Beiträge von klauspawletko

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    Hallo Karibia27,
    der Bedarf, den Sie beschreiben, ist tatsächlich schwer zu befriedigen.
    Osteuropäische Haushaltshilfen erfüllen wahrscheinlich nicht den Anspruch an Sprachkenntisse und sind in Corona-zeiten nicht verfügbar.
    Angebote zur Unterstützung im Alltag nach § 45 b Pflegeversicherung wurden ja bereits angesprochen. Wenn es bei Ihnen Anbieter hierfür gibt, lassen sich eventuell dort auch mehr Zeiten buchen, als die dafūr bereit stehenden 125 € her geben.
    Vielleicht gibt es bei Ihnen ja auch eine Pflegekraft im Ruhestand, die sich etwas zur Rente dazu verdienen möchte.
    Sie werden wahrscheinlich kreativ sein müssen, denn ein massgeschneidertes Angebot für Ihren Bedarf gibt es leider nicht.
    Viel Erfolg wünscht Ihnen Klaus-W Pawletko

    Hallo Gobis,
    Trotz des offenbar gespannten Verhältnisses haben Sie für Ihre Mutter eine tragfähige Versorgung aufgebaut.
    Wichtige Fragen scheinen mir zu sein:
    - kann Ihr Netzwerk nach Corona wieder eingesetzt werden?
    - wie groß ist die Gefahr eines gravierenden gesundheitlichen Schadens für Ihre Mutter?
    - Sind Sie in der Lage angesichts des schwierigen Verhältnisses eine angemessene Entscheidung zu treffen?
    - Ist es deshalb evtl. sinnvoll, einen (zusätzlichen) rechtlichen Betreuer einzusetzen?
    Es ist momentan wahrscheinlich schwierig einen Termin bei einem Pflegestützpunkt zu bekommen. Vielleicht können Sie zumindest einen telefonischen Beratungstermin vereinbaren.
    Aufgrund der von Ihnen geschilderten Situation der Mutter ist kein eindeutiger Ratschlag möglich. Sie sollten die Möglichkeit einer gerontopsychiatrischen Pflegeeinrichtung jedoch nicht ausschliessen.
    Beste Grüße von Klaus Pawletko

    Hallo AnkeK,
    der Pflegedienst verwaltet das Haushaltsgeld (also Ihr Geld) treuhänderisch. Sie haben also einen Anspruch darauf, sowohl das Haushaltsbuch als auch das Haushaltskonto einzusehen.
    Die guten Pflegedienste machen von sich alle 3 Monate (z.B.) eine Abrechnung für alle WG-Mitglieder.
    Wie sollten Sie auch sonst kontrollieren, was mit Ihrem Geld gemacht wird?
    Sie könnten dem Pflegedienst diese Verwaltung auch entziehen, was aber nicht unbedingt praktisch ist.
    Falls (was ich nicht glaube) für jeden einzelnen Bewohner ein Haushaltskonto geführt wird, können Sie auf jeden Fall dieses einsehen. das lässt natürlich Rückschlüsse auf das Gesamtvolumen zu.
    Wenn eine Mehrheit der Angehörigen/rechtlichen Betreuer eine Einsicht will, könnten Sie notfalls mit juristischen Schritten drohen. (Eine Mehrheit deshalb, damit der Pflegedienst nicht einzelnen kritischen Angehörigen den Pflegevertrag für die Pflegebedürftigen kündigt - alles schon da gewesen ...)
    Die rechtlichen Betreuer brauchen auf jeden Fall mindestens einmal jährlich eine Abrechnung zur Vorlage beim Vormundschaftsgericht.
    Das nur zur Unterstreichung Ihres Rechts auf Einsicht.
    Suchen Sie auch Unterstützung beim Verein "SWA e.V.". Vielleicht ist der Pflegedienst ja dort Mitglied und hat sich zu bestimmten Qualitätskriterien verpflichtet.


