Beiträge von jochengust

    Hallo Ilonarapunzel,


    es ist nicht selten, dass Menschen mit Demenz ihre eigenen vier Wände als solche nicht mehr erkennen. Ebenso können sie versucht sein, sich auf den Weg zu ihrem "Zuhause" zu machen - wenn ihnen vielleicht etwas anderes fehlt. Ggfs. können Sie herausfinden, was für ihn "Zuhause" bedeutet, woran er das "Zuhausesein" fest macht, und ihm dies stärker bieten / in den Vordergrund rücken bzw. herausbekommen, ob er aufgrund dieses Gefühls einen anderen Ort aufsuchen möchte, oder ob es tatsächlich rein die Örtlichkeit ist, die er nicht mehr erkennt.
    Lebt Ihr Herr Vater allein? Ist die rechtliche Seite geklärt (Vollmachten / Betreuungsverfügung?). Da Sie schreiben, dass Sie weiter weg wohnen wäre es hilfreich jemanden vor Ort zu haben.


    Hat er sich bereits einmal alleine auf den Weg "nach Hause" gemacht, sich verirrt? Ggfs. müssen Sie Vorkehrungen treffen, damit er nicht in Gefahr gerät: https://www.wegweiser-demenz.d…n-hinlaufen-verirren.html .


    In diesen Thread wurden ganz ähnliche Problematiken besprochen - vielleicht können Sie diesen schon Hilfreiches entnehmen: https://www.wegweiser-demenz.d…tx_mmforum_pi1%5Bfid%5D=3 und . Heier finden Sie Informationen zur Wohnungsgestaltung: https://www.wegweiser-demenz.d…ng/familiaere-pflege.html .


    Es grüßt Sie


    Jochen Gust

    Hallo Madeline,


    die Demenz Ihres Ehemannes ist in den vergangenen Jahren sicher fortgeschritten. Von daher ist die jahrelang zurückliegende Ablehnung der Betreuung kein Indikator dafür, wie aussichtsreich eine erneute Anregung bei Gericht dazu wäre. Das Gericht wird überprüfen, ob aktuell die Notwendigkeit dazu besteht.
    Ggfs. lassen Sie sich zuvor von einem örtlichen sogenannten Betreuungsverein beraten und bei der Anregung am örtlich zuständigen Gericht unterstützen. Informationen finden Sie auch hier: https://www.wegweiser-demenz.d…rechtliche-betreuung.html
    Dass die Demenz Ihres Mannes von Dritten ausgenutzt wird, würde wohl eher für die Einrichtung einer Betreuung sprechen (sofern Sie von einem Vermögensschaden ausgehen).


    Wie beruteilt der behandelnde Arzt / die Ärztin sein Verhalten?


    <<Was sollen die Leute denken, die nichts über die Demenz wissen?>>
    Bei dem Verhalten welches sie beschreiben und einer seit 2009 sich entwickelnden Demenz, dürfte vielen Personen auffallen, dass das Verhalten nicht normal ist und einer Erkrankung / Störung zugeschrieben werden. Vielleicht lindert dies ein wenig Ihre Gedanken zu dem, "was die Leute denken" könnten.



    Es grüßt Sie


    Jochen Gust

    Hallo Johanne56,


    wie hat Ihre Tante denn auf Ihre Aussage(n) reagiert?
    Manchmal haben Menschen (mit Demenz) ein Thema / stellen eine Frage / ein Anliegen, und es ist kurze Zeit darauf wieder vergessen und tritt auch (erstmal) nicht wieder in Erscheinung.
    Haben Ihre Antworten Ihre Tante beruhigt? Eher weitere Unruhe erzeugt?


    Sie können verschiedene Wege versuchen, Ihre Tante zu erreichen wenn die Frage erneut aufkommt. Ablenken / ein anderes Thema finden ist eine Option. Eine andere ist, über die mit den Aussagen / Fragen Ihrer Tante verbunden Gefühle zu sprechen. Wenn wiederum die Nennung von Fakten funktioniert und zur Beruhigung beiträgt - auch das.


    Sie finden die Thematik auch in anderen Threads dieses Forums:


    https://www.wegweiser-demenz.d…tx_mmforum_pi1%5Bfid%5D=3


    https://www.wegweiser-demenz.d…tx_mmforum_pi1%5Bfid%5D=3


    https://www.wegweiser-demenz.d…tx_mmforum_pi1%5Bfid%5D=3


    Ich hoffe, dies hilft Ihnen erstmal weiter. Willkommen im Forum.


    Es grüßt Sie


    Jochen Gust

    Hallo BeeGee56,


    sollte "amtlich" festgestellt werden, dass Ihr Herr Vater nicht mehr zum Führen eines KFZ in der Lage ist, hoffe ich, dass er einsichtig ist. Zumindest aber, dass sich seine Verärgerung gegen die Behörde richtet und Ihre Familie so zur Ruhe kommen kann.


    Es grüßt Sie


    Jochen Gust

    Hallo BeeGee56,


    Demenz & Autofahren ist ein häufiges und schwieriges Thema.
    Sie finden dazu auch hier schon Threads und im Wegweiser Informationen.


    https://www.wegweiser-demenz.d…ngsrechtlicher-sicht.html


    Auch hier finden Sie eine informative Zusammenstellung: https://www.demenz-sh.de/demenz/autofahren-und-demenz/


    Allerdings schreiben Sie nicht, dass Ihr Herr Vater eine Demenz hat. Würde er auf eine behördliche Untersagung "besser" reagieren? Über die örtl. Zulassungsstelle kann die Überprüfung der Fahreignung angeregt werden. Auch Hausärzte stellen häufig noch eine Autorität / Instanz dar, deren Rat eher akzeptiert wird.


    Vom Autofahren abzulassen wird häufig als schwerer Eingriff in die eigene Autonomie empfunden (was es vielfach ja auch ist). Wenn es vor allem um die sorge der Selbstversorgung geht, kann es hilfreich sein Alternativen anzubieten (Fahrdienste).
    Wenn es Ihrem Vater mehr um die Abwehr von "Fremdbestimmung" geht, helfen vielleicht die o.g. Instanzen. Es ist vielleicht einfacher sich von Autoritäten das Autofahren untersagen zu lassen, als von seinem eigenen Kind. Gibt es ggfs. noch eine weitere Bezugsperson, auf deren Rat sonst gehört wird und die mit ins Boot geholt werden könnte? Oder könnten Sie ihn zu einer verkehrsmedizinischen Untersuchung überreden hinsichtlich seiner Fahreignung?


    Es grüßt Sie



    Jochen Gust

    Hallo Andydreas,


    Sie haben hier ja bereits eine Menge an hilfreichen Ratschlägen erhalten.
    Zur Ablehnung d. Hausbesuchs durch den Hausarzt dieser Hinweis: https://www.vdk.de/deutschland…use_kommen_rechtsanspruch .
    Im Zweifel ist die bundeseinheitliche Rufnummer des hausärztlichen Bereitschaftsdienstes: 116117. Wenden Sie sich auch an Ihre Krankenkasse bzw. die Krankenkasse Ihrer Frau Mutter und teilen Sie mit, dass Sie einen Hausbesuch durch einen Arzt benötigen. Bringen Sie die entsprechende Institution durchaus gerne ein wenig unter Druck, Sie zu unterstützen in dem Sie deutlich dazu auffordern.


    Schwäche, Nahrungsverweigerung etc. kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Diesen auf den Grund zu gehen, auch unter ärztlich / pflegerischer Begleitung und Expertise ist aus meiner Sicht schon deshalb ratsam. Nehmen wir an, Sie kommen dann gemeinsam zur Überzeugung, dass es sich tatsächlich um eine palliative Situation handelt, kann in eine entsprechende Versorgung - wie z.B. die spezialisierte ambulante Palliativversorgung übergleitet werden - und weitere, für Ihre Frau Mutter belastende Einweisungen ins Krankenhaus vermieden werden. Insofern bin ich da ganz beim Beitrag von "Fragnichtwarum" und hoffe, Sie finden alsbald Unterstützung vor Ort.


    Es grüßt Sie


    Jochen Gust

    Hallo Barbara66,


    wäre es eine Option, erneut einen Therapieversuch der Depression zu starten?


