Beiträge von klauspawletko

    Hallo DaLe,

    In Ihrer Situation rate ich dringend, andere Instanzen mit ins Boot zu holen. Da wäre zum einen der sozialpsychiatrische Dienst und zum anderen die Pflegekasse, die schlussendlich verantwortlich ist, eine angemessene Versorgung zu gewährleisten.

    Was die Medikation angeht, würde ich Ihnen empfehlen, einen Neurologen oder Psychiater hinzu zu ziehen, der eine Zweitmeinung zur aktuellen Gabe äußert.

    Am besten wäre allerdings eine Einrichtung oder Wohngemeinschaft, die mit dem Phänomen des "Wanderns" besser umgehen können. Es handelt sich schließlich um eine durchaus verbreitete Nebenerscheinung der Demenz.

    Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute für deine befriedigende Lösung.

    Klaus Pawletko

    Hallo FrankR,

    Sie haben leider nicht erwähnt in welchem Verwandtschaftsverhältnis Sie zu der Dame stehen und ob es bereits irgendwelche Vollmachten oder ähnliches gibt. So wie Sie den Zustand der Dame beschreiben, bleibt wohl nur der Weg über das Vormundschaftsgericht, denn eine Vollmacht würde nicht mehr anerkannt.

    Zu den anderen Fragen: Wie verhält die Dame sich, wenn Sie nicht bei Ihnen ist? Besteht die Gefahr der Selbst- oder Fremdgefährdung, z.B. durch einen nicht abgeschalteten Herd?

    Gesellschaft scheint der Dame ja gut zu bekommen; insofern stellt sich auch die Frage, ob Sie ihr wirklich einen Gefallen tun, wenn Sie in Ihrer derzeitigen Wohnsituation verbleibt.

    Zur Lebenserwartung: alles ist möglich. Die Dame kann gut und gerne noch 10 Jahre leben, wenn die Versorgung angemessen ist.

    Sie sollten professionelle Beratung vor Ort suchen, z.B. bei einer regionalen Alzheimer-gesellschaft oder einem Pflegestützpunkt. Den gibt es bestimmt auch in Ihrer Nähe.

    Viel Erfolg dabei wünscht Ihnen Klaus Pawletko

    Hallo Sohn,

    auch ich ziehe den Hut vor Ihrer Leistung. Aber damit verhält es sich wie beim Applaudieren für die professionellen Pflegekräfte - Entlastung bringt das nicht.

    Sie haben erwähnt, dass Sie Ihrem Vater als Sozialkontakt nicht (mehr) genügen. Das scheint mir ein wichtiger Hinweis zu sein. Menschen mit Demenz brauchen auch Kontakt zu Ihresgleichen; das reduziert ihren Stress. Insofern wäre der Umzug in ein geeignetes Heim oder eine Demenz-WG sogar ein Schritt, der ihm gut tun könnte - und Ihnen erst recht. Sie müssen ja die Verantwortung nicht komplett abgeben; bei vielen Demenz-WGs ist sogar das Engagement von Angehörigen erwünscht. Schwierig wird es vielleicht angesichts Ihrer ländlichen Lage, weil die Angebote dort wohl eher dünn gesät sind. Eine gute Beratung bekommen Sie hier: https://www.bayern-pflege-wohnen.de/

    Ich wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute!

    Klaus Pawletko

    Hallo Havanna07,

    Ferndiagnosen sind immer problematisch, aber nach Ihren Schilderungen würde ich auch eher auf eine Altersdepression oder ähnliche (psychiatrische) Erkrankungen schliessen. Hirnorganisch scheint ja beim Vater alles in Ordnung zu sein. Die gute Nachricht: Psychiatrische Syndrome lassen sich medikamentös behandeln. Schwierig ist es wahrscheinlich mit der Krankheitseinsicht. Für Ihren Vater scheinen die Vorwürfe ja alle einen realen Hintergrund zu haben. Die Ehe-Erfahrungen Ihrer Eltern lassen sich in diesem Alter leider nicht mehr aufarbeiten. Im schlimmsten Fall ist eine räumliche Trennung der letzte Ausweg - vor allem dann, wenn Ihr Vater handgreiflich werden sollte.

    Klaus Pawletko

    Hallo von Dob,

    noch eine kurze Ergänzung zu Ihrer Frage nach der Medikamentengabe.

