Beiträge von jochengust

    Hallo Sohn83,

    Des weiteren muss ich in diesem Fall mit einem erneuten Delir im KH rechnen und erst mal eine Klinik finden die sich da wirklich auskennt und nicht nur irgend ein gefördertes Programm das vor 6 Jahren zu Ende war auf der Homepage stehen hat.

    eine Übersicht mit Kliniken die Stationen für Patienten mit Demenz ausweisen finden Sie hier. Allerdings kenne ich natürlich nicht jedes KH von innen und kann keine Aussage zu Art und Qualität der dort geleisteten Arbeit treffen beim jeweiligen Bedarf. Dennoch die Liste, vielleicht gibt es eine Klinik (eine Alternative zu Ihrer letzten Erfahrung), die für Sie bzw. Ihren Herrn Vater im Bedarfsfall erreichbar ist. Der 02. Juli ist ja nicht mehr allzulange hin.

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

    Hallo Sohn,

    ich freue mich für Sie und Ihren Herrn Vater, dass der Einstieg so gut geklappt hat. Diesen Unterschied in der Aktivität und Wachheit beobachte ich auch manchmal - und erklärt auch die verschiedenen Eindrücke die es gelegentlich gibt. Während Angehörige eine Beschreibung liefern, schildern Pflege- / Betreuungskräfte dann ein anderes Erleben.

    Für mich war der Tag anstrengend weil ich den ganzen Tag damit gerechnet habe das Ich ihn abholen muss weil es nicht funktioniert.

    Ich hoffe die Teilnahme an der Tagespflege führt alsbald dazu, dass Sie wieder mehr Zeit für sich gewinnen und dabei auch "entspannt" den Dingen nachgehen können, die für Sie wichtig sind.
    Klingt doch jedenfalls erstmal gut.

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

    Hallo vonDob,

    Sie haben bereits eine Menge guter Ratschläge erhalten. Ergänzend möchte ich hinzufügen:
    Gehen Sie zum Besichtigungstermin nicht alleine. Sorgen Sie dafür, dass Sie jemanden haben mit dem Sie sich über Ihre Eindrücke austauschen können.
    Weiter legen Sie Ausnahmsweise nicht allzuviel Wert auf Pünktlichkeit zum Termin, falls möglich. Seien Sie ruhig etwas früher da und schauen Sie, wie man auf die "Störung" reagiert und welchen Eindruck Sie abseits vom offiziellen Termin gewinnen.
    Alles natürlich unter dem Vorbehalt, dass dies aufgrund aktueller Bestimmungen möglich ist.
    Sie können auch eine der im Internet erhältlichen Heim-Check-Listen nutzen, die Sie darin unterstützen können, Fragen zu klären und eine Einschätzung vorzunehmen.

    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.
    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

    Hallo Gobis,

    hat sich / wurde etwas im direkten Wohnumfeld verändert in der letzten Zeit? So, dass möglicherweise etwas Wichtiges fehlt, was den wohnort zum Zuhause macht?
    Aus eigenem Erleben: wir wollten einen Gefallen erweisen und strichen an einem Wochenende die Küche neu, die es dringend nötig hatte. Danach war die Küche nicht mehr die eigene Küche, für unser Familienmitglied und es dauerte, bis sich das beruhigt hatte. Ähnliches hat mal der Kauf einer neuen Kafeemaschine ausgelöst, die dann nicht mehr bdient werden konnte...

    Grundsätzlich ist Zuhause-sein auch ein Gefühl, nicht nur ein Ort. Möglicherweise lässt sich etwas finden, was das Daheim-Gefühl Ihrer Mutter stärkt.

    Die häufigen Anrufe kennen meiner Beobachtung nach viele Angehörige. Ich kann gut verstehen, dass das viel zuviele sind in Ihrem Fall. Hier wurde exemplarisch eine Antwort zum Problem vom Alzheimertelefon veröffentlicht.

    Zum Thema Hin- und Weglauftendenz, dass hier möglicherweise im Raum steht auch wenn Sie nicht vermuten, dass Ihre Frau Mutter das Haus verlässt, dennoch auch der Hinweis auf diesen Beitrag / Broschüre (befindet sich aktuell in Überarbeitung) - vielleicht nutzen Sie den Steckbrief darin - für alle Fälle.... .

