Beiträge von jochengust

    Hallo Schwarzerkater,


    die Entwicklung ist wirklich erfreulich und schön zu lesen. Und es ist spürbar, wie erleichtert Sie darüber auch sind.
    Und ja, ich kann das aus eigener Arbeit ebenfalls bestätigen. So untypisch ist das nicht, dass sich die Dinge so entwickeln. Ich finde Ihre Beschreibung auch deshalb so wertvoll, weil immer wieder - meiner Erfahrung nach - mehr oder minder unterschwellig Angehörige unter Druck geraten, dass die Entscheidung zur Heimaufnahme quasi der "worst case" ist. Und das ist eben nicht wahr, sondern auch hier gibt es eine sehr große Erfahrungsbandbreite, ganz verschiedene Enwicklungen und Bedingungen.

    Alles Gute weiterhin.
    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

    Hallo Natalie,


    willkommen im Forum.

    Meine Gedanken dazu:

    wenn es finanziell und auch sonst kein Problem für Ihren Herrn Vater ist, er im Gegenteil sogar eine Beschäftigung mit den Büchern hat - sollte man wirklich an der Situation rütteln?

    Vermutlich würde er eine Bevormung und den Eingriff in seine Tätigkeit sehr übelnehmen. Und er würde eine Alternative zur Beschäftigung benötigen. Was, wenn er sich die nächste "unerwünschte" Tätigkeit sucht?



    Ggfs. können Sie mit Ihren Geschwistern vorsichtig versuchen, ihm ein anderes "Hobby" zu verschaffen, so dass er von allein von den Büchern ablässt.

    Ich möchte an dieser Stelle und zum jetzigen Zeitpunkt nach Ihrer Beschreibung jedoch davon abraten, etwas zu erzwingen wie etwa eine Vereinbarung mit der Buchhandlung zu treffen ohne ihn entsprechend einzubeziehen. Auch wenn er bei Gesprächen dabei wäre, ist es wahrscheinlich, dass er sich an keine Vereinbarung mehr erinnern kann. Wie soll das dann praktisch ablaufen? Sollen Mitarbeitende der Buchhandlung ihm den Kauf der Bücher verweigern? Sie ihm abnehmen? Ihm sagen: "Das dürfen Sie nicht."?


    Vermutlich haben Sie die Szenarien gedanklich auch schon durchgespielt - mir fällt es schwer, da ein gutes Ergebnis hineinzudenken.


    Ich sehe das Ganze eher positiv. Er geht raus und hat Bewegung, zieht sich (noch) nicht von allem zurück, geht noch selbständig mit Geld um und seinen Interessen nach, kommt in Kontakt mit Menschen. Alles Dinge, die sich nach und nach durch Krankheitsfortschritt stark verändern werden. Keineswegs ist das sinnlos - wenn auch vielleicht schwer nachvollziehbar (das Seiten herausreissen).



    Ich finde es toll, dass Sie als Familie die Dinge gemeinsam schultern und wünsche Ihnen, dass Sie weiterhin gemeinsam zu guten Lösungen kommen.


    Es grüßt Sie


    Jochen Gust

    Guten Tag in die Runde!


    Kann es tatsächlich sein, dass ihre, mehrfach auch ausgesprochene, Angst vor dem Verlust der Selbstständigkeit ihr für die Begutachtung dermaßen Flügel verliehen hat?


    Hallo,
    aus meiner Erfahrung heraus ein schlichtes "Ja!".
    Dafür kann es viele Gründe geben und sie wurden hier zum Teil ja auch bereits genannt. Die Situation, die Besorgnis - all das kann "Kräfte" (Kognition) mobilisieren und zu dem führen, was Sie beschrieben haben.

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

    Hallo Inkognita,

    ich sehe das wie Sie als "erwartbare Verhaltensweisen" und freue mich zu lesen, dass die Mitarbeitenden die Situation ganz gut händeln können.
    Alles Gute weiterhin.