    Ein Neuroleptikum ohne die Einwilligung der Bevollmächtigten zu geben, ist nicht nur unüblich, sondern auch nicht statthaft.

    Haben Sie eine Vorsorgevollmacht oder eine Generalvollmacht? Ansonsten haben Sie leider als Angehörige wenig Einfluss auf die Behandlung.

    In dem zukünftigen Domizil Ihrer Mutter sollten Sie nach dem Prozedere bei der Medikation fregen, damit so etwas nicht noch einmal ohne Ihre Einwilligung erfolgt.

    Beste Grüße von

    Klaus Pawletko

    Hallo Gobis,

    die meisten Hinweise sind ja bereits von vielen Teilnehmern gegeben worden.

    Vielleicht sollten Sie sich zwei Fragen stellen, von deren Beantwortung dann weitere Schritte abhängen:

    - Tut die derzeitige Umgebung - obwohl schön und liebevoll von Ihnen gestaltet - Ihrer Mutter (noch) gut? Eine emotionale Bindung an ihr Haus scheint es ja nicht mehr zu geben. "Zu Hause" ist für Menschen mit Demenz in der Regel dort, wo man sich geborgen fühlt. Das scheint bei Ihrer Mutter in ihrem Haus nur noch eingeschränkt der Fall zu sein.

    - Haben Sie einen "Plan B" für den Fall, dass es - aus welchen Gründen auch immer - für Ihre Mutter in ihrem Haus nicht mehr geht. Sie könnten die Zeit nutzen, um sich mögliche Alternativen anzuschauen. Entscheiden sollte dabei die Nähe zu Ihrem eigenen Wohnort sein, denn für Ihre Mutter scheint die räumliche Umgebung ja keine Geborgenheit mehr auszustrahlen.


    Alles Gute wünscht

    Klaus Pawletko

    Hallo Hanseline,

    Sie haben ja bereits umfangreiche Reaktionen auf Ihre Thematik bekommen.

    Sie werden wohl das Verhalten der älteren Geschwister nicht mehr ändern können. Und die Aufarbeitung der Vorgeschichte scheint mir auch nicht in greifbarer Nähe, obwohl sie sicher unter dem Aspekt der Geschwisterbeziehung hilfreich wäre.

    Gäbe es denn eine pragmatische Lösung, indem sich die älteren Geschwister finanziell an der Versorgung beteiligen? Auch dies könnte ja eine Entlastung für Sie darstellen.

    Ich erlebe immer wieder, dass die Pflege der Eltern häufig an einer Tochter "hängenbleibt"; erstaunlicherweise oft an der, die von den Eltern am schlechtestens behandelt wurde. Das muss in Ihrem Fall nicht zutreffen, es soll nur ein Hinweis darauf sein, dass manchmal sehr komplexe Familienkonstellationen bestimmen, wie die Pflegesituation der Eltern gestaltet wird.

    Es ist gut, dass Sie die Verantwortung für die Pflege der Mutter übernehmen, allerdings haben Sie auch jedes Recht, die damit einhergehende Belastung soweit wie möglich zu reduzieren. Eine Möglichkeit dazu wäre die stärkere Einbindung von Pflege-Profis, an deren Bezahlung sich die Geschwister beteiligen.

    Soweit meine Gedanken dazu.

    Alles Gute wünscht

    Klaus-W. Pawletko

    Am 17.02.2021 wurde das „Gesetz zur Neufassung des Gesetzes über Selbstbestimmung und Teilhabe in betreuten gemeinschaftlichen Wohnformen“ (WTG) als Vorlage zur Beschlussfassung in das Berliner Abgeordnetenhaus eingebracht. Am 11.03.2021 wurde diese Vorlage angenommen, damit wird die Novelle in Kraft treten.

    Die Berliner Senatsverwaltung reagiert damit auf die zunehmende Zahl von "anbieterverantworteten gemeinschaftlichen Wohnformen", die zukünftig stärkerer ordnungsrechtlicher Kontrolle unterworfen werden sollen.

    Neu ist auch, dass es bei Gründungsvorhaben eine "Pflichtberatung" geben soll (analog des Prozedere in Hamburg), in der eine "Zuordnungsprüfung" vorgenommen werden soll. Es soll also festgestellt werden, welchen Status die zu gründende Wohngemeinschaft zugesprochen bekommt. Dabei wird eine neue Kategorie eingeführt, nämlich die der "anbieterverantworteten Wohngemeinschaft". Ähnliche Statusprüfungen gibt es auch bereits in Brandenburg.

    Bleibt zu hoffen, dass die Aufsichtsbehörde personell und fachlich in der Lage sein wird, dieses Vorhaben auch konsequent umzusetzen.

    Damit ist zwar immer noch nicht geregelt, wie z.B. die Personalausstattung im Sinne eines Verbraucherschutzes aussehen soll, der diesen Namen auch verdient, aber es werden zumindest Realitäten anerkannt. Man darf gespannt sein, wie - und ob - das neue Gesetz seine Wirkung entfacht.

    Hallo Verzweifelte Tochter,

    ich möchte Ihnen noch zusätzlich zwei Hinweise geben.

    Lassen Sie, wenn möglich von einem Neurologen, untersuchen, ob Ihr Vater neben der Demenz vielleicht noch eine (leicht) paranoide Störung hat. Eine solche könnte man medikamentös behandeln.

    Versuchen Sie doch auch herauszufinden, welche Bedeutung z.B. die offenen Schranktüren in der Realität Ihres Vaters haben. Es hilft ja nicht, "vernünftig" zu argumentieren, aber vielleicht können Sie auf der "verrückten" Ebene intervenieren, auch wenn es Ihnen selbst absurd vorkommt. Einen Versuch ist es wert.

    Beste Grüße von

    Klaus Pawletko

    Hallo MaCaKa,

    Sie haben ja bereits viele wertvolle Tipps bekommen.

    Ich wollte Ihnen noch den Hinweis geben, dass Sie auch mit einem Betreuungsverein Kontakt aufnehmen können, wenn es denn einen in Ihrer Gegend gibt. Dort ist die Chance auf einen seriösen Betreuer zu treffen wahrscheinlich höher. Sie haben zudem die Möglichkeit, dem Gericht einen Betreuer vorzuschlagen. Ob das Gericht Ihrer Empfehlung folgt, kann allerdings nicht garantiert werden.

    Sie können mit dem Betreuungsverein auch diskutieren, ob es vielleicht sinnvoll ist, einzelne Betreuungsbereiche (z.B. Heilbehandlungen) bei Ihnen zu belassen - falls Sie eine entsprechende Vollmacht haben.

    Ich teile Ihre Ansicht, dass das Heim wahrscheinlich Sorge hat, dass Ihr Schwiegervater im Betreuten Wohnen Probleme macht und man sich absichern will, ihn im Fall des Falles unkompliziert in den Heimbereich zu "verlegen". Haben Sie denn angedacht, einen ambulanten Pflegedienst in die Versorgung mit einzuschalten? Hat das Heim ein entsprechendes Angebot? Das kann im Hinblick auf die Belastung der Mutter hilfreich sein.

    Alles Gute wünscht

    Klaus Pawletko

    Hallo Gobis,

    ICH finde die von Ihnen geschilderte Situation gar nicht so dramatisch. Sie sagen ja selbst, dass Ihre Mutter kaum abgenommen hat. Bei so wenig Bewegung verbraucht Sie ja auch kaum Kalorien.

    Offensichtlich mag Ihre Mutter Süßes (und farbiges?). Das ist auch meine Erfahrung: Süß und bunt wird viel eher angenommen, als z.B Kartoffeln. Das gilt auch fürs Trinken: Probieren Sie doch einmal Malzbier oder ähnliche Getränke. Damit kommt nicht nur Flüssigkeit in den Körper, sondern auch Kalorien.

    Ich habe schon alte Menschen gesehen, die sich hauptsächlich von Toastbrot mit Aprikosenmarmelade ernährt haben und keinen erkennbaren Schaden davon getragen haben.

    Grüße von

    Klaus Pawletko

    Hallo,

    Einrichtungen des Gesundheitswesens (Akutkrankenhäuser, Reha-Kliniken) sind nicht immer gut auf das Krankheitsbild Demenz vorbereitet. Sie sollen sich ja auch pimär um die Wiederherstellung der physischen Gesundheit kümmern. Sie sollten mit der Pflegedienstleitung und dem Sozialdienst (wenn es einen gibt) im Vorfeld sprechen und gemeinsam beraten, worauf sich die Reha-Klinik einstellen muss. Wenn Sie in der Nähe wohnen und zudem noch Zeit haben, sollten Sie auch erörtern, wie oft Besuche von Ihnen erwünscht und/oder hilfreich sein können. In manchen Reha-Kliniken kann man sogar vereinbaren, mit dem Patienten das Zimmer zu teilen.

    Was Sie in jedem Fall machen sollten, ist ein "Merkzettel" mit den Besonderheiten Ihres Vaters, auf dem Sie notieren, worauf (z.B.) Ihr Vater allergisch reagiert, welche Nahrung er mag und welche nicht, was ihn beruhigt und aufregt etc.

    Wir hat Ihr Vater denn auf den Aufenthalt im Akut-Krankenhaus reagiert? Gab es dort spezifische Probleme oder war Ihr Vater "pflegeleicht". Das könnte Ihnen Hinweise geben, wie sich der Reha-Aufenthalt entwickeln könnte.

    Alles Gute dafür wünscht

    Klaus Pawletko

    Hallo Planlos,

    das sind in der Tat schwierige Entscheidungen, die für Sie anstehen. Und sie stehen an, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass - falls sich durch medikamentöse Interventionen nichts ändert - Ihr Vater noch lange in seiner Wohnung zu versorgen sein wird.

    Ist denn abschließend geklärt, ob Ihr Vater (ausschließlich) an einer Demenz leidet oder es sich bei ihm um eine Altersdepression handelt? In diesem Falle wären die Erfolgsaussichten einer medikamentösen Therapie höher.

    Wichtiger scheint mir die Beantwortung der Frage zu sein, warum Sie Ihren Vater auf Distanz halten wollen. Das ist kein moralischer Appell, sondern ein Versuch, Ihr offenkundig schlechtes Gewissen zu entlasten.

    Eine Pflegeeinrichtung - und nur darum kann es gehen - in größerer Nähe hätte wahrscheinlich keine Probleme mit Ihrem Vater, wenn dieser medikamentös richtig eingestellt wäre.

    Die Frage ist eher, ob Ihr Druck, den Vater doch bei sich aufzunehmen nicht noch größer wäre, wenn die räumliche Nähe kleiner wäre.

    Und in dieser Frage sind Ihre Argumente eindeutig. Dazu kann man Ihnen man Ihnen ruhigen Gewissens wirklich nicht raten.

    Wenn Sie in dieser Frage eindeutig sind - und das auch Ihrem Vater gegenüber vermitteln können (was ich nicht beurteilen kann), dann können Sie vielleicht auch besser entscheiden, wie die zukünftige Versorgung des Vaters aussehen soll.

    Eine anderer Weg bestünde darin, die Richterin zu überzeugen, dass Sie emotional mit diesen Entscheidungen überfordert sind und deshalb zwingend ein Betreuer auch den Bereich Aufenthaltsbestimmungsrecht übernehmen muss.

    Sie haben ein Anrecht darauf, Ihr Leben - und das Ihrer Familie - in den Vordergrund zu stellen.


    Ich wünsche Ihnen viel Kraft bei der Bewältigung dieser Fragen.

    Herzliche Grüße von

    Klaus Pawletko

    Hallo Gobis,

    auch wenn es für Sie vieleicht ein bißchen zynisch klingt: Dieses Verhalten ist für einen an Demenz erkrankten Menschen "ganz normal" und kein Grund in Panik zu geraten.

    Ihre Mutter hat wahrscheinlich intensive Erinnerungen und Gefühle aus der Zeit, als sie noch zwischen Bungalow und Wohnung gependelt ist. Da gab es ja auch noch den Ehegatten.

    Greifen Sie doch diese wahrscheinlich schönen Gefühle auf und versuchen Sie Ihre Mutter zu animieren, über diese Zeit zu erzählen.

    Menschen mit Demenz wollen häufig "nach Hause", wobei dieses Zuhause für Momente steht, in denen man sich wohl gefühlt hat (mit der Mutter, den Geschwistern oder eben dem Ehemann).

    Wie Sie Ihrer Mutter schonend beibringen können, dass diese Wohnung gar nicht mehr existiert, ist aus der Distanz schwer abzuschätzen. Sie sollten aber vermeiden, ihr das Gefühl zu geben, dass sie eben vergessen hat, dass es diese Wohnung gar nicht mehr gibt.

    Manchmal kann auch helfen, einfach auf ein anderes Thema zu lenken. Sollte der Wunsch in die alte Wohnung zurück zu kehren häufiger auftauchen und zu Konflikten/Problemen führen, so können Sie versuchen, Erinnerungen an die Zeit zu wecken, in der die Eltern den Entschluss gefasst haben, den Bungalow zum Hauptwohnsitz zu machen.

    Zu Ihrer Frage, was Sie denn alles in Zukunft zu erwarten haben:

    Gehen Sie davon aus, dass Ihre Mutter ab und zu in anderen Realitäten lebt. Versuchen Sie, sich in diese Realitäten hinein zu fühlen.

    Wie heftig das auftreten wird, hängt unter anderem von der Art der Demenz ab. Bei einer Alzheimer-Demenz muss man leider davon ausgehen, dass die kognitiven Fähigkeiten kontinuierlich nachlassen. Bei vaskulären Demenzen hingegen kann ein Zustand über längere Zeit stabil bleiben.

    Sie sollten Ihrer Mutter gegenüber aber möglichst Ihren "Schockzustand" nicht zeigen. Sie braucht eine Tochter, die ihr Sicherheit und Geborgenheit vermittelt.

    Alles Gute dafür wünscht Ihnen

    Klaus-W. Pawletko

    Die Kollegin Birgit Spengemann vom Forum "Gesetzliche Leistungen" hatte es bereits im Dezember veröffentlicht.

    Da die neuen Regelungen eine nicht unerhebliche Erleichterung für Ihren Pflegealltag darstellen können, möchte ich die gute Nachricht auch in diesem Forum veröffentlichen.

    Bislang durften diese Entlastungsleitungen nur von sog. anerkannten Anbietern erbracht und mit diesen abgerechnet werden. Das war nicht immer einfach, weil zum einen solche Angebote nicht überall verfügbar waren, zum anderen die Kosten hierfür z.T. erheblich waren.

    Nun dürfen in verschiedenen Bundesländern (z.B. Berlin, Sachsen, NRW und Rheinland-Pfalz) solche Entlastungsleistungen auch von Privatpersonen (z.B. Nachbarn) erbracht werden. Einziges Ausschlusskriterium: Die Personen dürfen nicht im selben Haushalt wie der Hilfebedürftige wohnen und auch nicht mit ihm verwandt sein.

    Ansonsten gibt es je nach Bundesland unterschiedliche Voraussetzungen für die Anerkennung als "Nachbarschaftshelfer". Diese können sein:

    • polizeiliches Führungszeugnis
    • Nachweis eines Einführungskurses
    • Nachweis eines 1. Hilfe-Kurses

    Näheres regeln die jeweiligen Landesverordnungen. Auch die Höhe der Vergütung ist geregelt (in Berlin max. 8 €/Std.). Hier dürfen auch nur max. zwei Hilfebedürftige durch einen Nachbarschaftshelfer versorgt werden.

    Einen Überblick über die Regelungen in den einzelnen Bundesländern bekommen Sie hier:

    https://pflege-dschungel.de/a-…ung/4b-entlastungsbetrag/


    Vor Ort können Sie sich von den Pflegestützpunkten beraten lassen.


    Beste Grüße von

    Klaus Pawletko

    Hallo Der Schwabe,

    es ist ein ganz typisches Phänomen der Demenz, dass sich Erkrankte nach Dingen und Personen sehnen, die schon lange aus dem Leben verschwunden sind. Sie sind häufig mit guten Erinnerungen und Gefühlen verknüpft, die der Erkrankte wieder haben möchte.

    Es hilft daher nichts, wenn man diesen Wunsch einfach nur über Ablenkung ignoriert.

    Versuchen Sie mit dem Vater über die schönen Gefühle zu sprechen, die mit der Mutter oder dem alten Wohnort verbunden sind.

    Vielleicht mit einfachen Fragen: "Was hat die Mutter denn am besten gekocht?" So etwas in der Art. Vielleicht gelingt es Ihnen damit, etwas von den guten Gefühlen hervor zu rufen, ohne den Vater mit der Tatsache zu konfrontieren, dass die Mutter ja schon lange tot ist.

    Viel Erfolg damit wünscht

    Klaus Pawletko

    Hallo Silja,
    Viele alte Menschen trinken wenig, ohne dass es gleich zu einer Gesundheitsgefährdung fūhrt.
    Wir haben gute Erfahrungen mit süssen Getränken gemacht, die gerne farbig sein dürfen. Malzbier wird von vielen alten Menschen als wohlschmeckend empfunden.
    Beste Grüße von Klaus Pawletko