    Viel Erfolg wünscht Ihnen


    Klaus-W. Pawletko

    Hallo zurück,
    ich halte diese Praxis für hoch riskant. Verstehe ich Sie richtig, dass bei dem Pflegebett das Gitter/Brett über Nacht hochgezogen ist? In diesem Falle wäre es noch gravierender.
    Sie halten sich ja bedeckt, wie Ihre Stellung zu der pflegebedürftigen Person ist.
    Wichtig wäre zu wissen, ob diese Person immer noch in der Lage ist, ihren Willen auszudrücken - und wer nun bevollmächtigt ist, diesen (vermeintlichen) Willen umzusetzen.
    Nun kann man auch argumentieren, dass in Pflegeheimen die Menschen über Nacht auch unbeobachtet sind. Denn eine Notrufklingel ist für Menschen mit Demenz häufig ein unbrauchbares Instrument.
    Falls die Person mit dieser Praxis einverstanden ist und in der Lage die Bedeutung eines Notrufknopfes zu erfassen, würde ich dringend die Installation eines Hausnotrufs empfehlen.
    Wie lange währt diese Praxis denn bereits? Gibt es Erfahrungen, dass die hilfebedürftige Person die Nacht unbeschadet (psychisch und körperlich) übersteht?
    Geht es dabei nur um die Umsetzung des Willens der hilfebedürftigen Person oder spielen auch andere Gründe - zum Beispiel finanzielle! - eine Rolle, die Situation so zu handhaben wie derzeit.
    Sie merken, dass es mir schwer fällt, eine eindeutige Haltung zu diesem Fall zu entwickeln. Dafür bedürfte es mehr Informationen.
    Aber, wie bereits ganz oben angedeutet, ist dieser "Fall" meines Erachtens grenzwertig. Ein hohes Potential an Gefährdung der Person scheint mir vorhanden.


    Wie sind die Erfahrungen der anderen Nutzer des Forums?


    Beste Grüße von
    Klaus-W. Pawletko

    Hallo Andydreas,
    Sie schreiben, dass Ihre Mutter jegliche Hilfe ablehnt.
    Dabei lassen Sie Ihr ja alle erdenkliche Hilfe zuteil werden (Essenszubereitung, Bettwäsche, Leibwäsche, Unterlagen...)
    Welche Art von anderen Hilfen schwebt Ihnen denn vor, die Ihre Mutter noch zusätzlich annehmen sollte?
    Vielleicht ist der jetzige Zustand genau der, der Ihrer Mutter gefällt und gut tut.
    Und was Sie selbst anbelangt: Man kann sich kaum einen Angehörigen vorstellen, der mehr für das Wohlergehen seiner Mutter sorgt.
    Ich kann nur spekulieren, ob Sie vielleicht insgeheim die Hoffnung treibt, dass alles wieder gut - oder zumindest besser - werden wird.
    Das wird aller Voraussicht nicht eintreten. Vielleicht sollten Sie sich mit diesem Gedanken anfreunden - auch wenn es verständlicherweise schmerzlich ist.


    Alles Gute wünscht Ihnen


    Klaus-W. Pawletko

    Hallo RalfUK,
    Das Krankenhaus kann Sie nicht zwingen, diesen Platz zu nehmen. Die Umstände könnten dies allerdings nötig machen, wenn Sie keine alternative Betreuungsmöglichkeit finden.
    Um Zeit zu gewinnen, könnten Sie - mit dem Sozialdienst des Krankenhauses - eine geriatrische Rehabilitation anhängen um Zeit zu gewinnen.
    ICH nehme an, dass Sie der rechtliche Vertreter Ihres Vaters sind. Vielleicht könnte es hilfreich sein, zumindest vorübergehend - einen rechtlichen Betreuer einzusetzen, der sich all das kümmern kann. Den können Sie selbst aussuchen; am besten bei einem Betreuungsverein.
    Für den Fall, dass Sie am Ende doch gezwungen sein werden, den ungeliebten Platz zu nehmen: Sie können einen Heimvertrag jederzeit kündigen und Ihren Vater in einem Haus Ihrer Wahl unterbringen.
    ICH drücke die Daumen, dass Sie bald eine befriedigende Lösung für sich und Ihre Eltern finden.
    Beste Grüße von Klaus Pawletko

    Hallo Glaudia,
    auch wenn die Erfahrung frustrierend war: Wenn zur Demenz auch noch optische Beeinträchtigungen kommen, verstärkt das die Desorientiertheit.
    Es müsste eigentlich Verfahren geben, die weniger anstrengend sind. Vielleicht kann sogar ein Optiker helfen?
    Viel Erfolg wünscht Ihnen


    Klaus-W. Pawletko

    Hallo Andydreas,
    wenn Sie schon mit der Krankenkasse telefonieren, dann bitten Sie doch gleich um eine Pflegeberatung. Die Kasse ist dazu verpflichtet. Hierbei soll es ja voewiegend darum gehen, wie Sie die Ansprüche der Mutter am besten aufteilen (Pflegegeld/Sachleistung).
    Auch Sanitätshäuser haben spezielle Inkontinenzber/innen. Fragen Sie auch da mal nach!
    Viele Erfolg wünscht


    Klaus-W. Pawletko

    Hallo Andydreas,
    das Präparat klingt nach Neuroleptikum.
    Ich empfehle Ihnen, Ihre Frage auch im Forum "Prävention, Diagnose und Therapie" zu stellen. Dort dürften Sie eine verlässliche Auskunft bekommen, um welche Art von Medikament es sich handelt.
    Es deutet schon viel darauf hin, das die Veränderungen bei Ihrer Mutter mit diesem Medikament zusammen hängen.


    Beste Grüße von


    Klaus-W. Pawletko

    Hallo Hanne36,
    auch ich kann Ihre Gedanken und Gefühle angesichts Ihrer Beobachtungen gut nachvollziehen.
    In Bezug auf Ihren Vater gibt es wahrscheinlich keine Alternativen, weil sein Speichel in jeder anderen Umgebung auch laufen würde. Manchmal kann man - auch auf einer "Dementen-Station" - Bewohner finden, die sich um andere kümmern. Vielleicht schauen Sie beim nächsten Besuch einmal in dieser Richtung.
    Was die Unterringung Ihrer Mutter in einem "normalen" Pflegebereich anbelangt, so gibt es viele Gründe, dies nicht zu tun, weil es häufig zu Agressionen der gesunden Bewohner gegenüber den demenzkranken kommt. Vereinzelt kann man aber auch hier erleben, dass sich diese "gesunden" Bewohner um die dmenzkranken kümmern. Trotzdem halte ich grundsätzlich eine getrennte Betreuung für die bessere Variante. das scheint in Ihrem Falle aber wohl schwierig zu sein, weil dann ein Aufeinandertreffen der Ehepartner gegeben wäre. Oder gibt es mehrere Wohnbereiche für Menschen mit Demenz?
    Eine radikale Lösung wäre eine Unterbringung der Eltern an Ihrem Wohnort - falls das möglich ist. Darüber haben Sie sich wahrscheinlich auch schon Gedanken gemacht.
    Ansonsten möchte ich Sonnenblümchen zustimmen: Die Versorgung in einer Pflegeeinrichtung kann in der Regel nicht die Qualität bieten, die man sich für seinen Angehörigen wünscht. Es gibt zwar mittlerweile Ausnahmen von dieser Regel (sowohl im Heimbereich als auch bei den sog. Demenz-WGs); solche Angebote stehen allerdings nicht an jedem Ort zur Verfügung und sind dann auch ausgelastet.
    Hatten Sie schon die Gelegenheit mit anderen Angehörigen zu sprechen? Vielleicht ergibt sich dabei die Möglichkeit, selbst organisiert die Versorgung/Betreuung zumindest punktuell zu verbessern. Bei den MitarbeiterInnen muss man davon ausgehen, dass diese ihr Bestes tun - was niemals genug sein kann.


    Viel Kraft weiterhin wünscht Ihnen


    Klaus-W. Pawletko

    Hallo Mela 50,
    ich möchte Grunella beipflichten. "Nach Hause" wollen ist bei Menschen mit Demenz tatsächlich meist der Wunsch an einem Ort zu sein, wo man geborgen ist und alles geregelt ist.
    Der "Trick" der Pflegekräfte ist mir allerdings nicht nachvollziehbar. Können Sie mit der Pflegedienstleitung eine "Strategie" besprechen, wie es besser gehen könnte?
    Sie haben den 2. Ehemann gar nicht erwähnt. Wie ist er einbezogen? Oder haben Sie ihn bewusst heraus gehalten?
    Ist er Teil des Problems oder könnte er Teil der Lösung sein?
    Beste Grüße von
    Klaus-W. Pawletko