    Jochen Gust

    Hallo Sohn,


    ich finde es richtig klasse, dass Sie Ihrem Vater die Geldbörse nicht ersatzlos weggenommen haben. Das geschieht leider immernoch recht häufig, vor allem auch in Pflegeheimen und Krankenhäusern. Diese "Verlusterfahrung" führt dann nicht selten zu Verhaltensweisen (ständiges Suchen, Beschuldigungen, Station verlassen wollen etc.) die wiederum manches mal dann medikamentös "beruhigt" werden.
    Bei den Vorwürfen fällt mir akut auch nichts anderes ein, als ihm die ja tatsächlich noch vorhandene große Geldbörse zu zeigen, zugleich würde ich mehr darauf abzielen im Gespräch, die Besorgnis zu beruhigen die vielleicht dahintersteckt: also versuchen zu vermitteln, dass "alles" noch da ist, dass er nicht etwa verarmt ist und sich alles leisten kann was nötig ist etc. .
    Beim Thema Essen und Trinken habe ich manchmal gute Erfahrungen gemacht, wenn in der Einrichtung deutlich gemacht wird, dass die Person eingeladen ist oder habe auch schon "Essens-Schecks" der Pflege-/Krankenkasse (aus eigener Herstellung, versteht sich) als Zahlungsmittel morgens ausgehändigt. Die Betroffenen konnten diese dann gegen die Mahlzeiten eintauschen, also damit bezahlen und waren beruhigt, das alles seine Ordnung hat. Das hat manches Mal funktioniert.

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

    Hallo Shorthair,


    eine ähnliche Fragestellung wurde hier im Forum vor nicht allzu langer Zeit einmal aufgeworfen: RE: Ehemann der Demenzkranken verstirbt .
    Vielleicht können Sie den Antworten dort bereits Hilfreiches entnehmen?

    Möglicherweise geht es hier auch darum zu Versuchen, eine Formulierung zu finden, die Ihre Frau Mutter annehmen kann, mit der sie sich abfinden kann, mit der sie "arbeiten" kann. Das kommt sicher auch auf den Grad und die Entwicklung der Demenz an. Das betrifft auch die Formulierung bezüglich der Kureinrichtung. Eine Kur, auch eine lange, ist irgendwann zu Ende. Heißt, möglicherweise führt die Formulierung auch dazu, dass Ihre Frau Mutter nicht wirklich im neuen Zuhause "einzieht", weil sie eben erwartet, dass die Kur irgendwann zu Ende ist.

    Können Sie einer direkten Antwort nach dem Ehemann möglicherweise ausweichen, sich anhand von Bildern und Geschichten gemeinsam erinnern, auf diese Weise trotzdem eine Art "Kontakt" ermöglichen, zur vermissten Person?

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

    Hallo,


    für mich ist ganz klar: es gibt auch ein Recht darauf, in Ruhe gelassen zu werden.
    Alles andere ist eine Frage der Motivierung, des Angebots. In meinen Augen haben wir zumindest in Einrichtungen zuviel Beschäftigungsangebote mit "Eventcharakter". Singrunde, Gymnastikkreis, Hockergymnastik, Kochgruppe etc. pp. . Wo Menschen das Spaß macht, sie zu motivieren sind teilzunehmen - prima. Aktivität ist wichtig, weil damit einer ganzen Reihe von Problemen vorgebeugt oder begegnet werden kann (z.B. hier schon genannte Schlaf-Wach-Rhythmusstörungen, aber auch sicheres Gehen / Gleichgewicht wird eben durch Aktivität trainiert, nicht durch Liegen etc.).
    Meiner Erfahrung nach hilft es manchmal ungemein, an frühere Gewohnheiten - vor allem aber auch Aufgaben und Pflichten anzuknüfen, um Menschen in Aktivität zu bringen. Dabei geht es nicht immer nur darum, ob die Aktivität gerade Glücksgefühle auslöst.
    Es ist Normalität, Aufgaben zu haben, die uns nicht per se glücklich machen. Ich muss nachher noch den Abwasch erledigen. Das ist okay und gehört dazu - richtig glücklich macht es mich aber nicht.... . Eine Form von Aktivität ist es dennoch.
    Will sagen: manchmal hilft bei der Suche nach der richtigen Aktivität, nach der richtigen Beschäftigung und Aktivierung, nicht nur danach zu schauen was Freude bereitet oder "uns" sinnvoll erscheint. Es dürfen auch Pflichten sein - die gehören zu einem normalen Leben dazu. Natürlich müssen sie ggfs. angepasst werden, damit sie gefahrlos möglich sind. Ich erlebe aber auch, dass ein "Möchten Sie heute am Singkreis teilnehmen?" in einer Einrichtung eine so lebensfremde Frage für einen Betroffenen sein kannen, dass er gar nicht teilnehmen wollen kann. Manchmal ist es besser, den feuchten Lappen dazulassen und zu bemerken, dass hier "....aber mal wieder Staub gewischt werden müsste...".
    Ich hoffe, ich konnte verdeutlichen was ich meine.
    Pflegefachleute und Betreuungskräfte brauchen in dieser Hinsicht oftmals die Unterstützung der Angehörigen, gerade um zu erfahren was biographische Normalität war, was zum normalen Aktivitäts- und Interessenspektrum gehört(e), um auf den richtigen Dreh zu kommen. Und immer wieder bleibt es beim "Versuch- und Irrtumsystem", heißt: ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren.

