dass dein Papa dort so unglücklich ist…?

    Viele liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag