Beiträge von Sabine67

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    Hallo Ihr Lieben!

    Nun wohnt mein Vater bereits seit 3 Wochen hier in meiner Dachgeschosswohnung. Wir kriegen die Treppen gut hin und finden einen guten Rhythmus im Alltag. Er fühlt sich wohl und aus seiner Sicht könnte das alles gerne so bleiben... Da komme ich dann doch immer wieder mit dem Realitätscheck um die Ecke. Ich erkläre ihm, dass er ein lieber Gast in meinem Leben ist, aber ein eigenes Zuhause braucht (und ich auch!).


    Neben der 24/7 Pflege habe ich zu wenig Zeit, für die Recherche und die Entwicklung von guten Ideen. Zurzeit bin ich ratlos... Hier kriegen wir es trotz Dachgeschosswohnung gut hin. Aber es kann und soll ja so nicht bleiben. Für 2 Monate nehme ich Pflegezeit mit 0% Arbeitszeit, danach müssen wir sehen. Meine Kraft ziehe ich aus den vielen schönen Momente, die wir im Alltag haben. Er ist doch noch sehr fit und wir können am großen Fluss ein gemeinsames Essen genießen. Ich würde so gerne unsere gemeinsame "Abschiedstournee" unbeschwert genießen. Aber das Thema "was wird..." ist immer präsent. Meine Mutter meldet sich kaum noch und ist auch für uns selten erreichbar. Aus ihrer Sicht war es meine Entscheidung, ihn aus diesem schrecklichen Heim zu holen. Entsprechend liegt nun die volle Verantwortung bei mir.


    Manchmal bin ich total verzweifelt und ratlos, aber dann geht es auch schon wieder und die Zuversicht kommt zurück...


    Liebe Grüße Sabine

    Ui. Was ist denn hier passiert? Ich habe Rose die ganze Zeit positiv und empathisch "genossen". Auch ich habe Reaktionen gelesen, die nicht immer dem Erhofften entsprachen. Dennoch sind es genau diese Hinweise, die den eigenen Standpunkt in Frage stellen. Dafür bin ich allen sehr dankbar. Denn nur das bringt eine*n nach vorn.

    Liebe Grüße Sabine

    Ui... Eine wahre Diskussionsexplosion. In den herausfordernden Situationen werden alle sehr dünnhäutig. Ich bin es auch. Und keine*r hier macht sich irgendetwas leicht. Das liest man in den Kommentaren. Die Zeit bis zum Lebensende muss zu dem zu Pflegenden passen. Aber auch zu denen, die in der Verantwortung stehen oder sich dort sehen. Da gibt es kein richtig oder falsch..


    Mein Vater hat sich hier in meinem "normalen" Leben wieder in einen Menschen verwandelt, den ich kenne. Er fühlt sich wohl, aber es ist eben eine vorübergehende Notfallsituation. Erstmal raus aus dem üblen Heim und rein in die Wohlfühloase... Eure Berichte über das Ankommen in einer Heimsituation nach anfänglichen Schwierigkeiten macht mir Hoffnung. Aber trotzdem bin ich so sehr traumatisiert von den Heimerlebnjssen der letzten Wochen, dass ich es mir kaum vorstellen kann, ihn dort nochmal hinzubringen. Trotzdem wirkt der Selbstschutz... Kein "mein Leben für Dein Leben!"


    Mein Vater darf noch ein bisschen hier bleiben, aber dann muss ich mein Leben weiter leben dürfen. Das versteht er auch... Im Moment sehen wir noch keine gute Lösung, aber ich bleibe zuversichtlich. "Et hätt no immer juut jegange" sagen die Leute hier in der Stadt mit der dicken Kirche. Ich hoffe es....


    Liebe Grüße

    Sabine

    Danke Ihr Lieben.

    Ihr habt sooooo recht.

    Rational ist es mir klar... Emotional tun sich Welten auf, die ich gerade angefangen hatte, psychotherapeutisch zu behandeln. Meine Mutter ist alt, aber der Verdrängungsmechanismus und das Wegducken vor Problemen ist genauso alt. Aber wie ihr schon richtig seht, vergeudete Energie, an dieser Stelle...