    Hallo Sonnenblümchen,
    ICH kenne dieses Phänomen bislang nur von sog. Bettlägerigen, bei denen es hàufig ein Ausdruck von Langeweile bzw. dem Wunsch nach Beschäftigung ist.
    Das scheint mir bei Ihrer Mutter nicht der Fall zu sein.
    Hat Ihre Mutter denn ein Flachspüler-WC? In diesem Falle könnte man das Ihne großen Aufwand durch Tiefspüler ersetzen, bei dem der Kot dann zumindest schon mal tief im Wasser verschwindet.
    Mehr fällt mir dazu erst einmal nicht ein.
    Liebe Grüße von Klaus Pawletko

    Hallo Hanne63,
    grundsätzlich halte ich getrennte ( segregative) Betreuung für die bessere Lösung für beide Gruppen.
    Im Einzelfall kann das natürlich immer mal gut gehen, wenn entsprechende Charaktere aufeinander treffen.
    Aber von Menschen, die selbst Probleme haben, Integrationsleistungen gegenüber Demenzkranken zu erwarten, ist schon viel verlangt.
    Wenn es auf der Station "Kümmerer" gibt ( Bewohner, die eine Aufgabe darin finden, sich im andere zu sorgen), hat Ihre Mutter eine gute Chance. Wenn nicht, dürfte es auf Dauer eher problematisch werden.
    Viel Glück wünscht Klaus-W Pawletko

    Hallo an alle Beteiligten dieses Beitrags,
    es fällt mir schwer, angesichts der anrührenden und erschütternden Situationsbeschreibungen noch eine profane Anmerkung zu machen.
    Begleitumstand vieler familiärer Pflege-Dramen (vor allem bei involvierten Ehepartnern) ist die finanzielle Situation der Pflegeperson nach einer "Unterbringung" des erkrankten Ehepartners.
    Die leider berechtigte Angst selbst zum Sozialhilfeempfäner zu werden, eventuell die angestammte Wohnung verlassen zu müssen oder das gemeinsame Haus verkaufen oder zu beleihen zu müssen, verhindert leider häufig eine Lösung, die sowohl Pflegender als auch der Gepflegte nötig hätten.
    Hier ist der Gesetzgeber aufgerufen - ähnlich wie bei den leiblichen Kindern - angemesene Freibeträge zu beschliessen, die es dem pflegenden Partner erlauben, weiterhin (oder wieder) ein menschenwürdiges Leben zu leben.
    Ich ziehe meinen Hut vor Ihnen allen, die so eine schier übermenschliche Kraft aufbringen, um Ihre Familienmitglieder gut zu versorgen.


    Klaus-W. Pawletko

    Hallo Schumi,
    das Problem ist leider weit verbreitet. Mittlerweile sollten die Krankenhäuser zwar sensibilisiert sein, aber im Zuge des allgemeinen Personalmangels scheint das erst einmal ein frommer Wunsch zu bleiben.
    Eventuell kann Ihnen die Alzheimer Gesellschaft einen Tipp geben, welche Krankenhäuser besser mit der Thematik umgehen können.
    Was die Reha mit Begleitung Ihrer Mutter anbelangt, müssen Sie individuell aushandeln - für ausgeschlossen halte ich es nicht, dass das möglich ist. Sie müssten dann aber für Unterkunft und Verpflegung Ihrer Mutter bezahlen.
    Eine gemeinsame Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung dürfte schwierig (weil kostspielig) sein. Da müsste ein Heim schon akuten Leerstand haben, um sich darauf einzulassen. Zudem dürfte ein Doppelzimmer nicht der Vorstellung Ihrer Eltern von einem Zusammenleben entsprechen.
    Versuchen Sie doch einmal bei einer der zahlreichen Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz nachzufragen. Mag sein, dass es dort mittlerweile Konzepte der Integration von Ehepartnern gibt. Die Wahrscheinlichkeit ist in großen Städten größer als auf dem Lande.
    Adressen dazu finden Sie zum einen in der Datenbank hier auf der Wegweiser-Seite, aber auch die Pflegestützpunkte müssten Ihnen damit weiter helfen können.
    Eventuell ist in Ihrem Bundesland ja auch eine spezielle Koordinationsstelle für solche WGs vorhanden. Schauen Sie mal bei:
    www.wg-qualitaet
    vorbei. Dort gibt es eine Auflistung, in welchem Bundesland so eine Stelle existiert.
    Viel Kraft und Erfolg wünscht Ihnen
    Klaus-W. Pawletko

    Hallo Rose60,
    nach allem, was Sie geschildert haben, kann ich Ihren Entschluss, die Mutter in ein - offensichtlich gutes - Heim zu geben, nur unterstützen.
    Sie haben damit die Verantwortung übernommen, die Ihnen aufgrund der Vorsorgevollmacht auch obliegt.
    Haben Sie denn eine Idee, was den "Sinneswandel" der Mutter gegenüber dem Heim ausgelöst haben könnte? Es wäre ja schön, wenn man an die ersten Erfahrungen dort anknüpfen könnte.
    Versuchen Sie doch einmal, vieleicht mit Unterstützung des Pflegepersonals, zu rekonstruieren, was denn zur guten Resonanz der Mutter beim ersten Aufenthalt geführt hat - und was nun anders ist.


    Gut möglich, dass die Ursache auch gar nicht in äußeren Umständen zu finden ist. In diesem Falle gilt es heraus zu finden, was die Akzeptanz des neuen Wohnortes denn steigern könnte.
    Sie sollten sich jedenfalls nicht "erpressen" lassen, Ihren Entschluss rückgängig zu machen. Da sollten sich beide Schwestern einig sein.
    Signalisieren Sie der Mutter, dass Sie auch zukünftig für sie da sein werden und dass Ihre Besuche nicht weniger werden.


    Viel Kraft dafür wünscht Ihnen


    Klaus-W. Pawletko

    Hallo Herr Benz,
    Ihr Vater fühlt sich vielleicht "abgemeldet", jetzt wo das Heim alles übernommen hat.
    Kann man ihn nicht einbinden? Ein gutes Heim müsste doch auch ein Konzept haben, wie man Angehörige an der Betreuung beteiligt. Davon hätten beide Seiten etwas: Ihr Vater würde das Betreuungskonzept des Heimes kennen lernen und das Heim würde Entlastung erfahren.
    Das ist natürlich abhängig vom Naturell Ihres Vaters, aber das können Sie wahrscheinlich beurteilen. Sprechen Sie doch einmal mit der Pflegedienstleitung darüber. Einen Versuch ist es Wert!
    Alles Gute wünscht Ihnen
    Klaus Pawletko

    Hallo Evaharbsmeier,
    Sie haben als Mieter das Hausrecht in einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft - und damit auch die "Schlüsselgewalt".
    Wenn Sie - als rechtliche Betreuerin - den Mietvertrag unterschrieben haben, steht Ihnen ein Schlüssel zu.
    Viele betreuende Pflegedienste haben dieses Prinzip leider immer noch nicht verinnerlicht und die Vermieter stehen leider allzu oft in einem Abhängigkeitsverhältnis - oder sind im schlimmsten Fall sogar identisch.
    Bestehen Sie auf Ihrem Recht und tauschen Sie sich auch mit den übrigen Angehörigen über dieses Thema aus.
    Viel Erfolg dabei wünscht Ihnen


    Klaus-W. Pawletko

    Hallo Sonni,
    vielleicht denken Sie einmal die ganze Situation von sich aus. Ich finde es großartig, dass Sie sich so viel Gedanken um das Wohlergehen Ihres Vaters machen, aber vergessen Sie sich nicht selbst dabei.
    Das beantwortet vielleicht auch ein wenig die Frage nach Tagespflege und Privarbetreuung. Die private Betreuung müssen Sie vom Pflegegeld bezahlen, das umso geringer ist, je mehr Sie die Tagespflege in Anspruch nehmen.
    Auf der anderen Seite sind die Entlastungseffekte für Sie mit 3 Tagen Tagespflege wahrscheinlich wesentlich größer als mit einer stundenweisen Privatbetreuung.
    Betrachten Sie eine Tagespflege nicht als "Abschiebung", sondern als ein Angebot, das auch Ihrem Vater neue soziale Kontakte ermöglicht,. seinen Tag strukturiert und den Austausch mit anderen Betroffenen ermöglicht.
    Das soll kein "Entweder-Oder" sein, sondern ein Hinweis, dass Sie ausprobieren müssen, welcher Mix aus Tagespflege und Privatbetreuung am besten zu Ihrer Situation passen.
    Versuch macht klug!
    Alles Gute dabei wünscht Ihnen


    Klaus-W. Pawletko