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

    Hallo,

    haben Sie den Vorschlag / Ihre Vorstellung bereits mit einem Zahnarzt besprochen?
    Ich kenne aus eigener, persönlicher Erfahrung den von Ihnen vorgeschlagenen Behandlungsweg bzw. das Medikament (Dormicum) und seine Wirkung, als auch in begleitender Funktion bei einem Menschen mit Demenz.

    Sowohl Narkose als auch Sedierung sind immer mit Risiken behaftet. Ggfs. lohnt auch ein Gespräch mit Ihrer Krankenkasse bzw. der Krankenkasse Ihres Herrn Vaters, ob und welche zusätzlichen Behandlungskosten durch die Narkose / Sedierung entstehen und in wie weit übernommen werden - bei dem was Sie beschreiben (Zustand / Schmerzen), kann ich mir hier vorstellen, dass dies gut begründbar wäre.

    In diesem Bericht wird über Dormicum (Midazolam) für Zahnarztbehandlungen bei Menschen mit Demenz geschrieben (am Rande, nicht eigentlicher Gegenstand des Berichts).
    Ob und was konkret dem entgegensteht, kann Ihnen vermutlich nur der behandelnde Arzt sagen, der zwischen Risiken / Machbarkeiten abwägen muss (Nichtbehandlung, Behandlung, Behandlung unter Narkose, Behandlung unter Sedierung).


    <<Manchmal spricht er davon, sich den ganzen Kiefer rausreißen zu wollen, weil er es nicht mehr aushält.>>
    Ich hoffe sehr, Sie finden bald eine geeignete Lösung.
    Vielleicht lohnt auch der Anruf / die Nachfrage bei der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Ihres Bundeslandes oder der Bundeszahnärztekammer, verbunden mit der Frage nach einem Fachzahnarzt für Alterszahnheilkunde o.ä. .


    Alles Gute.

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust


    Hallo,

    da ich berufsbedingt sehr viel Kontakt zu Krankenhäusern und auch deren Sozialdiensten habe, kann ich das bestätigen. Vielerorts sind die Zeiten längst vorbei, an dem (die Angehörigen) die Wahl hatten. Wenn nicht bereits länger vorbereitet, auf der Warteliste stehend und / oder Kollege Zufall hilft, haben Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen leider oft keine Wahl mehr.

    Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialdienste telefonieren sich die Finger wund um Angehörige bei der Platzfindung zu unterstützen - erhalten aber reihenweise Absagen.
    Schwierig wird es vor allen Dingen immer dann, wenn es schnell gehen muss, z.B. weil "plötzlich" die Entlassung aus der Klinik ansteht. Ich kann nur raten, sich frühzeitig ums Thema zu kümmern, selbst wenn es eigentlich nicht aktuell ist. MEn ist auch nicht in Sicht, dass sich das bessert.

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

    Nun hab ich gelesen, dass alte Mensch einfach aufhören zu essen, weil sie nicht mehr wollen.


    Liebe Grüße

    Hallo Gobis,

    das kommt sicherlich individuell immer auf die Umstände und den Zeitpunkt an, keine Frage. Einen interessanten Text und Informationen dazu beim Thema Demenz finden Sie von einem Bekannten von mir hier.

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

    Hallo grüneslicht,

    vielen Dank, dass Sie hier Ihre Erfahrung mitteilen. Das deckt sich durchaus in Teilen mit den Erfahrungen, die ich von anderen Angehörigen geschildert bekam. Diese sind in meinem Bereich oft zwiespältig gewesen. Deutlich wird die weit verbreitete Fehlannahme, dass das eine "leichte", einfache Lösung für alle Beteiligten ist. Kann durchaus, muss aber bei weitem nicht. Ausserdem glauben Dritte oft, dies sei eine billige lösung für private Haushalte, um Kosten zu sparen. Auch das ist in der Summe häufig nicht der Fall gewesen, bei dem was ich so dazu weiß und erfahren habe.

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

    derzeit für mich am wichtigsten ist die Frage, wann die ganzen Einschränkungen bei Besuchen in den Pflegeheimen gelockert werden angesichts der Impfungen...


    Wer ist dann dafür zuständig? Für die zügige Klärung ethischer und juristischer Fragen..wie sie es so schön benennen?....das Hausrecht der einzelnen Heime steht derzeit über allem....


    Hier besteht dringenster Handlungsbedarf!!! Aber: an wen sich wenden??

    Hallo hanne63,

    normalerweise die Länder und deren Verordnungen, ggfs. kann das Gesundheitsamt regional Bestimmungen erlassen - und zuletzt hat auch die Einrichtungen Rechte & Pflichten.
    Anfang Februar hat der Dt. Ethikrat m.W. bereits empfohlen, Ausnahmen bei geimpften Heimbewohnern zuzulassen.

    Zu den jeweiligen Bestimmungen nach Bundesländern geordnet finden Sie hier eine Übersicht, die m.W. auch aktuell gehalten wird.

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

    Hallo CaroK,


    ich kann Ihre Bedenken verstehen. Bei Rollatoren gibt es eine große Bandbreite an Modellen - und ich schließe mich dem Tipp von Sonnenblümchen an, zunächst telefonisch nachzufragen.
    Gut finde ich auch diesen Link dazu. Ebenfalls gibt es einen Ratgeber vom Zentrum für Qualität in der Pflege.


    Das Beste wäre, wenn Ihre Frau Mutter vielleicht die Möglichkeit hätte, verscheidene Modelle zu sehen und "auszuprobieren". Angepasst werden muss er ohnehin - vielleicht kann ein / das Sanitätshaus mit mehreren Modellen Ihre Frau Mutter zu einem Termin aufsuchen, wie Sonnenblümchen bereits anmerkte?

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

    Hallo DerSchwabe,

    ergänzend an dieser Stelle der Hinweis: falls Sie sich entscheiden pflanzliche Mittel auszuprobieren: bitte sprechen Sie dies mit dem behandelnden Hausarzt / Hausärztin ab, v.a. wenn noch andere Medikamente eingenommen werden.
    Gerade z.B. Johanniskraut ist für ein breites Spektrum an Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bekannt, sollte also nicht unterschätzt werden.

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

    Hallo never20,

    vielen Dank für Ihre Schilderung, wie sich das alles nun für Sie und Ihre Frau Mutter gestaltet hat. Ist also "gut" ausgegangen alles, wenn ich das so sagen darf.
    Die Impfung darf uns allen berechtigten Anlass zur Hoffnung auf eine Normalisierung (so weit möglich) in 2021 geben.

    Alles gute hierfür.
    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

    Hallo in die Runde,

    es ist wirklich enorm, was da geleistet wird und geleistet werden muss. In den Einrichtungen ebenso wie mit und von den Angehörigen. Mit der Einwilligungsfähigkeit bei Menschen mit Demenz ist das so eine Sache - und entsprechend muss auch dokumentiert werden. Hinsichtlich der Entscheidungsfähigkeit / Einwilligungsfähigkeit in Sachen Impfung und der Zusammenarbeit mit BetreuerInnen und ÄrztInnen gibt es hier einen guten Beitrag bei der Rechtsdepesche:

    https://www.rechtsdepesche.de/…wille-zur-corona-impfung/ .

    Ihnen viel Kraft weiterhin.

    Es grüßt Sie

    Jochen Gust

    Hallo miteinander,


    an dieser Stelle möchte ich den Erfahrungsbericht von Herrn Hamborg um meine eigene Erfahrung ergänzen: das nach Hause holen habe ich ebenfalls häufiger als problematisch erlebt. Gar nicht mal so sehr für das Beisammensein zu Weihnachten selbst, sondern im dem, was darauf folgte. Der "Wiedereinzug" gestaltete sich dann immer wieder schwer für die Betroffenen, aus ganz verschiedenen Gründen. Ortswechsel verkraften, die Veränderung und das Anpassen von Routinen und Abläufen - und natürlich das Vermissen und Fehlen von Verwandten haben nach den Weihnachtstagen häufig im Heim eine große Rolle gespielt.

    Es gibt einige Einrichtungen die (nicht erst seit diesem Lockdown) ermöglichen, dass Videotelefonie stattfindet. Die Erfahrungen damit sind sehr unterschiedlich. Für einige Menschen mit Demenz ist es toll nicht nur die Stimme zu hören, sondern das Familienmitglied auch sehen zu können. Andere reagierten eher verwirrt darauf. Daher ist es sinnvoll, wenn dies zumindest anfänglich von einem MA der Einrichtung begleitet wird. Vielleicht lohnt eine Nachfrage in dieser Richtung an der ein oder anderen Stelle, ob dies möglich gemacht werden kann zu einem gewünschten Termin.

    Es grüßt Sie
    Jochen Gust

    Hallo Zffer,


    unter bestimmten Umständen kann Ihre Frau Mutter auch gegen ihren Willen ins Krankenhaus eingewiesen werden.
    Wie beurteilt die behandelnde Hausärztin / Hausarzt den Zustand und die Notwendigkeit?
    Zur Beurteilung wird sich insbesondere darauf gestützt werden
    ob eine angemessene Behandlung im ambulanten Bereich erfolgen kann.
    Und natürlich muss auch der Wille der Betroffenen mit abgewogen werden. Wäre eine Begleitperson ggfs. möglich, die mit ins Krankenhaus geht?


    Weshalb verweigert Ihre Frau Mutter ärztliche Behandlung?


    Bei dem was Sie beschreiben ist eine schnelle Abklärung mit dem behandelnden Arzt / Ärztin sicherlich anzuraten, um zu einer Entscheidung zu kommen und das Nötige zu veranlassen. Ggfs. muss hierfür ein Hausbesuch stattfinden. Setzen Sie sich mit dem Arzt / der Ärztin in Verbindung. Da offenbar ein Pflegedienst involviert ist, ist es vielleicht sinnvoll zuerst mit diesem zu sprechen und zu klären, ob dieser den Kontakt zum Arzt / Ärztin sucht um das weitere Vorgehen zu klären.


    Hinweise zum Thema mit Demenz im Krankenhaus finden Sie auch hier: https://www.dkgev.de/fileadmin…Demenz_im_Krankenhaus.pdf
    und auch hier: https://www.wegweiser-demenz.d…rankenhausaufenthalt.html .


    Ein Verzeichnis mit Krankenhäusern die über spezielle Stationen verfügen finden Sie hier: https://www.dggeriatrie.de/spe…kognitiver-einschraenkung .


    Es grüßt Sie


    Jochen Gust

    Sehr geehrte/r Alltagshilfe,


    dieses Forum dreht sich um Kontakt, Kommunikation und Verhaltensweisen rund ums Thema Demenz.
    Ihre Frage ist rechtlicher Natur meiner Einschätzung.
    Eine Rechtsberatung können und dürfen wir hier nicht leisten.
    Siehe die Forumsüberschrift.
    <<Nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz (2008) dürfen nur bestimmte Personen Rechtsberatung vornehmen, nämlich im Wesentlichen nur Rechtsanwälte, Rechtsbeistände, Steuerberater und Patentanwälte.>>


    Sie müssen sich daher an die einschlägigen Personen oder Institutionen mit Ihrer Frage wenden.
    Ggfs. wenden Sie sich auch an entsprechende Dienstleister, die Flyer mitverteilen wie etwa Wochenzeitschriften etc. - dort wird man Ihnen sicherlich Auskünfte und Angebote machen können.
    Überdies gibt es Verzeichnisse, z.B. bei Kommunen od. örtlichen Demenz-Initiativen im Internet, die entsprechende Anbieterlisten führen - auch dort können Sie sich ggfs. eintragen lassen.


    Viel Erfolg.


    Es grüßt Sie


    Jochen Gust

    Hallo Papaya09,


    eine grundsätzliche oder pauschale Handlung oder Aussage die zur Beruhigung führt, gibt es nicht. Sie sind ja bereits sehr viel für Ihren Herrn Vater da und präsent.
    Narkosen, Operationen, Ortswechsel - all diese Dinge sind für MmD schwer zu nehmen und zu verkraften. Ggfs. spielt ein Delir hier eine Rolle, was in der Institution aber vermutlich berücksichtigt wird.


    Sie können versuchen, falls noch nicht geschehen, auf Behauptungen Ihres Herrn Vaters (z.B. "Ich bin hier für immer eingesperrt!") nicht argumentativ einzugehen, sondern bei seinem Gefühl zu bleiben und darüber zu reden. Also nicht etwa, "Nein, Du bist hier in der Reha, nicht im Gefängnis.", sondern eher seine damit verbunden Gefühle zu sprechen und diese anzuerkennen. Seine Angst und seine Verwirrung - und ihm versichern, dass Sie weiterhin für ihn da sind. Versuchen Sie darauf zu verzichten, Argumente dafür zu finden warum er sich grundlos so fühlt, wie er sich fühlt. Das kann den Druck etwas herausnehmen.


    Wie lange ist sein Aufenthalt geplant und wie ist Ihr Kontakt zu den Mitarbeitern der Reha? Wie schätzen diese die Situation ein?


    Es grüßt Sie


    Jochen Gust