    Es ist stets keine leichte Entscheidung, wenn es um eine Heimunterbringung geht. Und Ihr Kümmern würde dadurch sicher nicht aufhören - aber womöglich ein anderes werden können.
    Wäre ein Versuch über Kurzzeitpflege eine Möglichkeit für Sie?
    Momentan wohl nicht ganz leicht, je nach Ort und Erlass, aber letztendlich beschreiben Sie ja die schwierige Situation, die dauerhaft so nicht bleiben kann (und wird).



    Es grüßt Sie


    Jochen Gust

    Hallo Barbara66,


    ich hoffe, ich habe das jetzt richtig im Kopf - aber Sie kennen sich grundsätzlich sehr gut aus beim Thema DLB, wenn ich nicht irre.
    Das Quetiapin erhält sie aufgrund des wahnhaften Erlebens?
    Erhält sie auch Antiparkinsonmedikamente oder zusätzl. etwas gegen Depressionen, die ja nicht selten sind? Zur Frage der Dosissteigerung und hinsichtlich der extrapyramidalen Symptome bleibt wohl nur, den verordnen Arzt zu bitten, mit Ihnen die Behandlung neu durchzusprechen.


    <<Sie werde vergiftet und man gebe Strom in Ihren Körper>>
    Auch wenn die Äußerungen die Sie beschreiben wahrscheinlich einen anderen Hintergrund haben, dennoch die Frage: könnte sie zusätzlich auch Schmerzen haben, die es zu behandeln gilt?


    Es grüßt Sie


    Jochen Gust

    Hallo Lin,


    auf Ihre Fragen im Schlussabschnitt antworten Ihnen eventuell noch die Angehörigen hier. Möglicherweise sind einige in einer ähnlichen Situation.


    Antworten der Dt. Alzheimer Gesellschaft zum Thema Corona: https://www.deutsche-alzheimer…zu-corona-und-demenz.html .


    Vielerorts sind auch regionale Angebote zum Austausch und zur Unterstützung entstanden. Hatten Sie schon Kontakt zu einer regionalen Alzheimer Gesellschaft?


    Es grüßt Sie


    Jochen Gust

    Hallo IngoFriedrich,


    vielen Dank für Ihre eindrückliche Schilderung.
    Zunächst einmal steht fest, dass Schreien und Rufen von Menschen mit Demenz Sinn haben. Es ist nicht sinnlos, ebensowenig wie ich Ihnen leider ein "Patentrezept" nennen kann, um es abzumildern oder sogar zu erreichen, dass es ganz aufhört.
    Für mich bleibt es stets eine Frage der fachlichen Grundhaltung. Eine sozusagen neugierige Haltung die Verhalten nicht einfach nur "der Demenz" zuschreibt, sondern immer danach fragt: "Warum macht genau dieser Mensch das?".
    Ich will damit sagen, dass es durchaus ein Bewusstein dafür gibt, dass das Schreien & Rufen eine "Botschaft" enthält. Medikamente können eine Option sein, aber das "kommt eben drauf an" - und wie Sie beschreiben, war die Intervention hier nicht erfolgreich damit.
    Schwierig wird es für die Betroffenen, wenn man im Schreien und Rufen lediglich die "Störung" wahrnimmt. Denn was uns stört, beeinträchtigt, negative Gefühle beschert, wollen wir irgendwie "abstellen".
    Es ist schwer via einem Internetforum den richtigen Rat zu geben, was Ihrer Schwester konkret helfen würde. Problematisch ist, dass das offenbar schon länger so geht.


    Häufig bleibt in einer solchen Situation nur das Ausprobieren verschiedener Möglichkeiten.
    Meine Frage ist also, was (pflegerisch) versucht wurde bislang, abseits der ärztlich verordneten Medikamente?
    Gibt es Phasen, in denen nicht geschrien und gerufen wird?


    Können Sie dazu etwas sagen?


    Das Thema wurde auch hier schon einmal im Forum behandelt - vielleicht gewinnen Sie daraus weitere hilfreiche Tipps, die sich auszuprobieren lohnen.
    https://www.wegweiser-demenz.d…tx_mmforum_pi1%5Bfid%5D=3


    Es grüßt Sie


    Jochen Gust

    Hallo Biri,


    Autofahren ist ein häufiges Thema im Rahmen einer dementiellen Entwicklung. Bei Ihnen kommt verschärfend eine Alkoholproblematik dazu.
    Die örtliche Zulassungsstelle kann Ihnen genau sagen, welche Schritte erfolgen müssen, dass die Fahreigngung behördlicherseits überprüft wird. Wenn unter Alkoholeinfluss Auto gefahren wird, informieren Sie die Polizei.


    Das Thema Demenz & Autofahren ist auch hier im Forum schon häufiger aufgegriffen worden:


    https://www.wegweiser-demenz.d…tx_mmforum_pi1%5Bfid%5D=3


    https://www.wegweiser-demenz.d…tx_mmforum_pi1%5Bfid%5D=3


    Und hier finden Sie weitere Informationen: https://www.wegweiser-demenz.d…e/beitrag-autofahren.html


    Es grüßt Sie


    Jochen Gust

    Hallo NicoTinchen,


    hat sich zwischenzeitlich die Möglichkeit zu einem Arztbesuch ergeben?
    Die Schwierigkeiten vom Arztbesuch zu überzeugen sind nicht so selten. Sie finden dazu auch einige Beiträge im Forum. Zum Beispiel hier:
    https://www.wegweiser-demenz.d…tx_mmforum_pi1%5Bfid%5D=3


    oder hier:
    https://www.wegweiser-demenz.d…tx_mmforum_pi1%5Bfid%5D=3


    und z.B. hier: https://www.wegweiser-demenz.d…tx_mmforum_pi1%5Bfid%5D=2


    Es grüßt Sie


    Jochen Gust

    Hallo FMB,


    es immer wieder mit verschiedenen Taktiken zu versuchen ist schon die richtige Strategie, denke ich. Sie haben auch kaum weitere Möglichkeiten, solange sich Ihre Oma nicht tatsächlich selbst gefährdet.
    Gibt es denn eine Diagnose bzw. was sagt der behandelnde (Haus-)Arzt zum Zustand? Könnten Sie einen Hausbesuch veranlassen?
    Eine andere Möglichkeit wäre vielleicht zu versuchen, ihrer Oma eine "Zugehfrau" / Haushaltshilfe schmackhaft zu machen. Vielleicht weniger mit dem Tenor, dass sie Hilfe braucht, sondern, dass sie sich das jetzt gönnen darf in ihrem Alter... . Vielleicht funktioniert diese Schiene.


    Eine weitere Frage: ist die rechtliche Seite geregelt im Sinne von Vollmachten / Betreuung? Hat sie etwas verfügt?


    Es grüßt Sie


    Jochen Gust

    Hallo Andydreas,


    <<Warum gab es denn nicht die Möglichkeit der Soforteinweisung ?>>
    so erschreckend die Situation für Sie auch gewesen ist - der Arzt
    sah offenbar keine Grundlage für eine zwangsweise Einweisung. Diese ist an rechtliche Hürden geknüpft (Selbst- / Fremdgefährdung). Sie können zum Beispiel hier etwas dazu nachlesen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Unterbringung_(Deutschland)
    oder hier z.B. https://www.allgemeinarzt-onli…itseinsicht-fehlt-1627369 .


    Beim verabreichten Medikament handelte es sich vermutlich um Diazepam? (https://de.wikipedia.org/wiki/Diazepam) .


    Sie können sich im Zweifelsfall auch an den Sozialpsychiatrischen Dienst Ihres Landkreises wenden (in der Regel beim Gesundheitsamt angesiedelt).


    Es grüßt Sie


    Jochen Gust

    Hallo Bine23,


    zunächst sollten Sie eine mögliche Diagnose abwarten. Dementsprechend wird der behandelnde Arzt vermutlich auch eine Therapie vorschlagen.
    Besteht ein Pflegegrad? Haben Sie die rechtliche Seite geregelt (Vollmachten / Betreuungsverfügungen)?
    Das gezeigte Verhalten kann mehrere Ursachen haben.
    Unter "sundowning" versteht man für gewöhnlich eine zunehmende Unruhe von Menschen mit Demenz in den Abendstunden ("Sonnenuntergangsphänomen"). Allerdings ist fachlich umstritten, ob es sich dabei tatsächlich um ein eigenständiges, isoliert zu betrachtendes (und ggfs. zu behandelndes) Phänomen handelt.


    Um Ihnen und Ihren Agnehörigen etwas Last zu nehmen wäre auch für die Zukunft daran zu denken, ob es die Möglichkeit gibt einen Besuchsdienst zu installieren, so dass Sie etwas Luft gewinnen.


    Es grüßt Sie


    Jochen Gust

    Hallo Michaela,


    ich kann und darf Ihnen nicht einfach ein Medikament empfehlen. Bitte besprechen Sie dies unbedingt mit dem behandelnden Arzt und starten Sie keinen eigenen Versuch mit "handelsüblichen" Mitteln.
    Bezüglich der Schmerzen lohnt sich meiner Erfahrung nach nicht selten aber tatsächlich die Behandlung als Versuch bzw. auf Verdacht durch den Arzt.
    Auch sollte ein Restless-Legs-Syndrom oder anderweitige Missempfindungen gerade in den Beinen, die Ihre Mutter vielleicht buchstäblich zum Laufen zwingen, zumindest in die Überlegungen mit einbezogen werden (vermutl. hat der Neurologe dies aber auch schon).


    Ich möchte damit sagen, dass ein gezeigtes Verhalten hin- und wieder ausschließlich der Demenz zugeordnet wird ohne andere, "altersytypische" Ursachen zu überprüfen. Das dies eine schwierige Spurensuche sein kann, weil die Betroffenen eben nicht eindeutig mitteilen können was mit ihnen ist, macht es besonders schwierig. Und manchmal kommt man dabei um "Versuch-und-Irrtum" nicht herum.
    Ich wünsche Ihnen und Ihrer Frau Mutter, dass die Suche alsbald erfolgreich ist.



    Es grüßt Sie


    Jochen Gust

    Hallo Michaela,


    ggfs. ist Ihre Frage in diesem Forum besser aufgehoben (hinsichtl. medik. Therapieversuche): https://www.wegweiser-demenz.d…tx_mmforum_pi1%5Bfid%5D=2


    So ähnlich wie Sie dies beschreiben, hatte ich vor einiger Zeit eine Problemstellung in einem Pflegeheim. Eine Betroffene zog sich auch dort immer wieder teils schwere Verletzungen zu. Schlussendlich hat man vor allem versucht, der Ursache der Bewegungsunruhe auf den Grund zu gehen, versuchsweise auch mit Schmerzmitteln einzuwirken (die Dame konnte verbal selbst keine Auskünfte mehr geben).


    Zuletzt wurde mir berichtet, dass nach einer medikamentösen Einstellung etwas Besserung eintrat, und man ist dazu übergegangen, so häufig wie möglich die Bewegung zu begleiten, ansonsten erfolgte die zeitweise Fixierung in einem Pflegesessel.


    Für das Gehen wurde die Dame mit Trochanterschutzhosen (Hüft-Schutzprotektoren) und zeitweise einem weichen Fahrrad(?)helm (die, die nur "Gummistreben" haben) ausgestattet, was sie so weit ich weiß, problemlos tolerierte.


    Vielleicht können Sie einer Wohnungscheckliste noch ein paar Tipps entnehmen, um eventuelle Stolperfallen zu beseitigen: https://www.pflegestuetzpunkte…fuer-menschen-mit-demenz/


    Da Sie den Eindruck haben, dass Ihre Frau Mutter ständig müde (erschöpft?) ist, stellt sich auch die Frage nach den Nächten. Zeigt sie diese Unruhe nachts auch?


    Es grüßt Sie


    Jochen Gust

    Hallo Lilie,


    hinsichtlich des Stromkastens gibt es zumindest abschließbare Modelle, meines Wissens. Ggfs. fragen Sie einmal telefonisch bei einem Elektriker Ihrer Stadt nach, welche Lösungen es gibt? Ich kann mir vorstellen, dass die häufiger mit diesem Problem bzw. der Anforderung konfrontiert sind und Ihnen daher etwas anbieten können bzw. hilfreiche Tipps haben.


    Hinsichtlich der Tagespflege: ggfs. wäre es möglich, wenn bekannt, dass die Tagespflege Ihnen schon jetzt künftige Schließzeiten die für 2020 geplant sind nennt - und Sie so die Möglichkeit haben, schon jetzt für diesen Zeitraum Kurzzeitpflege zu organisieren.


    Es grüßt Sie


    Jochen Gust