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

    Hallo,

    auch hier "Team Zweitmeinung". Diesen Aspekt von Frau Dr. Sachweh möchte ich nochmal aufgreifen:


    Wenn mein Vater einen ausgeprägten grauen Star UND eine mehr oder weniger fortgeschrittene Demenz hätte, würde ich ihm die Panik, aus der Narkose aufzuwachen und nichts zu sehen bzw. "Dunkelheit" zu erleben, definitiv ersparen wollen. Und mir und allen sonstigen Beteiligten, deren "Job" es dann, wäre, ihn von den verbotenen, gefährlichen Bewegungen oder Handlungen abzuhalten auch!

    Wenn irgendwie möglich, sollten Sie / eine vertraute Person beim Aufwachen anwesend sein bzw. begleitend mit aufgenommen werden (was Sie ja ohnehin so einplanen). Denn es ist m.E.n. sehr wahrscheinlich, dass es zu einer Handlung kommt die in dem Augenblick bzw. in dem Zeitraum unbedingt vermieden soll (Augenklappen). Das dürfte in der Klinik ohne den ständigen Beistand durch Sie möglicherweise zu einer Fixierung führen da nicht anzunehmen ist, dass Klinikmitarbeiter stets rechtzeitig zur Stelle sein können.

    Das kann entsprechend die Unruhe und Unsicherheit nochmal verstärken.


    Aber vielleicht findet sich ja doch ein anderer gangbarer Weg.
    Alles Gute.

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

    Hallo Inkognita,

    man kann Ihre Erleichterung und Freude richtig herauslesen - ist ansteckend. Ich kenne wirklich viele gute Berichte von Angehörigen, denen die Tagespflege eine wirkliche Unterstützung war und ist im aufreibenden Alltag. Meiner Erfahrung nach lohnt es oft, dranzubleiben. Auch wenn es zwischendurch mal nicht geht, keine Bereitschaft da ist in die Tagespflege zu gehen und der Gewöhnungsprozess länger dauert: versuchen. Ich hoffe und wünsche Ihnen und Ihrem Herrn Vater, dass es auch in Zukunft gelingt mit der Tagespflege.

    Auch Ihnen ein schönes Wochenende.

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

    Meine Aussage vom Delir im Krankenhaus wurde vom Arzt sofort verneint.

    Delir gäbe es nur bei Alkohol- und Medikamentenentzug und wer das überhaupt diagnostiziert hätte. Darauf hin habe ich gesagt das wäre ich anhand der Symptome selbst gewesen.

    Bin ich hier wirklich so auf dem Holzweg?

    Hallo Sohn83,

    ich kann natürlich keine Aussage darüber treffen, OB bei Ihrem Herrn Vater ein deliranter Zustand vorliegt.
    Aber die Aussage des Arztes, dass ein Delir nur im Zusammenhang mit Alkohol- oder Medikamentenetzug auftritt ist schlicht und ergreifend falsch. Im Gegenteil ist eine Demenz bzw. der Schweregrad ebensolcher sogar ein Prädikator für das Risiko, ein Delir zu entwickeln, heißt: Demenzerkrankungen stellen einen hohen Risikofaktor für ältere Menschen dar, ein Delir zu erleiden. Nicht ohne Grund wurde während meiner Arbeit als Demenzbeauftragter im Krankenhaus aus der Demenzstation eine "Delir- und Demenzstation".

    Ich vermute, Sie sind zum Thema informiert.

    Solch eine Aussage wie Sie sie oben wiedergeben, wäre für mich persönlich Grund genug mich nach einem anderen Facharzt umzusehen.

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

    Hallo Sohn83,

    Des weiteren muss ich in diesem Fall mit einem erneuten Delir im KH rechnen und erst mal eine Klinik finden die sich da wirklich auskennt und nicht nur irgend ein gefördertes Programm das vor 6 Jahren zu Ende war auf der Homepage stehen hat.

    eine Übersicht mit Kliniken die Stationen für Patienten mit Demenz ausweisen finden Sie hier. Allerdings kenne ich natürlich nicht jedes KH von innen und kann keine Aussage zu Art und Qualität der dort geleisteten Arbeit treffen beim jeweiligen Bedarf. Dennoch die Liste, vielleicht gibt es eine Klinik (eine Alternative zu Ihrer letzten Erfahrung), die für Sie bzw. Ihren Herrn Vater im Bedarfsfall erreichbar ist. Der 02. Juli ist ja nicht mehr allzulange hin.

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

    Hallo Sohn,

    ich freue mich für Sie und Ihren Herrn Vater, dass der Einstieg so gut geklappt hat. Diesen Unterschied in der Aktivität und Wachheit beobachte ich auch manchmal - und erklärt auch die verschiedenen Eindrücke die es gelegentlich gibt. Während Angehörige eine Beschreibung liefern, schildern Pflege- / Betreuungskräfte dann ein anderes Erleben.

    Für mich war der Tag anstrengend weil ich den ganzen Tag damit gerechnet habe das Ich ihn abholen muss weil es nicht funktioniert.

    Ich hoffe die Teilnahme an der Tagespflege führt alsbald dazu, dass Sie wieder mehr Zeit für sich gewinnen und dabei auch "entspannt" den Dingen nachgehen können, die für Sie wichtig sind.
    Klingt doch jedenfalls erstmal gut.

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

    Hallo vonDob,

    Sie haben bereits eine Menge guter Ratschläge erhalten. Ergänzend möchte ich hinzufügen:
    Gehen Sie zum Besichtigungstermin nicht alleine. Sorgen Sie dafür, dass Sie jemanden haben mit dem Sie sich über Ihre Eindrücke austauschen können.
    Weiter legen Sie Ausnahmsweise nicht allzuviel Wert auf Pünktlichkeit zum Termin, falls möglich. Seien Sie ruhig etwas früher da und schauen Sie, wie man auf die "Störung" reagiert und welchen Eindruck Sie abseits vom offiziellen Termin gewinnen.
    Alles natürlich unter dem Vorbehalt, dass dies aufgrund aktueller Bestimmungen möglich ist.
    Sie können auch eine der im Internet erhältlichen Heim-Check-Listen nutzen, die Sie darin unterstützen können, Fragen zu klären und eine Einschätzung vorzunehmen.

    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.
    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

    Hallo Gobis,

    hat sich / wurde etwas im direkten Wohnumfeld verändert in der letzten Zeit? So, dass möglicherweise etwas Wichtiges fehlt, was den wohnort zum Zuhause macht?
    Aus eigenem Erleben: wir wollten einen Gefallen erweisen und strichen an einem Wochenende die Küche neu, die es dringend nötig hatte. Danach war die Küche nicht mehr die eigene Küche, für unser Familienmitglied und es dauerte, bis sich das beruhigt hatte. Ähnliches hat mal der Kauf einer neuen Kafeemaschine ausgelöst, die dann nicht mehr bdient werden konnte...

    Grundsätzlich ist Zuhause-sein auch ein Gefühl, nicht nur ein Ort. Möglicherweise lässt sich etwas finden, was das Daheim-Gefühl Ihrer Mutter stärkt.

    Die häufigen Anrufe kennen meiner Beobachtung nach viele Angehörige. Ich kann gut verstehen, dass das viel zuviele sind in Ihrem Fall. Hier wurde exemplarisch eine Antwort zum Problem vom Alzheimertelefon veröffentlicht.