    Heute ist ein guter Tag. Mein Vater ist sehr zufrieden und wir freuen uns auf das sommerliche Wochenende...


    Liebe Grüße

    Sabine

    guten Platz für Ihren Vater finden, an dem Sie die "Kür" mit ihm leben können und die Einrichtung die "Pflicht".

    Ein schönes Bild. Der Sehnsuchtsort, nach dem wir suchen... Noch sind wir als Familiesystem immer wieder gefangen in alten Verhaltensmustern. Ich kann es (noch) nicht akzeptieren, dass meine Mutter jede Verantwortung für ihren Mann ablehnt. Da waren wir heute an einem erneuten emotionalen Tiefpunkt. Ich habe sie gefragt, was sie nun unternimmt, um eine gute Unterbringung zu finden. Antwort im bekannten Muster. "Ich kann nicht. Ich muss mich um mich kümmern." Das ist ja auch nachvollziehbar. Aber wir hatten es anders besprochen. Nunja... Man kann von keinem Menschen, etwas verlangen, was er nicht erbringen kann (oder möchte)...


    Trotzdem war ich so wütend und fühlte mich so allein gelassen. Kindheitsmuster. Ich bin quasi "ausgeflippt". Habe ihr gesagt, dass sie sich kümmern muss oder deligieren... Oder dass ich ihr den Vater vor die Tür setze... Dass würde ich natürlich nicht tun. Aber ich habe sie damit in Panik versetzt. Sie hat meinen Sohn, meine Schwiegertochter, meine beste Freundin und den Hausarzt angerufen. In der Angst, sie müsste nun den alten Mann zu Hause versorgen...


    Das wollte ich natürlich nicht. Und es tut mir sehr leid. Letztendlich bräuchte es wohl nochmal die Eskalation, um klarer zu sehen, dass keinerlei Unterstützung zu erwarten ist. Damit ist jeder Gedanke an eine Rückkehr in die Heimatstadt vom Tisch... An einer institutionellen Unterbringung geht kein Weg vorbei. Um ihn erträglich zu gestalten, muss er in meiner Stadt (die mit der dicken Kirche) sein, um eine enge Begleitung durch eine vertrauten Person in die nächste Phase der Demenz zu ermöglichen.

    "Hallo, ich bin die xxxx (Name) und bring das Frühstück.

    Vielen Dank für den Gedanken Anstoß. Ich frage auch zu viel. Manchmal bringt es allerdings auch Erfolgserlebnisse... Das ist das Fragen nach alten Geschichten oder Fachwissen, was sehr gut abrufbar ist. Aber die Frage "wo sind wir hier?" ist natürlich überflüssig. Morgen werde ich ihn mit einem "Guten Morgen in K***" begrüßen. Soviel besser!!!

    Tag 10. Mein Vater schwächelt ein wenig, ich denke es ist der Kreislauf, ansonsten läuft es wirklich gut. Allerdings merke ich, dass meine Kräfte etwas schwinden. Ich brauche dringend Entlastung und an Arbeiten ist nicht zu denken. Morgen werde ich mich zu Betreuungs Möglichkeiten beraten lassen und finde dann hoffentlich eine Übergangslösung. Wenigstens ein Stück von meinem schönen alten Leben möchte ich zurück.


    Sehr ermattete Grüße

    Sabine

    Liebe groundhog day .

    Herzlich willkommen im Forum. Du wirst hier auf viele Menschen treffen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Auch wenn jede einzelne Situation einzigartig ist.. Allein der Austausch tut sehr gut und man erhält super hilfreiche Tipps und Gedankenanstöße. Es ist oft der erste Schritt, sich hier anzumelden, auf dem Weg zu erkennen, dass man es alleine nicht schafft und auch nicht schaffen muss.


    Hast du schon einen Pflege-Dienst, der Dich stundenweise entlasten könnte? Oft hilft das "Durchschnaufen" zwischendurch. Erzähl gerne mehr, was Deine Herausforderungen sind. Und Du wirst hier viel Beistand erhalten.


    Liebe Grüße

    Sabine

    Die gute Phase mit meiner Mutter war kurz... Gestern hatten wir noch zusammen überlegt, ob wir meinen Vater nach Hause bringen, Pflegedienste organisieren usw. Das fühlte sich für einen Moment richtig an (auch weil mein Vater eine kleine Kreislaufstörung hatte und ich dachte, es wäre soviel besser mit vertrauten Ärzten in der anderen Stadt zu agieren).


    Heute morgen dann Gespräch mit meiner Mutter, wie es konkret aussehen könnte. Ich habe ihr gesagt, es geht nur, wenn ich das "Steuer" behalte und uns durch den Orkan navigiere. "ja klar" hat sie da noch gesagt. Dann habe ich konkreter nachgefragt, was ist der Plan, wenn Mobiler Pflege-Dienst nicht reicht, weil Z.B. die Nächte nicht mehr so ruhig sind wie bisher. Antwort meiner Mutter, "Ach wir können jetzt doch nicht alle Eventualitäten vorhersehen. Lass uns erstmal schauen." Da wusste ich schon, es funktioniert nicht.


    Ich habe ihr dann gesagt, wir müssen eine Mietwohnung im Haus dazunehmen. Platz und Zweitwohnung für mich und Rückzugsort. Später vielleicht Platz für Pflegekräfte... Oder Wohnung für meinen Vater mit Pflegekräften, wenn es notwendig ist. Von meiner Mutter kamen sofort Einwände, langjährige Mieter usw. (was nicht stimmt, weil in eine der Wohnungen eine Praxis ist, die gerade neu vermietet wurde.) Es endete im üblichen Streit...


    Im Gespräch wurde mir klar, sie wollte nur nicht an Ostern alleine sein. (Was ich verstehen kann, aber im Vergleich zu meiner derzeitigen Lebenssituation und der Schwere der Erkrankung meines Vaters in keiner Relation steht.)


    Wie gut, dass ich es erkannt habe, bevor ich einen großen Fehler gemacht hätte. Ich suche was Gutes hier in der Stadt mit der dicken Kirche... Alles andere ist nur ein weiterer Schritt auf diesem Horrortrip. Der endlich enden muss für mich.


    Nachdem meine Mutter in den letzten Tagen sehr zugewandt war, kam heute wieder das typische Muster. Telefon abgestellt und abgetaucht...


    So bin ich jetzt ganz allein mit meinem Vater in einer Dachgeschosswohnung und keinem Plan wie es für ihn und für mich (und meinem Vollzeitjob) weiter geht. Aber ich bin nicht mutlos... Ich genieße die Zeit der Nähe und da ich ein optimistischer und realistischer Mensch bin, bin ich auch sicher, dass wir durch den Orkan kommen, solange ich am Steuer bleibe... (im Sinnbild der Boote die hier im Forum schon mal erwähnt wurden).


    Liebe Grüße und schöne Ostern.

    Sabine

    Es mag sicher Demenz-WGs geben, die funktionieren. In der Metropole mit der dicken Kirche und dem Ziegenbock-Fußballclub stellt die zum Beispiel stadtnahe Wohnungsgesellschaft die Räumlichkeiten für 9 davon bereit.

    Ich bin da auch nachwievor hin- und hergerissen. Er wünscht sich natürlich Gemeinschaft, kann sich aber kaum noch auf andere einstellen (außer mir). Im Moment bin ich sein Universum. Manchmal, wenn er zufrieden ist, sagt er, ach so kann es bleiben. Und ich erkläre ihm dann, dass er hier ein lieber Gast ist und ich mein eigenes Leben habe. Es ist bei mir ein Selbstschutzreflex und natürlich überflüssig, immer ehrlich sein zu wollen.


    Ich beobachte, wie Welten verschmelzen. Das Elternhaus mit dem eigenen Haus. Die Ehefrau mit der Tochter. Die Stadt mit der groooooßen Kirche mit der anderen Stadt... So wichtig ist das Gewohnte, aber ich kann es nicht bieten. Trotzdem fühlt er sich wohl hier und das ist das Einzige was ich ihm geben kann, nach der schlimmen und traumatisierenden Heimerfahrung.

    Ich denke eine 24 Stunden Kraft zu Hause bei deiner Mutter wird schwierig. Da sind Konflikte fast vorprogrammiert.

    Ja so sehe ich es auch mittlerweile. Ich hätte ihm so gerne noch eine Zeit in seiner tollen Wohnung gegönnt. Aber das Vergessen schreitet so krass voran. Beim Essen beobachtet er mich wie ich es mache... Ich esse dann genau synchron, damit er sicher is(s)t. Er merkt auch beim Malen, dass er die Abläufe nicht mehr kennt und ist frustriert über die Ergebnisse. Allerdings entstehen mit etwas Hilfe noch tolle Bilder, die wir uns den ganzen Tag stolz anschauen. Das ist sehr schön...

    Da wünsche ich Dir einfach, dass sich auch diesmal wieder eine gute Lösung findet, die vielleicht im Moment noch niemand auf dem Schirm hat...

    Ich hoffe es auch so sehr. Wir groove uns gerade so ein. Es klappt erstaunlich gut und ich wundere mich selbst... Aber es geht nur für einen zeitlich überschaubaren Übergang.

    Eure liebevollen und gleichzeitig nachdenklichen Kommentare rühren mich... Unglaublich wie gut das tut. Einsteigen in die Pflege? Nein. Nur kurzfristig. Da bin ich jetzt eh mittendrin. Ich sehe wie gut mein Vater sich in einer häuslichen Umgebung erholt. Aus dem Zombie im Heim ist wieder ein Mensch geworden. Da er neben der Demenz eine Schizophrenie entwickelt hat, mit starken Angstzuständen, halte ich mittlerweile jede Heim Unterbringung, zumindest im jetzigen Stadium für problematisch. Der Neurologe hält auch die Demenz-Wg für wenig geeignet. Er braucht eine enge Betreuung. Ich werde das nicht leisten können/wollen.


    Also brauchen wir einen anderen Plan. Ich grübelte noch und liebe mein Leben hier in der Stadt mit der großen Kirche genauso wie meinen Vater...


    Liebe Grüße

    Sabine

    Liebe Rose.

    Vielen Dank für deine lieben und einfühlsamen Worte. Wir kommen so halbwegs klar und ich habe jetzt Unterstützung von Nachbarn dass ich ab und zu mal alleine vor die Tür kann. Dadurch habe ich immer wieder Kraft für den nächsten Schritt... im Moment überlege ich, weil das was ich hier leiste, könnte ich auch im Hause meine Eltern leisten.. ich weiß aber nicht was meine Mutter von der Idee hält. So leben wir von Tag zu Tag und heute ist ein guter Tag. Und morgen kommt Sonnenschein ins Rheinland und wir machen das Beste daraus. Liebe Grüße.

    Lieber Herr Hamborg.

    Ihre Hinweise sind wieder einmal super hilfreich. Vielen Dank. Ich hatte ein langes Gespräch mit dem Neurologen, der meinen Vater schon lange behandelt. Er hat mir genau es mir genauso erklärt wie Sie. Es ist ein Austarieren zwischen den Wahnvorstellungen und den Nebenwirkungen. Der Neurologe hat mir auch von einer Einweisung abgeraten (es war für mich auch eher ein Akrt der Verzweiflung, weil ich das Gefühl hatte, ich schaffe es nicht...). Und er hat mir empfohlen, einige Antidepressiva wegzulassen und ein bisschen "auf Sicht zu fahren".


    Ich verstehe jetzt vieles besser und fühle mich sicherer in der Medikation. Jetzt kann ich je nach mentaler Verfassung "nachlegen" oder weglassen. Das fühlt sich für mich machbarer an...

    Aber dennoch ist es mehr als herausfordernd. Er ist nicht mehr in der Lage Zusammenhänge zu erfassen. Fragt 100mal am Tag wo er ist. Wenn es ihm ganz gut geht, fühlt er sich wie im alten Leben und denkt ich wäre seine Frau, auch wenn er immer meinen Namen weiß und sich mit kleinen Hinweisen sofort erinnert, dass ich seine Tochter bin.


    Seine Trauer über den Verlust der kognitiven Fähigkeiten ist schwer auszuhalten. Er weint auch hin und wieder. Aber er freut sich auch über einen Gang vor die Tür, obwohl es viele eher beschwerliche Stufen sind (Dachgeschoßwohnung). Einen gemeinsamen Einkauf im Supermarkt und ein schönes Essen...


    Nach Ostern habe ich dann hoffentlich relativ schnell Unterstützung durch einen mobilen Pflege-Dienst. Zwischenzeitlich überbrücke ich mit Freunden und Nachbarn. Auch das "Parken" am Telefon entlastet.


    Aber es geht nur für ein paar Wochen. Mehr schaffe ich nicht... Nach 4 Tagen 24 Std Pflege bin ich schon ziemlich am Ende. Großer Respekt für alle, die das länger machen. Aber ich liebe meine Arbeit und mein eigenes Leben. Und meine Wohnung ist so gar nicht auf den Grad der Pflegebedürftigkeit ausgerichtet (viele Treppen, Dusche in der Wanne usw. ).


    Dennoch fühlt es sich richtig an, ihn aus der schlechten Pflege zu holen. Und ich genieße trotz aller Anstrengung die gemeinsame Zeit. Diese Nähe und so viel Zeit am Stück werden wir ein letztes Mal miteinander haben... Die Demenz allein ist schon so bitter, zusammen mit den Wahnvorstellungen und der Schizophrenie ein sehr schlimmes Schicksal.


    Aber das darf nicht mein Leben zerstören. Darauf achte ich. Er darf ein paar Wochen hier bleiben. Wenn es danach keine gute Lösung gibt, muss ich eine mittelgute oder mittelschlechte akzeptieren. Das sehe ich ganz klar...


    Erschöpfte Grüße

    Sabine

    Danke lieber Hinz für den Hinweis. Leider. Der Wohnort ist entscheidend. Und hier in meiner Stadt hat er nur Gaststatus. Ich könnte ihn aber problemlos ummelden. Als Option.... Ich schaue wie sich die Lage entwickelt...


    Krass wie überlastet die Psychiatrien sind...


    Liebe Grüße

    Sabine

    ach ihr seid so lieb. Eure Worte tun mir gut. Der Alltag ist sehr herausfordernd. Die schlechten Stimmungen für mich auch immer schwer auszuhalten. Nicht immer habe ich da die nötige Geduld. Der Vergiftungswahn ist ständig präsent. Das ist auch sehr belastend. Jede Tablette, jedes Stück Brot eine Herausforderung. Und ich glaube, die Ängste müssen noch mal im Krankenhaus begutachtet werden. Trotzdem bin ich total happy dass er hier ist und hier und da haben wir auch wirklich schöne Momente. Heute zusammen gekocht. An dem Ergebnis wurde ziemlich rumgemeckelt. Auch daran gewöhne ich mich.


    Durch diese viele Zeit alleine in dem Heim, hat er eine Art Hospitalismus entwickelt, führt Selbstgespräche. Das merkt er aber gar nicht... es ist ein lautes Denken und dann höre ich was er wirklich denkt. Auch das ist für mich sehr herausfordernd. Z.B sagt er mir, wie schön es hier ist. Wie sehr er meine Wohnung mag. Und dann steht er im Bad und putzt sich die Zähne und redet mich sich selber, dass er sich ganz unwohl fühlt und hier nicht bleiben möchte...


    Heute habe ich den Versuch gemacht, ihn in der Nachbarschaft in einer psychiatrischen Klinik mal noch mal untersuchen zu lassen. Da sind wir aber gescheitert. Weil er ja in der anderen Stadt wohnt, würde er jetzt hier nirgendwo aufgenommen.


    Jetzt schauen wir mal wie die nächsten Tage werden. Zum Glück hat mir meine Mutter endlich die Vollmacht übertragen. So dass ich selbständig agieren kann. Ich stimme das alles eng mit ihr ab und wir haben das Gefühl, dass es uns damit sehr viel besser geht. Als diese Streitereien noch nebenbei.


    Wir haben heute auch schon darüber gesprochen, das Heim auf jeden Fall zu kündigen. Es muss eine andere Lösung geben...


    Ermattete Grüße

    Sabine