    Zum Thema Hin- und Weglauftendenz, dass hier möglicherweise im Raum steht auch wenn Sie nicht vermuten, dass Ihre Frau Mutter das Haus verlässt, dennoch auch der Hinweis auf diesen Beitrag / Broschüre (befindet sich aktuell in Überarbeitung) - vielleicht nutzen Sie den Steckbrief darin - für alle Fälle.... .

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

    Hallo,

    haben Sie den Vorschlag / Ihre Vorstellung bereits mit einem Zahnarzt besprochen?
    Ich kenne aus eigener, persönlicher Erfahrung den von Ihnen vorgeschlagenen Behandlungsweg bzw. das Medikament (Dormicum) und seine Wirkung, als auch in begleitender Funktion bei einem Menschen mit Demenz.

    Sowohl Narkose als auch Sedierung sind immer mit Risiken behaftet. Ggfs. lohnt auch ein Gespräch mit Ihrer Krankenkasse bzw. der Krankenkasse Ihres Herrn Vaters, ob und welche zusätzlichen Behandlungskosten durch die Narkose / Sedierung entstehen und in wie weit übernommen werden - bei dem was Sie beschreiben (Zustand / Schmerzen), kann ich mir hier vorstellen, dass dies gut begründbar wäre.

    In diesem Bericht wird über Dormicum (Midazolam) für Zahnarztbehandlungen bei Menschen mit Demenz geschrieben (am Rande, nicht eigentlicher Gegenstand des Berichts).
    Ob und was konkret dem entgegensteht, kann Ihnen vermutlich nur der behandelnde Arzt sagen, der zwischen Risiken / Machbarkeiten abwägen muss (Nichtbehandlung, Behandlung, Behandlung unter Narkose, Behandlung unter Sedierung).


    <<Manchmal spricht er davon, sich den ganzen Kiefer rausreißen zu wollen, weil er es nicht mehr aushält.>>
    Ich hoffe sehr, Sie finden bald eine geeignete Lösung.
    Vielleicht lohnt auch der Anruf / die Nachfrage bei der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Ihres Bundeslandes oder der Bundeszahnärztekammer, verbunden mit der Frage nach einem Fachzahnarzt für Alterszahnheilkunde o.ä. .


    Alles Gute.

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust


    Hallo,

    da ich berufsbedingt sehr viel Kontakt zu Krankenhäusern und auch deren Sozialdiensten habe, kann ich das bestätigen. Vielerorts sind die Zeiten längst vorbei, an dem (die Angehörigen) die Wahl hatten. Wenn nicht bereits länger vorbereitet, auf der Warteliste stehend und / oder Kollege Zufall hilft, haben Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen leider oft keine Wahl mehr.

    Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialdienste telefonieren sich die Finger wund um Angehörige bei der Platzfindung zu unterstützen - erhalten aber reihenweise Absagen.
    Schwierig wird es vor allen Dingen immer dann, wenn es schnell gehen muss, z.B. weil "plötzlich" die Entlassung aus der Klinik ansteht. Ich kann nur raten, sich frühzeitig ums Thema zu kümmern, selbst wenn es eigentlich nicht aktuell ist. MEn ist auch nicht in Sicht, dass sich das bessert.

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

    Nun hab ich gelesen, dass alte Mensch einfach aufhören zu essen, weil sie nicht mehr wollen.


    Liebe Grüße

    Hallo Gobis,

    das kommt sicherlich individuell immer auf die Umstände und den Zeitpunkt an, keine Frage. Einen interessanten Text und Informationen dazu beim Thema Demenz finden Sie von einem Bekannten von mir hier.

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

    Hallo grüneslicht,

    vielen Dank, dass Sie hier Ihre Erfahrung mitteilen. Das deckt sich durchaus in Teilen mit den Erfahrungen, die ich von anderen Angehörigen geschildert bekam. Diese sind in meinem Bereich oft zwiespältig gewesen. Deutlich wird die weit verbreitete Fehlannahme, dass das eine "leichte", einfache Lösung für alle Beteiligten ist. Kann durchaus, muss aber bei weitem nicht. Ausserdem glauben Dritte oft, dies sei eine billige lösung für private Haushalte, um Kosten zu sparen. Auch das ist in der Summe häufig nicht der Fall gewesen, bei dem was ich so dazu weiß und erfahren habe.

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust